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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel Juni 2007

Anzahl: 77 Artikel, Stand 06.07.07

29. Juni 2007

Landgericht: Lebenslange Freiheitsstrafe für ehemalige Charité-Krankenschwester
Die 22. große Strafkammer des Landgerichts Berlin hat heute die Krankenschwester Irene B. wegen Mordes in fünf Fällen zu einer lebenslangen Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt, in drei weiteren angeklagten Fällen sprach die Schwurgerichtskammer die Angeklagte frei, weil insoweit aus tatsächlichen Gründen ein Tatnachweis nicht zu führen sei.
PRESSEMITTEILUNG Pressestelle der Berliner Strafgerichte 29.06.2007

Lebenslange Haft für Charité-Schwester
Die wegen mehrfachen Mordes angeklagte ehemalige Krankenschwester der Berliner Charité ist am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Berliner Landgericht sah es als erwiesen an, dass die 55-Jährige mehrere Patienten mit einer Überdosis an Medikamenten getötet hat.
DIE WELT 29.06.2007

Charité- Krankenschwester zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt
Staatsanwaltschaft: "Als Herrscherin über Leben und Tod aufgespielt"
BERLINER ZEITUNG 29.06.2007

Gewalt in der häuslichen Pflege wird immer noch zu wenig beachtet
Von Christiane Badenberg
In Deutschland gibt es um die 6000 Einrichtungen, die sich dem Schutz von Kindern widmen, aber nur etwa 20, an die sich alte Menschen wenden können, die Opfer von Gewalttaten geworden sind.
Ärzte Zeitung, 29.06.2007

"Das Vergessen der Vernichtung ist ein Teil der Vernichtung selbst"
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat die Entstehung des soeben erschienenen Buches "Das Vergessen der Vernichtung ist ein Teil der Vernichtung selbst" - Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen "Euthansie" mit einen Druckkostenzuschuss unterstützt. Damit trägt die DGPPN als älteste deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaft auf den Gebieten Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde mit dazu bei, dass dieses furchtbare Kapitel der deutschen Geschichte nicht dem Vergessen anheim fällt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) 29.06.07


28. Juni 2007

Lebenslange Haft für Irene B. gefordert
Von Kerstin Gehrke
Macht. Immer wieder tauchte das Wort im Plädoyer der Anklage auf.
TAGESSPIEGEL 28.06.2007

Charité-Prozess: Lebenslange Haft für Irene B. gefordert
Wegen Mordes an sechs Patienten droht der ehemaligen Krankenschwester der Berliner Charité lebenslange Haft. Einen entsprechenden Strafantrag stellte die Anklage in ihrem Schlussplädoyer beim Berliner Landgericht.
DIE WELT 28.06.2007

Mehr Kontrolle bei Sterbehilfe in der Schweiz?
NEU-ISENBURG (fuh) Sterbehilfeorganisationen in der Schweiz sollen in Zukunft stärker kontrolliert werden. Der Ständerat - die kleine Kammer des Schweizer Parlaments - hat vom Bundesrat ein Gesetz gefordert, das Missbrauch im Umgang mit suizidwilligen Menschen verhindern soll.
Ärzte Zeitung, 28.06.07

Die Pflegereform der großen Koalition ist auf Kante genäht
BERLIN (ble). Die von der großen Koalition beschlossene Anhebung der Pflegeleistungen reicht nach Ansicht des Bremer Gesundheitsökonomen Professor Heinz Rothgang nicht aus, um die seit 1995 unveränderten Sätze an die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Jahre anzupassen.
Ärzte Zeitung, 28.06.2007


27. Juni 2007

Deutsche setzen im Pflegefall auf die Familie
HAMBURG (di). Deutsche erwarten im Pflegefall in erster Linie Unterstützung durch ihre Familie, dann durch Profis von Pflegediensten und stationären Einrichtungen.
Ärzte Zeitung, 27.06.2007


25. Juni 2007

Verzweifelter Vater will Töchter töten
Nach zahlreichen Anträgen auf finanzielle und medizinische Unterstützung bei den örtlichen Behörden hat ein verzweifelter Inder nun einen Appell an den Präsidenten des Landes gerichtet: Der Regierungschef soll ihm erlauben, seine behinderten Töchter zu töten.
STERN.DE 25.06.07

Indiens Präsident soll Tötung Behinderter erlauben
Ein verzweifelter Vater hat sich an den indischen Staatschef gewandt. Er bittet darum, seine spastisch gelähmten Töchter töten zu dürfen.
NETZEITUNG.DE 25.06.07

Sterbehelfer Peter Baumann vor dem Strafgericht Basel
Basel. AP/baz. Vor dem Strafgericht Basel hat am Montag der Prozess gegen den Sterbehelfer Peter Baumann begonnen.
BASLER ZEITUNG 25.06.07

Mecklenburg-Vorpommern: Informationen über Pflegeheime im Internet
GREIFSWALD (di). Erfahrungen von Betroffenen, Angehörigen und Freunden mit Pflegeeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern sind ab Juli im Internet einsehbar.
Ärzte Zeitung, 25.06.2007

Wie Verfügungen in anderen Ländern Europas geregelt sind
Gesetz zur Patientenverfügung - ja oder nein? Die Länder in Europa haben unterschiedlich auf die Herausforderungen reagiert, vor die eine hoch entwickelte Medizin die Patienten an ihrem Lebensende, aber auch die Angehörigen und die Ärzte stellt. Wir nennen einige Beispiele.
Ärzte Zeitung, 25.06.2007

Komplizierte Materie, schwierige Entscheidungsfindung
Eigentlich hatte der Bundestag Ende März eine "Orientierungsdebatte" über Patientenverfügungen führen wollen. "Die so genannte Orientierungsdebatte hat vor allem das Ausmaß unserer Desorientierung offengelegt", räumte hinterher der Unions-Abgeordnete Norbert Röttgen ein.
Ärzte Zeitung, 25.06.2007

Kein Kurswechsel bei Patientenverfügungen
Bundesärztekammer stellt klar: Neue Gesetzentwürfe im Bundestag müssen zunächst kritisch geprüft werden
BERLIN (af/fuh). Die Bundesärztekammer beabsichtigt keinen Kurswechsel mit Blick auf die geplante gesetzliche Neuregelung von Patientenverfügungen.
Ärzte Zeitung, 25.06.2007


22. Juni 2007

Lehmann fordert bessere Rahmenbedingungen für Sterbebegleitung
Köln – Kardinal Karl Lehmann hat an Politik und Krankenkassen appelliert, bessere Rahmenbedingungen für die Sterbebegleitung und die Versorgung von Wachkomapatienten zu schaffen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.06.07

"Ethik in der Intensivmedizin: Möglichkeiten und Grenzen"
Vortrag von Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bei der Gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin und der Österreichischen Gesellschaft für Internistische und Allgemeine Intensivmedizin
22.06.07, Köln

Palliativmedizin: Quantensprung für die Versorgung Schwerstkranker
In Deutschland entwickelte sich die palliative Versorgung langsamer als in den angelsächsischen Ländern. Inzwischen existieren aber auch hierzulande mehr als 140 Palliativstationen.
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 25 vom 22.06.2007

Charité-Mordprozess: „Sie sah sich als Mitwirkende des göttlichen Willens“
Von Kerstin Gehrke
Kühl, sachlich und offen sprach Irene B. mit dem Gutachter über vier Taten.
TAGESSPIEGEL 22.06.07

Charite-Prozess: Die Abgründe der Schwester Irene
Von Gisela Friedrichsen
Krankenschwester, das war ihr "Traumberuf": Doch Irene Bauer, 54, soll sechs schwer kranke Patienten getötet haben. Heute gab ein Gutachter vor dem Berliner Landgericht Einblick in die Psyche der gläubigen Frau, die Unerklärliches getan hat.
SPIEGEL ONLINE - 22.06.07

Patientenverfügungen: Hoppe begrüßt Unionsentwurf
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 25 vom 22.06.2007

,Dignitas’-Vize gibt ,Sterbehilfe’-Fall in Deutschland zu
Scharfe Kritik von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe und Politikern – Warnung vor einem „Flächenbrand“.
TAZ 22.06.2007

Das Ziel - zu Hause in Würde sterben
Integrationsmodell zur Palliativversorgung im Saarland / Entscheidend ist gründliche Vertrauensbildung
BERLIN (HL). Noch bevor mit der jüngsten Gesundheitsreform für todkranke Patienten ein Anspruch auf hochspezialiserte palliativmedizinische Versorgung geschaffen worden ist, haben die Ersatzkassen im Saarland mit Ärzten, Kliniken und Pflegediensten ein solches Versorgungsmodell errichtet.
Ärzte Zeitung, 22.06.2007


21. Juni 2007

Schweiz: Sterbehelfer unter Bundesaufsicht
Der Ständerat verhandelte über Leben und Tod: Er will Suizidhilfeorganisationen in Zukunft kontrollieren lassen. Justizminister Christoph Blocher wehrte sich vergeblich dagegen.
Von Verena Vonarburg, Bern
Tages-Anzeiger Online 21.06.2007

Schröder verteidigt die Pflegereform
Staatssekretär: Vorarbeiten für Pflege durch die Gesundheitsreform / Dynamisierung der Leistungen umstritten
BERLIN (ble). Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Klaus Theo Schröder hat die von der Koalition beschlossene Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung gegen Kritik verteidigt.
Ärzte Zeitung, 21.06.2007

Pflegekompromiss: Unionsblockade bei Finanzausgleich inakzeptabel
Zum Pflegekompromiss der Koalition sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch in Berlin:
"Die Eckpunkte der Koalition für die geplante Pflegereform enthalten wichtige Verbesserungen für Pflegebedürftige, stellen aber nicht die notwendigen Weichen für eine nachhaltig gerechte Finanzierung.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) 21.06.07

Bundesärztekammer fordert unangemeldete Kontrollen in Pflegeheim
Wegen der Vorwürfe über Missstände in der Pflege hat die Bundesärztekammer mehr unangemeldete Kontrollen von Heimen und ambulanten Pflegediensten gefordert.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 21.06.07

Berlins Pflegeheime gehen mit Qualitätsberichten neue Wege
Senat plant Qualitätsvergleich der Heime / Pflegeführer erscheint im Herbst
BERLIN (ami). Wie gut sind Deutschlands Pflegeheime? Während für Kliniken Qualitätsberichte Pflicht sind, mangelt es im Bereich der stationären Pflege noch stark an Transparenz. Die Pflegereform könnte dafür sorgen, dass sich das ändert. Der Berliner Senat will schon einmal vorangehen.
Ärzte Zeitung, 21.06.2007

Mehr Geld für Hospizarbeit in Brandenburg
POTSDAM (ami). Die Krankenkassen in Brandenburg haben die Förderung für Hospizarbeit erhöht.
Ärzte Zeitung, 21.06.2007


20. Juni 2007

Und noch ein Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen
Abgeordnete sind gegen Reichweitenbegrenzung
BERLIN (af). In der Debatte um eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen sind gestern mehrere Abgeordnete von SPD, Grünen, FDP und der Linken mit einem neuen Gesetzentwurf ins Rennen gegangen.
Ärzte Zeitung, 20.06.2007

SPD bei Patientenverfügung mit Opposition einig
Bundestagsabgeordnete von SPD, FDP, Grünen und der Linken haben einen Gesetzentwurf zur Patientenverfügung vorgelegt. Im Mittelpunkt steht die Selbstbestimmung der Kranken.
NETZEITUNG.DE 20.06.2007

Deutsche Hospiz Stiftung: Jahresabschluss 2006 spiegelt großen Hilfebedarf der Menschen bei Pflege, Sterbebegleitung und Patientenschutz wider
Rund 1,4 Millionen Euro für den Patientenschutz von Schwerstkranken und Sterbenden
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 20.06.2007

Große Koalition einigt sich bei der Pflegeversicherung auf Teilreform
BERLIN (ble/dpa). Die große Koalition hat sich wie erwartet bei der Pflegeversicherung nur auf eine Teilreform verständigen können. CDU/CSU und SPD bezeichneten den Kompromiss als Erfolg.
Ärzte Zeitung, 20.06.2007

Kritik an Plänen der Koalition zur Pflege
BERLIN (ble/dpa). Die große Koalition stößt mit ihren Plänen zu einer Teilreform der Pflegeversicherung auf Kritik.
Ärzte Zeitung, 20.06.2007

50 Prozent der Arbeitszeit für die unmittelbare Pflege
Ausschuss für Gesundheit (Anhörung)
Berlin: (hib/MPI) Nach Darstellung des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe können Fachkräfte in Pflegeheimen nur rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit für die unmittelbare Pflege verwenden.
HIB 171/2007 20.06.07

USA: Schöner Sterben dank dem Beerdigungsplaner
Nach dem Boom der Hochzeitsplaner in den USA zeichnet sich nun ein neuer Trend ab. Beisetzungsplaner haben nun Konjunktur. Sie planen vor dem Tod die außergewöhnliche Trauerfeier, zum Beispiel mit Motorradtour, Angelfahrt oder einem Gourmetbüffet.
DIE WELT 20.06.2007

Bestatter-Fernsehen: Der Tod geht auf Sendung
Reportagen über Trauerrituale, Dokumentationen über Friedhöfe: Der Bundesverband deutscher Bestatter plant einen Trauerkanal. Das morbide TV-Programm soll einen sensiblen Zugang zum Thema Sterben ermöglichen.
SPIEGEL ONLINE 20.06.07


19. Juni 2007

Sterbehilfe: Arzt-Bekenntnis empört Politiker
Sollen Ärzte Patienten helfen, die sich töten wollen? Das Bekenntnis eines Arztes in der taz hat Protest bei Grünen und Medizinern hervorgerufen.
TAZ 19.06.2007

Soll Sterbehilfe erlaubt werden?
Pro und Contra
Von Wolfgang Prosinger und Sebastian Bickerich
TAGESSPIEGEL 19.06.2007

Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen stärkt das Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patien-ten und schafft Rechtssicherheit
Heute haben Abgeordnete aus mehreren Fraktionen einen gemeinsam Gesetzentwurf zur gesetzlichen Verankerung der Patientenverfügung vorgelegt. Hierzu erklärt Jerzy Montag (Bündnis 90/Die Grünen):
In unserem Gesetzentwurf haben wir die Selbstbestimmung des einzelnen Menschen in den Mittelpunkt gestellt.
PRESSEMITTEILUNG Jerzy Montag, MdB, Bündnis 90/Die Grünen 19.06.2007
Anm.: Dort ist auch der Gesetzentwurf abrufbar

Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen auf den Weg gebracht
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch hat am Dienstag gemeinsam mit Abgeordneten von SPD, Linke und Grünen einen Gesetzentwurf zur Neuregelung von Patientenverfügungen vorgelegt. Das Ziel ist mehr Selbstbestimmung für die Patienten.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 19.06.2007

Abgeordnete aus vier Fraktionen einig über Patientenverfügung
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.06.2007

Dritter Vorstoß zur Patientenverfügung
Abgeordnete aus den Fraktionen der SPD, FDP, Grünen und Linken haben einen weiteren Gesetzentwurf eingebracht. Der Vorschlag soll die Selbstbestimmung von Patienten stärken und Rechtssicherheit schaffen. Er könnte Erfolg haben.
DIE WELT 19.06.2007

Neuer Gesetzentwurf stärkt Selbstbestimmung der Patienten
Barbara Junge
Berlin - In vom Fraktionszwang entbundener Entscheidung sollen die 613 Abgeordneten des Bundestages wohl noch in diesem Jahr beschließen, wie viel Selbstbestimmungsrecht über das eigene Sterben einem Menschen gegeben werden soll.
TAGESSPIEGEL 19.06.2007

Deutsche Hospiz Stiftung zum Entwurf Stünker: Nachbesserungsbedarf bei mutmaßlichem Willen, Beratung und Rolle des Arztes
Jetzt handeln - Entwürfe noch vor der Sommerpause in den Bundestag einbringen
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 19.06.2007

Es gibt kein gutes Töten
„Entweder sind Menschen immer Personen, oder sie werden es nie“, bemerkt Professor Robert Spaemann in einem Kommentar zur Euthanasiedebatte.
KATH.NET 19.06.07

Mexiko-Stadt: Gesetzesinitiative zur Freigabe von Sterbehilfe
Mexiko-Stadt – Nach der Freigabe von Abtreibungen berät der mexikanische Hauptstadtbezirk nun auch einen Gesetzesentwurf, der passive Sterbehilfe erlauben würde.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.06.2007

Große Koalition erzielt Minimalkonsens zur Pflegereform - VDAB: Trotz Verbesserungen weitere Reformschritte nötig
Der Koalitionsausschuss der Bundesregierung hat sich in der vergangenen Nacht auf einen Minimalkonsens zur Pflegeversicherung verständigt.
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 19.06.07

Pflegereform: Gute Absichten mit umstrittener Finanzierung
Für Ministerin Ulla Schmidt ist die Einigung im Koalitionsausschuss ein "wegweisendes Konzept", für CSU-Chef Edmund Stoiber sogar ein "ganz wuchtiger Schritt." Opposition und Pflegeverbände sind dagegen enttäuscht über das "Reförmchen".
DIE WELT 19.06.07

Pflegefall Bundesregierung
Zur Einigung der Koalitionsparteien auf Eckpunkte einer Reform der Pflegeversicherung erklärt der Pflegeexperte der Fraktion DIE LINKE., Ilja Seifert:
Nach schwachen Leistungen in den vergangenen Monaten verliert die Regierung weiter an Schwung. Ihre fehlende Regierungsfähigkeit stellt sie mit dem heute Nacht mit großem Pomp präsentierten Pflegereförmchen einmal mehr unter Beweis.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Ilja Seifert, MdB, Die Linke. im Bundestag 19.06.07

Menschen mit Behinderungen gehören nicht in Seniorenheime
Ansprüche von Menschen mit Behinderungen auf Leistungen der Eingliederungshilfe müssen weiter erfüllt werden
Anlässlich eines Gesprächs mit dem Bundesverband der evangelischen Behindertenhilfe (BeB) über die Reform der Pflegeversicherung und der Eingliederungshilfe erklärten der für Pflege zuständige Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Willi Zylajew MdB und der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Ansprüche von Menschen mit Behinderungen auf Leistungen der Eingliederungshilfe müssen weiter erfüllt werden. Die Abschiebung behinderter Menschen in Pflegeheime, von denen die Vertreter des BeB berichteten, darf deshalb nicht erfolgen.
PRESSEMITTEILUNG Willi Zylajew, MdB und Hubert Hüppe MdB, CDU 19.06.07


18. Juni 2007

Abgeordnete aus vier Fraktionen einig über Patientenverfügung
Berlin – Abgeordnete von SPD, FDP, Linken und Grünen haben sich auf einen Gesetzentwurf zur Patientenverfügung geeinigt, der im Gegensatz zu Vorstellungen aus der Union keine Reichweitenbegrenzung vorsieht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 18.06.07

Sterbehilfe: Deutscher Arzt gibt Beihilfe zu
Der Dignitas-Vizechef bestätigt, in Deutschland Suizid-Beihilfe geleistet zu haben. Sterbehilfe versteht er als Teil seines Arzt-Berufes. VON ANTJE LANG-LENDORFF
TAZ 18.06.2007

„Ich verstehe mich als Vorkämpfer“
Porträt Uwe-Chrsitian Arnold, Sterbeberater
TAGESSPIEGEL 18.06.2007


17. Juni 2007

Dignitas-Vize Arnold: "Es sollte Sterbehelfer geben"
Der Vize des Vereins Dignitas, Uwe-Christian Arnold, gibt erstmals zu, einer todkranken Frau "einen Tipp" zum Suizid gegeben zu haben.
TAZ 17.06.07


16. Juni 2007

Mord an Patienten: Urteil Ende Juni
Weitere Zeugen im Prozess gegen Krankenschwester
Sabine Deckwerth
Im Prozess gegen die Charité-Krankenschwester Irene B. ist ein Ende in Sicht.
BERLINER ZEITUNG 16.06.07


15. Juni 2007

Berliner Charité: Urteil im Mord-Prozess Ende Juni erwartet
Am kommenden Freitag wird in dem Prozess gegen Irene B., ehemalige Krankenschwester der Berliner Charité, das psychiatrische Gutachten erwartet. Am siebten Verhandlungstag wurden neben Gerichtsmedizinern weitere Mitarbeiter der größten Universitätsklinik Europas angehört.
DIE WELT 15.06.07

Bei der Pflegereform wird kräftig gestümpert
In welchem Maß sollen die Deutschen selbst für den Fall vorsorgen, dass sie im Alter pflegebdürftig werden? In dieser Frage können sich Union und SPD nicht einigen. Jetzt fällt die Reform wohl deutlich kleiner aus als geplant. Dieses Phänomen ist nicht neu.
DIE WELT 15.06.2007


14. Juni 2007

Schweiz: Bundesaufsicht über Sterbehilfe gefordert
Immer mehr Menschen aus dem Ausland fahren zur Sterbehilfeorganisation Dignitas nach Zürich, um sich dort unter Begleitung das Leben zu nehmen. Klare Regeln sollen die Sterbewilligen jetzt vor Missbrauch schützen.
ESPACE.CH 14.06.07

Gewalt in der Pflege - Hausärzte können helfen
Effektive Hilfe ohne großen Mehraufwand / Viele Parallelen zum Schutz vor Kindesmisshandlungen
Ärzte Zeitung, 14.06.2007


12. Juni 2007

Palliativmedizin - mehr Geld für Vertragsärzte

DÜSSELDORF (iss). In Nordrhein-Westfalen ist ein umfassender Vertrag zur ambulanten palliativmedizinischen Versorgung auf den Weg gebracht worden.
Ärzte Zeitung, 13.06.07

Ursula von der Leyen stellt Handbuch "Pflegedokumentation stationär" vor
Bundesfamilienministerin: "Das Buch ist aus der Praxis für die Praxis."
Mit dem Handbuch "Pflegedokumentation stationär" legt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Pflegeverantwortlichen in der stationären Altenhilfe eine praxisnahe Anleitung zur Pflegedokumentation vor.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 12.06.07


11. Juni 2007

"Nicht der Tod, sondern das Sterben ist das Schauderhafte"
Die Öffentlichkeitsarbeit für deutsche Hospize muss gesteigert werden. Die Akzeptanz von Sterbehilfe scheint im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Tabuisierung von Tod und Sterben zu stehen. Und trotz Auseinandersetzung mit dem Thema Patientenverfügung, hat sich bislang nur ein Zehntel der Befragten eine solche Verfügung zugelegt. Dies und mehr sind die Ergebnisse einer ausführlichen Umfrage zum Thema „Sterbehilfe und Sterbebegleitung“ des Online-Meinungsportals sozioland, einem Projekt der Respondi AG.
PRESSEMITTEILUNG Sozioland 11.06.07


08. Juni 2007

Streit um Patientenwille irritiert Abgeordnete
von Kai Beller (Berlin)
Befreit vom Fraktionszwang sollte der Bundestag über Patientenverfügungen entscheiden. Doch mittlerweile liegen den Parlamentariern drei Gesetzentwürfe vor. Welcher Entwurf eine Mehrheit findet, ist ungewisser denn je.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 08.06.07

Kompromissmodell bringt Bewegung in Streit um Patientenverfügungen
Bundesärztekammer bewertet Gesetzesvorlage zweier Unions-Parlamentarier positiv
BERLIN (fst). Ein neuer Gesetzentwurf zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen der Unionsabgeordneten Wolfgang Zöller und Dr. Hans Georg Faust trifft in der Bundesärztekammer auf Zustimmung - und könnte auch im Bundestag eine Kompromisslösung sein.
Ärzte Zeitung, 08.06.2007

Das Ende bedenken
Die Patientenverfügung wird gesetzlich geregelt – drei Modelle stehen zur Diskussion.
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE 08.06.07

KV Bayerns begrüßt Gesetzentwurf zur Patientenverfügung
München - „Unerlässlich und überfällig“ ist die Debatte über Patientenverfügungen nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns, Axel Munte.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.06.07

Studie: In Belgien steigt, in Deutschland sinkt Zustimmung zur Sterbehilfe
Brüssel - In Belgien ist die Zustimmung zur aktiven Sterbehilfe in den vergangenen drei Jahrzehnten stark gestiegen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.06.07

Ärztliche Sterbehilfe - nach Oregon bald auch in Kalifornien erlaubt?
Von Claudia Pieper
Oregon ist nach wie vor der einzige US-amerikanische Bundesstaat, der die ärztliche Sterbehilfe legalisiert hat.
Ärzte Zeitung, 08.06.2007

Pflege und Beruf gehen nicht zusammen
forsa-Umfrage / Hauptlast tragen bislang die Frauen
HAMBURG (di). Viele Deutsche haben sich schon mit dem Thema Pflege innerhalb der Familie auseinandergesetzt und sind bereit, ihre Angehörigen selbst zu pflegen. Besonders Männer halten diese Aufgabe aber mehrheitlich mit ihrem Beruf für unvereinbar.
Ärzte Zeitung, 08.06.2007


07. Juni 2007

Wer über den Tod entscheidet
Von Elisabeth Niejahr
Die gesetzliche Regelung der Sterbehilfe ist so kompliziert, dass sie die Große Koalition verwirrt.
DIE ZEIT, 07.06.2007 Nr. 24


06. Juni 2007

Viele Tipps rund um das Thema Pflege
LEIPZIG (dür). Themen wie Palliativmedizin, Demenz und Umgang mit Konflikten stehen bei der fünften Pflegefachmesse mit Kongress vom 11. bis 13. September in Leipzig im Mittelpunkt.
Ärzte Zeitung, 06.06.2007


05. Juni 2007

Charité-Morde: Arzt reichte Verdacht nicht für Anzeige
Im Prozess um die Morde an der Berliner Charité hat sich ein Oberarzt verteidigt, warum er erst so spät einen Verdacht gegen die angeklagte Klinikschwester gemeldet hat.
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 05.06.07

Unionsabgeordnete präsentieren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 05.06.07

"Harte" Kerle aus dem Gefängnis kümmern sich um Sterbende
Einmaliges Projekt in Polen / Knastinsassen arbeiten als Helfer im Hospiz
DANZIG (dpa). In Danzig gibt es für Häftlinge ein ungewöhnliches Resozialisierungsprogramm. Sie unterstützen Geistliche bei deren Arbeit in einem Hospiz.
Ärzte Zeitung, 05.06.2007

Großes Interesse an Palliativmedizin
In Baden-Württemberg wollen viele Kollegen Zusatzbezeichnungen erwerben / Kurse an der Uni Heidelberg
HEIDELBERG. Immer mehr Haus- und Fachärzte qualifizieren sich bundesweit in Palliativmedizin. Die Palliativmedizin hat sowohl in der Gesellschaft als auch in der Ärzteschaft eine starke Aufwertung erfahren. 126
Ärzte Zeitung, 05.06.2007

Kanzleramtschef hegt Zweifel an Pflegereform
BERLIN (ble/ddp). Das Bundeskanzleramt hat Zweifel, ob es noch in dieser Legislaturperiode wie von der großen Koalition geplant zu einer Reform der Pflegeversicherung kommt.
Ärzte Zeitung, 05.06.2007

Palliativstationen für 19 Kliniken in Bayern geplant
Ärzte Zeitung, 05.06.2007


04. Juni 2007

Warum der Charité-Arzt die Morde so spät meldete
In einem anderen Krankenhaus habe er einen Fall erlebt, der sich später in Luft auflöste, verteidigt sich ein Charité-Oberarzt. Deshalb sei er trotz Argwohns nicht gegen die nun wegen Mordes angeklagte Schwester vorgegangen.
NETZEITUNG.DE 04.06.07


01. Juni 2007

„Die Palliativmedizin gehört zum Aufgabenbereich jedes Arztes“
Interview von Bundesärztekammerpräsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe mit dem Deutsches Ärzteblatt zur Palliativmedizin
Deutsches Ärzteblatt 104, Ausgabe 22 vom 01.06.2007

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