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Neuigkeiten zur Sterbehilfe-Debatte
letzte Aktualisierung: 10.03.12
Hier finden Sie Neuigkeiten zur Sterbehilfe-Debatte und zu Sterbebegleitung und Hospizarbeit contra Sterbehilfe / Euthanasie.
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Allgemeine Neuigkeiten zu Bioethik-Themen
Weitere allgemeine Neuigkeiten zu den Themen der Bioethik finden Sie in der Rubrik News auf dem Bioethik-Portal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland.
Neuigkeiten zur Sterbehilfe-Debatte
Sollte diese Rubrik längere Zeit nicht aktualisiert worden sein, sehen Sie bitte in die Rubrik Pressespiegel. Dort gibt es wöchentlich neue Pressemeldungen zum Thema.
2012
- 06.04.12: Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige
Die Ärztekammer kann nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige gegenüber einem Arzt aussprechen. Dieses Urteil fällte die 9. Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts am 30.03.12 (AZ: VG 9 K 63.09).
Mehr im Themenspecial: Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige
- 30.03.12: Schweizer Statistikamt veröffentlicht Sterbehilfe-Zahlen 1998 bis 2009: Knapp 300 assistierte Suizide 2009
Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) legte am 27.03.12 erstmals Zahlen über den assistierten Suizid im Zeitraum vom 1998 bis 2009 vor. In diesem Zeitraum hat demnach die Zahl der verzeichneten Todesfälle von in der Schweiz wohnhaften Personen, bei denen Sterbehilfe geleistet wurde, stetig zugenommen. 2009 waren es knapp 300 Personen, was 4,8 auf 1000 Todesfällen entspricht. Über die Zeit vor 1998 gibt es laut dem Amt keine entsprechenden Daten.
Mehr im Themenspecial: Schweizer Statistikamt veröffentlicht Sterbehilfe-Zahlen 1998 bis 2009: Knapp 300 assistierte Suizide 2009
- 09.03.12: Koalitionsausschuss von Union und FDP will Verbot gewerbsmäßiger Förderung der Selbsttötung
Der Koalitionsausschuss von Union und FDP hat bei seinem Treffen am 04.03.12 beschlossen, dass Geschäfte mit der Sterbehilfe verboten werden sollen. Konkret wollen sie die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellen und dafür einen neuen Tatbestand im Strafgesetzbuch schaffen.
Mehr im Themenspecial: Koalitionsausschuss von Union und FDP will Verbot gewerbsmäßiger Förderung der Selbsttötung
- Neues vom 12.02.12: Tag der Kinderhospizarbeit 2012 - Licht und Schatten in der Umsetzung gesetzlicher Regelungen
Am 10. Februar findet alljährlich seit 2006 der "Tag der Kinderhospizarbeit" statt. An diesem Tag machen betroffene Familien, Initiativen, ambulante und stationäre Kinderhospize die Bevölkerung durch Aktionen bundesweit auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und deren Familien aufmerksam. Anlässlich dessen mahnte die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV), Dr. Birgit Weihrauch, Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien nicht alleine lassen.
Mehr im Themenspecial zum Tag der Kinderhospizarbeit 2012 - Licht und Schatten in der Umsetzung gesetzlicher Regelungen
- Neues vom 10.02.12: Niederlande - Aufregung um "Lebensende-Klinik" und ambulante Teams für heimische Sterbehilfe
In den Niederlanden droht eine weitere Ausweitung der Sterbehilfe. Konkret wollen Anfang März sechs ambulante Teams mit jeweils einem Arzt und Pflegemitarbeiter landesweit aktive Sterbehilfe zu Hause bei den Patienten leisten. Dies teilte die "Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende" am 07.02.12 mit. Zudem soll in Den Haag dieses Jahr eine sogenannte "Lebensende-Klinik" der Vereinigung eröffnet werden für Patienten, bei denen Ärzte dem Wunsch nach aktiver Sterbehilfe nicht nachkommen wollen.
Mehr im Themenspecial: Niederlande - Aufregung um "Lebensende-Klinik" und ambulante Teams für heimische Sterbehilfe
- Neues vom 26.01.12: Resolution verabschiedet - Parlamentarische Versammlung des Europarats fordert Anerkennung von Patientenverfügungen
Die Parlamentarische Versammlung des Europarats in Straßburg hat am 25.01.12 mit einer Entschließung die 47 Mitgliedsländer aufgefordert, Regelungen für Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten zu erlassen, um damit einen zuvor geäußerten Patientenwillen stärker zu berücksichtigen.
Mehr im Themenspecial: Resolution verabschiedet - Parlamentarische Versammlung des Europarats fordert Anerkennung von Patientenverfügungen
2011
- Neues vom 26.08.11: Orientierungshilfe des Rates der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE zu lebensverkürzenden Maßnahmen und zur Sorge um Sterbende veröffentlicht
Sterbehilfe und Palliativmedizin aus Sicht der evangelischen Kirchen
Neue Orientierungshilfe zu Fragen am Lebensende
Mitteilung 25.08.11
Leben hat seine Zeit und Sterben hat seine Zeit
Eine Orientierungshilfe des Rates der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE zu lebensverkürzenden Maßnahmen und zur Sorge um Sterbende
108 Seiten, Veröffentlicht 25.08.11 (4,0 Mb)
- Neues vom 22.07.11: Demenz: Individuelle Bedürfnisse bei Sterbenden - Ergebnisse des BMBF-Projekts
Auf dem Symposium „Demenz und Sterben“ an der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) wurden die Ergebnisse einer Forschungsstudie über „Sterben und Demenz“ vorgestellt. Hauptergebnis der Studie ist, dass Menschen mit Demenz sehr wohl differenziert Bedürfnisse in ihrem Sterbevorgang zum Ausdruck bringen.
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Hochschule Nürnberg (IDW) 21.07.11
- Neues vom 04.06.11: Ärztetagbeschlüsse: Ärzte dürfen keine Suizid-Beihilfe leisten - Palliativmedizin nachhaltig und flächendeckend in die medizinische Versorgung integrieren
Am 01.06.11 hat der Deutsche Ärztetag in Kiel eine Neuformulierung der (Muster-)Berufsordnung (MBO) beschlossen, um Ärztinnen und Ärzten mehr Orientierung im Umgang mit sterbenden Menschen zu geben. "Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten", heißt es nun darin. Die (Muster-)Berufsordnung trägt dazu bei, die Berufsordnungen in den einzelnen Ländern möglichst einheitlich zu gestalten.
Mehr im Themenspecial zu den Ärztetag-Beschlüssen: Ärzte dürfen keine Suizid-Beihilfe leisten - Palliativmedizin nachhaltig und flächendeckend in die medizinische Versorgung integrieren.
- Neues vom 16.05.11: Die Evangelischen Kirchen in Europa äußern sich zu Sterbehilfe
Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE veröffentlicht „A time to live and a time to die“, eine Orientierungshilfe zu Fragen am Lebensende, sowie parallel die Internetseite www.atimetolive.eu.
PRESSEMITTEILUNG Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa GEKE 16.05.11
- Neues vom 13.05.11: Ambulante Palliativversorgung kommt bei Hausärzten an
Der Schmerz: Umfrage belegt großes Interesse, aber auch Skepsis
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 13.05.11
- Neues vom 17.02.11: Bundesärztekammer legt überarbeitete Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung vor - Abschied vom ärztlichen Ethos bei Suizid-Beihilfe
Die Bundesärztekammer hat nach längerer vorangegangener Debatte (siehe Pressespiegel unten) am 17.02.11 ihre überarbeiteten Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung vorgelegt. Darin verurteilt sie nicht mehr die ärztliche Mitwirkung an der Selbsttötung. Gleichwohl bekräftigt sie, dass die Hilfe zum Suizid "keine ärztliche Aufgabe" ist. Die mit Spannung erwarteten überarbeiteten Richtlinien wurden bereits am 21.01.11 von der Bundesärztekammer (BÄK) verabschiedet.
Mehr im Themenspecial zu den überarbeiteten Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung.
2010
- Neues vom 18.07.10: Ärzte-Umfrage zur Sterbehilfe
Ärzte-Umfrage: Nicht Sterbehilfe soll zum Normalfall werden, sondern der Zugang zu moderner Palliativmedizin
Berlin. „Wir Ärzte wollen den Kranken zu ihrem Recht verhelfen. Wir wollen nicht, dass Kranke, entgegen ihrem eigentlichen Willen, unter gesellschaftlichen Druck geraten, Sterbehilfe meinen einfordern zu müssen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärzterkammer 17.07.2010
Siehe dazu:
Ärztlich begleiteter Suizid und aktive Sterbehilfe aus Sicht der deutschen Ärzteschaft
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung von Krankenhaus- und niedergelassenen Ärzten
Studie im Auftrag der Bundesärztekammer, veröffentlicht 17. Juli 2010 (PDF-Format 8,5 Mb)
- Neues vom 01.07.10: Studie zur ambulanten Hospiz- und Palliativarbeit
"Sterben dort, wo man zuhause ist"
Umfassende Studie zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen vorgelegt
PRESSEMITTEILUNG vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. und von der Universität Augsburg 29.06.10
Siehe dazu:
„Sterben dort, wo man zuhause ist...“ Organisation und Praxis von Sterbebegleitungen in der ambulanten Hospizarbeit - zentrale Ergebnisse
Studie der Universität Augsburg in Kooperation mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. und mit finanzieller Förderung durch die Deutsche Krebshilfe e.V.
7 Seiten, Kurzinfo, veröffentlicht am 29.06.10
- Neues vom 30.04.10: Empfehlungen zum Umgang mit Patientenverfügungen überarbeitet
Um den Ärztinnen und Ärzten in Deutschland eine Orientierung zu geben, wie sie mit Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten umgehen sollten, hat die Bundesärztekammer (BÄK) gemeinsam mit der Zentralen Ethikkommission bei der BÄK die bisherigen Empfehlungen überarbeitet.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 30.04.10
- Neues vom 12.02.10: Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar - 20 Jahre Kinderhospizarbeit in Deutschland
Mit zentralen Veranstaltungen im Deutschen Bundestag in Berlin und in der Bonner Kunsthalle erinnerte der Deutsche Kinderhospizverein e.V. am 10. Februar an den Beginn der Kinderhospizarbeit in Deutschland vor 20 Jahren. Am 10. Februar 1990 hatten sich betroffene Familien im Deutschen Kinderhospizverein e.V. zusammengeschlossen, um das Thema schwerstkranke und sterbende Kinder aus einem Tabubereich herauszuholen. Dieser Termin wird daher seit 2006 jedes Jahr als "Tag der Kinderhospizarbeit" begangen.
Weiter zum Themenspecial: 20 Jahre Kinderhospizarbeit in Deutschland
2009
- Neues vom 28.10.09: Schweiz: Organisierte Suizidhilfe soll geregelt werden
Bern. Der Bundesrat will die organisierte Suizidhilfe ausdrücklich regeln. Er schlägt zwei Varianten zur Änderung des Strafrechts vor: Festlegung von klaren Sorgfaltspflichten im Strafrecht für Mitarbeitende von Suizidhilfeorganisationen oder aber die organisierte Suizidhilfe zu verbieten. Der Bundesrat hat am Mittwoch die zwei Varianten eines Gesetzesentwurfes mit einem erläuternden Bericht in die Vernehmlassung geschickt, die bis am 1. März 2010 dauert.
PRESSEMITTEILUNG Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement (Schweiz) 28.10.09
"Wir möchten nicht zum Land des Sterbetourismus werden"
Von Pascal Schwendener
Eveline Widmer-Schlumpf erklärt, warum der Bundesrat sich nicht vorrangig für ein Verbot der Sterbehilfe starkmacht.
TAGESANZEIGER.CH 29.10.09
- Neues vom 18.06.09: Bundestag beschloss Gesetz zur Regelung von Patientenverfügungen - Stünker-Entwurf mit Mehrheit angenommen
Der Bundestag hat sich auf eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen geeinigt. Er beschloss am Donnerstag, 18. Juni 2009, mit einer Mehrheit von 317 Stimmen bei 233 Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen einen Gesetzentwurf der Abgeordneten Joachim Stünker (SPD), Michael Kauch (FDP) und weiterer Parlamentarier, der die Patientenverfügung als Rechtsinstitut im Betreuungsrecht verankert.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 18.06.09
Anm.: Dort gibt es alle Dokumente und die Ergebnisse der namentlichen Abstimmung.
In der Presserubrik finden Sie einen umfangreichen Pressespiegel zur Patientenverfügungsdebatte.
- Neues vom 06.03.09: Gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung befürwortet
Neun Sachverständige äußerten sich zu drei Gesetzentwürfen
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 06.03.09
Dort gibt es alle Gesetzentwürfe und die Stellungnahmen als Download im PDF-Format
- Neues vom 07.02.09: Verwaltungsgericht Hamburg entscheidet: Polizeiliches Verbot der Sterbehilfe vorläufig weiter wirksam
Das Verwaltungsgericht hat mit Beschluss vom 6. Februar 2009 (8 E 3301/08) in einem Eilverfahren entschieden, dass das gegen Dr. Roger Kusch ausgesprochene Verbot, Sterbehilfe zu leisten, vorläufig wirksam ist. Damit ist es ihm bis zu einer Entscheidung über seine Klage gegen die Verbotsverfügung untersagt, die von ihm praktizierte Suizidbegleitung fortzusetzen.
PRESSEMITTEILUNG Verwaltungsgericht Hamburg 06.02.2009
- Neues vom 29.01.09: Parlamentarische Versammlung des Europarates: Palliativmedizin eine wichtige und innovative Ergänzung zur kurativen Medizin
In einer am 28. Januar einstimmig angenommenen Entschließung hat die Versammlung den Mitgliedsstaaten empfohlen, in der Gesundheitspolitik einen einheitlichen und umfassenden Rahmen im Bereich der Palliativmedizin zu schaffen.
MITTEILUNG Parlamentarische Versammlung des Europarates 28.01.09
Palliative care: a model for innovative health and social policies
Resolution 1649 (2009)
Parlamentarische Versammlung des Europarates 28.01.09
- Neues vom 23.01.09: Den wahren Willen ergründen
Bundestag erörterte Entwürfe zur Patientenverfügung
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 23.01.09 (inkl. aller Dokumente)
2008
- Neues vom 07.09.08: Das Geschäft mit dem Tod - 8000,- Euro für Suizidbegleitung durch Sterbehelfer Kusch
Zwei Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis zu einer Suizidbegleitung hat der ehemalige Hamburger Justizsenator Dr. Roger Kusch auf einer am 01.09.08 neu eröffneten Webseite erstmals Preise für seine "Dienste" genannt.
Demnach kostet eine Suizidbegeleitung durch Herrn Kusch ab jetzt bis zu 8000,- Euro, je nach finanzieller Lage des "Sterbewilligen".
Mehr dazu im Themenspecial: Das Geschäft mit dem Tod - 8000,- Euro für Suizidbegleitung durch Sterbehelfer Kusch
- Neues vom 03.09.08 Eine Charta für schwerstkranke und sterbende Menschen in Deutschland
Mit einer Auftaktveranstaltung am 3. September in Berlin gaben die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Bundesärztekammer (BÄK) das Startsignal zur Entwicklung einer nationalen "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen".
PRESSEMITTEILUNG der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., des Deutschen Hospiz-und PalliativVerbands e.V. und der Bundesärztekammer 03.09.08
Entwurf: Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen
Entwurf der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V., des Deutschen Hospiz-und PalliativVerbands e.V. und der Bundesärztekammer
4 Seiten, veröffentlicht 03.09.08
- 07.07.08: Bundesrat beriet über Verbot kommerzieller und organisierter Suizidhilfe
Auf Initiative mehrerer Bundesländer sollte im Bundesrat am 04.07.08 über einen Gesetzentwurf zum Verbot der kommerziellen und organisierten Suizidhilfe beraten werden. Hintergrund der Debatte ist, dass sich auch in Deutschland seit einiger Zeit vermehrt kommerzielle Sterbehilfeorganisationen etablieren wollen, die Suizidwilligen einen vermeintlich leichten Weg in den Tod anbieten, gegen Zahlung meist erheblicher Geldbeträge. Da jedoch laut Medienberichten keine Einigung über die konkreten Ausformulierungen im Gesetzentwurf bestanden habe, wohl jedoch in der Sache an sich, beschränkte sich die Länderkammer auf eine Entschließung in abgeschwächter Form, d.h. eine unverbindliche Resolution.
Darin sprach sich der Bundesrat für die Strafbarkeit gewerblicher Sterbehilfe und zugleich für die Stärkung der Palliativmedizin und der Hospizarbeit aus.
Ergänzt am 07.09.08: Rechtsausschuss im Bundesrat vertagt Entscheidung
Mehr dazu im Themenspecial: Bundesrat berät über Verbot der kommerziellen und organisierten Suizidhilfe.
- 06.07.08: Bekenntnis zu Suizidbegleitung - Ex-Justizsenator Kusch entfacht neue Sterbehilfe-Debatte
Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat neuerlich eine Debatte über Sterbehilfe entfacht. Wie Kusch bei einer Pressekonferenz am 30.06.08 mitteilte, hatte er am Wochenende eine 79-jährige Frau aus Würzburg auf deren Wunsch beim Suizid begleitet. Die Frau war allerdings weder unheilbar krank, noch litt sie unter permanenten Schmerzen, sondern hatte nach eigener Aussage lediglich Angst vor dem Pflegeheim.
Mehr dazu im Themensepcial: Bekenntnis zu Suizidbegleitung - Ex-Justizsenator Kusch entfacht neue Sterbehilfe-Debatte.
- 30.06.08 Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen (Teil 2)
Am 26.06.08 hat der Deutsche Bundestag in erster Lesung über einen Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen debattiert.
Hierzu gibt es ein umfangreiches Themenspecial mit allen Dokumenten, Plenarprotokollauszug und PressespiegelEin Themenspecial folgt in Kürze.
Weiter zum Themenspecial zur Bundestagsdebatte am 26.06.08 über Patientenverfügungen (Teil 2)...
- 24.06.08: Bundestagsdebatte über Palliativversorgung
Am 19.06.08 beriet der Deutsche Bundestag über einen Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zum Thema "Leben am Lebensende - Bessere Rahmenbedingungen für Schwerkranke und Sterbende schaffen" sowie über den Zwischenbericht der ehemaligen Bundestags-Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin "Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit". In der gut einstündigen Debatte mit insgesamt acht Rednern aus allen Fraktionen wurde der Antrag kontrovers diskutiert.
Mehr dazu im Themenspecial zur Bundestagsdebatte am 19.06.08 über Palliativversorgung...
- 31.05.08: Deutscher Bundestag berät am 19.06.08 gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen (Teil 1)
(Ergänzt am 06.06.08: Die Debatte wurde verschoben!)
Der Deutsche Bundestag wird voraussichtlich am 19.06.08 in erster Lesung über eine rechtliche Regelung von Patientenverfügungen beraten.
Mehr dazu im Themenspecial zur geplanten Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen (Teil 1)...
- 12.05.08: Patientenverfügungsgesetz - Neues Bündnis aus Union und Grünen
Nach der Debatte um eine Änderung des Stammzellgesetzes steht nun die gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen an. Offenbar zeichnet sich Medienberichten zufolge hierbei im Bundestag eine neue Allianz zwischen Union und Bündnis 90/ Die Grünen ab. Konkret arbeiten Vertreterinnen und Vertreter beider Fraktionen offenbar an einem gemeinsamen alternativen Gesetzentwurf, der den kirchlichen Positionen in Bezug auf die Verbindlichkeit und Umsetzung von Patientenverfügungen nahe kommt und der vor einer zu schnellen Lebensbeendigung schützen soll.
Mehr dazu im Themenspecial Patientenverfügungsgesetz - Neues Bündnis aus Union und Grünen.
- 13.04.08: Gesetzentwurf für ein Verbot von Suizid-Organisationen im Bundesrat
Bayern und Baden-Württemberg haben einen neuen Versuch gestartet und am 11.04.08 in den Rechtsausschuss des Bundesrates einen weiteren Gesetzentwurf für ein Verbot von Suizidbeihilfe-Organisationen eingebracht. Hintergrund des Vorstoßes sind die aktuellen Ereignisse in Zusammenhang mit Dignitas und dem ehemaligen Hamburger Justizsenator Roger Kusch, der jüngst eine Sterbehilfe-Automaten vorstellte (siehe unten).
Mehr dazu im Themenspecial vom 13.04.08: Gesetzentwurf für ein Verbot von Suizid-Organisationen im Bundesrat eingebracht.
- 06.04.08: Hamburger Ex-Justizsenator Roger Kusch stellt Selbsttötungsautomat vor
Mit der Präsentation eines "Selbsttötungs-Automaten" sorgte der ehemalige Hamburger Justizsenator Dr. Roger Kusch vergangene Woche erneut für Schlagzeilen. Bereits im September letzten Jahres hatte Kusch einen ersten Prototypen in einem Altenheim präsentiert und heftige Kritik geerntet (siehe ALfA-Newsletter 34/07 vom 08.09.2007). Nun präsentierte der Gründer des Vereins "Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V. " bei einer Pressekonferenz am 28.03.08 eine "verbesserte" Version seines Gerätes.
Mehr dazu im Themenspecial vom 06.04.08: Hamburger Ex-Justizsenator Roger Kusch stellt Selbsttötungsautomat vor.
- 08.03.08: Patientenverfügungsdebatte - Erster Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht
Nach längerer Pause kommt in die Debatte über eine gesetzliche Reglung von Patientenverfügungen wieder Bewegung. Am 06.03.08 haben die Abgeordneten Joachim Stünker (SPD), Michael Kauch (FDP), Dr. Luc Jochimsen (Die Linke) und Jerzy Montag (Bündnis 90/Die Grünen) einen gemeinsamen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht.
Mehr dazu im Themenspecial Patientenverfügungsgesetz: Erster Gesetzentwurf in den Deutschen Bundestag eingebracht.
- 23.02.08: Luxemburg erlaubt aktive Sterbehilfe
Am 19.02.08 hat das Parlament in Luxemburg mit knapper Mehrheit die Zulassung der aktiven Sterbehilfe beschlossen. Damit ist es das dritte Land der Welt nach Belgien und den Niederlanden, die dies erlauben.
Mehr dazu im Themenspecial zum Sterbehilfegesetz in Luxemburg
- 19.02.08: Neues Infoportal zu Alzheimer / Demenz und Ökumene online
Seit 19.02.08 ist ein neues Internetportal zum Thema Alzheimer / Demenz, Pflege und Ökumene online. Dort finden Sie neben der Dokumentation einer ökumenischen Tagung zum Thema Demenz am 01.10.07 in Schwerte, umfangreiche weitere Informationen in Form von Dokumenten, Texten, Pressespiegel, Links und Adressen.
Mehr dazu auf dem Infoportal zu Alzheimer / Demenz und Ökumene unter www.alzheimer-oekumene.de
2007
- 30.03.07, ergänzt am 22.06.07: Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen am 29.03.07
Am 29. März hat der Deutsche Bundestag erstmals ausführlich über mögliche gesetzliche Regelungen für Patientenverfügungen debattiert. In der knapp dreieinhalbstündigen Debatte, bei der zuvor der Fraktionszwang aufgehoben wurde, legten 33 Abgeordnete aller Fraktionen ihre Positionen dar, weitere neun Abgeordnete gaben ihre Reden schriftlich zu Protokoll. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es offenbar werden wird, zu einer gemeinsamen tragbaren Regelung zu finden.
Wir haben ein umfangreiches Themenspecial zur Debatte zusammengestellt mit Pressespiegel, Dokumenten und Stellungnahmen. So kann sich jede(r) einen Überblick über die bisherige Diskussion verschaffen.
Zum Themenspecial zur Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen am 29.03.07
2006
- 25.11.06: Protest gegen Medienpreis des Deutschen Hygiene Museums und der DKV für Beitrag "Der gute Tod" über Kindereuthanasie
Im Deutschen Hygiene Museum (DHMD) in Dresden wurde am Abend des 24. November trotz vorangegangener heftiger Proteste der mit 12.000 Euro dotierte Medienpreis an den Journalisten und Autor Erwin Koch für seinen Beitrag "Der gute Tod" verliehen. Der Text, der am 4. März 2006 in "Das Magazin" in der Schweiz veröffentlicht wurde, beschäftigt sich mit dem Thema Sterbehilfe am Beispiel der Ausführungen des niederländischen Kinderarzt Eduard Verhagen, der Euthanasie an neugeborenen Kindern durchführt und bislang vier Kinder auf diese Weise mit staatlichem Wissen und Genehmigung durch eine Kommission getötet hat. Verhagen begründet seine Tötung schwer kranker und wehrloser Kinder mit ihrem großen Leid. Ihr Leben widerspreche den Interessen des kranken Kindes. Gegen die Preisverleihung gab es von verschiedenen Seiten scharfen Protest.
Zum Themenspecial zur Preisverleihung des Deutschen Hygiene Museums
- 24.09.06: Beschlüsse des 66. Deutschen Juristentag zur Sterbebegleitung / Sterbehilfe
Mehr als 3.000 Juristen trafen sich vom 19. bis 21. September 2006 beim 66. Deutschen Juristentag (DJT) in Stuttgart. Dabei wurde auch über konkrete rechtliche Regelungen zu Sterbehilfe und medizinischen Entscheidungen am Lebensende debattiert. Im Ergebnis sehen die Mitglieder des Deutschen Juristentages (DJT) in Deutschland hierbei erheblichen Reformbedarf.
Zum Themenspecial zu den Beschlüssen des 66. Deutschen Juristentages zu Sterbehilfe, Sterbebegleitung und Patientenverfügung
- 15.07.06: Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zur Sterbebegleitung
Am 13. Juli hat der Nationale Ethikrat seine Stellungnahme "Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende" zur Sterbebegleitung veröffentlicht. Diese Stellungnahme wurde zwar insgesamt begrüßt, doch gab es auch erhebliche Kritik an dem 62-seitigen Papier. Wir haben dazu ein umfangreiches Themenspecial zusammengestellt mit den wichtigsten Inhalten der Stellungnahme und einem umfassenden Pressespiegel.
Zum Themenspecial zur Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zur Sterbebegleitung
- 07.06.06: Umfrage zum Thema "Sterbehilfe: Hippokratischer Meineid?"
In einer Welt, in der die moderne Medizin scheinbar jede Krankheit heilen kann, scheint der Tod aus dem Bewusstsein der Menschen in weite
Ferne gerückt zu sein. Vor allem der Prozess des Sterbens wird in der Öffentlichkeit tabuisiert. Nur wenige Menschen sind beispielsweise über
Hospizarbeit und Patientenverfügungen ausreichend informiert. Besonders das Thema Sterbehilfe, das sich nach wie vor auf rechtlichem und
ethischem Grenzgebiet befindet, wirft viele Fragen auf: Gibt es ein Recht auf Sterbehilfe? Welche Konsequenzen würde eine Legalisierung mit
sich führen? Und bietet Hospizarbeit eine Alternative zur aktiven Sterbehilfe?
Um diesem schwierigen Thema ein wenig näher zu kommen startet die unabhängige Informations- und Umfrageplattform "sozioland"
eine Umfrage zum Tabuthema "Sterbehilfe und Sterbebegleitung". Unter allen Teilnehmern verlost sozioland diverse Buchpreise!
Weiter zur Sterbehilfe-Umfrage...
Über Sozioland (laut Eigendarstellung): Sozioland ist eine unabhängige Informations- und Umfrageplattform zu allen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Themen die
Deutschland bewegen. Nutzer können sich ohne die Angabe persönlicher Daten anmelden und an Umfragen teilnehmen. Ziel von sozioland ist es,
eine feste Teilnehmergemeinde mit repräsentativem Charakter zu gewinnen. Je mehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen an den Umfragen teilnehmen,
desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse als "Spiegelbild der Gesellschaft".
- 13.03.06: Neues Infoportal www.sterbehilfe-debatte.de online
Seit 13.03.06 ist das neue Informationsportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland zur Sterbehilfe-Debatte online.
Weitere Informationen finden Sie in der Einführung in die Thematik.
Ältere Meldungen
13.03.06: Alle älteren Meldungen werden demnächst auf den aktuellen Stand gebracht, da die folgenden Debatten noch nicht abgeschlossen sind!
Ebenso folgen noch Zusammenstellungen zum Tod der Wachkomapatientin Terri Schiavo in den USA, der Eröffnung der ersten Dignitas-Zweigstelle in Deutschland und der Debatte um den Vorstoß des Hamburger Justizsenators Roger Kusch zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld. Die hier vorhandenen älteren Meldungen wurden bislang vom bestehenden allgemeinen Bioethikportal www.kritischebioethik.de übernommen.
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