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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel August 2006
Anzahl: 36 Artikel, Stand 08.09.06
31. August
Arzt soll Sterbehelfer werden
20 Professoren wollen tödliche Behandlungsabbrüche straffrei stellen
Von Klaus-Peter Görlitzer
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries plant ein Gesetz, das Patientenverfügungen anerkennt. Kranke könnten dann den Abbruch einer lebenserhaltenden Therapie verlangen. Prominente Juristen gehen noch weiter: Sie wollen, dass Ärzte bei der Selbsttötung helfen sollen.
SÜDWESTPRESSE 31.08.06
Ministerium: Keine Leistungskürzung für Heimbewohner bei Pflegereform
Berlin - Bewohner von Pflegeheimen müssen entgegen eines Berichts der „Bild“-Zeitung keine Kürzungen von Pflegeleistungen befürchten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.08.06
Marion Caspers-Merk: Nachhaltige Reform der Pflegeversicherung folgt der Gesundheitsreform
Auf dem heutigen Sozialmedizinischen Forum des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen hat sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Marion Caspers-Merk zum weiteren Reformzeitplan in der Pflegeversicherung und zu Verbesserungen durch die Gesundheitsreform geäußert.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 31.08.06
BGH begrenzt Unterhaltspflicht für betagte Eltern
KARLSRUHE (ddp). Erwachsene Kinder müssen für die Deckung von Heimkosten ihrer pflegebedürftigen Eltern kein Vermögen einsetzen, das der "angemessenen eigenen Altersvorsorge" dient. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden.
Ärzte Zeitung, 31.08.2006
30. August
ORF: Wegbereiter einer neuen Euthanasie-Diskussion?
ÖAR: Rettet ein totes schwer behindertes Kind ein Menschenleben in Indien?
Immer wieder unerwartet, jedoch in gesicherten periodischen Abständen, bringt der ORF ein ausführliches Portrait des australischen Philosophen Dr. Peter Singer, der ja vor allem durch seine krausen Thesen über das Lebensrecht schwer behinderter Neugeborener im Vergleich zum Recht von Tieren bekannt wurde.
BIZEPS INFO 30.08.06
29. August
Den Ärzten Schranken setzen
Wer sich wegen schwerer Krankheiten nicht mehr artikulieren kann, ist seinen Ärzten nicht völlig ausgeliefert. Mit Patientenverfügungen lässt sich regeln, was im Ernstfall geschehen darf und was nicht. Doch die genaue Formulierung ist schwierig - ein Leitfaden.
SPIEGEL ONLINE 29.08.06
Die letzte Lebensphase - nur mit einem Dolmetscher ist es bei türkischen Patienten nicht getan
Von Marion Lisson
Die richtigen Worte zu finden, wenn ein Mensch im Sterben liegt, ihm zuzuhören und seine Gedanken zu erfassen - Hausärzte wissen, wie schwer diese Aufgabe oft ist. Die Nähe vom Tod verstärkt bei vielen Patienten das Bedürfnis, verstanden zu werden und jene, denen man sich anvertraut hat, zu verstehen. Besonders schwierig ist es für Mediziner, wenn der Patient eine andere Sprache spricht und aus einer fremden Kultur kommt oder eine andere Religion hat.
Ärzte Zeitung, 29.08.2006
28. August
Hausärzte für Gesetzentwurf der Hospiz Stiftung
KÖLN (iss). Der Deutsche Hausärzteverband unterstützt den von der Deutschen Hospiz Stiftung vorgelegten Entwurf für ein Palliativleistungsgesetz.
Ärzte Zeitung, 28.08.2006
Zypries drängt auf Gesetz zu Patientenverfügung
Hannover - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) geht beim Thema Patientenverfügung in die Offensive.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.08.06
Palliativmedizin: KBV stellt Konzept vor
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein Versorgungskonzept zur Palliativmedizin erstellt.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 34-35 vom 28.08.2006, Seite A-2208 / B-1912 / C-1848
CME-Fortbildung: Verfügungen und Vollmachten
Krüger-Brand, Heike E.
Lernfreundlich aufbereitete Multimedia-CD zur Patientenvorsorge
Die E-Learning-Fortbildung „Grundlagen der Patientenvorsorge – CD-ROM und Onlineumgebung“ vermittelt Ärzten das Thema Patientenvorsorge einschließlich Patientenverfügung, Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht, damit sie ihre Patienten auf diesem sensiblen Gebiet kompetent beraten können.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 34-35 vom 28.08.2006, Seite A-2210 / B-1914 / C-1850
25. August
Die meisten Menschen werden zu Hause gepflegt
WIESBADEN (ric). Sachsen-Anhalt, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern haben im Vergleich der Bundesländer die höchste Quote an Pflegebedürftigen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt in diesen Ländern nahezu drei Prozent.
Ärzte Zeitung, 25.08.2006
24. August
Österreich: Kritik an Zentralregister für Patientenverfügungen
Wien - In Österreich haben sich Patientenorganisationen gegen das neue kostenpflichtige Register für Patientenverfügungen gewandt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.08.06
Medizin und Pflege sind kein Jobmotor
BERLIN (HL). Trotz Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 ist die Zahl der Beschäftigten bis zum Jahr 2004 im Gesundheitswesen gesunken. Zugenommen hat zwar die Teilzeitarbeit - auch aufgrund des hohen Frauenanteils -, bei Umrechnung in Vollzeitarbeitstellen gab es zwischen 1997 und 2004 aber einen Rückgang von 0,3 Prozent.
Ärzte Zeitung, 24.08.2006
23. August
KBV will ambulante Palliativmedizin ausbauen
Ein neues Versorgungskonzept für hochqualifizierte Ärzte / Gespräche mit Krankenkassen erforderlich
BERLIN (HL). Die KBV hat ein spezielles palliativmedizinisches Versorgungskonzept entwickelt. Es schafft für besonders qualifizierte Hausärzte im Verbund mit Palliativmedizinern eine Basis dafür, daß unheilbar kranken Menschen ein würdevolles Sterben zu Hause ermöglicht wird. Nach Schätzung der KBV sind davon jährlich 75 000 Patienten betroffen.
Ärzte Zeitung, 23.08.2006
Demenzkranke: Keine positive Perspektive in den Eckpunkten erkennbar
Berlin - Therapie und Pflege von Demenzkranken finden im aktuellen Eckpunktepapier zur Gesundheitsreform thematisch keine Berücksichtigung – obwohl noch im Koalitionsvertrag von SPD und Union davon die Rede war, die Bewältigung dieses Krankheitsbilds solle ein „Leuchtturmprojekt“ werden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.08.06
Regierung will keine staatliche Fürsorge gegen den Willen des Betroffenen
Recht/Antwort
Berlin (hib/BOB) Die Bundesregierung sieht nach eigenen Angaben keinen Sinn in einer staatlichen Fürsorge gegen den frei gebildeten Willen des Betroffenen. Dies macht sie in ihrer Antwort (16/2421) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/2355) deutlich.
HIB 241/2006, 23.08.06
22. August
Niedersachsen unterstützt Palliativzentren
HANNOVER (cben). Die Niedersächsische Landesregierung fördert drei Palliativstützpunkte im Land mit jeweils 25 000 Euro,
Ärzte Zeitung, 22.08.2006
21. August
Abrechnungsbetrug von Pflegediensten ist kein Hessen-Phänomen
Von Alexandra Lehnen
Jeder zweite ambulante Pflegedienst in Hessen rechnet nach einer Überprüfung der dortigen AOK falsch mit den Krankenkassen ab. Abrechnungsbetrug in der Pflege ist jedoch nicht auf Hessen beschränkt.
Ärzte Zeitung, 21.08.2006
Komapatientin Terri Schiavo macht immer noch Schlagzeilen
Der Ehemann unterstützt liberale Politiker – die Eltern kämpfen für die Rechte Behinderter.
KATH.NET 21.08.06
19. August
Todespfleger-Prozess: Stephan L. will aus Mitleid getötet haben
Befangenheitsanträge gegen Richter abgelehnt - Opfer waren keineswegs immer sterbenskrank.
Von Michael Mielke
DIE WELT 19.08.06
18. August
Medizinische Indikation und Patientenwille: Zwischen den Stühlen
Preuß, Kay
Im Klinikalltag werden Ärzte häufig vor kommunikative und emotionale Probleme gestellt.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 33 vom 18.08.2006, Seite A-21
17. August
Privathaushalte schultern Kosten in Milliardenhöhe
Die Statistik offenbart: Die Finanzierung des Gesundheitswesens verschiebt sich immer deutlicher zu Lasten der privaten Haushalte. Die Bundesbürger zahlen inzwischen 14 Prozent der Ausgaben selbst.
DIE WELT 17.08.06
16. August
10,6% des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit ausgegeben
WIESBADEN – Im Jahr 2004 wurden in Deutschland insgesamt 234,0 Milliarden Euro für Gesundheit ausgegeben, das heißt 0,2% mehr als im Jahr 2003 (2002/2003: + 2,5%). Das waren 10,6% des Bruttoinlandsprodukts.
PRESSEMITTEILUNG Statistisches Bundesamt 16.08.06
Pflegestatistik 2001 und 2003
Diese elektronischen Publikationen des Statistischen Bundesamtes geben einen Überblick über die Ergebnisse der Pflegestatistik 2001 und 2003. Durch die Statistik werden Informationen über die Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung gewonnen. Die Statistik wird seit 1999 2-jährlich durchgeführt.
Statistisches Bundesamt
11. August
"Töten ist keine Hilfe"
„Menschenwürdig sterben – aber wie?“ Rainer Beckmann, Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags, gibt eine Antwort.
KATH.NET 11.08.06
09. August
Der Tod ist nur eine Etappe
Im Umgang mit dem Sterben sind wir hilflos geworden. Ein junger Arzt schildert seine eigenen Erfahrungen - und plädiert leidenschaftlich gegen aktive Sterbehilfe. Ein Essay von Ibrahim Alkatout
ZEIT online 09.08.06
Hoppe warnt vor Rationierung per Gesetz
"Der Weg in die Staatsmedizin ist vorgezeichnet: Der Staat legt künftig die Beitragssätze fest und kann sie auf Zuruf der Arbeitgeber senken, sodass die Krankenkassen weiter unter Druck gesetzt werden. Dumpingverträge mit Ärzten und Qualitätseinbußen in der Versorgung werden die Folgen sein."
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 09.08.06
Alzheimer - Der lange Abschied
Von Anika Geisler
Zuerst ist es der verlegte Schlüssel, das verschwundene Wort. Doch nach und nach kappt die Alzheimer-Krankheit alle Taue, die Thea Breitgraf mit der Welt verbinden - und bringt Mann und Tochter an die Grenze ihrer Kräfte.
STERN Heft 32/2006 09.08.06
07. August
Zunehmender Bedarf an Hospiz-Plätzen
Ehrenamtliche Helfer für Begleitung Schwerstkranker und Sterbender gesucht
Von Joachim Baier
Berlin / Potsdam Die Nachfrage nach Hospiz-Plätzen für Schwerstkranke und Sterbende in Berlin und Brandenburg ist groß - und somit werden zunehmend ehrenamtliche Helfer gesucht.
BERLINER MORGENPOST 07.08.06
05. August
Ärztin muss wegen achtfachen Totschlags vor Gericht
Die Medizinerin soll in einer Klinik in Langenhagen bei Hannover acht Patienten im Alter zwischen 52 und 96 Jahren mit überhöhten Dosen von Morphin oder Diazepam getötet zu haben.
DIE WELT 05.08.06
04. August
Ärztin muss wegen achtfachen Totschlags an Patienten vor Gericht
Hannover - Wegen Totschlags an acht Patienten muss sich eine Ärztin vor dem Landgericht Hannover verantworten.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.08.06
03. August
Krankt die stationäre Palliativversorgung am Fallpauschalen-System?
Von Christian Beneker
Was die Versorgung eines Sterbenskranken auf einer Palliativstation am Tag kostet, ist im Prinzip völlig klar, meint Hermann Ewald von der Uni-Klinik Kiel.
Ärzte Zeitung, 03.08.2006
01. August
Zürcher Sterbehelfer in Basel angeklagt
Basel. SDA/baz. Die Basler Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Zürcher Sterbehelfer erhoben. Sie wirft ihm vorsätzliche Tötung sowie mehrfache Verleitung und Beihilfe zum Selbstmord vor.
BASLER ZEITUNG 01.08.06
Palliativmedizin soll Pflicht- und Prüfungsfach im Studium werden
Bundesrat berät über Gesetzesinitiative aus Niedersachsen / Ärztetag leistete Vorarbeit
BERLIN (hak). Drei Jahre nach dem Ärztetag scheint auch der Bundesrat die Bedeutung der Schmerztherapie erkannt zu haben. Die Palliativmedizin zum Pflichtlehr- und Prüfungsfach im Medizinstudium zu machen, hat jetzt Niedersachsen in der Länderkammer beantragt.
Ärzte Zeitung, 01.08.2006
Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte
Verordnungsantrag des Landes Niedersachsen
Bundesrat Drucksache 168/06 01.03.06
Anm.: Hier geht es um die Einführung der Palliativmedizin als Pflichtfach für Medizinstudenten
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