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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel Juni 2005
Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06
30. Juni
Mehr Selbstbestimmung und Effizienz im Betreuungsrecht
Am 1. Juli 2005 tritt das zweite Betreuungsrechtsänderungsgesetz in Kraft. Im Mittelpunkt der Gesetzesänderungen stehen die Stärkung der Selbstbestimmung der betroffenen Menschen sowie die Entbürokratisierung des Betreuungswesens.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 30.06.05
29. Juni
Kinderhospize gründen Akademie
OLPE (eb). Am Freitag startet in Olpe die "Deutsche Kinderhospiz-Akademie". Dort sollen Seminare für kranke Kinder und ihre Familien, aber auch für Ärzte und Krankenhausmitarbeiter angeboten werden, teilt der Deutsche Kinderhospizverein mit, der Träger der Akademie ist.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
Für schmerzfreien Tod
Die Ethik-Kommission des Bundestages fordert Ausweitung der Palliativmedizin statt aktiver Sterbehilfe
BERLIN taz Als Alternative zur aktiven Sterbehilfe fordert die Ethik-Enquete-Kommission des Bundestages eine Ausweitung der schmerzlindernden Medizin für Sterbende und Schwerstkranke. Die Kommission übergab ihren Zwischenbericht zur Palliativmedizin und Hospizarbeit dem Präsidenten des Bundestages, Wolfgang Thierse (SPD).
TAZ 29.06.05
Mehr Geld für Palliativmedizin und Hospize
Enquete-Kommission macht Vorschläge für eine bessere Versorgung Sterbender
BERLIN (hak). Der Angst vieler Menschen entgegenzuwirken, alleine, fern von zu Hause und schmerzvoll zu sterben hat die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" gefordert.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
Eine Frage der Prioritäten
Kommentar von Hanno Kautz
Mit ihrer Empfehlung zur Palliativmedizin und Hospizarbeit ist sich die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" treu geblieben.
Ärzte Zeitung, 29.06.2005
28. Juni
Enquete-Kommission beklagt Defizite bei Versorgung Sterbenskranker
BERLIN. Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ hat deutliche Defizite bei der Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen in Deutschland beklagt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.06.05
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin: Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit
Drucksache 15/5858 22.06.2005
84 Seiten, veröffentlicht am 28.06.05
Palliativmedizin und Hospizarbeit stellen humanen Gegenentwurf zur aktiven Sterbehilfe dar
Die menschliche Qualität einer Gesellschaft misst sich daran, wie sie mit ihren schwächsten Mitgliedern umgeht
Zur heutigen Übergabe des Zwischenberichts zur Palliativmedizin und Hospizarbeit der Enquete-Kommission an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Hospizarbeit und Palliativmedizin haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen an ihrem Lebensende beizustehen. Ihre Angebote sind in vielen Fällen für ein Sterben in Würde unverzichtbar geworden.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel 28.06.05
"Der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe ist da"
Felix Thiele von der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler plädiert dafür, aktive Sterbehilfe bei nicht zu lindernden und unerträglichen Leiden auch in Deutschland zu gestatten
GENERAL ANZEIGER BONN 28.06.05
Anm.: Bioethik-Kritiker werden diesen Aussagen sicher widersprechen...
Ernährung in Pflegeheimen auf dem Prüfstand
KÖLN (akr). Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) will vorbildliche Beispiele für eine gute Ernährung und Flüssigkeitsversorgung von Senioren in Pflegeeinrichtungen bekannt machen.
Ärzte Zeitung, 28.06.2005
EU fordert mehr Ausbildung in Klinik und Pflege
BRÜSSEL (spe). Europäische Abgeordnete fordern die Mitgliedstaaten auf, den in vielen EU-Ländern fortschreitenden Mangel an gut ausgebildetem medizinischem Personal auszugleichen und im medizinischen und pflegerischen Bereich zusätzliche Stellen zu schaffen.
Ärzte Zeitung, 28.06.2005
27. Juni
Verbraucher wollen Norm für ambulante Pflege
BERLIN (ric). Kommt eine DIN-Norm für ambulante Pflegedienste? Einen entsprechenden Antrag haben Verbraucherschützer jetzt beim Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN) in Berlin eingereicht.
Ärzte Zeitung, 27.06.2005
22. Juni
Terris Grab löst erneut Debatte aus
Ein „Schlag ins Gesicht” sei die Aufschrift auf Terri Schiavos Grabstein, sagt Bobby Schindler.
Clearwater (www.kath.net / LifeNews.com) „I kept my promise” – “Ich habe meine Versprechen gehalten“, ist auf dem Grabstein zu lesen. Darunter das Datum ihres „Weggangs von der Welt“, der 25. Februar 1990. Der Grabstein für Terri Schiavos letzte Ruhestätte sorgt für erneute Turbulenzen in den USA.
KATH.NET 22.06.05
Wie viele Pfleger und Ärzte braucht unser Land in 30 Jahren?
Experten fordern beim Hauptstadtkongreß eine Diskussion, die losgelöst ist von tagesaktuellen gesundheitspolitischen Überlegungen
BERLIN (fuh). Immer mehr Menschen werden immer älter - das ist ein Trend, der europaweit zu beobachten ist. Aber wie viele Ärzte und Pfleger werden benötigt, um für Versorgungs-Herausforderungen in zwanzig oder dreißig Jahren gerüstet zu sein? Beim Berliner Hauptstadtkongreß ist eines deutlich geworden...
Ärzte Zeitung, 22.06.2005
Enquete-Kommission übergibt Zwischenbericht zur Palliativmedizin und Hospizarbeit an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse
Die Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" übergibt am 28. Juni 2005 ihren Zwischenbericht zum Thema "Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit" an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und stellt im Anschluss daran die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Pressekonferenz vor.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Bundestag 22.06.05
21. Juni
Komapatientin beigesetzt - Schiavos Eltern empört über Grabinschrift
Auch nach ihrem Tod geht der Streit um die Komapatientin Terri Schiavo weiter. Terris Eltern sind wütend über ihren Schwiegersohn Michael, der ihre Tochter heimlich beerdigt hat. Noch betroffener sind die Eltern jedoch über eine Inschrift, die Michael Schiavo auf dem Grabstein anbringen ließ.
SPIEGEL ONLINE 21.06.05
FDP fordert Entbürokratisierung der Pflege in Deutschland
Gesundheit und Soziale Sicherung/Antrag
Berlin: (hib/BES) Die Pflegeeinrichtungen in Deutschland sind nach Auffassung der FDP mit Gesetzen und Vorschriften überfrachtet und müssen entbürokratisiert werden, damit mehr Zeit für Pflege und soziale Betreuung der Pflegebedürftigen bleibt. Zurzeit komme die eigentliche Pflege der Menschen wegen des Übermaßes an Bürokratie zu kurz, kritisieren die Liberalen in einem Antrag (15/5732).
HIB 170/2005, 21.06.2005
Entbürokratisierung der Pflege vorantreiben - Qualität und Transparenz der stationären Pflege erhöhen
Antrag der Abgeordneten Daniel Bahr, Rainer brüderle, etc. und der Fraktion der FDP
5 Seiten, Drucksache 15/5732 vom 15.06.05
Beispielhaftes Wohnen im Alter
Staatssekretär Ruhenstroth-Bauer: Echte Alternative zu bisherigen Betreuungsformen
Eine Architektur, die vorbildlich die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigt und eine städtebauliche Gestaltung, die die Bewohnerinnen und Bewohner in das Alltagsleben der Kommune integriert - das sind die Merkmale des "Wohn- und Pflegeverbundes Pfullingen" (Baden-Württemberg).
PRESSEMITTEILUNG Bundesminsiterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 21.06.2005
Gutachten "Hausrecht in Heimen"
Rechtsgutachten von Prof. Dr. Höfling M .A., Köln
Konflikte zwischen Angehörigen von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern einerseits sowie Heimleitungen andererseits werden häufig im Wege eines Hausverbots für "Angehörige" gelöst. In der Vergangenheit gab es immer wieder Unsicherheit darüber, wie das Hausrecht in Heimen auszulegen ist. Das vorliegende Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend analysiert die gängige Rechtslage in diesen Fällen und bestätigt, dass das Besuchsrecht von Bewohnerinnen und Bewohnern grundsätzlich nicht eingeschränkt werden darf. Damit stärkt es die Stellung von Bewohnerinnen und Bewohnern in stationären Einrichtungen und schafft Rechtssicherheit.
Bundesminsiterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 21.06.2005
20. Juni
Pflegeverbände fordern umfassende Reform
Forderung nach mehr Leistung und besserer Qualität steht im Widerspruch zu knappen Mitteln in der Pflege
BERLIN (hak). Die Pflegeversicherung bedarf gleich in mehrfacher Hinsicht zukunftstauglicher Reformen. Um Leistungskatalog und Leistungshöhen dem wirklichen Bedarf anzupassen, muß mehr Geld in die Pflege fließen. Das haben die Pflegeverbände in einem gemeinsamen Positionspapier auf dem Hauptstadtkongreß gefordert.
Ärzte Zeitung, 20.06.2005
Der Papst prägt einen neuen politischen Stil
Benedikt XVI. zwingt die katholische Kirche, sich ihrer ureigensten gesellschaftlichen Themenfelder zu besinnen
von Paul Badde
DIE WELT 20.06.05
17. Juni
Deutsche Hospiz Stiftung stellt praxistauglichen Gesetzentwurf vor
Berlin. „Wir brauchen endlich einen tragfähigen Kompromiss zum Thema Selbstbestimmung im Patientenrecht. Doch wir haben Sorge, dass aktuelle wahlpolitische Diskussionen den Patientenschutz verdrängen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Um den Gesetzgebungsprozess im Bereich Patientenverfügung konstruktiv zu unterstützen, hat die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden daher einen eigenen Gesetzentwurf formuliert.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 17.06.05
Gesetz zur Sicherung der Autonomie und Integrität von Patienten am Lebensende
(Patientenautonomie und Integritätsschutzgesetz)
Entwurf mit Begründung im Auftrag der Deutschen Hospiz Stiftung, vorgelegt von Univ.-Prof. Dr. Wolfram Höfling M.A., Inhaber des Lehrstuhls für Staats-, Verwaltungs- und Finanzrecht
Direktor des Instituts für Staatsrecht der Universität zu Köln
16 Seiten, Stand: 16. Juni 2005
Hospiz Stiftung legt Vorschlag für Verfügung vor
BERLIN (ddp). Patientenverfügungen sollten nach dem Willen der Deutschen Hospiz Stiftung an eine vorherige fachliche Beratung gebunden und zudem schriftlich verfaßt sein.
Die Stiftung stellte gestern in Berlin einen eigenen Gesetzesentwurf vor, wonach die Verbindlichkeit eines für den Fall einer schweren Erkrankung vorsorglich verfügten Patientenwillens an strenge Kriterien geknüpft wird.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
Streit um Versorgung schwerstkranker Patienten
KV Schleswig-Holstein sieht Hausärzte eingespannt, wo eigentlich eine stationäre Versorgung erforderlich wäre
BAD SEGEBERG (di). In Schleswig-Holstein ist ein Streit um die Honorierung der ärztlichen Versorgung von Schwerstkranken in Pflegeheimen entbrannt. Die KV sieht hier Kosten unberechtigt in den ambulanten Bereich verlagert.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
NRW-Regierung kündigt mehr Pflege-Stellen an
DÜSSELDORF (akr). Die neue von CDU und FDP getragene Landesregierung für Nordrhein-Westfalen (NRW) steht. Gestern haben die Parteien ihre Koalitionsverhandlungen abgeschlossen.
Ärzte Zeitung, 17.06.2005
Geriatrie: Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter
Hibbeler, Birgit
Die demographische Entwicklung wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Trotzdem ist die Geriatrie in Deutschland ein Stiefkind der Medizin.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 24 vom 17.06.2005, Seite A-1722
Die Todesspritze als Notlösung?
Erster Fuldaer Lebensrechtskongress: Knappe Finanzen sind keine Entschuldigung für Euthanasie-Bestrebungen
DIE TAGESPOST 16.06.2005
16. Juni
Komapatientin Schiavo war extrem hirngeschädigt
Das zentrale Nervensystem der nach langem Rechtsstreit gestorbenen Terri Schiavo war so schwer zerstört, daß keine Therapie ihren Zustand hätte verbessern können
DIE WELT 15.06.05
Autopsiebericht: Terri Schiavo starb an Dehydratation - Schwerste Hirnatrophie
LARGO/FLORIDA. Gerichtsmediziner des Staates Florida haben den Autopsiebericht von Terri Schiavo veröffentlicht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.06.05
Hospiz Stiftung legt Gesetzentwurf zu Patientenverfügung vor
BERLIN. Die Deutsche Hospiz Stiftung hat einen eigenen Gesetzentwurf zur Patientenverfügung vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.06.05
Gesetzesentwurf der Hospiz Stiftung überzeugt nicht
Union fordert Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung sowie einen Ausbau der Hospize
16. Juni 2005 - Zur heutigen Vorstellung des Gesetzesentwurfes der Deutschen Hospiz Stiftung zu Patientenverfügungen erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Patientenverfügungen stellen neben Palliativmedizin und Hospizarbeit einen humanen Gegenentwurf zur aktiven Sterbehilfe dar. Es ist daher dringend erforderlich, eine gesetzliche Verankerung von Patientenverfügungen zu erwirken, um Rechtsklarheit zu schaffen. In dieser Hinsicht ist die Bemühung der Deutschen Hospiz Stiftung zu begrüßen.
Inhaltlich jedoch stellt der Gesetzesentwurf zu strenge Anforderungen an die Wirksamkeit einer schriftlichen Vorausverfügung.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel, MdB, CDU 16.06.05
Neue Wohnprojekte für Pflegebedürftige entwickeln
Die Parlamentarische Staatssekretärin Christel Riemann-Hanewinckel zu "Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in Privathaushalten"
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen steigenden Bedarf an Wohnprojekten für ältere Menschen, die trotz Pflegebedürftigkeit in ihrer Wohnung verbleiben wollen, ermittelt.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 16.06.05
15. Juni
Bürokratie abbauen - Pflege fördern
Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer stellt anlässlich des Pflegekongresses 2005 Zwischenergebnisse zu Entbürokratisierungspotenzialen in der Altenpflege vor
Angesichts der demografischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland ist aus Sicht des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Sicherung der Qualität der ambulanten sowie stationären Pflege von zentraler Bedeutung.
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 15.06.05
Etwa 40 000 Pflegekräfte fehlen in Einrichtungen der Altenhilfe
Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung müssen geschaffen werden / Top-Thema bei Pflegkongreß: Die Behandlung chronischer Wunden
Ärzte Zeitung, 15.06.2005
14. Juni
Kauch: Sterbehilfe-Kongress der FDP brachte neue Erkenntnisse
Zum gestrigen Kongress "Zwischen Selbstbestimmung und Lebensschutz", den die FDP-Bundestagsfraktion zum Themenkomplex Sterbehilfe durchgeführt hat, erklärte der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", MICHAEL KAUCH:
Der gestrige Sterbehilfe-Kongress hat eine Reihe wichtiger Erkenntnisse erbracht, die nun innerhalb der FDP-Bundestagsfraktion ausgewertet werden sollen.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 14.06.2005
13. Juni
Erstes stationäres Hospiz in Frankfurt gegründet
FRANKFURT/MAIN (eb). Das erste stationäre Frankfurter Hospiz für Schwerstkranke und Sterbende wurde am St. Katharinen-Krankenhaus im Stadtteil Bornheim eingerichtet. Für die medizinische Versorgung sind Hausärzte und ambulante Ärzte zuständig.
Ärzte Zeitung, 13.06.2005
11. Juni
'Euthanasie ist 'Mord' und schweres Vergehen gegen Menschenwürde'
KATH.NET dokumentiert eine Stellungnahme von Bischof Heinz Josef Algermissen zur "Euthanasie" bei einer Podiumsdiskussion am 10. Juni 2005 in Fulda
KATH.NET 11.06.05
10. Juni
Patientenverfügungen: Vorrang der Autonomie
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Der Nationale Ethikrat votiert gegen enge Regelungen bei Patientenverfügungen. Die Zukunft des Gremiums ist durch
die angekündigten Neuwahlen allerdings ungewiss.
Der Wunsch der Regierungsspitze, die Bundestagswahl von 2006 auf diesen Herbst vorzuziehen, bleibt nicht ohne Einfluss auf die Diskussion um Patientenverfügungen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 23 vom 10.06.2005, Seite A-1633 / B-1373 / C-1295
Standpunkt: Menschenwürde
Jakob, Alexander Herrmann
Nur zu oft stellt sich in unserer täglichen Arbeit in der Klinik oder bei Besuchen in Pflegeheimen die Frage nach der Ruhigstellung und Fixierung von Patienten, was nicht selten mit dem Deckmäntelchen des Schutzes vor Folgeschäden verbrämt wird. Für Pflegekräfte und Ärzte hat der Bundesgerichtshof nun eine längst überfällige Entscheidung getroffen.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 23 vom 10.06.2005, Seite A-1700 / B-1432 / C-1352
09. Juni
Forschung am Sterbebett
Ärzte nutzen die Körper klinisch toter Patienten für Studien, die den Lebenden helfen sollen
Von Ute Eberle
Axel Rosengart ist einer jener Ärzte, bei denen niemand Patient sein will.
DIE ZEIT 09.06.2005 Nr.24
Familie mit begrenzter Haftung
Die Politik muss sich entscheiden: Wer kommt für die Pflege auf?
Kommentar von Elisabeth Niejahr
Eltern haften für ihre Kinder, wenn sie beim Fußball Fensterscheiben kaputtschießen oder Nachbars Beete zertrampeln. Kinder haften aber auch für ihre Eltern – vor allem, wenn diese im Pflegeheim liegen.
DIE ZEIT 09.06.2005 Nr.24
07. Juni
Unterhalt für pflegebedürftige Mutter: Verfassungsbeschwerde erfolgreich
Die Verfassungsbeschwerde (Vb) der Beschwerdeführerin (Bf), die aus übergegangenem Recht vom Sozialhilfeträger zur Zahlung von Unterhalt für
ihre pflegebedürftige Mutter herangezogen worden ist, war erfolgreich.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverfassungsgericht Nr. 46/2005 07.06.05
Anm.: Hier finden Sie auch das Urteil im Wortlaut.
06. Juni
Recht auf den natürlichen Tod
Florian Rötzer
Nach einem britischen Gerichtsurteil haben Patienten das Recht auf künstliche Ernährung, das Gesundheitsministerium legte Einspruch ein und warnt vor den Folgen
TELEPOLIS 06.06.2005
Was Kühe von Menschen unterscheidet
Wenn ein Bauer seine Kühe verhungern lässt, urteilt der Richter zugunsten der Tiere. Beim Menschen ist das offenbar anders, zeigt der Fall Terri Schiavo.
London (www.kath.net / zenit) Die Eltern von Terri Schiavo, Bob und Mary Schindler, kamen Mitte Mai nach Rom, um sich beim Papst und seinen Mitarbeitern für die Unterstützung der Kirche zu bedanken. Ihr Bemühen, ihre Tochter Terry, eine Wachkoma-Patientin, vor dem Tod des Verhungerns und des Verdurstens zu bewahren, war gescheitert.
KATH.NET 06.06.05
Palliativstützpunkte sollen wohnortnahe Versorgung sichern
Von Angela Mißlbeck
Daß es bei der medizinischen Versorgung schwerstkranker Patienten in Deutschland Defizite gibt, ist immer wieder Thema in den Medien. Lange haben Palliativmediziner deshalb Bestandsaufnahmen und Bedarfsanalysen für die Versorgung dieser Patienten gefordert. Jetzt hat Brandenburg nach Niedersachsen als zweites Bundesland eine solche Analyse vorgelegt.
Ärzte Zeitung, 06.06.2005
04. Juni
Wieder erweist sich der Ethikrat als Handlanger der Bundesregierung
Patientenverfügung: Beratergremium des Kanzlers fordert "pflegekassenfreundliches Frühableben" - Diskussion um Abschaffung des Rates nach der Wahl
Der Nationale Ethikrat hat sich ein weiteres Mal als zuverlässiger Zuarbeiter der Bundesregierung erwiesen:
DIE TAGESPOST 04.06.2005
Ethikrat: Macht endlich Schluss
Es ist oft genug gesagt worden. Und doch muss man es leider jedesmal wiederholen, wenn der Nationale Ethikrat eine neue Stellungnahme vorlegt (siehe auch Seite 9). Erstens: Dieses Beratergremium ist demokratisch nicht legitimiert.
DIE TAGESPOST 04.06.2005
03. Juni
Nationaler Ethikrat empfiehlt Stärkung von Patientenverfügungen
Berlin - Der Nationale Ethikrat hat sich für eine deutliche Stärkung von Patientenverfügungen ausgesprochen und eine gesetzliche Regelung gefordert.
DIE WELT 03.06.05
Ethikrat für gesetzliche Verankerung der Patientenverfügung
BERLIN. Patientenverfügungen sollen nach einer Empfehlung des Nationalen Ethikrates künftig für Ärzte und Pflegepersonal rechtlich verbindlich sein.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 03.06.05
Ethikrat will den Patientenwillen stärken
BERLIN (hak). Der Nationale Ethikrat hat gefordert, unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahlen bald in einem Gesetz den Umgang mit Patientenverfügungen zu regeln. "Der Gesetzgeber kann nicht weiter abwarten", so der Vorsitzende des Gremiums Professor Spiros Simitis in Berlin. Man könne zwar verschiedener Auffassung sein, "aber nicht gegen eine Regelung".
Ärzte Zeitung, 03.06.2005
Nationaler Ethikrat legt keine zufriedenstellende Lösung für Patientenverfügungen vor
Für eine Stärkung der Patientenverfügung
2. Juni 2005 - Zur heutigen Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zu Patientenverfügungen erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Fraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' Thomas Rachel MdB:
Die Stellungsnahme des Nationalen Ethikrates zu Patientenverfügungen empfiehlt, dass eine Patientenverfügung für den behandelnden Arzt und das Pflegepersonal verbindlich ist und dass Reichweite und Verbindlichkeit der Patientenverfügung nicht auf bestimmte Phasen der Erkrankung beschränkt werden sollen.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU 03.06.05
Ein Heim, in dem die Dementen lachen, singen und kochen
Das Psychobiographische Modell nach Erwin Böhm weist einen neuen Weg in der Pflege dementer alter Menschen
Ärzte Zeitung, 03.06.2005
02. Juni
Nationaler Ethikrat legt Stellungnahme zur Patientenverfügung vor
Berlin, Nach mehrmonatigen intensiven Beratungen veröffentlicht der Nationale Ethikrat am heutigen Donnerstag seine Stellungnahme zur Patientenverfügung.
PRESSEMITTEILUNG Nationaler Ethikrat 02.06.05
Patientenverfügung. Ein Instrument der Selbstbestimmung
Stellungnahme des Nationalen Ethikrates, 36 Seiten, veröffentlicht 02.06.05
Patientenverfügung: Nur schriftlich gültig?
Ethikrat nimmt Stellung - Union kritisiert Gremium
ZDF.de 02.06.06
Ethikrat empfiehlt: Nur schriftliche Patientenverfügung soll gelten
Patientenverfügungen sollten nach Ansicht des Nationalen Ethikrates nur dann Gültigkeit haben, wenn diese schriftlich hinterlegt sind.
Tagesschau.de 02.06.06
Papier des "Nationalen Ethikrates" zu Patientenverfügungen ist überflüssig
Anlässlich der heutigen Vorstellung einer Stellungnahme des "Nationalen Etikrates" zu Patientenverfügungen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertetende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" Hubert Hüppe:
Die heute vorgelegte Stellungnahme des Ethikrats ist ein Tendenz-Votum, das hinter der mittlerweile geführten Debatte weit zurück bleibt, für niemanden repräsentativ und für eine qualifizierte Diskussion wenig hilfreich ist.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 02.06.05
Kauch: FDP unterstützt Forderung nach verbindlichen Patientenverfügungen
BERLIN. Zur heutigen Stellungnahme des Nationalen Ethikrates zur Patientenverfügungen und zum ebenfalls heute in das Plenum des Bundestages eingebrachten Antrag der FDP-Bundestagsfraktion zu diesem Thema erklärt der Obmann der FDP-Fraktion in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Michael KAUCH:
Die FDP unterstützt die Forderung des Nationalen Ethikrates nach einer stärkeren Verbindlichkeit von Patientenverfügungen.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 02.06.05
Deutsche Hospiz Stiftung: Wir brauchen jetzt endlich ein Gesetz zu Patientenverfügungen!
Berlin. „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass der Nationale Ethikrat Patientenverfügungen als Mittel der Selbstbestimmung anerkennt. Doch was bis heute fehlt, ist ein Gesetzentwurf zu diesem Thema, der sowohl die Autonomie als auch die Integrität von Patienten am Lebensende wahrt“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 02.06.05
01. Juni
CDU im Nordosten will weniger Pflege-Bürokratie
SPD-Ministerin skeptisch
SCHWERIN (di). Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern hat eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Dokumentationspflichten in Pflegeeinrichtungen entfacht. Gesundheitsministerin Dr. Marianne Linke warnt vor pauschalen Vereinfachungen.
Ärzte Zeitung, 01.06.2005
Palliativmedizin - erstes Gutachten für Brandenburg
Ministerium prüft Vorschläge zur besseren Versorgung
POTSDAM (ddp-lbg). Erstmals liegt in Brandenburg eine umfassende Bestandsaufnahme zur Palliativversorgung vor.
Ärzte Zeitung, 01.06.2005
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