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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel April 2006

Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06

29. April

Elend in Pflegeheimen - doch der Notstand wird verschleiert
Kritiker schlagen Alarm / Alte Menschen leben oft unter skandalösen Bedingungen
NEU-ISENBURG (fuh). Sie hungern und sind abgemagert, sie werden an Stühlen fixiert, weil nicht genügend Personal vorhanden ist, sie liegen im Sterben, während beim Zimmernachbarn am Bett nebenan laut der Fernseher läuft: In vielen Alten- und Pflegeheimen in Deutschland herrschen skandalöse Zustände.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

"Sie siechen vor sich hin und warten auf den Tod"
Eine Fernseh-Dokumentation liefert schockierende Beispiele zum wachsenden Pflegenotstand in deutschen Altenheimen
NEU-ISENBURG. Ein Lebensabend in Würde? Für zu viele Pflegeheimbewohner in Deutschland platzt diese Vision wie eine Seifenblase, für manche wird sie gar zur Horrorvision: Sie werden ans Bett gefesselt oder an Stühlen festgebunden, sie hungern, obwohl sie mit Magensonden künstlich ernährt werden, sie schreien und werden ruhiggestellt, weil Pfleger völlig überlastet sind.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

Mehr Rechte für Pflegeheimbewohner
BGH: Insassen müssen vor Unfällen geschützt werden - AOK-Klage abgewiesen
von Frank Diering
Karlsruhe - Die Pflege gebrechlicher alter Menschen wird in Deutschland zunehmend zum Problem.
DIE WELT 29.04.05

Richter beschränken Pflichten von Pflegeheimen
Krankenkasse scheitert mit Klage auf Erstattung von Behandlungskosten nach Sturz einer Heimbewohnerin
KARLSRUHE (dpa). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat es gestern in einem Grundsatzurteil abgelehnt, Pflegeheimen allzu strenge Auflagen für die Sicherheit ihrer Bewohner zu machen.
Ärzte Zeitung, 29.04.2005

Zerrissen
Bioethik: Großbritannien streitet über Sterbehilfe, Spätabtreibung und einen "Frankenstein-Bericht"
Ulrike Baureithel
FREITAG 29.04.05

Betreuungsrecht: Mutmaßlicher Wille, weitreichende Folgen
Jachertz, Norbert; Klinkhammer, Gisela; Richter-Kuhlmann, Eva A.
Der Stellenwert von Patientenverfügungen ist umstritten. Versuche, das Betreuungsrecht gesetzlich zu präzisieren, scheitern bisher am Widerstreit freizügiger und restriktiver Positionen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 17 vom 29.04.2005, Seite A-1193
 


28. April

Europarat lehnt Resolution zur Sterbehilfe ab
STRASSBURG (fst). Der Europarat wird seinen 46 Mitgliedstaaten nicht empfehlen, die aktive Sterbehilfe rechtlich klar zu regeln. Die Versammlung votierte gestern mit Zwei-Drittel-Mehrheit gegen einen anderslautenden Resolutionsentwurf.
Ärzte Zeitung, 28.04.2005

Europarat-Parlamentarier lehnen umstrittenen Euthanasie-Bericht ab
Mit großer Mehrheit wurde die Vorlage des Schweizer Liberalen Dick Marty abgelehnt.
KATH.NET 28.04.05

Europarat lehnt Resolution zur Sterbehilfe ab
STRASSBURG (fst). Der Europarat wird seinen 46 Mitgliedstaaten nicht empfehlen, die aktive Sterbehilfe rechtlich klar zu regeln. Die Versammlung votierte gestern mit Zwei-Drittel-Mehrheit gegen einen anderslautenden Resolutionsentwurf.
Ärzte Zeitung, 28.04.2005

Im Sterben allein
Kommentar Jutta Kramm
In einer Zeit, in der ständig und überall mit ungeheurer Geschwindigkeit Entscheidungen getroffen werden, tut dieses Nicht-Votum gut: Der Europarat konnte sich auch nach mehr als drei Jahren Streit nicht auf eine Position zur passiven und aktiven Sterbehilfe verständigen.
BERLINER ZEITUNG 28.04.05

Fachverbände der Behindertenhilfe erleichtert
Berlin (kobinet) Fachverbände der Behindertenhilfe in Deutschland haben sich heute erleichtert geäußert, dass der Antrag zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe im Europarat abgelehnt wurde .
KOBINET 28.04.05

Bundesgerichtshof zur Pflicht des Trägers eines Pflegewohnheims, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat folgenden Fall entschieden:
PRESSEMITTEILUNG Bundesgerichtshof Nr. 68/2005 28.04.05
 


27. April

Eine europäische Entscheidung für das Leben
Die Tötung eines Menschen darf nicht unsere Antwort auf Krankheit und Leid sein
Zu der Entscheidung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, den Resolutionsantrag von Dick Marty abzulehnen, erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die heutige Entscheidung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, den Resolutionsentwurf von Dick Marty abzulehnen.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 27.04.05

Deutsche Hospiz Stiftung erfreut: Protestaktion gegen Euthanasie war erfolgreich
Berlin. „Martys Report mitsamt seiner Begründung zurückzuweisen, war konsequent. Eine Annahme des Reports hätte das Nein des Europarats zu aktiver Sterbehilfe unterlaufen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Heute hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats in Straßburg die Resolution des Berichterstatters Dick Marty abgelehnt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche hospiz Stiftung 27.04.05

"Es dauert fünf Minuten ..."
In Belgien dürfen Apotheken ein Mittel zur Sterbehilfe verkaufen
Von Christiane Feller
Seit Belgien vor drei Jahren die Einführung eines Euthanasie-Gesetzes beschloss, dürfen Krankenhausärzte dort aktiv Sterbehilfe leisten, ohne eine strafrechtliche Verfolgung zu riskieren. Allerdings muss der Patient mindestens 18 Jahre alt sein und wiederholt den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe bei vollem Bewusstsein geäußert haben. Jetzt wagen sich die Belgier noch ein Stück weiter vor. Seit wenigen Tagen sind in 250 Apotheken des Landes so genannte "Euthanasie-Kits" erhältlich - tödliche Ampullen, die der Hausarzt auf Wunsch des Patienten verschreiben darf.
DEUTSCHLANDFUNK 27.04.05
 


26. April

Streit über Sterbehilfe
Vierter Anlauf zu Beschluss im Parlament des Europarats
Das Thema Sterbehilfe steht in dieser Woche erneut auf der Tagesordnung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. Zwei unvereinbare Positionen stehen sich dabei gegenüber.
Von Karl-Otto Sattler
FRANKFURTER RUNDSCHAU 26.04.05

Börsengang von Bestatter finanziert Pflegeheime
BERLIN (frk). Die Ideal Versicherungsgruppe will sein Tochter- Unternehmen Ahorn-Grieneisen, Deutschlands größte Bestattungskette, an die Börse bringen, um das Geld in Pflegeheime zu investieren. Der Börsengang ist für 2007 geplant und soll einen Erlös von 80 bis 120 Millionen Euro erzielen.
Ärzte Zeitung, 26.04.2005
Anm.: Auch eine Idee, den Pflegenotstand zu verbessern...
 


25. April

Gesundheitsministerin stoppt Neuregelung bei künstlicher Ernährung
BERLIN/HAMBURG. Die künstliche Ernährung von Krebspatienten, Demenzkranken und behinderten Kindern soll auch künftig von den Krankenkassen erstattet werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.04.05

"In Würde sterben"
Die Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Dr. Margot Käßmann, plädiert in den "VELKD-Informationen" für eine Stärkung der passiven Sterbehilfe – Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland weiter ausbauen
Pressemitteilung der VELKD, Hannover, den 25.04.2005
 


21. April

Sterbehilfe-Sets aus Apotheken für belgische Ärzte
BRÜSSEL (spe). Seit Mitte April können belgische Ärzte Medikamenten-Sets zur aktiven Sterbehilfe in Apotheken erwerben. Euthanasie ist in Belgien seit September 2002 in bestimmten Fällen erlaubt.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005

Britische Ärzte dürfen 18 Monate alte Charlotte sterben lassen
LONDON. Im Kampf um das Leben ihrer kleinen Tochter haben die Eltern der schwerkranken Charlotte in Großbritannien erneut eine juristische Niederlage erlitten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.04.05

Mehr Pflegebedürftige im Südwesten
Baden-Württembergs Sozialministerin Gönner kündigt 1200 neue Pflegeheimplätze an
STUTTGART (mm). Die Zahl pflegebedürftiger Menschen ist in Baden-Württemberg zwischen 1999 und 2003 um 6,3 Prozent auf insgesamt 224 200 Patienten gestiegen. Das geht aus der neuen Pflegestatistik des Statistischen Landesamt hervor, die alle fünf Jahre aktualisiert wird.
Ärzte Zeitung, 21.04.2005
 


20. April

Umstrittene Empfehlungen zur Reform der Pflegeversicherung
BERLIN (ric). Der Runde Tisch Pflege wackelt bedenklich: Bei einer nichtöffentlichen Sitzung des Gremiums in Berlin haben Wohlfahrtsverbände und private Pflegeanbieter heftige Kritik an den ersten Zwischenergebnissen der vier Arbeitsgruppen ambulante und stationäre Pflege, Entbürokratisierung und Pflege-Charta geübt.
Ärzte Zeitung, 20.04.2005
 


19. April

Neues Gesetz - aber der Streit um Sterbehilfe in Frankreich geht weiter
Von Denis Durand de Bousingen
Das französische Parlament hat in zweiter Lesung ein neues Gesetz verabschiedet, das passive Sterbehilfe erlaubt. Aktive Sterbehilfe hingegen bleibt in Frankreich als "Tötung" auch in Zukunft verboten.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005

Schmidt will Bundesausschuß zurückpfeifen
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt kündigt kritische Prüfung der neuen Richtlinie zur enteralen Ernährung an
BERLIN (hak). Der Protest von Patientenorganisationen und Fachverbänden scheint gefruchtet zu haben. Offenbar soll die Möglichkeit für Ärzte, enterale Ernährung zu verordnen, doch nicht so stark eingeschränkt werden, wie vom Gemeinsamen Bundesausschuß (G-BA) per Richtlinie gefordert.
Ärzte Zeitung, 19.04.2005
 


18. April

Euthanasie-Kits in belgischen Apotheken erhältlich
BRUESSEL. Seit Mitte April können belgische Ärzte in den 250 Apotheken der Multipharma-Kette des Landes Medikamenten-Sets zur aktiven Sterbehilfe erwerben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Belgien - Gesetz zur Sterbehilfe vom 28.Mai 2002
Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Geplante Neuregelung zur künstlichen Ernährung in der Kritik
BERLIN/HAMBURG. Experten kritisieren scharf den Plan des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten und Krankenkassen, die Erstattung einer künstlichen Ernährung bei schwerkranken und behinderten Menschen deutlich einzuschränken.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen vorgelegt
BERLIN. In die Debatte um Patientenverfügungen kommt wieder Bewegung. Nachdem Justizministerin Brigitte Zypries Ende Februar ihren Gesetzentwurf zur Regelung von Patientenverfügungen zurückgezogen hatte, verfasste jetzt der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Joachim Stünker, einen neuen Entwurf eines „3. Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts“, der dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.04.05

Für den Notfall richtig vorbeugen
Eine korrekte Patientenverfügung ist rechtlich bindend - Experten warnen vor Musterformularen
von Nando Sommerfeldt
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo sorgte auch hierzulande für Aufregung. Plötzlich ist das Thema Sterbebegleitung und Patientenverfügung wieder in aller Munde.
DIE WELT 18.04.05

Auch die Vorsorgevollmacht ist unverzichtbar
Es ist dringend zu empfehlen, die Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht für Gesundheitsfragen zu kombinieren.
DIE WELT 18.04.05

Palliativmedizin: Geborgenheit bis zuletzt
Deutsche Krebshilfe stellt neue Broschüre vor
Bonn, 18. April 2005, Bonn (ct) - Krebs-Patienten, die nicht mehr geheilt werden können, haben ein Recht auf umfassende Hilfe und Unterstützung. Die Möglichkeiten, die letzte Phase des Lebens lebenswert zu gestalten, stehen im Mittelpunkt neuen Broschüre 'Palliativmedizin' der Deutschen Krebshilfe.

Palliativmedizin - ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interesierte
Deutsche Krebshilfe, "Blaue Reihe" Nr. 57 Ausgabe 3/2005
36 Doppelseiten (1,2 MB)
 


17. April

Zypries: Volle Autonomie für die Patienten
Der Fall Terry Schiavo und Frankreichs Entscheidung, passive Sterbehilfe zuzulassen, haben in Deutschland die Debatte um einen Tod in Würde angeheizt. Michael Hesse sprach mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).
KÖLNER STATDANZEIGER 17.04.05
 


15. April

"Euthanasie-Kit" in Apotheken jetzt vorrätig
In belgischen Apotheken ist ab sofort ein Medikamenten-Set für aktive Sterbehilfe erhältlich.
Belgischer Rundfunk BRF.BE 15.04.05

Der Tod und der Organmarkt
Alternativen suchen
Im Angesicht des Todes greift man nach jedem Strohhalm. Er setzt Suchenergien frei, sowohl bei den Kranken wie bei den ÄrztInne
Kommentar Ulrike Kopetzky
TAZ 15.04.05

Neue Konzepte gesucht für alte, pflegebedürftige Behinderte
NEUMÜNSTER (di). Wenn Menschen mit Behinderungen zu Pflegefällen werden, verlieren sie oft ihr vertrautes Umfeld. Herkömmliche Pflegeeinrichtungen aber sind in der Regel nicht auf ihre Bedürfnisse eingestellt.
Ärzte Zeitung, 15.04.2005
 


14. April

Belgiens Neonatologen für Sterbehilfe bei schwerstkranken Säuglingen
Umfrage der Uni Brüssel / Mehrheit der Ärzte befürwortet Gabe von letalen Arzneien
BRÜSSEL (spe). Die meisten Neonatologen in Flandern befürworten die Legalisierung einer tödlichen Medikamentengabe zur Sterbehilfe bei schwerkranken Neugeborenen und Säuglingen.
Ärzte Zeitung, 14.04.2005

Sterbehilfe wird legal
In Frankreich ist Ärzten zukünftig die passive Sterbehilfe erlaubt. Die Tötung auf Verlangen bleibt aber tabu
TAZ 14.04.05

Paris ebnet Weg für passive Sterbehilfe
Todkranke Franzosen haben jetzt ein Recht zu sterben, Mediziner dürfen sie aber dabei nicht unterstützen
von Jochen Hehn
DIE WELT 14.04.05

Harte Kritik an Richtlinie zur Sondennahrung
BERLIN (HL). Vertreter von Patientenverbänden und medizinischen Fachgesellschaften haben gestern das Bundesgesundheitsministerium aufgefordert, die vom Gemeinsamen Bundesausschuß (GBA) beschlossenen Einschränkungen bei der Verordnungsfähigkeit von Sondennahrung nicht zu genehmigen.
Als eine "staatlich befohlene Hungerkur" wertet der Sozialrechtler Rainer Schütze die neue Richtlinie, die der GBA am 15. Februar beschlossen hat.
Ärzte Zeitung, 14.04.2005
 


13. April

Französisches Parlament ebnet Weg für passive Sterbehilfe
Philippe Douste-Blazy
PARIS/DORTMUND. Passive Sterbehilfe ist in Frankreich künftig unter Auflagen erlaubt. Das Parlament verabschiedete in der Nacht zum 13. April eine Neuregelung, die für das „Recht zum Sterben lassen“ einen Rahmen absteckt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.04.05

Sondennahrung bleibt Leistungsanspruch
Zur Diskussion um die Versorgung mit enteraler Ernährung (diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke in Form von Trink- oder Sondennahrung) stellt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt klar:
"Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss zu erlassene Richtlinie regelt die Verordnungsfähigkeit von enteraler Ernährung in der ambulanten (vertragsärztlichen) Versorgung. Die Versorgung mit enteraler Ernährung im Krankenhaus wird durch die Richtlinien nicht berührt. Unter enteraler Ernährung versteht man eine Form von künstlicher Ernährung, bei der die Nahrung über den Magen-Darm-Trakt zugeführt wird, d. h. als Trinknahrung über den Mund (oral) oder über eine Nahrungssonde (z. B. eine Magensonde).
PRESSEMITTEILUNG BMGS 13.04.05

Der eigene Tod im Glas
Sterbehilfe in der Schweiz: die Organisation Exit
Svenja Flasspöhler
Auch heute bestätigt sich wieder: Am Notausgang sitzen meistens junge Leute.
BERLINER ZEITUNG 13.04.05

Neues Palliativzentrum in Göttingen geplant
GÖTTINGEN (pid). Das Göttinger Universitätsklinikum erhält als erste Einrichtung in Niedersachsen ein Zentrum für Palliativmedizin zur Versorgung von unheilbar kranken Krebspatienten. Ähnliche Zentren gibt es bislang in Köln, Bonn, Aachen und demnächst in München.
Ärzte Zeitung, 13.04.2005
 


12. April

60 Sekunden Todeskampf
In Texas wurde bei einem Kleinkind die Beatmung eingestellt – nach einem Gesetz von George W. Bush
Von Friedemann Diederichs
Houston - Als der fünf Monate alte Sun Hudson seinen letzten Atemzug tat, standen vor dem Kinder-Hospital im texanischen Houston weder Demonstranten noch Fernsehkameras. Anders als im Fall Terri Schiavo gab es auch keine Stellungnahme des Präsidenten oder den Versuch des US-Kongresses, mit einem Eilgesetz die künstliche Beatmung des kleinen Jungen weiterzuführen.
TAGESSPIEGEL 12.04.05

"Palliativmedizin - wir brauchen wenige Geräte, aber viele Menschen"
Von Ilse Schlingensiepen
So makaber das Ringen um die US-amerikanische Komapatientin Terri Schiavo und das öffentliche Sterben des Papstes gewesen sein mögen, sie hatten auch ihr Gutes: Das Thema Sterben wurde enttabuiert.
Ärzte Zeitung, 12.04.2005
 


11. April

Belgische Ärzte für eine Legalisierung der Euthanasie bei schwer kranken Neugeborenen
Brüssel. Die meisten in der Intensivversorgung von Neugeborenen tätigen Ärzten im belgischen Flandern befürworten die Legalisierung einer tödlichen Medikamentengabe zur Sterbehilfe bei schwer kranken Babys und Kleinkindern. Das ergab eine Umfrage der Freien Universität Brüssel (VUB) bei 292 Neonatologen, über die die Fachzeitschrift „The Lancet“ in seiner jüngsten Ausgabe berichtet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.04.05
 


09. April

One-Way-Ticket nach Zürich
Todkranke reisen zum Sterben in die Schweiz. Dort kann man sich auf Rezept ein tödliches Mittel verabreichen lassen und wird beim Sterben von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut
VON JULIANE GANSERA
Tiefblaue Seen, traumhafte Bergpanoramen, Erholung pur. Dieses Bild lockte 2003 viele deutsche Urlauber in die Schweiz. Aber nicht alle Touristen kamen der landschaftlichen Schönheit wegen. 45 Deutsche reisten zum Sterben in die Schweiz.
TAZ 09.04.05
 


08. April

Belgische Ärzte für die Legalisierung der Euthanasie bei schwerkranken Kindern
Die meisten Kinderärzte im belgischen Flandern befürworten die Legalisierung tödlicher Medikamente zur Sterbehilfe bei einigen schwerkranken Babys und Kleinkindern, zeigt eine Umfrage.
WISSENSCHAFT-ONLINE.DE 08.04.05

Johannes Paul II. – Nehmt wahr Eure Würde
Jachertz, Norbert
Der verstorbene Papst hat ein öffentliches Leben geführt – bis zur letzten Konsequenz. Die Leiden der letzten Jahre hat er nicht verborgen, sondern sich dem Fernsehen und damit den Augen aller genauso ausgesetzt wie bei seinen großen Auftritten in gesunden Tagen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 14 vom 08.04.2005, Seite A-937
 


07. April

Was darf ein Jahr Leben kosten? Eine Frage, die wohl auch in Zukunft kaum zu beantworten ist
Von Christoph Fuhr
Was darf ein Jahr Leben kosten? 5000 Euro, 50 000 Euro? Viel weniger, oder gar viel mehr? Wer entscheidet darüber, was ein Jahr Leben kosten darf? Und ist es ethisch überhaupt legitim, den Wert eines Lebens in Geld aufzurechnen? Das sind Fragen, die bei einem Expertengespräch auf dem Wiesbadener Internistenkongreß diskutiert worden sind - oder besser: diskutiert werden sollten.
Ärzte Zeitung, 07.04.2005

Rechtsanspruch auf Palliativ-Teams?
BMGS will flächendeckenden Aufbau von Care-Teams im Sozialgesetzbuch festschreiben
AACHEN (iss). Die ambulante Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Patienten durch spezialisierte Palliative-Care-Teams soll im Sozialgesetzbuch V verankert werden.
Ärzte Zeitung, 07.04.2005

Ärzte und Pfleger bieten Rundum-Betreuung für Sterbenskranke
DRESDEN. Schwerstkranken Patienten machen die AOK Sachsen, das Dresdener Krankenhaus St. Joseph-Stift und niedergelassene Hausärzte und Onkologen in Dresden mit einem Palliativvertrag ein Angebot zur ambulanten Rundum-Betreuung in ihrer häuslichen Umgebung.
Von Brigitte Düring
Ärzte Zeitung, 07.04.2005

Geld- und Bewährungsstrafe - Schwiegermutter auf deren Wunsch getötet
Ein 61-jähriger Münchner ist am Donnerstag vom Landgericht München II wegen Tötung auf Verlangen zu einer Bewährungsstrafe von 10 Monaten und 20.000 Euro Geldbuße verurteilt worden.
BR-ONLINE 07.04.05
 


06. April

Krebshilfe fordert Ausbau der Palliativmedizin
BERLIN. Die Palliativmedizin und die Hospizversorgung in Deutschland müssen ausgebaut und ihre Finanzierung gesichert werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.04.05

Palliativmedizin statt aktiver Sterbehilfe
Experten fordern Ausbau und gesicherte Finanzierung
Aachen (ct) – Palliativmedizin und Hospizarbeit sind eine echte Alternative zur aktiven Sterbehilfe. Palliativmedizin und Hospizversorgung in Deutschland müssen daher ausgebaut und ihre Finanzierung gesichert werden. Dies forderten die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, die Deutsche Krebshilfe und die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz im Rahmen des 5. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin am 6. und 7. April 2005 in Aachen.
PRESSEMITTEILUNG Krebshilfe 06.04.05

Trend zur Pflege in Heimen und ambulanten Diensten
WIESBADEN. Immer mehr Pflegebedürftige in Deutschland werden in Heimen und durch ambulante Dienste statt durch Angehörige versorgt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.04.05

Schweiz: Medien berichten von „Sterbetourismus“
ZÜRICH. In der Schweiz wird abermals kontrovers über das Thema aktiver Sterbehilfe diskutiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.04.05
 


05. April

Wachkoma-Patient wird nicht mehr künstlich ernährt
Patient in München wird nur noch palliativmedizinisch versorgt / Anwalt hat nach eigenen Angaben 65 ähnliche Fälle betreut
MÜNCHEN (dpa). Bei einem deutschen Wachkoma-Patienten in München ist die künstliche Ernährung gestoppt worden.
Ärzte Zeitung, 05.04.2005
 


04. April

Wann sollen Patientenverfügungen gelten?
Der Tod von Terri Schiavo hat die Diskussion in Deutschland über Patientenautonomie am Lebensende neu entfacht
BERLIN (hak). Der Tod der Koma-Patientin Terri Schiavo hat in Deutschland erneut den Blick auf die Diskussion über Form und Grenzen von Patientenverfügungen gelenkt. Nachdem das Justizministerium seinen Gesetzentwurf zurückgezogen hatte, soll der Bundestag über den rechtlichen Rahmen für die Verfügungen entscheiden.
Ärzte Zeitung, 04.04.2005
 


03. April

Merk hält Gesetzeslage für ausreichend
Fall Schiavo: Auch in Bayern Diskussion um Patientenverfügung
WELT AM SONNTAG 03.04.05

Recht oder Liebe?
Die Nachricht: Die amerikanische Wachkoma-Patientin Terri Schiavo stirbt am Donnerstag nach 13 Tagen ohne Nahrung. Ihr Schicksal hatte weltweit zu Diskussionen geführt.
Heimo Schwilk
Der Kommentar: Anhänger der Euthanasie hätten den Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo gern im Sinne ihrer Überzeugungen genutzt.
DIE WELT 03.04.05
 


02. April

Heftige Kritik an den Richtern nach Schiavos Tod
Fraktionschef DeLay droht der Justiz wegen der Wachkomapatientin - Gericht verteidigt Vorgehen mit Fehlern des Kongresses
von Torsten Krauel
DIE WELT 02.04.05

Auch in Deutschland Fälle wie von Terri Schiavo
Durch Einstellung der künstlichen Ernährung wie bei der US-Amerikanerin Terri Schiavo ist nach Angaben eines Anwalts auch in Deutschland schon vielen Koma-Patienten das Sterben ermöglicht worden.
N-TV 02.04.05

Bush fordert „Kultur des Lebens“
Der Tod von Terri Schiavo hat eine weltweite Debatte über Sterbehilfe ausgelöst
DIE TAGESPOST vom 02.04.2005

Die Botschaft des Papstes
Von Guido Heinen
Seit Tagen erlebt die Welt das Leben und Leiden Papst Johannes Pauls II. Er selbst will es so. Er versteckte sich am Ostersonntag nicht, er verbarg nicht seine Tränen, als ihm die Stimme versagte. Diese Bilder, mit denen er Milliarden Menschen hat teilhaben lassen an seiner Krankheit, werden im Gedächtnis bleiben. Und sie irritieren eine auf geföntes Styling und perfekten Auftritt konditionierte Öffentlichkeit.
BERLINER MORGENPOST 02.04.05
 


01. April

Eine Qual ohne Wahl
Der "Fall Terri Schiavo" - Abschreckendes Exempel einer entgleisten Sterbehilfedebatte
Ulrike Baureithel
Wenn diese Zeilen erscheinen, wird Terri Schiavo voraussichtlich gestorben sein. Doch niemand wird mehr fragen, wie die junge Frau einmal gewesen ist, was sie bewegt hat, welche Wünsche sie hatte. Ihr Ende wird vielmehr zu einem Zeichen werden:
FREITAG 01.04.05

Das Mädchen, der Tod und das Land
Gnade - Nach langen Jahren im Koma und einem erbitterten Rechtskampf um ihre Behandlung ist die Amerikanerin Terri Schiavo gestorben. Die Debatte um Patientenrechte und Sterbehilfe aber geht weiter.
Olivia Schoeller
WASHINGTON, 31. März. Am Ende hört man nur noch den Klang einer Trompete. Mit eiserner Hand und Tränen in den Augen spielt ein Mann für Terri Schiavo das Totenlied.
BERLINER ZEITUNG 01.04.05

Nicht um Würde
Kommentar Gunda Woebken-Ekert
Terri Schiavo ist tot. Vierzehn Tage, nachdem ihr die Magensonde entfernt wurde, starb die 41-jährige Komapatientin.
BERLINER ZEITUNG 01.04.05

Sterben lernen
Der Mensch als Pflanze, ein Tod und das Recht
Rüdiger Suchsland
Im antiken Griechenland war "eu-thanatos" noch der gute Tod. Von einem guten Tod im Zusammenhang mit dem erbarmungswürdigen Sterben der seit 15 Jahren komatösen Terri Schiavo zu sprechen, wäre mehr als Schönfärberei, und tatsächlich handelt es sich bei dem, was in den vergangenen 13 Tagen in Florida geschehen ist, auch nicht um Euthanasie.
TELEPOLIS 01.04.2005

Wann darf man Sterben?

Frau K. wählte den Freitod und geholfen hatte der gelähmten Frau die Schweizer Organisation Dignitas. Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Darf man beim Sterben helfen? Ein Streitgespräch zwischen dem Journalist Ludwig A. Minelli und Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe
STERN.DE 01.04.05

"Es ist brutal, aber man wächst da rein"
Auch in Deutschland liegen rund 10.000 Menschen im Wachkoma. Der stern besuchte Familien, die ihre Angehörigen aufopfernd pflegen - und unerschütterlich an deren Genesung glauben.
STERN.DE 01.04.05

"Ethisch nicht erlaubt"
Deutsche Bischöfe mahnen nach Schiavos Tod Schutz des Lebens an
Nach dem Tod der Koma-Patientin Terri Schiavo haben Kirchenvertreter in Deutschland den Schutz des Lebens angemahnt.
ZDF.heute.de 01.04.05

Betroffenheit und Drohungen nach Schiavos Tod
Nach dem Tod der Komapatientin Schiavo sind in den USA Gegner von Sterbehilfe aufgebracht. Die Richter, die die Entfernung der Magensonde durchgesetzt hatten, wurden als «Mörder» bezeichnet.
NETZEITUNG.DE 01.04.05

Wachkoma-Patientin Terri Schiavo: Unwürdiges Spektakel
Hibbeler, Birgit
Der Kampf um Terri Schiavos Leben ist entschieden
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 13 vom 01.04.2005, Seite A-861

Wachkoma-Patientin Terri Schiavo stirbt nach 13 Tagen ohne Nahrung
Familie streitet nun über die Art der Beerdigung
DIE WELT 01.04.05

Tod von US-Komapatientin löst Betroffenheit in Deutschland aus
BERLIN. Der durch den Abbruch der künstlichen Ernährung verursachte Tod der US-Komapatientin Terri Schiavo hat in Deutschland vielerorts Betroffenheit ausgelöst.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.04.05

Den Tod zulassen, nicht zuteilen
(PdÄ) Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe hat entschieden jede Art von aktiver Sterbehilfe abgelehnt. "Es gehört nicht zum Arztberuf, den Tod herbeizuführen. Wir als Ärzte wollen den Tod zulassen, ihn aber nicht zuteilen", sagte er in einem Streitgespräch des Magazins "Stern" mit Ludwig Minelli, Gründer der Schweizer Organisation Dignitas, die Menschen Freitodhilfe leistet.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 01.04.05

Zehn Jahre Soziale Pflegeversicherung
Heute vor zehn Jahren haben pflegebedürftige Menschen in der Bundesrepublik Deutschland erstmals Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten. Ab 1. April 1995 wurden Leistungen bei häuslicher Pflege erbracht, vom 1. Juli 1996 an auch bei stationärer Pflege.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 01.04.05

"Niemand wird dazu gezwungen"
Mit der Pflegeversicherung ist die Pflege dem Markt übergeben worden, sagt Claus Fussek. Statt bloß über Finanzen müsse über Qualität in der Pflege geredet werden. Er fordert schärfere Kontrollen
Ein Interview
TAZ 01.04.05

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