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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel März 2006
Anzahl: 44 Artikel, Stand 06.04.06
31. März
Palliativmedizin: Herausforderungen für eine junge Sparte
Klinkhammer, Gisela
Die Angst vor einem Sterben ohne Würde und mit Schmerzen ist groß. Sie sollte jedoch kein Grund für eine Legalisierung aktiver Euthanasie sein.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 13 vom 31.03.2006, Seite A-826
30. März
Als Terri "ihren Frieden fand"
Vor einem Jahr starb die Komapatientin Terri Schiavo / Streit um ihren Tod hält an
WASHINGTON (dpa). "Ich habe mein Versprechen gehalten", heißt es in Bronze-Lettern auf einem Grabstein auf dem Friedhof von Clearwater in Florida.
Ärzte Zeitung, 30.03.2006
Nationalrat schafft rechtlichen Rahmen für Patientenverfügungen
Personen, die verhindern wollen, dass sie im Falle einer schweren Erkrankung oder nach einem Unfall künstlich am Leben erhalten werden, können dies künftig in einer so genannten Patientenverfügung festlegen.
MITTEILUNG Österreichischer Nationalrat 30.03.06
1299 d.B. (XXII. GP) Patientenverfügungs-Gesetz - PatVG
Hier gibt es den östereichischen Gesetzestext und weitere Materialien
29. März
Österreich verabschiedet Gesetz zur Patientenverfügung
Wien - Das österreichische Parlament hat am Mittwoch ein Gesetz zur Patientenverfügung verabschiedet.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.03.06
Österreich: Patientenverfügung beschlossen
Verbindliche Verfügungen, mit denen medizinische Behandlungen für den Fall nicht mehr gegebener Selbstbestimmungsmöglichkeit ausgeschlossen werden, ermöglicht das Patientenverfügungsgesetz.
VORARLBERG ONLINE 29.03.06
28. März
Terri Schiavos Todestag entflammt US-Sterbehilfe-Debatte neu
Washington - Ein Jahr nach dem Tod der Wachkoma-Patientin Terry Schiavo ist der Streit um die Rechtmäßigkeit passiver Sterbehilfe neu entbrannt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.03.06
Hamburgs Bürgermeister entläßt seinen Justizsenator
Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust hat seinen umstrittenen Justizsenator Roger Kusch (beide CDU) nach mehrfachen Differenzen entlassen.
BERLINER MORGENPOST 28.03.06
Anm.: Roger Kusch wurde bekannt für seinen Vorstoß zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe.
27. März
Killing Babies, Compassionately
The Netherlands follows in Germany's footsteps.
by Wesley J. Smith
THE DAILY STANDARD 27.03.06
Schon eine bessere Logistik senkt die Belastung der Pfleger
DRESDEN (dür). Unter dem Motto "Aufbruch Pflege" hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (bgw) eine Initiative zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes für Pflegekräfte gestartet. Im Fokus steht dabei die Alten- und Behindertenpflege.
Ärzte Zeitung, 27.03.2006
Krankenschwester zu Bewährungsstrafe verurteilt
Schwere Anschuldigungen bestätigten sich nicht
REGENSBURG (dpa). Die wegen zweifacher Patiententötung angeklagte Straubinger Krankenschwester (wir berichteten) ist vom Landgericht Regensburg zu einer eineinhalbjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Ärzte Zeitung, 27.03.2006
Sterbehilfe: Haare und Federn
Wir haben unser Meerschweinchen umgebracht. Es war zwei Jahre alt und hatte wuschelige braune Haare.
DIE WELT 27.03.06
24. März
Kirchhof mahnt neue rechtliche Kategorien bei Sterbehilfe an
Stuttgart - Der Präsident des Deutschen Juristentages, der frühere Bundesverfassungsrichter Paul Kirchhof, hat neue strafrechtliche Kategorien im Umgang mit Sterbehilfe angemahnt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.03.06
"Der Patientenwille sollte Vorrang haben"
Der Ethikrat hat sich mit dem Thema "Selbstbestimmung und Verantwortung vor dem Tod" befasst. Dabei ging es auch um Patientenverfügungen. Der katholische Theologieprofessor Dietmar Mieth warnt im Gespräch mit tagesschau.de, Patientenverfügungen seien nicht zwingend bindend. Die Entscheidung des Arztes und die Haltung der Angehörigen und der vom Kranken Bevollmächtigten habe eine hohe Bedeutung. Ob das in allen Fällen so bleibt, wird derzeit diskutiert.
TAGESSCHAU.DE 24.03.06
Neue Leitlinien in der Wiederbelebung
BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundesärztekammer
Ende November beziehungsweise Dezember 2005 haben ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation), AHA (American Heart Association) und der ERC (European Resuscitation Council) nach mehrjähriger Erarbeitung einen neuen wissenschaftlichen Konsens und daraus abgeleitete Leitlinien zur kardiopulmonalen Wiederbelebung veröffentlicht, die nun in Deutschland wie auch in anderen europäischen Staaten an die nationalen Verhältnisse angepasst werden müssen.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 12 vom 24.03.2006, Seite A-807 / B-687 / C-663
22. März
Italienischer Minister wiederholt Euthanasie-Vorwürfe
Den Haag - Der italienische Minister Carlo Giovanardi hat seine Vorwürfe der Tötung behinderter Neugeborener in den Niederlanden wiederholt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 22.03.06
Studie: Belgien muss Sterbebegleitung ausbauen
Brüssel - Belgien ist von einer Expertengruppe aufgerufen worden, die sterbebegleitende Palliativmedizin auszubauen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 22.03.06
17. März
"Doktor Tod" verkauft seine Argumente wie ein Autohändler
"Alices Reise in die Schweiz" im Theater Kiel aufgeführt / Der Schweizer Dramatiker Lukas Bärfuss regt zur Diskussion über Sterbehilfe an
Von Karin Frohnmeyer
Selbstmord. Freitod. Suizid. Selbstbestimmter Tod. Worte für ein Geschehen, das, so Albert Camus, das einzige wirklich ernste philosophische Problem ist.
Ärzte Zeitung, 17.03.2006
DIE LINKE. für Heim-Enquête
Die Fraktion DIE LINKE. schlägt die Einsetzung einer Enquête-Kommission 'Ethik, Recht und Finanzierung des Wohnens mit Assistenz (Heim-Enquête)' vor. Dazu erklärt der Behindertenpolitische Sprecher der Fraktion, Ilja Seifert:
DIE LINKE. hat sich an die anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag mit einem Antrag zur Einsetzung einer Enquête-Kommission 'Ethik, Recht und Finanzierung des Wohnens mit Assistenz (Heim-Enquête)' und dem Vorschlag gewandt, diese Initiative gemeinsam als interfraktionellen Antrag in den Bundestag einzubringen.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Ilja Seifert, MdB, DIE LINKE. 17.03.2006
Bundestag beschließt steuerliche Entlastung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen
Der Bundestag hat heute in 2. und 3. Lesung das Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung beschlossen. Mit den Neuregelungen werden Privathaushalte als Arbeitgeber stärker gefördert. Dies kommt auch Familien zu Gute, in denen ein Pflegebedürftiger ambulant betreut wird.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit, 17.03.06
16. März
Niederlande: Ethikkommission soll Regeln für Sterbehilfe bei Kleinkindern erarbeiten
Den Haag - In den Niederlanden ist eine neue Ethik-Debatte über die aktive ärztliche Sterbehilfe entflammt, nachdem die Regierung die Einberufung einer Ethikkommission bekanntgab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.03.06
"Baby MB" muß weiter beatmet werden
Urteil in London
London - Im Prozeß um lebenserhaltende Maßnahmen für ein todkrankes Baby in Großbritannien haben die Richter ein Urteil gefällt:
DIE WELT 16.03.06
15. März
Palliativmedizin in der ambulanten Versorgung noch defizitär
Schmerzmediziner warnen: Die Versorgung ist nicht bedarfsgerecht / Immer mehr Hospize werden gegründet / Neues Nachschlagewerk für Ärzte
MÜNCHEN (sto). Als ermutigend hat der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), Professor Eberhard Klaschik, die Einrichtung von Palliativstationen und Hospizeinrichtungen in den vergangenen Jahren in Deutschland bezeichnet.
Ärzte Zeitung, 15.03.2006
Flächendeckende Palliativeinrichtungen sind unerlässlich
Vorstellung eines Konzeptes für eine flächendeckende Ausbreitung von Palliativeinrichtungen im Land Niedersachsen
Anlässlich der Vorstellung eines Konzeptes für eine flächendeckende Ausbreitung von Palliativeinrichtungen im Land Niedersachsen erklärt die Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Fraktion, Ingrid Fischbach MdB:
Um sterbenden Menschen ein würdiges und selbst bestimmtes Leben bis zum Schluss zu ermöglichen, ist der Ausbau der flächendeckenden und qualitativ hochwertigen Palliativeinrichtungen unerlässlich.
PRESSEMITTEILUNG Ingrid Fischbach, MdB, CDU 15.03.06
Umstrittene Pflege-Initiative der KV Bayerns
MÜNCHEN (sto). Die Initiative der KV Bayerns für eine bessere Versorgung von Patienten in Pflegeheimen ist beim Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) auf Kritik gestoßen.
Ärzte Zeitung, 15.03.2006
Wieder aktuell: Die Kunst, zu sterben lernen
Kardinal Lehmann diskutierte beim "Stadtgespräch" über Sterbehilfe. Eine Patientenverfügung hat er nicht ausgefüllt
TAZ 15.03.06
14. März
Umfrage: Große Mehrheit von Franzosen lehnt Sterbehilfe nicht ab
Paris - Eine große Mehrheit der Franzosen hat sich in einer Umfrage für die aktive Sterbehilfe ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.03.06
Ärzte wollen todkrankes Kleinkind nicht weiterbehandeln
Prozeß um lebenserhaltende Maßnahmen für schwerbehindertes "Baby MB" - Mediziner kündigen an, sich einem Richterspruch notfalls zu verweigern
von Thomas Kielinger
DIE WELT 14.03.06
Patientenverfügung: Lehmann sieht viele offene Fragen
Bremen - Zurückhaltend hat sich Kardinal Karl Lehmann über die Möglichkeit von Patientenverfügungen geäußert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 14.03.06
10. März
"Wenn er Schmerzen hat, zieht er die Augenbrauen zusammen"
Eltern eines todkranken Babys plädieren vor dem High Court in London für eine Weiterbehandlung ihres Sohnes durch die Ärzte
DIE WELT 10.03.06
Demographischer Wandel und pflegerische Versorgung im Alter: Zentrale Ressourcen und Herausforderungen
Winter, Maik H.-J.
Internationale Erfahrungen zeigen, dass eine gezielte Pflegeprävention die Heimeinweisungsrate und die Zahl der Krankenhausaufenthalte nachhaltig reduzieren kann.
Deutsches Ärzteblatt online, 10.03.2006,
Der Feierabend
Ein Heim in Essen: Die Bewohner fühlen sich wohl, das Personal auch. Das eine geht nicht ohne das andere
Von Ariane Bemmer, Essen
TAGESSPIEGEL 10.03.06
Ärzte-Protest gegen Zwangsernährung in Guantánamo
LONDON (dpa). Die Zwangsernährung von Internierten im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo verstößt nach Auffassung von Ärzten aus aller Welt gegen internationale Standards. In einem offenen Brief im "Lancet" fordern 263 Ärzte - unter anderem auch aus Deutschland - die USA auf, die Zwangsernährung von Gefangenen im Hungerstreik, die in Stühlen festgeschnallt werden, zu stoppen.
Ärzte Zeitung, 10.03.2006
09. März
Keine Ausnahmeerlaubnis für Betäubungsmittel zur Selbsttötung - kein Klagerecht von Hinterbliebenen
Dem Ehemann einer durch Selbsttötung aus dem Leben geschiedenen Frau steht kein Klagerecht zu, um nach deren Tode ihr Recht auf den Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gerichtlich feststellen zu lassen. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln mit einem heute den Beteiligten bekannt gegebenen Urteil.
PRESSEMITTEILUNG Verwaltungsgericht Köln 09.03.06
Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt Abweisung der Klage für Betäubungsmittel zum Suizid am Kölner Verwaltungsgericht
Berlin. Die Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt die Abweisung der Klage des Ehemanns einer todkranken Frau durch das Kölner Verwaltungsgericht. Der Mann hatte zuvor das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verklagt, weil es seiner schwerstkranken Frau ein Barbiturat für ihren Suizid verweigert hatte.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 09.03.06
Integrierte Palliativversorgung für TK-Patienten
Palliativ-Netz Wiesbaden-Taunus bindet Hausärzte in die Betreuung Schwerstkranker am Lebensende ein
WIESBADEN (skh). Die Techniker Krankenkasse und das Zentrum für ambulante Palliativversorgung (ZAPV) haben einen Vertrag zur integrierten Versorgung geschlossen. Am Palliativ-Netz Wiesbaden-Taunus sind auch Hausärzte beteiligt. Ihr zusätzlicher Aufwand wird über eine Pauschale vergütet.
Ärzte Zeitung, 09.03.2006
08. März
Studie: Sterbehilfe auch in katholischen Krankenhäusern Belgiens
Brüssel - Auch in den katholischen Krankenhäusern Belgiens ist laut einer neuen Studie aktive Sterbehilfe nicht ausgeschlossen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 08.03.06
Ärzte wollen Baby sterben lassen
Eltern von unheilbar krankem Jungen klagen vor britischem Gericht - Sie wollen ihr Kind zu Hause pflegen
Von Thomas Kielinger
BERLINER MORGENPOST 08.03.06
Pflegeurlaub für Angehörige von Sterbenden - auch bei uns!
Göttinger Juristin hält neue Betreuungsangebote bei Schwerstkranken für dringlich / Für Patientenverfügungen sind hohe Anforderungen nötig
GÖTTINGEN (pid). Im Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden ist in Deutschland ein Umdenken nötig. Darauf hat die Göttinger Professorin für Deutsche Rechtsgeschichte und Bürgerliches Recht, Eva Schumann, hingewiesen.
Ärzte Zeitung, 08.03.2006
07. März
Vertrauen zum Arzt ist unheilbar Kranken wichtig
NEU-ISENBURG (Smi). Nicht wo, sondern wie sie sterben müssen, beschäftigt Menschen am Ende ihres Lebens am meisten. Wichtig ist ihnen dabei vor allem das Vertrauen zu ihrem Arzt, wie aus einer kanadischen Studie hervorgeht.
Ärzte Zeitung, 07.03.2006
03. März
"Ärzte dürfen nicht zur Rationierung gezwungen werden"
BERLIN (hak). Volles Verständnis für die erneute Protestveranstaltung der Ärzte am 24. März in Berlin hat Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe signalisiert.
Ärzte Zeitung, 03.03.2006
02. März
Ärzte für das Leben, nicht für den Tod
Eine Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung über die Schweizer Sterbehilfeorganisation EXIT
Soll man Sterbehilfeorganisationen wie EXIT (oder Dignitas) ein Podium bieten, auf dem sie sich darstellen und für ihre Dienste - professionelle Hilfen zur Selbsttötung - werben können? Oder soll man sie einfach mit Schweigen übergehen? Oder soll man sie zur Diskussion herausfordern?
DIE TAGESPOST 02.03.06
01. März
Belgier streiten über Gesetz zur Sterbehilfe
BRÜSSEL (spe). In Belgien ist die Debatte über eine weitere Liberalisierung des Euthanasie-Gesetzes voll entbrannt.
Ärzte Zeitung, 01.03.2006
Vorsorgeregister bewährt sich: Täglich bis zu 300 Anfragen von Gerichten/Schon mehr als 300.000 Vollmachten in Berlin registriert
Berlin - Deutsche Gerichte greifen derzeit bis zu 300 mal pro Tag auf das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer in Betreuungsverfahren zu. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht des Zentralen Vorsorgeregisters, den die Bundesnotarkammer heute vorstellt.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz (BMJ) 01.03.06
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