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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel November 2004

Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06

30. November

Preis für Palliativmediziner
Richtlinien zur terminalen Sedierung erarbeitet
WEIMAR (eb). Für sein Engagement im Bereich der Palliativmedizin ist Professor H. Christof Müller-Busch von der Universität Witten/Herdecke mit dem Förderpreis Palliativmedizin geehrt worden.
Ärzte Zeitung, 30.11.2004
 


26. November

Was soll der Wille beim Wachkoma wert sein?
BÄK will Geltungsbereich von Verfügungen beschränken
BERLIN (hak). Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe hat gefordert, Wachkoma-Patienten aus dem Geltungsbereich von Patientenverfügungen auszuklammern.
Ärzte Zeitung, 26.11.2004

Richtlinien für die Schmerztherapie in der Pflege
MÜNCHEN (wst). Jeder Patient mit akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen muß schnellstmöglich ein effektives Schmerzmanagement erhalten, mit dem die Schmerzen beseitigt oder zumindest auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Um dieses Ziel besser zu erreichen, hat die Expertenkommission "Nationaler Standard Schmerzmanagement in der Pflege" Handlungsrichtlinien erarbeitet.
Ärzte Zeitung, 26.11.2004
 


22. November

NRW plant neues Palliativ-Konzept
Hausärzte sollen Basis eines integrativen palliativmedizinischen Versorgungskonzepts sein
KÖLN (iss). Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium will mit niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten und Krankenkassen ein integratives Versorgungskonzept für die Palliativmedizin entwickeln.
Ärzte Zeitung, 22.11.2004
 


20. November

Man soll gefälligst am Leben bleiben
Last Exit Bern: Der Philosoph Volker Gerhardt über die Selbstmordbeihilfe für psychisch Kranke
BERLINER ZEITUNG 20.11.04
 


19. November

Suizidforen im Internet: Nicht generell zu verurteilen
Eichenberg, Christiane
Eine Studie an der Universität Köln hat die klinisch relevanten Auswirkungen von Diskussionsgruppen im Internet zum Thema „Suizid“ untersucht.
Deutsches Ärzteblatt online, 19.11.2004, www.aerzteblatt.de/aufsaetze/0405

106. Hauptversammlung des Marburger Bundes: Für ein Sterben in Würde
Flintrop, Jens; Clade, Harald
Viele Delegierte waren mit Spannung zur Hauptversammlung des Marburger Bundes (MB) nach Berlin gereist. Hatte doch der Bundesvorstand ein ethisches Thema für den öffentlichen Teil der Veranstaltung gewählt: „Brauchen wir ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe?“ lautete die Frage am 5. November.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 47 vom 19.11.2004, Seite A-3146

Sterbebegleitung für Migranten
Wuppertaler Hospiz "Lebenszeiten" entwickelt ein spezielles Konzept
WUPPERTAL (ble). Das Wuppertaler Hospiz Lebenszeiten arbeitet an einem Konzept zur Sterbebegleitung von Einwanderern. Es soll helfen, die Hospizarbeit auf die speziellen Bedürfnisse der Migranten abzustimmen.
Ärzte Zeitung, 19.11.2004
 


18. November

Neue Kompromisssuche für die Sterbehilfe
Beratungen in einem Europarats-Ausschuss
uth. Strassburg, 17. November - In die seit zwei Jahren andauernde Diskussion um einen gesamteuropäischen Rechtsrahmen für die umstrittene Frage der Sterbehilfe ist neue Bewegung gekommen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 18.11.04

Alle Patienten haben ein Recht, daß Schmerzen rasch reduziert werden
MÜNCHEN (wst). Jeder Patient mit akuten oder tumorbedingten chronischen Schmerzen muß schnellstmöglich ein effektives Schmerzmanagement erhalten, mit dem die Schmerzen zumindest auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Um dies zu erreichen ist, hat die Expertenkommission "Nationaler Standard Schmerzmanagement in der Pflege" Richtlinien erarbeitet.
Ärzte Zeitung, 18.11.2004

Hirntod, moderne Medizin und ein menschenwürdiges Sterben
Wann hört das Leben auf? - Die Debatte um Hirntod, moderne Medizin und ein menschenwürdiges Sterben
Sendung: Studiozeit. Aus Kultur- und Sozialwissenschaften
Sendeskript des Hörfunkbeitrages
Von Peter Leusch
DEUTSCHLANDFUNK 18.11.2004
 


17. November

Schweizer Sterbehilfeorganisation hilft psychisch Kranken beim Suizid
ZÜRICH (fst). Die umstrittene Schweizer Sterbehilfeorganisation Exit hat mitgeteilt, sie wolle auch psychisch Kranken künftig Sterbehilfe leisten.
Ärzte Zeitung, 17.11.2004

Interesse an Palliativmedizin steigt stetig
Zunehmende Zahl alter Patienten ist wichtigster Grund / Immer mehr Hausärzte bilden sich fort
Ärzte Zeitung, 17.11.2004
 


16. November

Kompromiss zur Euthanasie?
Paris (DT/KNA) Im Europarat zeichnet sich ein Kompromiss in der heftig umstrittenen Frage der Sterbehilfe ab. Der Schweizer Berichterstatter Dick Marty legte am Montag in Paris einen Entwurf für ein Dokument vor, das auf eine Empfehlung zur Einführung der Straffreiheit für Sterbehilfe verzichtet.
DIE TAGESPOST vom 16.11.2004

Manko der Palliativmedizin ist die Vernetzung der Sektoren
LÜBECK (di). Palliativ- und Hospizbetten stehen in vielen Bundesländern nur unzureichend zur Verfügung. Trotz großer Fortschritte mahnte Experte Professor Eberhard Klaschik auf einer Pflegetagung in Lübeck eine stärkere Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung in der Palliativmedizin an.
Ärzte Zeitung, 16.11.2004
 


14. November

Patientenverfügungen: Verbindlichkeit bekräftigt
Klinkhammer, Gisela
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries legte in Berlin Eckpunkte eines Gesetzentwurfes vor.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 46 vom 12.11.2004, Seite A-3076

Regierungsentwurf zu Patientenverfügungen birgt Gefahren für Behinderte
Regelung gefährdet das Leben von betreuten Menschen
Zum Entwurf der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen im Betreuungsrecht erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zu Patientenverfügungen im Betreuungsrecht birgt Gefahren für Menschen mit Behinderungen, die eine gesetzliche Betreuung haben: denn die Wirksamkeit der Patientenverfügung soll nicht nur auf unvermeidbar zum Tode führende Grundleiden beschränkt bleiben.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB CDU 12.11.04
 


12. November

Pflegeausbildungen auf neuem Kurs
Bundesministerin Renate Schmidt startet Modellvorhaben zur Weiterentwicklung der Pflegeberufe
PRESSEMITTEILUNG BMFSFJ 12.11.04

Qualitätsbericht offenbart Mängel in der Pflege
BERLIN (hak). Sowohl in der ambulanten wie auch in der stationären Pflege gibt es gravierende Versorgungsdefizite. Das ist das Ergebnis des ersten Pflege-Qualitätsberichts von Pflegekassen und Medizinischem Dienst (MDS).
Ärzte Zeitung, 12.11.2004

Wann die Stunde schlägt
Mediziner diskutieren definitive Todeszeit beim Menschen
Medizin. - Ein Mensch ist tot, so wurde 1997 per Gesetz festgelegt, wenn sein Gehirn keinerlei Aktivität mehr zeigt. Diese Regelung sollte Unklarheiten beseitigen, die mit den Fortschritten der Intensiv- und der Transplantationsmedizin einher gingen. Durch neue Techniken aus der Anästhesie beispielsweise war das bis dahin gültige Herztod-Kriterium nicht weiter haltbar. Auf dem bis Mittwoch in Berlin stattfindenden 17. Jahreskongress der European Society of Intensive Care Medicine wird das Thema neu diskutiert.
DEUTSCHLANDFUNK 12.10.2004
 


11. November

Der schwierige letzte Wille
Autor: Matthias Gierth
Es geschehe – mein Wille! Dass Sterben in Würde – erst recht vor dem Hintergrund einer immer leistungsstärkeren Apparatemedizin – ein erstrebenswertes Ziel darstellt, ist unter den Deutschen nicht umstritten.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 46, 11.11.2004

Pflegekassen und MDS stellen Pflegequalitätsbericht vor
Qualität der Pflege muss weiter verbessert werden
Die Qualität in der ambulanten und stationären Pflege entwickelt sich seit Ende der 90er Jahre in den ambulanten Pflegediensten und in den Pflegeheimen zunehmend positiv; allerdings gibt es nach wie vor auch Qualitätsdefizite und deshalb weiterhin Handlungsbedarf.
Gemeinsame Presseerklärung AOK-Bundesverband, Bonn, BKK-Bundesverband, Essen, IKK-Bundesverband, Bergisch-Gladbach, See-Krankenkasse, Hamburg, Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen, Kassel, Bundesknappschaft, Bochum, Verband der Angestellten-Krankenkassen e.V., Siegburg, AEV – Arbeiter-Ersatzkassen-Verband e.V., Siegburg, Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS), Essen

Marion Caspers-Merk: Erstmaliger Bericht über Pflegequalität schafft Transparenz
Heute stellt der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen seinen ersten Bericht zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege vor. Grundlage dafür ist das Gesetz zur Qualitätssicherung und zur Stärkung des Verbraucherschutzes in der Pflege, das seit dem 1. Januar 2002 in Kraft ist.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) 11.11.04

PDF Qualität in der ambulanten und stationären Pflege
1. Bericht des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS)) nach § 118 Abs. 4 SGB XI
145 Seiten, (541 kb) veröffentlicht am 11.11.04

"Sie waren Karrieristen, Antisemiten oder auch schlicht Sadisten"
"Medizin und Verbrechen" - Dauerausstellung im ehemaligen Krankenrevier des KZ Sachsenhausen beleuchtet die Greuel der SS-Ärzte
Ärzte Zeitung, 11.11.2004
 


09. November

Schöner Sterben
Von Stephan Baier
Mit seinem Euthanasie-Bericht kam der liberale Schweizer Dick Marty im Europarat nicht voran. Jetzt startet er den zweiten Anlauf: Geändert wurde vor allem der Titel des Berichts.
DIE TAGESPOST vom 09.11.2004

„Bitte, da ist der Ausgang“
Die älter werdende Gesellschaft hält die Euthanasie für einen Ausweg aus dem Pflege-Dilemma – Über die moralischen Grundlagen eines würdevollen Sterbens
Von Martina Fietz
DIE TAGESPOST vom 09.11.2004

"Die Ablehnung einer Behandlung ist bindend"
Bundesärztekammerpräsident Hoppe hält Reichweitenbeschränkung von Patientenverfügungen für nicht sinnvoll
BERLIN. Im Gegensatz zum Marburger Bund hält es Bundesärztekammerpräsident Professor Jörg-Dietrich Hoppe für falsch, die Reichweite von Patientenverfügungen auf finale Krankheitsstadien zu beschränken. Anders als Justizministerin Brigitte Zypries fordert er, daß Patienten vor Abfassen der Willenserklärung mit ihrem Arzt sprechen sollten. Die Verfügung sollte möglichst zeitnah zur Entscheidungssituation formuliert werden und die konkrete Behandlungssituation möglichst genau beschreiben, sagte Hoppe im Interview mit der "Ärzte Zeitung". Mit Hoppe sprach Hanno Kautz.
Ärzte Zeitung, 09.11.2004

Auch mündliche Patientenverfügungen sollen gültig sein
Gesetzentwurf der Justizministerin stößt auf Kritik
BERLIN (hak). Auf ein geteiltes Echo ist der Gesetzentwurf von Justizministerin Brigitte Zypries zur Patientenverfügung gestoßen. Selbst innerhalb der Parteien gibt es kein einheitliches Meinungsbild. Kritik äußerte der Marburger Bund auf seiner Hauptversammlung in Berlin.
Ärzte Zeitung, 09.11.2004

"Ärzte waren das Rückgrat nationalsozialistischer Verbrechen"
BERLIN. Kein Berufsstand war so tief in die abscheulichen Verbrechen des Nationalsozialismus verstrickt wie Ärzte. Sie waren die geistigen Wegbereiter der Rassengesetze und der Eugenik. Und sie haben verantwortlich am Vollzug von Massenmord mitgewirkt. Mehr als die Hälfte der Ärzte war Mitglied in NS-Organisationen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Ende des Holocaust ist die medizinhistorische Aufarbeitung in Gang gekommen - aber die besondere Verantwortung des Berufsstandes für seine schreckliche Vergangenheit ist den meisten Ärzten nicht bewußt.
Von Helmut Laschet
Ärzte Zeitung, 09.11.2004
 


08. November

Ulla Schmidt: Wider das Vergessen
Heute eröffnet die Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, Ulla Schmidt, in Oranienburg die Dauerausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936-1945". Die Ministerin betonte, dass die neue Dauerausstellung helfe, einen immer noch ungenügend aufgedeckten Teil der Nazi-Herrschaft weiter auszuleuchten.
PRESSEMITTEILUNG BMGS 08.11.04

Medizinethiker für Neuregelung der Patientenverfügung
Aktueller Gesetzentwurf der Bundesregierung folgt Lübecker Empfehlungen
Am 5. November 2004 hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries einen Entwurf zur gesetzlichen Regelung der so genannten Patientenverfügung vorgelegt. Mit diesem Entwurf folgt ihr Ministerium Empfehlungen, deren wissenschaftliche Grundlagen maßgeblich von einer interdisziplinären Forschungsgruppe der Universität zu Lübeck erarbeitet wurden.
PRESSEMITTEILUNG Universität zu Lübeck 08.11.04
Anm.: Bioethik-Kritiker sehen das etwas anders...
 


06. November

Bundesjustizministerin will Rechte der Patienten stärken
Deutsche Hospizstiftung sieht arge Mängel im Gesetzentwurf - Union warnt vor Mißbrauch - Votum des Parlaments mißachtet
von Frank Diering
DIE WELT 06.11.04

„Der Gesetzentwurf ist eine Katastrophe“
Affront gegen das Parlament – Einstieg in die Sterbehilfe? Zypries Patientenverfügung wird hart kritisiert
Von Rainer Woratschka
Berlin - Schwerer könnten die Vorwürfe kaum sein, gegen die sich Brigitte Zypries verteidigen muss. Nein, sie betreibe „keinesfalls“ den Einstieg in die aktive Sterbehilfe, versichert die Justizministerin.
TAGESSPIEGEL 06.11.04

Grüne: Zypries legalisiert Sterbehilfe
Nickels kritisiert neue Regeln zu Patientenverfügungen
BERLIN, 5. November. Die Grünen-Politikerin Christa Nickels hat den Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) scharf kritisiert.
BERLINER ZEITUNG 06.11.04

Mehr Autonomie am Lebensende
Justizministerin Zypries will das Recht von schwerkranken Patienten stärken, lebensverlängernde Maßnahmen abzulehnen. Auch die Verfügungen von Wachkoma-Patienten sollen gelten. Damit stellt sich die Ministerin gegen die Enquetekommission
Von Christian Rath
TAZ 06.11.04

Tod auf Verlangen: Marburger Bund lehnt Gesetz zur aktiven Sterbehilfe rigoros ab
Berlin - Der Marburger Bund hat sich strikt gegen eine gesetzliche Regelung der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen.
DIE WELT 06.11.04
 


05. November

Eckpunkte zur Stärkung der Patientenautonomie
Die Frage, wie verbindlich eine Patientenverfügung ist, wird seit Jahren diskutiert. Befürworter fordern ihre strikte Beachtung. Gegner sehen in der Patientenverfügung allenfalls einen Anhaltspunkt für den mutmaßlichen Willen des Patienten. Der BGH hat mit seinem Beschluss vom 17. März 2003 schließlich die Verbindlichkeit einer Patientenverfügung bestätigt. Gleichwohl ist die Verunsicherung in der Praxis nach wie vor groß.
Die anstehende Reform des Betreuungsrechts wird das Selbstbestimmungsrecht der Patienten stärken und die Rechtssicherheit erhöhen. Die Eckpunkte zur Stärkung der Patientenautonomie finden Sie hier zum Download.
MITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 05.11.04

Dazu der umstrittene Gesetzentwurf:

PDF Entwurf eines 3. Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts
Stand: 01.11.04, 27 Seiten
Anm.: Hier geht es um die Rechtsverbindlichkeit von Patientenverfügungen

Dazu zum Vergleich die Empfehlungen der Enquete-Kommission:

PDF Patientenverfügungen
Zwischenbericht der Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin
72 Seiten, Drucksache 15/3700 13.09.2004 , übergeben an den Bundestagspräsidenten und veröffentlicht am 24.09.04

Keine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe
Die Möglichkeiten der modernen Medizin wecken bei den Menschen nicht nur positive Erwartungen, sondern sie fürchten zunehmend auch eine Sterbens- und Leidensverlängerung. Deshalb muss das mittlerweile zwölf Jahre alte Betreuungsrecht reformiert werden, um das Selbstbestimmungsrecht der Betreuten zu erhalten und einen effektiven Grundrechtsschutz zu garantieren. In diesem Zusammenhang werden Patientenverfügungen immer wichtiger, die fremdbestimmte Entscheidungen verhindern sollen.
MITTEILUNG BUNDESREGIERUNG 05.11.2004

Zypries für frühzeitige Patientenverfügung
Interview mit Brigitte Zypries (SPD), Bundesjustizministerin
DEUTSCHLANDRADIO 05.11.04

Rede von Bundesjustizministerin Zypries: Wir haben schon jetzt das verfassungsrechtlich geschützte Selbstbestimmungsrecht der Patientinnen und Patienten
Im Rahmen der 106. Hautpversammlung des Marburger Bundes erläuterte Bundesjustizministerin Zypries in ihren Statement bei der Podiumsdiskussion, warum wir kein Gesetz brauchen, das die aktive Sterbehilfe erlaubt.

Zypries Gesetzesentwurf zur Patientenverfügung birgt Gefahren
Patientenverfügung stärken - Gedanken des Lebensschutzes Rechnung tragen
Zum Gesetzesentwurf zur Patientenverfügung der Bundesjustizministerin Zypries erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU, 05.11.04

Regierungsentwurf zu Patientenverfügungen unakzeptabel
Anläßlich der Vorstellung des Entwurfs der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin":
Der heute von der Bundesregierung präsentierte Gesetzentwurf begegnet gravierenden Bedenken.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe 05.11.04

Kauch: FDP unterstützt die Richtung des Zypries-Entwurfs zur Patientenverfügung
BERLIN. Zur heutigen Vorstellung des Referentenentwurfs des Bundesjustizministerium zur Patientenverfügung erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der Modernen Medizin', Michael Kauch: Die FDP unterstützt die Richtung des Referentenentwurfs zur Patientenverfügung, den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heute vorgestellt hat. Er deckt sich in drei zentralen Punkten mit dem Antrag, den die FDP-Bundestagsfraktion im Juni in den Bundestag eingebracht hat.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 05.11.04

Bundesjustizministerium schummelt sich an den Qualitätskriterien von Patientenverfügungen vorbei
Berlin. „Der Gesetzesentwurf fördert den Wildwuchs an Entscheidungen, denen schwerstkranke Menschen bereits heute ausgesetzt sind. Allein durch unüberprüfbare Zeugenaussagen über das Leben oder den Tod eines Menschen zu bestimmen, ist grob fahrlässig“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung.
PRESSSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 05.11.04

Appell an Justizministerium und Bundestag: Tötungsverbot darf nicht angetastet werden!
"Das gesellschaftliche Tötungsverbot darf nicht angetastet werden. Deshalb darf der Gesetzgeber Patientenverfügungen, die tödliche Unterlassungen bei einwilligungsunfähigen Menschen einfordern, auf keinen Fall legalisieren."
Mit diesem eindringlichen Appell reagieren die Hospizvereinigung OMEGA und die bioethik-kritische Organisation BioSkop auf den Referentenentwurf zur Legalisierung von Patientenverfügungen, den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heute in Berlin vorgestellt hat.
PRESSEMITTEILUNG BioSkop e.V und OMEGA 05.11.04

Marburger Bund lehnt aktive Sterbehilfe kategorisch ab
Berlin – Zur 106. Hauptversammlung des Marburger Bundes, die sich schwerpunktmäßig mit der Frage „Brauchen wir ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe?“ befasst, erklärt der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Dr. Frank Ulrich Montgomery:
Der Marburger Bund spricht sich strikt gegen ein Gesetz zur aktiven Sterbehilfe aus.
PRESSEMITTEILUNG Marburger Bund 05.11.04

DGHS: Bürger sehen Einbußen bei der Gesundheitsversorgung; Krankheiten werden sich durch Mittelknappheit verschlimmern; Entscheidungshoheit von Ärzten wird abgelehnt; neue Emnid-Umfrage im Auftrag der DGHS
(dgpd Augsburg) Im Focus der neuen repräsentativen Meinungsumfrage stehen die Entwicklungen im Gesundheitswesen, insbesondere die potenziellen Folgen der Mittelknappheit, die Frage der Entscheidungskompetenz bei lebensverlängernden Maßnahmen sowie die Wichtigkeit einer gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe. Die Ergebnisse in Kürze
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft für humanes Sterben (DGHS) 05.11.04
Anm.: Die DGHS ist Befürworter der aktiven Sterbehilfe.

Ambulante Pflegedienste fürchten finanzielles Siechtum
Umfrage belegt rigide Genehmigungspraxis der Kassen
BERLIN (ric). Mehr als 80 Prozent der ambulanten Pflegedienste sehen sich in ihrer unternehmerischen Existenz gefährdet, wenn sich die Rahmenbedingungen in der häuslichen Pflege nicht bald ändern.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004

Rot-Grün dringt auf Pflegereform - und vertagt sie
Pflegebericht der Bundesregierung / Reformbedarf bei häuslicher Pflege / Schwache Konjunktur ist Grund für Defizit
BERLIN (HL). Entgegen ihrem tatsächlichen Verhalten, in dieser Legislaturperiode die Pflegeversicherung nicht grundlegend zu reformieren, stellt die rot-grüne Koalition zum Teil "weitreichenden Handlungsbedarf" fest.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004

Konzepte für eine menschlichere Pflege prämiert
BONN (ric). Beim 3. Bonner Pflegetag wurden vergangene Woche Konzepte mit dem Deutsche Pflegepreis 2004 prämiert, die in besonderer Weise das Thema Menschlichkeit in der Pflege berücksichtigen.
Ärzte Zeitung, 05.11.2004
 


04. November

Kinderhospiz im Allgäu ist das erste in Süddeutschland
NEU-ISENBURG (Smi). In Bad Grönenbach im Allgäu soll ab Frühjahr kommenden Jahres das erste Kinderhospiz Süddeutschlands entstehen.
Ärzte Zeitung, 04.11.2004

Wir von der Demenz-WG
In Castrop-Rauxel leben verwirrte alte Menschen in einer Wohngemeinschaft. Jeder kann seine Marotten pflegen. Wer will, schläft unterm Bett
Von Sabine Etzold
DIE ZEIT 04.11.2004 Nr.46
 


03. November

"Aktives Töten von Menschen darf es für Ärzte nicht geben"
Marburger Bund startet diese Woche eine Initiative gegen aktive Sterbehilfe - Zypries will Rechte der Patienten stärken
von Frank Diering
DIE WELT 03.11.04
 


02. November

Ausbau von Pflegeangeboten im Nordosten
Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern setzt auf häusliche Pflege
GÜSTROW (di). Das Netz an Pflegeangeboten im Nordosten soll ausgebaut werden. Gesundheitsministerin Dr. Marianne Linke (PDS) setzt auf häusliche Pflege und mehr Unterstützung für Demenzkranke.
Ärzte Zeitung, 02.11.2004

Bei der Pflege von Angehörigen gibt’s einen Steuerbonus
In der Steuererklärung kann Pflegepauschbetrag von 924 Euro angesetzt werden / Auch Rentenansprüche werden erworben
BERLIN (ddp). Mehr als zwei Millionen Menschen sind in Deutschland dauerhaft pflegebedürftig. Etwa 70 Prozent davon werden von ihren Angehörigen zu Hause versorgt. Das honoriert der Staat mit Steuervorteilen und zusätzlichen Rentenansprüchen.
Ärzte Zeitung, 02.11.2004

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