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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel Dezember 2004
Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06
31. Dezember
Hoppe unterstützt Zypries-Entwurf zu Patientenverfügung
Frankfurt/Main (AP) In der Debatte um ein Gesetz zur so genannten Patientenverfügung hat sich Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe auf die Seite von Justizministerin Brigitte Zypries gestellt.
YAHOO NEWS 31.12.04
«Das ist eben keine Hilfe zum Sterben»
Frankfurt/Main (AP) Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries gegen Kritik an dem geplanten Gesetz zu Patientenverfügungen in Schutz genommen. Zugleich warnte Hoppe in einem AP-Interview vor Entwicklungen hin zu einer Sterbehilfe wie in den Niederlanden. Nachfolgend das Interview im Wortlaut:
YAHOO NEWS 31.12.04
30. Dezember
Eugenisches Denken nicht nur im Nationalsozialismus
Grundlagen bereits in der Weimarer Republik
Von Johannes Seibel
DIE TAGESPOST vom 30.12.2004
27. Dezember
Wende im deutschen Entmündigungsrecht?
Matthias Pfeiffer
Im Bundestag stehen gegenwärtig zwei Gesetzentwürfe für mehr Patientenrechte zur Debatte. Experten und Verbände hoffen auf Verbesserungen für Psychiatriepatienten und unheilbar Kranke
JUNGE WELT 27.12.2004
23. Dezember
Niederlande: Sterbehilfe für Neugeborene?
Von unserem Korrespondenten Helmut Hetzel
Niederländische Ärzte fordern einen Kodex für Sterbehilfe bei lebensunfähigen Babys.
DIE PRESSE 23.12.2004
22. Dezember
Leben und sterben lassen
Zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Philosophie Peter Singers
Im Rahmen einer Ringvorlesung zur Tierethik hielt am vergangenen Montag der australische Philosoph Peter Singer eine Vorlesung an der Heinrich-Heine-Uni. Singer gilt einerseits als Vordenker der Tierrechtsbewegung, andererseits setzt er sich für Euthanasie ein.
TERZ.org - 22.12.2004
21. Dezember
Schweizer Sterbehilfeorganisation ändert Empfehlungen
ZÜRICH. In der Schweiz wird abermals kontrovers über aktive ärztliche Sterbehilfe diskutiert. Aktueller Anlass für die Debatte sind neue Empfehlungen der Organisation „Exit“.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.12.04
Singer in Düsseldorf
Leserbriefe zum Auftritt von Peter Singer
TAZ 21.12.04
Töten am Anfang und Ende des Lebens verliert seinen Schrecken
Britische Medizinethikerin: Warum sollten Alte und Kranke ihren Familien zur Last fallen?
KATH.NET 21.12.04
SPD sperrt sich nicht mehr gegen große Pflege-Reform vor der Wahl
Fraktionschef Müntefering deutet Einlenken an / Ab 2005 tritt Mini-Reform in Kraft
Ärzte Zeitung, 21.12.2004
20. Dezember
Die große Mehrheit der Deutschen möchte selbstbestimmt sterben
Schöppners Politometer
"Möglichst schnell - und am besten gar nicht dabeisein." So wollen die Deutschen am liebsten sterben. Die Wirklichkeit jedoch sieht zu oft ganz anders aus:
DIE WELT 20.12.04
19. Dezember
Peter Singer salonfähig?
Von kobinet-Korrespondentin Elke Bartz
Hollenbach (kobinet) Die jüngsten Auftritte des «Ethikers» Peter Singer in Heidelberg und Düsseldorf haben gezeigt, wie notwendig es ist, ihn und seine Sinnesgenossen nicht ungehindert walten zu lassen.
KOBINET 19.12.04
18. Dezember
"Ein Affront gegen Behinderte"
Die Landesbehindertenbeauftragte Regina Schmidt-Zadel kritisiert den Auftritt des Philosophen Singer an der Düsseldorfer Uni. Er hätte ausgeladen werden müssen
TAZ Ruhr Nr. 7543, 18.12.04
Bundestags-Enquete will Zypries stoppen
Der Entwurf der Bundesjustizministerin zu Patientenverfügungen stößt auf breite Ablehnung
Würzburg (kgm/KNA) Die Bioethik-Enquetekommission des Bundestages will mehrheitlich den umstrittenen Gesetzentwurf von Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) zu Patientenverfügungen kippen und die Frage gesetzlich aus dem Parlament heraus regeln.
DIE TAGESPOST vom 18.12.2004
17. Dezember
Euthanasie-System in den Niederlanden ist jämmerlich gescheitert. Immer neue Regelungen halten Dammbruch nicht auf.
Dortmund. Mit Entsetzen reagiert die Deutsche Hospiz Stiftung auf das niederländische Vorhaben, die Euthanasie künftig auch bei psychisch kranken Menschen zuzulassen. Eine niederländische Regierungskommission will nun psychische Krankheiten für die Euthanasie freigeben.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 17.12.04
Hartmannbund kritisiert Entwicklung der Sterbehilfe in den Niederlanden
BERLIN. Die in den Niederlanden im Augenblick geführte Diskussion zur Sterbehilfe hat der Hartmannbund (HB) kritisiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.12.04
Kampf gegen Legalisierung der Euthanasie gewonnen
Berlin. „Der neue Bericht ist ein Grund zum Feiern für alle, die sich für Menschenwürde am Lebensende einsetzen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Heute hat der Sozial- und Gesundheitsausschuss des Europarats über den komplett überarbeiteten Resolutionsentwurf zur Begleitung und Versorgung von unheilbar kranken Menschen abgestimmt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 17.12.04
Der letzte Wille ist unerforscht
Enquetekommission des Bundestags übt Kritik am Gesetzentwurf von Justizministerin Zypries zu Patientenverfügungen. Kann ein Patient sein Leiden vorab überhaupt einschätzen? Abgeordnete versprechen eigenen Entwurf, auch wenn Zypries zweifelt
Von Ulrike Winkelmann
TAZ 17.12.04
Hamburgs Pflegeheime stehen zum Verkauf
HAMBURG (di). Die Hansestadt Hamburg trennt sich von ihren Alten- und Pflegeheimen. Der Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens Pflegen und Wohnen beschloß, den Pflegebereich zu sanieren und zu privatisieren.
Ärzte Zeitung, 17.12.2004
Für Empfänger von Sozialhilfe wird Pflege teurer
NEU-ISENBURG (ric). Pflegebedürftige Sozialhilfeempfänger, die Hilfe zur Pflege nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) beziehen, werden ab Januar 2005 tiefer in die eigene Tasche greifen müssen.
Ärzte Zeitung, 17.12.2004
16. Dezember
Niederländer erkennen "Lebensmüdigkeit" bei aktiver Sterbehilfe an
von Jan Kanter
Amsterdam - In den Niederlanden sind die Grenzen des menschlichen Zusammenlebens um eine weitere Facette erweitert worden. Eine eigens von der Regierung eingesetzte Kommission gab in einer Stellungnahme bekannt, daß schwere psychische Erkrankungen gleichzustellen sind mit schweren körperlichen Krankheiten wie etwa Krebs.
DIE WELT 16.12.04
Moderner Kindermord
kgm
Was derzeit in den Niederlanden diskutiert wird, erinnert an das alte Griechenland. Damals hat die Versammlung der Ältesten, die Gerusia, in Sparta über das Lebensrecht der Neugeborenen entschieden.
DIE TAGESPOST vom 16.12.2004
Patientenverfügungen: Broschüre der Enquete-Kommission
BERLIN. Die Enquete-Kommission des Bundestags „Ethik und Recht der modernen Medizin“ hat am 16. Dezember eine Kurzfassung ihres Berichts zum Thema Patientenverfügungen vorgelegt. Darin wird die Mehrheitsmeinung des Gremiums bekräftigt:
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.12.04
Kurzfassung - Zwischenbericht "Patientenverfügungen" der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin"
16 Seiten (533 kb), veröffentlicht am 16.12.2004
Scharfe Kritik an Gesetzentwurf zur Patientenverfügung
Interview mit Eugen Brysch, Deutsche Hospiz Stiftung
DEUTSCHLANDRADIO 16.12.04
15. Dezember
FDP nimmt die Qualität der Pflege in Deutschland unter die Lupe
Gesundheit und Soziale Sicherung/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BES) Die Qualität der ambulanten und stationären Pflege in Deutschland ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (15/4452). Ausgangspunkt des Interesses ist der erste Pflegebericht, den der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) im November vorgelegt hat.
HIB 310/2004 15.12.2004
14. Dezember
Niederlande: Mediziner fordern Sterbehilfe für Babys
In den Niederlanden sollen künftig auch Säuglinge Sterbehilfe bekommen können - zumindest wenn es nach dem Willen von Ärzten geht. Mediziner aller acht Unikliniken des Landes haben die Erlaubnis verlangt, Neugeborene mit schweren Missbildungen töten zu dürfen
SPIEGEL ONLINE - 14.12.04
Holländische Ärzte fordern Sterbehilfe bei Babys
Amsterdam - Niederländische Ärzte fordern ein gesetz, das die Sterbehilfe bei Neugeborenen mit unheilbaren Krankheiten erlaubt.
PRESSETEXT.AUSTRIA 14.12.04
Dutch consider infant euthanasia
By Geraldine Coughlan
Doctors in the Netherlands are calling for new laws allowing them to end the lives of newborn babies with intolerable and incurable illnesses.
BBC News, The Hague 14.12.04
"Im akademischen Diskurs gibt es kein Tabu"
Gestern hielt der umstrittene australische Philosoph Peter Singer eine Vorlesung an der Düsseldorfer Uni. KollegInnen werfen ihm vor, behinderten Menschen das Lebensrecht abzusprechen. Dekan Dieter Birnbacher hat Singer eingeladen
TAZ 14.12.04
Dazu Positionen von Dieter Birnbacher zur Selektion:
Selektion am Lebensbeginn - ethische Aspekte
Kongreß für Philosophie, Konstanz, 4.-8.10.99, Referat am 07.10.99 von Dieter Birnbacher
"Selektion" ist im Zusammenhang mit "Patientenselektion" - etwa bei der Auswahl von Patienten für klinische Versuche oder bei knappen Behandlungsmöglichkeiten - in der Medizin ein eingeführter und weitgehend neutral verwendeter Begriff.
Brandenburgs Regierung gegen Sterbehilfe
POTSDAM (ddp). Die Zulassung aktiver Sterbehilfe wird von der brandenburgischen Landesregierung abgelehnt.
Ärzte Zeitung, 14.12.2004
13. Dezember
'Dies ist ein Angriff auf die Menschenwürde'
Heftige Proteste wegen Auftritt von Peter Singer in Düsseldorf - Singer fordert Tötung von Säuglingen und behinderten Menschen - "Skandal, dass ein solcher Philosoph eine Öffentlichkeit bekommt"
KATH.NET 13.12.04
Fetisch Lebensverlängerung?
Florian Rötzer
Eine agile 80-jährige britische Philosophin und Medizinethikerin meint, pflegebedürftige Alte sollten sich umbringen, um nicht der Gesellschaft zur Last zu fallen
TELEPOLIS 13.12.2004
Fragen stellen, nicht beantworten
singer-vorlesung
Kommentar von Annika Joeres
Als Peter Singer 1989 an die Dortmunder Uni eingeladen wurde, gab es einen Sturm der Entrüstung.
TAZ 13.12.04
Vorhang auf: Umstrittene Ethik
Heute hält der umstrittene australische Wissenschaftler Peter Singer eine Vorlesung an der Düsseldorfer Uni. KollegInnen werfen ihm vor, behinderten Menschen das Lebensrecht abzusprechen
von Annika Joeres
TAZ 13.12.04
11. Dezember
ISL bezog Position zu Singer.
Heidelberg (kobinet) Auf der gestrigen Pressekonferenz in Heidelberg zum bevorstehenden Auftritt von Peter Singer stellten die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Veranstalter, das Deutsch-Amerikanische Institut ihre unterschiedlichen Positionen vor Vertretern der örtlichen Presse dar.
KOBINET 11.12.04
10. Dezember
Kein Podium für den Tötungsphilosophen Peter Singer!
Anläßlich der heute beginnenden Heidelberger Tagung mit Peter Singer erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen und stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Hubert Hüppe:
Der Bioethiker Peter Singer befürwortet die Freigabe der Tötung von Säuglingen, insbesondere von behinderten Säuglingen, bis 28 Tage nach der Geburt. Dies hat er in einem SPIEGEL-Interview vor drei Jahren nochmals bekräftigt.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe 10.12.04
Patientenverfügung: Konkret, schriftlich, zeitnah
Jachertz, Norbert
Patientenverfügungen sollen zwar verbindlich werden,
doch entbinden sie den Arzt nicht von der Prüfung im Einzelfall.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3390
Patientenwille
Blöß, Timo
90 Prozent der Patienten verfassten keine Verfügung und vertrauten darauf, dass die Ärzte am Ende ihres Lebens die richtigen Entscheidungen träfen, schätzt Prof. Dr. med. Christof Müller-Busch.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 50 vom 10.12.2004, Seite A-3390
09. Dezember
Australischer Philosoph stellt Lebensrecht Behinderter in Frage
Der australische Philosoph Peter Singer spricht am Wochenende in Heidelberg über die menschliche Würde. Vor 15 Jahren wurde ihm ein Auftritt verboten, weil er das Lebensrecht behinderter Menschen in Frage stellt.
NETZEITUNG.DE 09.12.04
"Wir wollen Patienten Sicherheit geben"
Justizministerin Zypries über Sterbehilfe, Prozesskosten und Gerichtsreform
BERLINER ZEITUNG 09.12.04
06. Dezember
Pflegekassen sollen weiter zahlen
BERLIN (ric). Die Kosten für die medizinische Behandlungspflege in Heimen sollen weiterhin die Pflegekassen tragen: Einen entsprechenden Änderungsantrag hat die Regierungskoalition im Gesundheitsausschuß des Bundestages eingebracht.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Schmerzmanagement - Expertenstandard setzt sich in der Pflege durch
JENA (dür). Mehr als 90 Prozent der Patienten können schmerzfrei sein oder ihre Schmerzen als erträglich empfinden, wenn das Pflegepersonal speziell auf den Umgang mit Schmerzpatienten vorbereitet ist. Dazu gehört jedoch auch, daß Patienten lernen, sich dem Personal mitzuteilen.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
Palliativprojekt Support steht schon wieder vor dem finanziellen Aus
Unterstützung endet in wenigen Wochen
GÖTTINGEN (pid). Das vielfach preisgekrönte Projekt Support zur ambulanten Versorgung todkranker Krebspatienten in Südniedersachsen bangt schon wieder ums Überleben. Noch immer ist ungeklärt, ob das bundesweit vielbeachtete Projekt im nächsten Jahr weitergeführt werden kann.
Ärzte Zeitung, 06.12.2004
02. Dezember
Sterbehilfegesetz in Frankreich schafft mehr Klarheit für Ärzte und Patienten
PARIS (DDB). Einstimmig hat das französische Parlament am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Regeln zur Sterbehilfe modifiziert. Obwohl die aktive Sterbehilfe weiterhin strafbar bleibt, steht jedem Todkranken das Recht auf einen würdigen Tod zu.
Ärzte Zeitung, 02.12.2004
Feige deutsche Politik
Frankreich macht vor, wie passive Sterbehilfe geregelt sein sollte
Kommentar von Christian Rath
Das neue französische Gesetz zur Sterbehilfe ist vernünftig.
TAZ 02.12.04
Euthanasie - Die Lüge vom guten Tod
Sterbehilfe wird hoffähig. Lange war sie in Deutschland tabu. Denn die Kirchen prägten das Klima durch ihr Nein. Sie protestierten schon gegen die Tötungsaktionen des Nazi-Regimes.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 49, 02.12.2004
Anm.: Hier gibt es mehrere lesenswerte Beiträge zum Thema.
01. Dezember
Britisches Gericht zur Sterbehilfe in der Schweiz
Ein Ehemann riskiert Klage wegen Beihilfe
Mr. London, 1. Dezember Das britische Obergericht in London hat am Dienstagabend entschieden, dass eine ältere Britin das Recht habe, nach Zürich zu reisen, um in der Wohnung der Sterbehilfeorganisation Dignitas den Freitod zu wählen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 01.12.04
Terroropfer in Israel klagt auf Sterbehilfe
TEL AVIV (dpa). Ein aus der Schweiz stammendes Terroropfer will in Israel vor Gericht das Recht auf Sterbehilfe durchsetzen. Israelische
Ärzte Zeitung, 01.12.2004
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