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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel März 2005

Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06

31. März

Komapatientin Terri Schiavo gestorben
Pinella Park. Fast zwei Wochen nach Abbruch der künstlichen Ernährung ist die US-Komapatientin Terri Schiavo nach Angaben ihrer Eltern gestorben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.03.05

Bitterer Familienstreit bis in den Tod
13 Tage nach Abbruch der künstlichen Ernährung ist die Koma-Patientin Terri Schiavo gestorben. Der Familienstreit um ihr Schicksal beschäftigte die höchsten Gerichte, selbst US-Präsident Bush mischte sich ein. Ehemann Michael Schiavo war in den letzten Minuten an ihrer Seite. Den Eltern Bob und Mary Schindler wurde der Zugang verweigert.
SPIEGEL ONLINE 31.03.05

Fall Schiavo - Bush und Vatikan kritisieren Sterbehilfe
Nach dem Tod der Koma-Patientin Terri Schiavo hat US-Präsident George W. Bush den vor 13 Tage erfolgten Abbruch der künstlichen Ernährung kritisiert. Auch Vertreter der katholischen Kirche griffen die Entscheidungen der Gerichte massiv an: "Ein Tod wurde willkürlich herbeigeführt", sagte ein Sprecher des Papstes.
SPIEGEL ONLINE 31.03.05

Das Ende einer langen Tragödie
Die Wachkoma-Patientin Terri Schiavo ist tot. Nur Stunden nachdem der Oberste Gerichtshof der USA erneut die Wiedereinsetzung der Magensonde verwehrt hatte, starb die 41-Jährige. Die Debatte aber wird weitergehen
Aus Washington Michael Streck
TAZ 31.03.05

Wann wird der Tod zum Freund?
Viele Menschen wollen mit einer Patientenverfügung über ihr Lebensende selbst bestimmen. Was darf, was muss das Gesetz festlegen – und wer entscheidet? Zwei Experten im Streitgespräch
Margot von Renesse und Klaus Kutzer
DIE ZEIT 31.03.2005 Nr.14

Fall Terri Schiavo: Menschenunwürdiges Gezerre hätte vermieden werden können
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 31.03.05

Wenn sich der Nebel lichtet
Während Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA langsam verdurstet, wacht ein junger Mann in Berlin allmählich auf
Von Katja Gerhartz
BERLINER MORGENPOST 31.03.05

Schiavos Eltern mit letzten juristischen Versuchen gescheitert
Pinella Park. Die Eltern der US-Komapatientin Terri Schiavo sind im Kampf um das Leben ihrer Tochter mit ihren letzten juristischen Vorstößen gescheitert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 31.03.05

"Ihr Tod ist ein alarmierendes Zeichen für den Schutz des Lebens"
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, zum Tod von Terri Schiavo
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Bischofskonferenz 31.03.05

Wohl und Wehe
Sterbehilfe / In Deutschland ist ein kritischerer Umgang mit Patientenverfügungen notwendig
Im Fall Terri Schiavo gab es lauter Ungereimtheiten. Für uns bedeutet das: Bei unklarem Willen muss im Zweifel für das Leben entschieden werden.
Autor: Rainer Beckmann
RHEINISCHER MERKUR Nr. 13, 31.03.2005

Verdurstenlassen von Terri Schiavo war Tötung durch unterlassene Hilfeleistung
Anlässlich des Todes von Terri Schiavo aus Florida, USA, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Beauftragter CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen:
Der qualvolle Hungertod bzw. das Verdurstenlassen der amerikanischen Patientin stellt eine Tötung durch unterlassene Hilfeleistung dar. Terri Schiavo hatte eine schwere Behinderung, aber sie lebte unabhängig von lebenserhaltenden Maschinen und erhielt nur künstliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 31.03.05

Florida: Schwarzer Tag für Terri Schiavo
Bundesberufungsgericht und Oberster Gerichtshof erneut gegen Terri Schiavo - Auch die "Mission" von Jesse Jackson ist offensichtlich gescheitert
KATH.NET 31.03.05

Pavone: 'Seine herzlose Grausamkeit dauerte bis zum letzten Moment'
Der Vorsitzende von "Priests for Life" übt heftige Kritik am Ehemann von Terri - Pavone war bis kurz vor Terri´s Tod an ihrem Sterbebett und wurde dann vom Ehemann Michael Schiavo hinaus geworfen - auch den Eltern wurde der Zutritt verweigert
KATH.NET 31.03.05

Tod von Terri: Republikaner kündigen liberalen Richtern den Kampf an
Kardinal Martino: Nichst anderes als Mord - US-Präsident, Florida-Governor und Vatikan-Sprecher Navarro-Valls bestürzt - Republikaner-Führer Tom DeLay: Verantwortlichen Männer müssen für ihre Verhalten gerade stehen
KATH.NET 31.03.05

Terri Schiavo: Im Zweifel für das Leben
Mit der letzten Ölung und dem Morphin-Tropf an Ostern ist ihr Schicksal besiegelt. Niemand weiß, ob sie so einen Tod gewollt hat - Ein Kommentar von Privatdozent Dr. med. Andreas Zieger, Facharzt für Neurochirurgie
KATH.NET 31.03.05

Neuer Hoffnungsschimmer für Eltern von Koma-Patientin
US-Berufungsgericht befaßt sich mit Fall Schiavo
Pinellas Park - Die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo haben in ihrem bislang erfolglosen juristischen Kampf um das Leben ihrer Tochter einen überraschenden Teilerfolg errungen:
DIE WELT 31.03.05

Terri Schindler-Schiavo Foundation
Hier gibt es die wohl umfassendste Webseite zu Terri Schiavo

http://www.blogsforterri.com/

Thüringen soll Pflegeheime weiter fördern
ERFURT (dür). Den beabsichtigten Rückzug des Landes aus der Förderung der Pflegeheime kritisieren die Thüringer Ersatzkassenverbände als unverantwortlich.
Ärzte Zeitung, 31.03.2005
 


30. März

Schiavos Eltern ziehen für ihre Tochter doch noch einmal vor Gericht
Pinellas Park. Wider Erwarten haben die Eltern der US-Komapatientin Terri Schiavo doch noch einen Versuch unternommen, vor Gericht die Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung ihrer im Sterben liegenden Tochter zu erzwingen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.03.05

Extremsituationen erfordern Ja zum Leben
Der Fall Terri Schiavo beschäftigt die deutschen Bischöfe – Euthanasie und Sterbehilfe Themen der Osterpredigten
München/Würzburg (DT/KNA) Die deutschen Bischöfe haben in ihren Osterpredigten den hohen Wert des menschlichen Lebens unterstrichen.
DIE TAGESPOST vom 30.03.2005

Bloßes Theater
Warum George W. Bush mit seinem Versuch, den Fall Terri Schiavo politisch zu instrumentalisieren, scheitern musste
TAZ 30.03.05

Für die Entscheidung über das Schicksal Terry Schiavos würde es auch in Deutschland keine gute Lösung geben
Von Nicola Siegmund-Schultze
Ärzte Zeitung, 30.03.2005

Studie: Deutsche Bevölkerung befürwortet Patientenverfügung
Bertelsmann Stiftung: Ärzte und Versicherte mit unterschiedlicher Meinung zur Sterbehilfe
Der Fall der Wachkomapatientin Terri Schiavo hat der Diskussion um Sterbehilfe und Patientenverfügung auch in Deutschland neue Nahrung gegeben. Der ak­tuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zeigt die Meinung von Ärzten und Versi­cherten zu diesen Themen.
PRESSEMITTEILUNG Bertelsmann Stiftung 30.03.05

Umfrage: Deutsche befürworten Patientenverfügung
Gütersloh. Die Meinung von Ärzten und Versicherten zum Thema Patientenverfügung und Sterbehilfe hat der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung untersucht.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 30.03.05

Erstmals palliativmedizinisches Curriculum für Pädiater entwickelt
Kinder gehen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen anders um als Erwachsene. Darauf sollen sich Pädiater jetzt besser vorbereiten können. Foto: dpa
Von Raimund Schmid
Zum ersten Mal ist in Deutschland jetzt ein übergeordnetes Konzept für die Palliativversorgung schwer kranker oder sterbender Kinder und Jugendlicher entwickelt worden.
Ärzte Zeitung, 30.03.2005
 


29. März

Leben lassen oder sterben lassen?
Darf Terri Schiavo nun sterben nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofes? Oder muss sie sterben, wird sie gar umgebracht? Das ist eine Frage der Optik, die die Bevölkerung nicht nur in den USA spaltet.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 29.03.05

Ehemann will US-Komapatientin Schiavo nach Tod obduzieren lassen
PINELLAS PARK. Die im Sterben liegende US-Komapatientin Terri Schiavo soll nach ihrem Tod obduziert werden, um Klarheit über den Zustand ihres Gehirns zu schaffen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05

Kirchenvertreter plädieren an Ostern erneut für den Schutz des Lebens
BERLIN. Mit Blick auf den Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA haben deutsche Kirchenvertreter auch an Ostern für den Schutz des Lebens plädiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05

Bessere Vorhersage der Prognose von Koma-Patienten
CHICAGO. Ob und wann Patienten mit einer schweren Hirnverletzung aus dem Koma erwachen, ist auch für Experten im Einzelfall schwer zu beurteilen. Ein neuer Test, der im Journal of Rehabilitation Research and Development 2005; 42: 1-18 und 19-28) vorgestellt wurde, verspricht eine Vorhersage mit hoher Sicherheit.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.05

Ärzte in NRW bauen neues Palliativnetz auf
DÜSSELDORF (iss). In Nordrhein-Westfalen wird die häusliche Versorgung sterbender und schwerkranker Patienten ausgebaut. Im Zentrum des "Palliativkonzepts NRW" steht die Betreuung der Patienten durch niedergelassene Haus- und Fachärzte.
Ärzte Zeitung, 29.03.2005
 


27. März

Christliche Kirchen lehnen Sterbehilfe ab
In zahlreichen Osterpredigten war der Fall Terri Schiavo heute auch in Deutschland Thema. Die christlichen Kirchen lehnen die Entscheidung für aktive Sterbehilfe strikt ab. Es sei keine Lösung, Menschen schneller in den Tod zu befördern.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05

Terris Eltern geben auf
Das Schicksal von Terri Schiavo ist besiegelt: Nach einer weiteren Niederlage im Rechtsstreit um die künstliche Ernährung der Koma-Patientin verzichten die Eltern der 41-Jährigen auf eine nochmalige Anrufung des Obersten Gerichts Floridas.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05

Komafall Schiavo: Heilige Kommunion löst neuen Zwist aus
Der Streit zwischen den Eltern der Komapatientin Terri Schiavo und ihrem Ehemann nimmt kein Ende. Nachdem die Schindlers ihr juristisches Ringen um eine Wiederaufnahme der künstlichen Ernährung aufgegeben haben, werfen sie Michael Schiavo jetzt vor, er verweigere seiner Frau die Heilige Kommunion.
SPIEGEL ONLINE 27.03.05

Komapatientin Terri Schiavo liegt im Sterben
Vater: "Ihre letzten Stunden sind angebrochen." Heftige Debatte
Die Aussichten der amerikanischen Wachkomapatientin Terri Schiavo, weiterleben zu dürfen, haben sich am Ostersamstag drastisch verschlechtert.
WELT AM SONNTAG 27.05.05

"Komapatienten haben keine Lobby"
Spürt Terri Schiavo wirklich nichts mehr? Die Angehörigen deutscher Betroffener glauben das nicht. Sie erleben es anders
WELT AM SONNTAG 27.05.05
 


26. März

"Terri kämpft höllisch"
Die Eltern der amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo haben ihre letzte Niederlage vor Gericht erlitten. Nachdem ein Bezirksrichter in Florida einen erneuten Antrag der Schindlers zurückgewiesen hat, erklärten diese, keine Gerichte mehr anzurufen. Ihre Hoffnung ist nun, dass Floridas Gouverneur Bush doch noch einschreitet.
SPIEGEL ONLINE 26.03.05

Terry Schiavo wird sterben
Oberstes Gericht beschäftigt sich nicht mit Fall der Wachkomapatienten - Umfragen zeigen Zustimmung zu Justiz
von Torsten Krauel
DIE WELT 26.03.05

Showdown vor dem Krankenhaus?
Florian Rötzer
Trotz aller politischen Bemühungen haben die Gerichte von Florida im aufgeheizten Fall der Koma-Patientin Terry Schiavo am "Recht auf Sterben" festgehalten - Gouverneur Jeb Bush hatte angeblich sogar einen Konflikt zwischen Polizisten des Landes und der Kommune riskiert
TELEPOLIS 26.03.05

Fall Schiavo: Debatte um Patientenwillen
Sterben durch Verhungern und Verdursten: Dürfen Menschen verfügen, wie weit im Ernstfall ärztliche Hilfe gehen soll?
Würzburg (kgm/KNA) Wann beginnt menschliches Leben – und wann endet es? Wer gilt als Toter – wer nicht? Der Fall der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo in den Vereinigten Staaten hat auch in Deutschland eine lebhafte Debatte ausgelöst.
DIE TAGESPOST vom 26.03.2005
 


25. März

Fall Schiavo: Debatte um Patientenwillen
Sterben durch Verhungern und Verdursten: Dürfen Menschen verfügen, wie weit im Ernstfall ärztliche Hilfe gehen soll?
Würzburg (kgm/KNA) Wann beginnt menschliches Leben – und wann endet es? Wer gilt als Toter – wer nicht? Der Fall der Wachkoma-Patientin Terri Schiavo in den Vereinigten Staaten hat auch in Deutschland eine lebhafte Debatte ausgelöst.
DIE TAGESPOST vom 25.03.2005

Kampf geht weiter
Der Kampf um das Leben von Terri Schiavo geht unvermindert weiter, obwohl bisher kein positiver Entscheid eines Gerichtes gefällt wurde.
KATH.NET 25.03.05

Fall Schiavo löst neue Debatte um Patientenverfügungen aus
Angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung verteidigt
DIE WELT 25.03.05

Medizingeschichte(n): Euthanasie – „Ballastexistenzen“
Schott, H.
Der Begriff „Euthanasie“ (wörtlich: schöner beziehungsweise guter Tod) tauchte bereits in der Antike auf.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 12 vom 25.03.2005, Seite A-833
 


24. März

Gericht lehnt staatliche Obhut für Schiavo ab
Floridas Gouverneur Bush wollte das Sorgerecht des Bundesstaats für die Koma-Patientin erwirken. Zuvor scheiterten ihre Eltern vor dem Obersten Gericht. Schiavo bleibt nun wenig Lebenszeit
DIE WELT 24.03.05

Auch Oberstes Gericht der USA weist Antrag von Schiavos Eltern ab
WASHINGTHON. Im Kampf um das Leben ihrer Tochter sind die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo nun auch vor dem Obersten Gerichtshof der USA gescheitert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.05

Der Fall Schiavo: Floridas Gouverneur beantragt Sorgerecht
Jeb Bush will, dass die Komapatientin Terri Schiavo wieder künstlich ernährt wird. Doch Ehemann und Gerichte stehen dagegen
ZEIT.de, 24.03.2005

Das Oberste Gericht muß über Schiavo befinden
Eltern scheitern auch vor US-Berufungsrichter damit, ihre Tochter im Wachkoma zwangsernähren zu lassen
von Torsten Krauel
DIE WELT 24.03.05

Tod von Terri Schiavo absehbar
Die Eltern der Komapatientin rufen nach mehreren juristischen Niederlagen erneut das Bundesberufungsgericht an. Rechtsexperten sehen jedoch keinerlei Chancen mehr
DIE WELT 24.03.05

"In Zweifelsfällen hat die Erhaltung des Lebens Vorrang"
Der mutmaßliche Wille der US-amerikanischen Wachkoma-Patientin Terri Schiavo ist nicht einwandfrei zu ermitteln, sagt Bundesärztekammer-Chef Jörg-Dietrich Hoppe.
Von Jörg-Dietrich Hoppe
Ärzte Zeitung, 24.03.2005

Fälle wie Schiavo gibt es auch bei uns
Berlin. „Wer behauptet, ein Schiavo-Fall sei in Deutschland nicht möglich, kennt sich in der gegenwärtigen Rechtsprechung nicht aus. In Deutschland ist bereits künstliche Ernährung einer schwerstkranken Patientin eingestellt worden, ohne dass sie sich jemals eindeutig dazu geäußert hat.“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 24.03.05

Deutschland: Fall Schiavo heizt Debatte um Patientenverfügungen an
Darf man eine Wachkoma-Patientin verdursten und verhungern lassen?
KATH.NET 24.03.05

Zypries verteidigt Gesetzentwurf zur Patientenverfügung
BERLIN. Angesichts der gerichtlichen Auseinandersetzung um die Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) ihren Gesetzentwurf zur Patientenverfügung verteidigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.05

Würdevolles Sterben: Hintergründe einer Debatte
WEB.DE 24.03.05

Geplante Patientenverfügung "sehr gefährlich"
Interview mit Hubert Hüppe
Der stellvertretende Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", Hubert Hüppe (CDU), hat das von der Bundesregierung geplante Gesetz zur Patientenverfügung kritisiert.
DEUTSCHLANDRADIO 24.03.05

"Beihilfe zum Suizid"
Inteview mit Markus Zimmermann-Acklin
Moderation: Beatrix Novy
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA hat auch in Europa die Debatte um die Sterbehilfe angefacht. Dabei wird Sterbehilfe ganz unterschiedlich diskutiert und praktiziert. Entscheidend seien die kulturellen Hintergründe in den einzelnen Ländern, meint Markus Zimmermann-Acklin, Sozialethiker an der Universität Luzern.
DEUTSCHLANDFUNK 24.03.05

OSTERN / Christen feiern Tod und Auferstehung Jesu. Daraus erwachsen unmittelbar politische Konsequenzen
Das Leben ist stärker - Zuversicht muss jetzt wieder Boden gewinnen
Wirtschaftliche Reformbereitschaft gehört ebenso dazu wie ein würdiger Umgang mit dem Sterben.
Von: Wolfgang Huber
RHEINISCHER MERKUR 24.03.05

Sterbehilfe-Debatte: Huber mahnt würdigen Umgang mit Tod an
Bonn (epd). In der aktuellen Debatte um die Sterbehilfe hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, vor einem unwürdigen Umgang mit dem Tod gewarnt.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 24.03.05
 


23. März

Terri Schiavo: 2:1 gegen das Leben
Auch Berufungsgericht spricht sich gegen die künstliche Ernährung von Terri aus - Osservatore Romano: Terri Schiavo das verweigert, was selbst dem "widerlichsten Wesen" aus humanitären Gründen nicht vorenthalten würde
KATH.NET 23.03.05

Richter lehnt Ernährung Schiavos ab
Antrag der Eltern der Komapatientin aus formalen Gründen abgewiesen
Washington - Ein amerikanischer Bundesrichter hat gestern morgen amerikanischer Ostküstenzeit die Wiederaufnahme der Ernährung für die Wachkoma-Patientin Theresa "Terri" Schiavo verweigert.
DIE WELT 23.03.05

US-Bundesrichter lehnt Antrag von Schiavo-Eltern ab
Tampa/Washington (dpa). Die Eltern der amerikanischen Komapatientin Terri Schiavo sind mit ihrem Dringlichkeitsantrag gescheitert, die künstliche Ernährung ihrer Tochter wieder anzuschließen.
Ärzte Zeitung, 23.03.2005

Koma-Patientin Schiavo: Berufungsgericht lehnt neue Magensonde ab – Diskussion auch in Deutschland
BERLIN. Die Koma-Patientin Terri Schiavo wird nach einer Entscheidung des Bundesberufungsgerichtes in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia keine neue Magensonde erhalten. Einen entsprechenden Antrag der Eltern lehnte das Gericht am 23. März ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.03.05

US-Mediziner attestieren Politikern mangelnden medizinischen Sachverstand im Fall Terri Schiavo
WASHINGTON. Die Tragödie um die seit 15 Jahren im Wachkoma liegende US-Amerikanerin Terri Schiavo bewegt die Menschen und beschäftigt die Juristen. Allen Beteiligten, vor allem aber den Politikern wird von Medizinern im New England Journal of Medicine jetzt fehlender Sachverstand bescheinigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.03.05

Fall Schiavo löst Sterbehilfedebatte in Deutschland aus
Das juristische Gezerre um die Koma-Patientin Terri Schiavo spaltet die USA: Sterbehilfe-Gegner fordern, die Schwerkranke müsse weiterhin künstlich ernährt werden. Das haben Gerichte jedoch abgelehnt. Nun bricht die Debatte über Sterbehilfe auch in Deutschland los.
SPIEGEL ONLINE 23.03.05

Wir brauchen Information und Aufklärung, keine Sterbehilfedebatte
Dortmund. „Der Fall Terri Schiavo zeigt, dass schriftliche Patientenverfügungen absolut notwendig sind. Denn nur so können sich Patienten vor Mutmaßungen und Willkür Dritter schützen“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 23.03.05

Terris Eltern geben nicht auf
Bundesberufungsgericht lehnt Eilantrag auf Wiedereinsetzung der Magensonde ab. Eltern der Koma-Patientin kündigen erneut Berufung an
DIE WELT 23.05.03

Fast wie im richtigen Kino
Bei der Berichterstattung über die Komapatientin Terri Schiavo verlieren die privaten TV-Sender jede Scham
Feste in Berlin, auf denen Medien und Politik zusammentreffen, können sehr lustig sein. Praktisch sind sie allemal, jedenfalls für Reporter. Bei keiner anderen Gelegenheit lassen sich in so netter, entspannter Atmosphäre mal eben ein paar Zitate abgreifen zu irgendeinem Thema, das gerade Schlagzeilen macht. Beispielsweise der Fall der Komapatientin Terri Schiavo, über deren Recht auf Leben oder Tod derzeit Familie, Gerichte und Politiker in den USA streiten.
TAZ 23.03.05

EKD-Ratsvorsitzender stellt Empfehlung für Patientenverfügungen vor
Berlin (epd). In einer Stellungnahme zu Patientenverfügungen räumt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) dem Selbstbestimmungsrecht von Patienten einen hohen Stellenwert ein.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 23.03.05

EKD-Vizepräsident: Patientenverfügungen sollten gestärkt werden
Berlin (epd). Mit Blick auf den Streit um die US-amerikanische Wachkoma-Patientin Terri Schiavo hat sich der EKD-Vizepräsident Hermann Barth dafür ausgesprochen, künstliche Ernährung nicht gegen den erklärten Willen von Patienten fortzusetzen.
Evangelische Kirche in Deutschland EKD 23.03.05

Machen Integrationsverträge Palliativstationen überflüssig?
Von Christian Beneker
Erstmalig in Deutschland haben Kassen, KV und Landesregierung Niedersachsens eine flächendeckende Untersuchung zur palliativ-medizinischen Versorgung ihres Bundeslandes erstellen lassen: "Palliativversorgung in Niedersachsen - Bestandsaufnahme und Empfehlungen zur Weiterentwicklung".
Ärzte Zeitung, 23.03.2005
 


22. März

Um Leben und Tod
Das zuständige US-Bundesgericht aus Florida folgt den bisherigen Justizentscheidungen und hat entschieden, die Komapatientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernähren zu lassen. Die Berufung wurde erst durch ein Eilgesetz möglich, das Präsident George Bush in der Nacht zuvor unterzeichnete. Wie eine tragische Geschichte zum Politikum wurde
Von Christian Küttler für ZEIT.de
ZEIT.de, 22.03.2005

Zwischen Patienten-Autonomie und Fürsorgeverpflichtung
Von Hanno Kautz
Es soll ein Versuch sein, die Extrempositionen im Streit um Reichweite, Grenzen und Form von Patientenverfügungen miteinander zu verbinden.
Ärzte Zeitung, 22.03.2005

Tragödie um Terri Schiavo geht weiter
Von Bill Clinton ernannter Bundesrichter entscheidet gegen das Leben von Terri - Künstliche Ernährung wird vorerst nicht wieder aufgenommen - Terri seit mehr als 91 Stunden ohne Wasser und Nahrung
KATH.NET 22.03.05

Koma-Patientin bleibt ohne Nahrung
Das Berufungsgericht von Atlanta hat entschieden, dass die Koma-Patientin Terri Schiavo nicht wieder künstlich ernährt werden soll. Das Gericht lehnte mit 2 zu 1 Stimmen den Eilantrag von Schiavos Eltern ab, die vor fünf Tagen entfernte Magensonde zur künstlichen Ernährung der 41-Jährigen wieder einzusetzen.
SPIEGEL ONLINE 22.03.05

Gericht lehnt Zwangsernährung für Koma-Patientin Schiavo ab
Die Eltern der Koma-Patientin Terri Schiavo haben den Kampf um das Leben ihrer Tochter anscheinend verloren: Ein Bundesrichter in Florida entschied, dass die künstliche Ernährung nicht wieder aufgenommen wird. Bleibt es dabei, wird Schiavo binnen weniger Tage verdursten. Ihre Eltern haben bereits Berufung eingelegt.
SPIEGEL ONLINE 22.03.05

Schiavos Schicksal bewegt Deutschland
EKD-Präses Wolfgang Huber kritisiert US-Entscheidung im Fall der amerikanischen Wachkoma-Patientin
von Katja Gerhartz
Berlin - Das Schicksal der amerikanischen Wachkoma-Patientin Terri Schiavo hat die Debatte um die künftige rechtliche Anerkennung von Patientenverfügungen zum Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen in Deutschland neu angestoßen.
DIE WELT 22.03.05

Bush unterzeichnet Gesetz zur Lebensverlängerung
Fall soll erneut juristisch untersucht werden
von Torsten Krauel
Washington - Mit einer Mehrheit von 203 zu 58 Stimmen verabschiedete das amerikanische Abgeordnetenhaus am Montag kurz nach Mitternacht ein Eilgesetz des Kongresses.
DIE WELT 22.03.05

Unklare Rechtlage bei der Patientenverfügung
Interview mit René Röspel, Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin
Moderation: Doris Simon
Der Fall um die Wachkomapatientin Terri Schiavo hat in den USA die Gemüter bewegt. Auch in Deutschland ist die Rechtslage um die Anwendung von Patientenverfügungen nicht klar. René Röspel, Vorsitzender der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin, hofft aber, dass hier bald eindeutigere Regelungen gefunden werden.
DEUTSCHLANDUNK 22.03.2005

Evangelische Kirche veröffentlicht Überlegungen zur Patientenverfügung
Berlin. „Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht“ hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) herausgegeben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.05

Ärzte lehnen Sterbehilfe ab
Fall Schiavo entfacht Debatte über Patientenverfügungen in Deutschland neu / Wachkoma-Patientin wird nicht künstlich ernährt
Sigrid Averesch und Jörg Michel
BERLINER ZEITUNG 22.03.05
 


21. März

USA: Eilgesetz für Terri Schiavo verabschiedet
Innerhalb weniger Stunden haben sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat zugestimmt - US-Präsident Bush hat bereits in der Nacht das Gesetz unterzeichnet
KATH.NET 21.03.05

Ringen um Komapatientin
Bush und Kongreß wollen Extra-Gesetz für Terri Schiavo
WASHINGTON (dpa). In einem Wettlauf mit der Zeit wollen der republikanisch beherrschte US-Kongreß und Präsident George W. Bush nun das Leben der Komapatientin Terri Schiavo durch ein neues Gesetz retten.
Ärzte Zeitung, 21.03.2005

Streit über US-Kongress-Entscheidung entbrannt
Über das außergewöhnliche Eingreifen des US-Kongresses und des Präsidenten in einen Sterbehilfe-Prozess ist in den USA eine heftige Debatte entbrannt. Kritiker prangerten das Verhalten des Kongresses als eklatanten Verstoß gegen die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung an.
FTD FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND 21.03.05

Sterbehilfe-Debatte: "Dies ist ein trauriger Tag für Terri"
Der Rechtsstreit um das Schicksal der amerikanischen Koma-Patientin Terri Schiavo ist beispiellos. Nun soll ein Bundesgericht in einer Anhörung über Leben oder Tod der Kranken entscheiden. Viele Sterbehilfe-Gegner bejubeln diese Entwicklung, doch der Ehemann der Kranken sieht darin keinen Grund zur Freude - im Gegenteil.
SPIEGEL ONLINE 21.03.05

Zum Fall der Wachkoma-Patientin Schiavo in den USA
Der Fall der Koma-Patientin Terri Schiavo in den USA kann mit dazu beitragen, dass auch in Deutschland eine breite gesellschaftliche Diskussion über Fragen der Selbstbestimmung am Ende des menschlichen Lebens geführt wird.
PRESSEMITTEILNG Bundesärztekammer 21.03.05

Wachkomapatientin Schiavo hat Anspruch auf Ernährung
Zu den Auseinandersetzungen um die Wachkomapatientin Terri Schiavo aus Florida, USA, erklärt der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Beauftragter CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen:
Die amerikanische Wachkoma-Patientin ist ein Mensch mit einer Behinderung. Sie lebt unabhängig von lebenserhaltenden Maschinen und ist nur auf künstliche Nahrungszufuhr angewiesen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU, 21.03.05

Chronologie zum Schicksal von Terri Schiavo
Der Rechtsstreit um das Leben der Komapatientin Terri Schiavo währt seit mehr als 15 Jahren und beschäftigte an die 20 Gerichte.
NETZEITUNG.DE 21.03.05

Selbstbestimmung und Fürsorge - EKD zur Diskussion über Patientenverfügungen
Zu recht verstandener Fürsorge gehöre auch die Achtung vor der Selbstbestimmung eines Patienten, stellt die Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in ihrem Beitrag zu „Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht“ fest. Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, und der Vorsitzende der Kammer, Professor Wilfried Härle (Heidelberg) stellen am heutigen Montag, 21. März, den Text „Sterben hat seine Zeit“ in Berlin vor.
PRESSEMITTEILUNG Evangelische Kirche in Deutschland EKD 21.03.05

Sterben hat seine Zeit - Überlegungen zum Umgang mit Patientenverfügungen aus evangelischer Sicht
Ein Beitrag der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland
EKD-Texte 80, 28 Seiten, März 2005
 


20. März

US-Präsident Bush möchte das Leben von Terri Schiavo retten
Bereits am Montag soll ein neues Gesetz verabschiedet werden, welches den Eltern das Recht gibt, die Zwangsernährung ihrer Tochter bei einem Bundesgericht einzuklagen - Bush wird Gesetz sofort unterzeichnen
KATH.NET 20.03.05
 


19. März

"Es war ein friedlicher Vorgang"
Nach einem dramatischen Tauziehen bis zur letzten Minute ist die künstliche Ernährung der Komapatientin Terri Schiavo in Florida eingestellt worden. Doch das Ringen um Leben oder Tod der 41-Jährigen geht weiter.
SPIEGEL ONLINE 19.03.05
 


18. März

Drama um Komapatientin spitzt sich zu
Es ist eine Entscheidung auf Leben und Tod: In Florida kämpfen Angehörige, Juristen und Politiker eine erbitterte Schlacht um das Leben und Sterben der Komapatientin Terri Schiavo. Ein Richter ordnete jetzt an, die künstliche Nahrungszufuhr der schwer Kranken abzustellen. Bliebe es dabei, wird die Frau verhungern und verdursten.
SPIEGEL ONLINE 18.03.05

Sterbehilfe für Komapatientin legal
Höchstes US-Gericht weist Antrag ab, Ernährungsstopp einer Komapatientin zu verbieten. Ehemann kann seit gestern Abend lebenserhaltende Schläuche entfernen lassen. Die letzte Möglichkeit des Kongresses zum Einspruch ist gescheitert
Aus Washington Michael Streck
Das juristische und politsche Tauziehen um Leben und Tod einer Komapatientin in Florida dürfte Freitagnacht zu einem vorläufigen Ende gekommen sein.
TAZ 18.03.05

Exit gegen Stöhlker
Ehrverletzungsklage nach einer Sendung auf Tele Züri
Der PR-Berater Klaus J. Stöhlker hat sich am Donnerstag am Bezirksgericht Zürich wegen übler Nachrede verantworten müssen. Die Sterbehilfeorganisation Exit und ihr Pressechef Andreas Blum werfen Stöhlker vor, während einer Sendung von «Sonn- Talk» auf Tele Züri unwahre und ehrverletzende Aussagen gemacht zu haben.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 18.03.05

Betreuungsrecht wird modernisiert
Das Zweite Betreuungsrechtsänderungsgesetz hat heute auch den Bundesrat passiert. Die Vorschriften werden zum 1. Juli 2005 in Kraft treten.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 18.03.05
 


17. März

Kurz vor Abschaltung der Geräte: US-Senat kämpft für Koma-Patientin
MIAMI. Wenige Stunden vor der geplanten Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte einer seit Jahren im Koma liegenden Frau aus Florida haben sich US-Parlamentarier erneut in den Fall eingeschaltet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 17.03.05
 


14. März

Keine Einigkeit im Bundestag über Patientenverfügungen
Konsens gibt es nur darüber, daß ein Gesetz nötig ist
BERLIN (dpa). Das geplante Gesetz zu Patientenverfügungen hat im Bundestag eine Debatte ausgelöst, wie weit die Selbstbestimmung von Kranken gehen darf.
Ärzte Zeitung, 14.03.2005
 


11. März

Niederländische Mediziner verteidigen Sterbehilfe bei Neugeborenen
GRONINGEN. Niederländische Pädiater haben das Groningen-Protokoll verteidigt, das in den Niederlanden die aktive Sterbehilfe bei Neugeborenen und Säuglingen mit schwersten Behinderungen ermöglicht. Sie reagieren damit auf das enorme Medieninteresse ihrer Publikation in der Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde (2005; 149: 183-8) Mitte Januar.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.03.05

Sterbenlassen wird nicht einfacher
Bei der ersten Parlamentsdebatte über die Patientenverfügung bleibt die Enquete-Kommission unter sich. Deren Meinung ist aber klar: Die Mehrheit will noch kein Gesetz. Nur die FDP hält zu Justizministerin Zypries und fordert mehr Autonomie
Von Ulrike Winkelmann
TAZ 11.03.05

Zypries: Gesetz über Patientenverfügungen
Berlin - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat ihr Vorhaben bekräftigt, ein Gesetz zu Patientenverfügungen auf den Weg zu bringen.
BERLINER MORGENPOST 11.03.05

"Ein Gegenangebot zu jeder Form aktiver Sterbehilfe"
Lehrstuhl für Palliativmedizin an Uni Köln eingerichtet
KÖLN (ble). Mit der Einrichtung eines Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Universität Köln sollen Medizinstudenten in Zukunft eine fachübergreifende, fundierte Ausbildung in der Behandlung unheilbar kranker Menschen erhalten.
Ärzte Zeitung, 11.03.2005
 


10. März

Zypries: Tötung auf Verlangen bleibt ausnahmslos strafbar
BERLIN. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat Vorstößen zur aktiven Sterbehilfe eine klare Absage erteilt.
Deutsches Ärzteblatt 10.03.05

Sterben ist nicht normierbar - Hoppe: Auf Gesetz zu Patientenverfügungen vorerst verzichten
Berlin, 10.03.2005 - Für eine offene und transparente Diskussion zu Fragen der Selbstbestimmung am Ende des menschlichen Lebens hat sich heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe ausgesprochen.
Pressemitteilung der Bundesärztekammer 10.03.05

Den letzten Willen erfüllen
Patientenverfügung / Was zählt mehr: Selbstbestimmung oder Lebensschutz? Das Parlament steht vor entscheidenden Debatten
Autor: Matthias Gierth
Das Justizressort wehrt sich kräftig. Von einem Rückzug von Brigitte Zypries, so ein Sprecher, könne überhaupt keine Rede sein.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Lebensmüdes Land
Euthanasie / Als Nächstes steht die Diskussion über den ärztlich assistierten Selbstmord auf der Tagesordnung
Die Todesspritze fordert in Deutschland niemand. Aber das schnelle und schmerzlose Sterben wird zum neuen Ideal der alternden Gesellschaft.
Autor: Robin Mishra
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Fragen an - Peter Neher: Lob dem Ehrenamt
Beim Ausbau der Schmerzmedizin bestehe ein „riesiger Nachholbedarf“, sagt Caritas-Präsident Peter Neher.
Interview
RHEINISCHER MERKUR Nr. 10, 10.03.2005

Betreungsrechtliche Pflicht oder Strafrechtliche Erlaubnis
Oliver Tolmein
Ein neuer Vorschlag in der Sterbehilfe-Debatte
Heute debattiert der Bundestag über Patientenverfügungen. Einen neuen Vorschlag hat Margot von Renesse eingebracht, ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Vormundschaftsrichterin.
Veröffentlicht in F.A.Z., 10.03.2005

Das Recht zu sterben
Alejandro Amenábars preisgekrönter Sterbehilfe-Film nach einem authentischen Fall: "Das Meer in mir"
Von Peter Zander
BERLINER MORGENPOST 10.03.05

Kann denn Töten Liebe sein?
Von Jose Garcia
Er war der große Gewinner der Oscarverleihung 2005: Clint Eastwoods Film „Million Dollar Baby“erhielt vier Statuetten. Unter anderem in den bedeutendsten Kategorien „Bester Film“ und „Beste Regie“. Doch in Amerika sorgt Eastwoods Drama für heftige Kontroversen. Dem Film wird vorgeworfen, er stelle Euthanasie positiv dar. Auch der mit dem Oscar für den „besten nichtenglischsprachigen Film“ ausgezeichnete Streifen „Das Meer in mir“ thematisiert die Sterbehilfe. Kino als emotionaler Türöffner für die Euthanasie, das gab es schon mal. Der Nazifilm „Ich klage an“ belegt das mit erschreckender Deutlichkeit.
DIE TAGESPOST vom 10.03.2005

AOK schreibt Förderung von Hospizen aus
BAD HOMBURG (eb). Ambulante Hospize können bei der AOK Hessen noch bis zum 31. März Anträge auf Förderung stellen.
Ärzte Zeitung, 10.03.2005
 


08. März

Pflegende vermissen Anerkennung ihrer Arbeit
KÖLN (ble). Fast jeder fünfte in der Pflege Beschäftigte in Deutschland überlegt, aus seinem Beruf auszusteigen. Das ist eines der Ergebnisse der Next-Studie, an der seit 2002 knapp 40 000 Pflegekräfte in zehn Ländern Europas teilgenommen haben. Sie befaßt sich mit den Motiven für den Berufsausstieg von Pflegenden. Next steht für "Nurses' early exit".
Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Richtlinie zur Sondennahrung - ein bürokratisches Monstrum
Bundesausschuß schafft keine Klarheit, sondern Verwirrung für Ärzte
BERLIN (HL). Mit einer 40seitigen Richtlinie aus Positiv- und Negativlisten, Verboten und scheinbaren Öffnungsklauseln hat der gemeinsame Bundesausschuß ein bürokratisches Monstrum zur künstlichen Ernährung geschaffen, das die verordnenden Ärzte in tiefe Verwirrung stürzen dürfte.
Ärzte Zeitung, 08.03.2005
 


04. März

Verherrlicht Oscar-Gewinner Clint Eastwood die Euthanasie?
US-Lebensrechtler protestieren gegen vierfach ausgezeichneten Film „Million Dollar Baby“
KATH.NET 04.03.05

Patientenverfügungen: Zypries’ Rückzug
Kommentar Eva A. Richter-Kuhlmann,
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) bläst zum Rückzug. Nein, vielmehr schleicht sie verstohlen zurück, den Gesetzentwurf zur Regelung von Patientenverfügungen im Gepäck.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 9 vom 04.03.2005, Seite A-550

Den Praxistest nicht bestanden
Patientenverfügungen sollen ein Sterben in Würde ermöglichen. In den USA sind vorab festgelegte Therapieverzichte schon seit über 20 Jahren gesetzlich verankert. Eine umfassende Studie zeigt jedoch, dass sie nicht einhalten können, was sie versprechen
Von Klaus Peter Görlitzer
Um Leben und Tod geht es nächsten Donnerstag im Bundestag: Zur Debatte steht der "Zwischenbericht Patientenverfügungen", erarbeitet von der Medizinethik-Enquetekommission.
TAZ 04.03.05
 


03. März

2,3 Millionen Euro für stationäres Hospiz in Sachsen
CHEMNITZ (dür). Mit der Eröffnung eines stationären Hospizes in Chemnitz stehen in Sachsen zur Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase vier Hospize mit insgesamt 56 Betten bereit.
Ärzte Zeitung, 03.03.2005
 


02. März

Bürokratische Anforderungen in Pflegeeinrichtungen abbauen
Familie/Antrag
Berlin: (hib/SAS) Die Zahl der angemeldeten Kontrollen in Heimen zu reduzieren und stattdessen unangemeldete Kontrollen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und durch die Heimaufsicht zu verstärken, ohne dass damit eine größere zeitliche Belastung für die Heime verbunden ist, hält die CDU/CSU-Fraktion für notwendig. In ihrem Antrag (15/4932) tritt sie dafür ein, bürokratische Anforderungen in Pflegeeinrichtungen abzubauen.
HIB 062/2005 02.03.2005

PDF Weniger Bürokratie in Heimen
Antrag der Abgeordneten Maria Eichhorn, Hannelore Roedel, Willi Zylajew, Dr. Maria Böhmer u.a. und Fraktion der CDU/CSU
7 Seiten, Drucksache 15/4932, 02.2005
 


01. März

Vorsorgevollmachten können registriert werden
Ab sofort können alle Bürgerinnen und Bürger ihre Vorsorgevollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer eintragen lassen. Heute ist die Verordnung über das Zentrale Vorsorgeregister (Vorsorgeregister-Verordnung –VRegV) in Kraft getreten.
„Mit dem neuen Vorsorgeregister können Gerichte Vorsorgevollmachten schnell, einfach und sicher finden. Das verhindert überflüssige Betreuungen“, erläuterte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die Vorteile des elektronischen Registers.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz BMJ 01.03.05

PDF Gutachten: Stand der Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland und im Vergleich zu ausgewählten Staaten (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien)
Auftraggeber: Enquete-Kommission des Bundestages „Ethik und Recht der modernen Medizin“
Laufzeit 01.05. bis 30.11.2004
Gutachter Birgit Jaspers und Dr. Thomas Schindler
511 Seiten (1,8 MB), März 2005

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