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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel Februar 2005
Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06
28. Februar
Verfügung für Patienten: Union kooperiert nicht
BERLIN (hak/dpa). Die Union will sich an einem Gruppenantrag aus der Regierungskoalition zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen vorläufig nicht beteiligen. Das bestätigte Fraktionsvize Wolfgang Zöller der "Ärzte Zeitung".
Ärzte Zeitung, 28.02.2005
26. Februar
Keine Niederlage für Zypries
Die Justizministerin kassiert zu recht ihren eigenen Gesetzentwurf
Justizministerin Zypries hat ihren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung zurückgezogen. Das ist eine logische Konsequenz.
TAZ 26.02.05
Neuer Anlauf für Gesetz zu Patientenverfügungen
Berlin - Die künftige rechtliche Anerkennung von Patientenverfügungen zum Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen ist wieder völlig offen.
DIE WELT 26.02.05
25. Februar
USA: Terri Schiavo darf weitere drei Wochen leben
Richter verlängerte am Freitag das Schickals der bekanntesten Wachkomapatientin" der Welt - Unterstützung für Terri durch Governor Jeb Bush, Randall Terry und Kardinal Renato Martino
KATH.NET 25.02.05
Zypries zieht umstrittenen Entwurf zurück
Bundestag soll Gesetz über Patientenwillen erarbeiten
BERLIN, 24. Februar. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat ihren umstrittenen Entwurf zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen zurückgezogen.
BERLINER ZEITUNG 25.02.05
24. Februar
Koalition sperrt sich gegen Sterbehilfe-Entwurf
Justizministerin Zypries hat bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage einen Gesetzentwurf zurückgezogen. Die Koalition will Patientenverfügungen auf andere Art gesetzlich legitimieren.
NETZEITUNG.DE 24.02.05
Proteste stoppen Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen
Berlin (kobinet) Nach zunehmenden Protesten in der Öffentlichkeit hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren im November 2004 vorgestellten Entwurf zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen zurückgezogen.
KOBINET Nachrichten 24.02.2005
Kein Gesetzentwurf des Kabinetts
Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung sowie ein Ausbau der Hospizdienste angemahnt
Zu dem Verzicht der Bundesjustizministerin auf einen Regierungsentwurf zur Patientenverfügung erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' Thomas Rachel MdB:
Frau Zypries hat darauf verzichtet, den von ihr vorgelegten Referentenentwurf weiter zu verfolgen. CDU/CSU begrüßen diesen unerwarteten Schritt ausdrücklich,
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB CDU 24.02.05
Zypries scheitert auch bei Patientenverfügung
BERLIN. Zur Ankündigung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, keinen Regierungsentwurf zur Patientenverfügung mehr anzustreben, erklären der rechtspoltische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Rainer Funke, und der Obmann in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Michael Kauch:
Die Ankündigung des Bundesjustizministeriums, man werde den Gesetzentwurf zur Stärkung von Patientenrechten zurückziehen, ist eine weitere Bankrotterklärung für Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
PRESSEMITTEILUNG Rainer Funke und Michael Kauch, MdB, FDP 24.02.05
Neue Wohn- und Betreuungsformen für ältere Menschen
Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer eröffnet Fachtagung in Berlin
"Eine zukunftsfähige Gesellschaft des langen Lebens braucht neue und innovative Wohn- und Betreuungsformen für ältere Menschen", forderte Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ 24.02.05
23. Februar
Gericht in Florida erlaubt Stopp von Lebenshilfe für Koma-Patientin
Miami In einem jahrelangen Rechtsstreit um Sterbehilfe im US-Bundesstaat Florida hat ein Berufungsgericht am 22. Februar entschieden, dass die im Zentrum der Debatte stehende Koma-Patientin von ihren lebenserhaltenden Instrumenten abgekoppelt werden darf.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.02.05
21. Februar
Bundestag will Vorsorgevollmacht statt Betreuung
Neues Betreuungsrecht verabschiedet / Keine Zwangsbehandlung beim Vertragsarzt / Pauschale Vergütung für Betreuer
BERLIN (fst). Der Bundestag hat am vergangenen Freitag fraktionsübergreifend dem neuen Betreuungsrecht zugestimmt. Durch die Novelle soll vor allem die Vorsorgevollmacht gestärkt werden.
Ärzte Zeitung, 21.02.2005
19. Februar
Die schwierige Suche nach dem Patientenwillen
Jörg Michel
Berlin. Wann dürfen todkranke Patienten den Abbruch lebensverlängernder Maßnahmen fordern? In welchem Stadium einer Krankheit müssen Ärzte dem Wunsch entsprechen? Die Frage von Patientenverfügungen ist ethisch höchst umstritten. Sie spaltet nicht nur die Gesellschaft. Auch im Bundestag, der dieses Jahr darüber entscheiden muss, wird das Thema kontrovers diskutiert.
BERLINER ZEITUNG 19.02.05
Motive der Todesengel
Wenn Pflegekräfte und Ärzte ihre Patienten töten, tun sie das oft nicht aus Mitgefühl für die Kranken, sondern aus Selbstmitleid
Monika Wimmer
BERLINER ZEITUNG 19.02.05
18. Februar
Verbände fordern intensive Debatte über Patientenverfügungen
Auf vielfältige Weise haben die fünf Fachverbände für Menschen mit geistiger Behinderung ihre Bedenken gegen den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Regelung von Patientenverfügungen geäußert.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG 18.02.05 Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe e.V.,
Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.,
Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.,
Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V.,
Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie u. soziale Arbeit e.V.,
Dritter Anlauf für Richtlinie zur Sondennahrung
Hersteller protestieren erneut
BERLIN (HL). Zum drittenmal hat der Bundesausschuß (GBA) jetzt eine Richtlinie zur Verordnungsfähigkeit von künstlicher Ernährung beschlossen - in der Hoffnung, die neue Version finde nun die Billigung des Bundesgesundheitsministeriums. Zwei vorangegangene Richtlinien hatte das Ministerium beanstandet.
Ärzte Zeitung, 18.02.2005
Betreuungsrecht wird modernisiert
Der Deutsche Bundestag hat heute das Zweite Betreuungsrechtsänderungsgesetz verabschiedet. Die Vorschriften werden zum 1. Juli 2005 in Kraft treten.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 18.02.05
Euthanasie in Thüringen: Kein Prozess
Jachertz, Norbert
Das Landgericht Gera legt den „Fall Albrecht“ zu den Akten. Das Hauptverfahren gegen die Universitätsprofessorin Rosemarie Albrecht aus Jena wegen Mordes an der Patientin Selma Albrecht (die Namensgleichheit ist zufällig) im Jahr 1941 wird nicht eröffnet
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 7 vom 18.02.2005, Seite A-381
17. Februar
Morden gegen das Leiden
29 Menschen soll ein Krankenpfleger in Sonthofen getötet haben – ein grausiger, aber nicht einzigartiger Fall. Auch die Kollegen sind unbewusst beteiligt
Von Sabine Etzold
Er habe aus Mitleid gehandelt. Seine moralische Verpflichtung sei es gewesen, so notierte der Krankenpfleger Stephan L. im Gefängnis, ein Leben, das ihm nicht mehr lebenswert erschien, zu beenden.
DIE ZEIT 17.02.2005 Nr.8
16. Februar
Änderung des Betreuungsrechts soll zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten
Rechtsausschuss
Berlin: (hib/BOB) Die vom Bundesrat vorgeschlagene Änderung des Betreuungsrechts (15/2494) soll am 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten. Darauf einigten sich alle Fraktionen am Mittwochvormittag im Rechtsausschuss. Sie nahmen allerdings zum Teil wesentliche Änderungen an der Initiative der Länderkammer vor, der dann einmütig zugestimmt wurde.
HIB 040/2005 16.02.2005
15. Februar
Mord nach Protokoll
Von Stefan Rehder
In den Niederlanden wird die nächste Stufe der Euthanasie gezündet. Mit einer das Mitleid besonders strapazierenden Debatte über die bereits praktizierte Euthanasie an schwer geschädigten Säuglingen wird die Gesellschaft darauf vorbereitet, der Tötung von nicht einwilligungsfähigen Menschen zuzustimmen.
DIE TAGESPOST vom 15.02.2005
Soll Terri Schiavo leben oder sterben dürfen?
Heftige Debatte über Wachkoma-Patientin in den USA
WASHINGTON (dpa). Seit mehr als sieben Jahren schon wird im US-Staat Florida über Leben oder Tod einer Frau gestritten, die seit einem Herzanfall 1990 im Koma liegt. Der Fall hat in den USA eine Debatte über Sterberecht und Euthanasie ausgelöst.
Von Gabriele Chwallek
Ärzte Zeitung, 15.02.2005
Witwe nach Freitod ihres Mannes verurteilt
Bedingte Gefängnisstrafe wegen Tötung auf Verlangen
Eine 55-jährige Frau hatte ihrem schwerstkranken Mann im Sommer 2002 auf dessen Wunsch hin geholfen, aus dem Leben zu scheiden. Wegen Tötung auf Verlangen sind sie und ein Sterbebegleiter zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt worden.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 15.02.05
14. Februar
Frankreich: Sterbehilfe bleibt juristische Grauzone
PARIS. In Frankreich diskutieren Gesundheitspolitiker, Ärzte- und Patientenverbände abermals über das Thema aktiver ärztlicher Sterbehilfe.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.02.05
Patientenverfügungen: Eine allgemeine Erläuterung zum Thema Patientenverfügungen und ein Vergleich verschiedener Stellungnahmen und Regelungsvorschläge
Erstellt von Dr. Katrin Grüber, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft und Dr. Jeanne Nicklas-Faust im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Veröffentlicht 14.02.05
10. Februar
Curriculum zur palliativen Versorgung von Kindern erschienen
Witten/Herdecke. Die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen verbessern möchte das Institut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (IKP) der Privaten Universität Witten/Herdecke. Es hat dazu einen Lehrplan für eine Zusatzweiterbildung erarbeitet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.02.05
08. Februar
Schweizer Organisation für Sterbehilfe zeichnet Suizide auf Video auf
Filme sollen Helfer vor juristischen Problemen schützen
ZÜRICH (dpa). Zur Vermeidung von Problemen mit der Justiz zeichnet die umstrittene Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas in heiklen Fällen den Freitod von Sterbewilligen auf Video auf.
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
Ärztekammer und CSU streiten über eine Bestattungspflicht
Christsoziale fordern generelle Bestattung von Fehlgeburten, Feten oder Embryonen / Kammer dagegen, Frauen unter Druck zu setzen
MÜNCHEN (sto). Die Bayerische Ärztekammer lehnt eine generelle Bestattungspflicht für Fehlgeburten, Feten oder Embryonen ab. Die bisherigen Regelungen seien ausreichend, so Kammerpräsident Dr. Hellmut Koch.
Ärzte Zeitung, 08.02.2005
04. Februar
Niederlande: Sterbehilfe an Säuglingen
Klinkhammer, Gisela
An unheilbar kranken Säuglingen ist in den Niederlanden in 22 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet worden. Das geht aus einer Studie hervor, die Ende Januar in der Fachzeitschrift „Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde“ veröffentlicht wurde.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 5 vom 04.02.2005, Seite A-241
Trauerunterstützung ja – Bestattungspflicht nein
Bayerns Landesärztekammer-Präsident lehnt eine generelle Bestattungspflicht für Fehlgeburten, Feten oder Embryonen ab.
PRESSEMITTEILUNG Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) 04.02.05
03. Februar
Entscheidung an der Wiege
Gibt es keine Hoffnung auf Heilung, beenden niederländische Mediziner das Leben schwerkranker Neugeborener. Die Ärzte wollen diese Praxis rechtlich absichern lassen
Von Achim Wüsthof
DIE ZEIT 03.02.2005 Nr.6
NRW startet Kampagne für Pflegebedürftige
Neu gegründete Landeskonferenz soll bessere Kooperation der Helfer sichern / Mehr Unterstützung für Angehörige
DÜSSELDORF (iss). Die nordrhein-westfälische Landesregierung will gemeinsam mit Vertretern des Pflegebereichs bis zum Herbst dieses Jahres einen "Handlungsrahmen Pflege" entwickeln. Ziel ist der Ausbau der Hilfsangebote für Pflegebedürftige und Angehörige vor allem im ambulanten Bereich.
Ärzte Zeitung, 03.02.2005
02. Februar
Patientenverfügung auch bei Koma und Demenz wirksam?
Juristinnenbund unterstützt die Pläne von Bundesjustizministerin Zypries / Gesetzesregelung allerdings im Betreuungsrecht fehlplaziert
BERLIN (mwo). Im Streit um die geplanten Regelungen zur Patientenverfügung hat der Deutsche Juristinnenbund (djb) Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in zentralen Punkten unterstützt. Allerdings kritisierte der djb, daß die Regelungen in das Betreuungsrecht eingefügt werden sollen.
Ärzte Zeitung, 02.02.2005
01. Februar
Peanut Pill oder Patientenverfügung?
Katja Seefeldt
In Australien hat der Arzt Philip Nitschke mit seinen Todesmaschinen die Diskussion über das Thema Sterbehilfe wieder angeheizt. In Deutschland beschäftigt sich das Kabinett ab dem Frühjahr damit
TELEPOLIS 01.02.2005
14 Filmpreise für spanischen Film über aktive Sterbehilfe
MADRID (mame). Der spanische Star-Regisseur Alejandro Amenábar erhielt am Sonntag 14 von 29 Goya-Auszeichnungen für seinen Sterbehilfefilm "Mar adentro" (Aufs Meer hinaus). Das gefühlvolle Melodrama brach in Spanien im vergangenen Jahr alle Zuschauerrekorde und löste innerhalb der Gesellschaft eine rege Debatte über die aktive Sterbehilfe aus
Ärzte Zeitung, 01.02.2005
Volker Lipp: Patientenverfügung und Lebensschutz
Zur Diskussion um eine gesetzliche Regelung der „Sterbehilfe“
Die rechtlichen Grundsätze für die „Sterbehilfe“ sind seit langem in Wissenschaft, Praxis und Rechtsprechung umstritten. Ende 2004 haben das Bundesjustizministerium und die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Bundestags Gesetzentwürfe vorgelegt, die sich in zentralen Fragen erheblich unterscheiden. Erfolgreich wird ein Gesetz nur sein, wenn man sich zuvor Klarheit verschafft, worum es bei der „Sterbehilfe“ geht und wie die geltende Rechtslage ist. Volker Lipp untersucht deshalb eingehend das geltende Recht der „Sterbehilfe“ und setzt sich auf dieser Grundlage mit den aktuellen Gesetzgebungsvorschlägen detailliert auseinander.
Onlineversion, 99 Seiten, Februar 2005
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