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Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel Oktober 2005
Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06
29. Oktober
Saar-SPD-Chef für aktive Sterbehilfe in engen Grenzen
Saarbrücken - Saar-SPD-Chef Heiko Maas hat für eine aktive Sterbehilfe in engen Grenzen plädiert.
DIE WELT 29.10.05
28. Oktober
Suizid nicht verharmlosen
Experten warnen vor Akzeptanz der Selbsttötung im Alter und fordern mehr Beratungsangebote. Kritik auch an Schweizer Sterbehilfe-Verein Dignitas
TAZ 28.10.05
27. Oktober
Das letzte Tabu
Aktive Sterbehilfe ist manchmal der einzige Ausweg – erlaubt werden darf sie dennoch nicht
Von Robert Leicht
Was ist menschliches Leben, wann und wie endet es wirklich?
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Am Ende
Sterbehilfe ist längst akzeptiert, das Verbot lässt sich nicht halten
Von Wolfgang van den Daele (Mitglied des Nationalen Ethikrates und Direktor der Abteilung »Zivilgesellschaft und transnationale Netzwerke« am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
Die öffentliche Debatte, die in Deutschland über aktive Sterbehilfe geführt wird, ist soziologisch unterbelichtet. Politische Korrektheit verstellt den Blick auf die Tatsache, dass die Positionen der Entscheidungseliten sich immer stärker von den Wertvorstellungen der Bevölkerung entfernen.
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Nachbarn ohne Skrupel?
Sterbehilfe in der Schweiz und den Niederlanden
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
»Dignitas ist ein diktatorischer Verein«
Die umstrittene Schweizer Sterbehilfeorganisation besteht faktisch nur aus einer Person: Ludwig A. Minelli
Von Urs Willmann
Will Ludwig A. Minelli belegen, dass die Idee von einer Gesellschaft, in der Sterbenskranken ohne juristische Hürden tödliche Cocktails bereitgestellt werden, keine Neuigkeit darstellt, hilft ihm Giacomo Casanova.
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Mehr als Schmerzen lindern
Gibt es Alternativen zur Sterbehilfe? Der Kölner Arzt Raymond Voltz über die Möglichkeiten und Grenzen der Palliativmedizin
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Ein Mann, der dringend sterben wollte
Ein Schlaganfall, eine Blutung im Stammhirn – zwei Jahre lang war Herr R. fast vollständig gelähmt. Andere Patienten kämpfen um ihr Leben, er kämpfte um seinen Tod
Von Frank Drieschner
DIE ZEIT 27.10.2005 Nr.44
Anm.: Langer aber lesenswerter Artikel!
Großbritannien: Liberalisierung der Sterbehilfe
Neuregelungen sehen die Möglichkeit des assistierten Suizids vor
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 42 vom 21.10.2005, Seite A-2825
26. Oktober
Sterbehilfe ist nur ein anderes Wort für Töten
Plädoyer für die Achtung des Lebens / Von Robert Spaemann
Stuttgarter Zeitung 26.10.2005
Was ist der Wille des sterbenden Patienten?
Das Ende des Lebens entzieht sich der Normierung - und bleibt für den Arzt in jedem Einzelfall eine Herausforderung
Ärzte Zeitung, 26.10.2005
Der Tod als "Lebensreifeprüfung"
EKD-Vizepräsident Hermann Barth eröffnet Ausstellung
Auf entschiedenen Widerspruch trafen beim Vizepräsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, sowohl die organisierte Beihilfe zur Selbsttötung als auch der Versuch, die Tötung auf Verlangen legitimieren zu wollen.
PRESSEMITTEILUNG EKD 26.10.05
Ansprache zur Eröffnung der Ausstellung "Noch mal leben. Eine Fotoausstellung über das Sterben" in Berlin
Hermann Barth, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
26. Oktober 2005
Stirb schneller!
Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat mit seinen Äußerungen erneut eine Debatte über die Sterbehilfe ausgelöst. Der Verein Dignitas versucht derweil, Tatsachen zu schaffen.
Von Guido Sprügel
JUNGLE WORLD Nr. 43 vom 26.10.05
25. Oktober
Palliativ-Modell statt aktiver Sterbehilfe
POTSDAM (ami). In die Diskussion um Sterbehilfe hat sich nun auch Brandenburgs Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler eingeschaltet.
Ärzte Zeitung, 25.10.2005
EKD-Ratsvorsitzender besucht Palliativstation in München
Medizin und Seelsorge Hand in Hand gegen „Todesmentalität“
„Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion um Sterbehilfe und Bioethik ist es notwendig, eine Alternative zu der Todesmentalität zu entwickeln, die derzeit in der Gesellschaft um sich greift!“ sagte heute der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Dr. Wolfgang Huber, anlässlich seines Besuchs im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin (IZP) am Münchner Universitätsklinikum Großhadern.
PRESSEMITTEILUNG EKD 25. Oktober 2005
24. Oktober
Unterstützung für Bundesrats-Initiative gegen Sterbehilfe
Hannover - Zahlreiche Länder wollen eine Bundesratsinitiative unterstützen, mit der die geschäftsmäßige Vermittlung von Sterbehilfe unter Strafe gestellt werden soll, erklärte Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU).
DIE WELT 24.10.05
Streit um Sterbehilfe provoziert Koalitionskrach
Wachsende Differenzen in niedersächsischer Landesregierung über den Umgang mit umstrittener Organisation "Dignitas"
DIE WELT 24.10.05
Sterben à la carte: Patientenverfügungen – Fluch oder Segen?
Tacheles am 1. November aus der Marktkirche Hannover
PRESSEMITTEILUNG EKD 24.10.05
22. Oktober
"Der Tod darf nicht zur Ware werden"
Niedersächsische Justizministerin will über den Bundesrat Sterbehilfeverein Dignitas verbieten
Interview
DIE WELT 22.10.05
"Selbsttötung ist ein Menschenrecht"
Interview: Ludwig A. Minelli vom Verein Dignitas über Sterbehilfe, Liebeskummer und Pisa-Trottel
BERLINER ZEITUNG 22.10.05
21. Oktober
Schmidt will Sterbehilfe unnötig machen
Schlacht der Studien: Nachdem Forsa erhob, dass die meisten Deutschen aktive Sterbehilfe wollen, kontert die Hospiz-Stiftung mit einer Studie, in der die Mehrheit dagegen ist. Eins wollen alle: bessere Schmerzmedizin. Schmidt kündigt Programm an
Von Cosima Schmitt
TAZ 21.10.05
Nur 35 Prozent sind für aktive Sterbehilfe
Langzeitstudie der Deutschen Hospiz Stiftung - Zusätzliche Millionen für die Behandlung von Schwerstkranken
von Frank Diering
DIE WELT 21.10.05
Wenn Sterbehilfe zu Mord wird
Nur ein Drittel der Deutschen für Sterbehilfe? Die Deutsche Hospizstiftung präsentiert eine neue Umfrage
Hartmut Wagner
BERLINER ZEITUNG 21.10.05
Anm.: Hier stellt der Autor das Ergebnis der Studie in Frage.
Auseinandersetzung mit Gewissensfragen muß Teil des politischen Agierens der CDU sein
Interview mit Roger Kusch zur Sterbehilfedebatte
Hamburger Abendblatt 21.10.05
Verstoß gegen das christliche Menschenbild und die Menschenwürde
Von Thomas Rachel
Die Forderungen nach aktiver Sterbehilfe werden lauter. Alles scheint, als wäre nur noch der Widerstand einiger weniger zu überwinden und endlich könnten die Menschen sterben - ohne Leid, ohne Schmerzen, ohne Angst.
Hamburger Abendblatt 21.10.05
SPD-Politiker begrüßt Millionenprogramm für Sterbenskranke
Der Vorsitzende der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" im Bundestag, Rene Röspel (SPD), hat das von Bundesgesundheitsministerin Schmidt angekündigte Millionenprogramm für die Pflege Sterbenskranker begrüßt.
DEUTSCHLANDRADIO 21.10.05
Caritas lehnt Zulassung aktiver Sterbehilfe ab
Ausbau der Palliativmedizin und Begleitung Sterbender wichtig
Freiburg. „Die aktuellen Tendenzen, aktive Sterbehilfe zu legalisieren, lehnt die Caritas ab“, betont Caritaspräsident Peter Neher . Dagegen begrüßt er die Entscheidung der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, verstärkt in den Ausbau der Palliativmedizin zu investieren.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Caritasverband 21.10.05
Experten fordern: Rechtsanspruch auf Palliativversorgung ins Sozialgesetzbuch
Trotz entscheidender Verbesserungen im palliativmedizinischen Bereich wird Tumorschmerztherapie in Deutschland nach wie vor nicht zufrieden stellend umgesetzt. Gerade die Versorgung ambulanter Tumorschmerzpatienten weist immer noch schwerwiegende Lücken auf.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 21.10.05 (IDW)
Keine Legalisierung von aktiver Sterbehilfe
Zur Diskussion um die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Ich begrüße die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, ein umfangreiches Programm für die Pflege Sterbenskranker bereitzustellen. Damit wird ein Kontrapunkt gesetzt in der Diskussion um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe.
PRESSEMITTEILUNG Claudia Roth, MdB, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 21.10.05
20. Oktober
Studie - Was denken die Deutschen wirklich über Sterbehilfe?
Langzeitstudie der Deutschen Hospiz Stiftung zum Thema aktive Sterbehilfe
6 Seiten, 20.10.05
Umfrage: Mehrheit befürwortet Palliativmedizin
BERLIN. Eine Mehrheit der Deutschen zieht den Einsatz von Palliativmedizin und Hospizarbeit der aktiven Sterbehilfe vor.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.10.05
Sterbehilfe - Instrumentalisierte Umfragen
Sind die Deutschen für oder gegen aktive Sterbehilfe? Meinungsforscher kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen
Von Katharina Schuler
Seit der Schweizer Verein für Sterbehilfe, Dignitas, Ende September in Hannover ein Büro eingerichtet hat, ist in Deutschland die Debatte über die aktive Tötung unheilbar Kranker neu entbrannt.
DIE ZEIT 43/05
FDP-Politikerinnen fordern Debatte über aktive Sterbehilfe
BERLIN. Führende FDP-Politikerinnen haben eine offenere Debatte über die Zulassung aktiver Sterbehilfe in Deutschland gefordert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.10.05
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will bessere Palliativversorgung in Deutschland
In dem heute erschienen Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihre Vorstellungen zur Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung in Deutschland dargestellt. Dazu stellen wir Ihnen nachfolgend den Wortlaut des Interviews zur Verfügung:
PRESSEMITTEILUNG BMGS 20.10.05
Millionenprogramm für Todkranke
Ein von Gesundheitsministerin Schmidt vorgestelltes Programm will mit 250 Millionen Euro eine bessere Versorgung Todkranker erreichen. Bis zuletzt sollen Schmerzbehandlung und Begleitung gewährleistet sein.
NETZEITUNG 20.10.05
Leutheusser-Schnarrenberger für Zulassung der aktiven Sterbehilfe
Liberale uneins - Koalitionsstreit in Niedersachsen
von Joachim Peter
DIE WELT 20.10.05
Kinderhospize sollen in den kommenden Jahren in Deutschland so bekannt werden wie Kindergärten
Von Ilse Schlingensiepen
Die Mitstreiter des Kinderhospizvereins haben ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen die Kinderhospizbewegung fest im öffentlichen Bewußtsein verankern.
Ärzte Zeitung, 20.10.2005
Würde bis ans bittere Ende
Aktive Sterbehilfe / Der stellvertretende CDU-Chef weist alle Pläne einer gesetzlichen Lockerung zurück
Christoph Böhr, Vorsitzender der Wertekommission der CDU
Wie kann in unserer Gesellschaft ein Sterben in Würde gewährleistet werden? Roger Kusch, CDU-Justizsenator in Hamburg, ist davon überzeugt, dass es Krankheiten gibt, die ein Weiterleben in Würde nicht mehr möglich machen.
RHEINISCHER MERKUR Nr. 42, 20.10.2005
Kardinal Wetter zur Euthanasie: Notfalls zivilen Ungehorsam leisten
Der Münchner Erzbischof wies die Forderung des Hamburger Justizsenators Kusch zurück. Es brauche „beharrlich und offensiv eine christliche Antwort“.
KATH.NET 20.10.05
19. Oktober
"Nicht der Tod, das Sterben ist das Tabu"
Die Forderung von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch, aus Nächstenliebe die Aktive sterbehilfe zu legalisieren, hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Ärzte, Kirchen und viele Politiker lehnen seine Vorschläge ab - wie Katrin Göring-Eckardt von den Grünen, die den CDU-Mann zum Streitgespräch traf.
STERN.DE 43/2005 19.10.2005
Streit um aktive Sterbehilfe geht weiter
BONN. Die Diskussion über aktive Sterbehilfe in Deutschland geht in eine neue Runde. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) und der Leiter der CDU-Wertekommission Christoph Böhr sprachen sich in am 19. Oktober Zeitschriften-Beiträgen zufolge gegen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe aus.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.10.05
17. Oktober
Justizministerin Zypries lehnt aktive Sterbehilfe weiterhin ab
Kritik an Hamburger Seantor Kusch - Sachsens Justizminister Mackenroth warnt vor Dammbruch - Landesbischöfin befüchtet Mißbrauch
BERLINER MORGENPOST 17.10.05
"Der Hippokratische Eid ist überholt"
Harald Neuber
Die Debatte um Sterbehilfe ist wieder auf der Tagesordnung. Einer der Befürworter ist der Potsdamer Rechtsanwalt Dieter Graefe, der Dignitas als Rechtsbeistand in Deutschland vertritt
TELEPOLIS 17.10.2005
Deutsche Hospiz Stiftung zum Deutschen Fernsehpreis 2005: Selbstbestimmung nicht durch Töten, sondern durch Begleiten
Dortmund. „Dass gerade in der aktuellen politischen Diskussion um aktive Sterbehilfe dieser Film zum eindeutigen Gewinner des Deutschen Fernsehpreis 2005 gewählt wurde, ist bezeichnend“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch. Gleich vier Preise erhielt der liebevoll inszenierte Film von Rainer Kaufmann um das gesellschaftliche Tabuthema Sterben.
PRESSEMITZTEILUNG Deutsche Hopsiz Stiftung 17.10.05
16. Oktober
Nicht heilen, aber helfen
Deutschland streitet über Sterbehilfe. Die Diskussion um Alternativen wie Sterbebegleitung kommt dabei zu kurz
von Antonia Beckermann
WELT AM SONNTAG 16.10.05
Provokateur aus reiner Kalkulation
Justizsenator Roger Kusch weiß genau, wann er sich auf Schlagzeilen einläßt
WELT AM SONNTAG 16.10.05
15. Oktober
Letzter Ausweg Sterbehilfe
Das Recht auf einen Tod auf Wunsch birgt die Gefahr einer Entmündigung im Namen der Selbstbestimmung. Ohne menschenwürdige Pflege wird sich Euthanasie durchsetzen
TAZ 15.10.05
Lebenshilfe statt Sterbehilfe
Himmel und Erde
von Traugott Giesen
Das waren noch Zeiten, als die Patriarchen im Kreis ihrer Familie friedlich hinüberstarben. Oder auch Kinder, die nicht leben konnten - wie wurden sie im Kreis der Geschwister und vieler Tanten in den Himmel gesungen. Lange her.
DIE WeLT 15.10.05
Ist das nur die Ruhe vor dem Sturm?
Zum Schweigen der Union nach den Entgleisungen ihres Hamburger Justizsenators - Ein Kommentar von Benjamin Lassiwe
KATH.NET 15.10.05
Appell an den Bundestag für ein Gesetz zur Sterbehilfe
Der ehemalige Vorsitzende des Bundesgerichtshofs, Klaus Kutzer, hat in Sachen Sterbehilfe und Patientenverfügung an die Parteien im Deutschen Bundestag appelliert, sich alsbald auf verbindliche Gesetze zu einigen.
DIE WELT 15.10.05
"Bankrotterklärung einer christlichen Gesellschaft"
Bayerns Justizministerin Merk: Aktive Sterbehilfe darf es nicht geben - "Töten auf Verlangen ist strafbar und soll es auch bleiben"
von Frank Diering
DIE WELT 15.10.05
14. Oktober
CDU und SPD lehnen aktive Sterbehilfe kategorisch ab
Berlin - Union und SPD haben den Vorstoß von Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zurückgewiesen.
DIE WELT 14.10.05
Aktive Sterbehilfe: CDU-Führung geht auf Distanz zu Kusch
"Einzelmeinung": Die Union, aber auch FDP, Grüne und SPD lehnen Tötung auf Verlangen ab
HAMBURG - Die CDU-Führung hat sich deutlich vom Vorstoß des Hamburger Justizsenators Roger Kusch zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe distanziert.
HAMBURGER ABENDBLATT 14.10.05
Schwarz-rote Koalitionsvereinbarung muss Perspektiven für Sterbebegleitung geben
BERLIN. Anlässlich des Deutschen Hospiztags am 14. Oktober erklärt der für Ethik in der Medizin verantwortliche FDP-Bundestagsabgeordnete, Michael Kauch:
Sonntagsreden wurden genug gehalten. Immer wenn die Debatte über Sterbehilfe aufbrandet, haben Politiker von CDU/CSU und SPD ein Argument parat: Statt Sterbehilfe brauchen wir bessere Sterbebegleitung. Den Worten sind bisher wenige Taten gefolgt.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 14.10.2005
Neue Plakatkampagne zum Thema Hospizarbeit
Deutscher Hospiztag / Malteser verzichten auf Klischees
KÖLN (eb). Am heutigen Deutschen Hospiztag starten die Malteser eine neue bundesweite Informationskampagne zum Thema Hospizarbeit und Palliativmedizin.
Ärzte Zeitung, 14.10.2005
"Abgeklatscht" und "fertig gemacht" - die Sprache in der Pflege ist ein Spiegelbild der Wirklichkeit
Von Thomas Meißner
Zum Schlafen gibt’s ein "Schnäpschen", morgens wird "abgeklatscht", und bis zur Dienstübergabe müssen Patienten auf jeden Fall "fertig gemacht" werden. Im Jargon im Umgang mit kranken Menschen werden die Patienten oft entwürdigt oder gar zur Sache gemacht.
Ärzte Zeitung, 14.10.2005
13. Oktober
Sterbehilfe: Hitzige Debatte um Kusch
Legalisierungs-Vorstoß des Justizsenators polarisiert stark - Weiter Kritik aus der eigenen Partei
DIE WELT 13.10.05
Liberalisierung der ,Tötung auf Verlangen’ ist unerträgliche Zumutung
Die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) kritisiert den Vorschlag des Hamburger Justizsenators Roger Kusch.
KATH.NET 13.10.05
Eine starke Palliativversorgung - die Antwort auf die Gründung der Sterbehilfeorganisation "Dignitas"
Von Christian Beneker
Die Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" hat in Hannover einen deutschen Ableger der Organisation gegründet. Seither formieren sich Kirchen, Politik und Ärztevertreter zu einer laut protestierende Koalition gegen die Gründung.
Ärzte Zeitung, 13.10.2005
Angebote für Sterbebegleitung sollen besser vernetzt werden
Baden-Württembergs Sozialminister Renner plädiert vehement gegen aktive Sterbehilfe / "Hospizbewegung ist Impulsgeber und Motor"
STUTTGART (mm). Eine Lanze für Ärzte und Hospizmitarbeiter in der Schmerztherapie und Palliativmedizin hat jetzt Arbeits- und Sozialminister Andreas Renner aus Baden-Württemberg gebrochen.
Ärzte Zeitung, 13.10.2005
Ärztekammer Niedersachsen informiert über Palliativmedizin
HANNOVER. Die Auseinandersetzung um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Deutschland sollte „mit mehr Sachlichkeit und Vernunft geführt werden“. Das fordert die Ärztekammer Niedersachsen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 13.10.05
12. Oktober
Kusch stößt mit Votum für Sterbehilfe auf Kritik
Justizsenator äußert sich als erster Unionspolitiker in dieser Weise - Zweifel auch in den eigenen Reihen
von Florian Hanauer
DIE WELT 12.10.05
Sterbehilfe: ein "Gebot christlicher Nächstenliebe"?
Harald Neuber
Der Hamburger Justizsenator Roger Kusch heizt die Debatte um den Strafrechtsparagraphen 216 an
TELEPOLIS 12.10.2005
Aktive Sterbehilfe - Senator löst heftige Debatte aus
Kusch: Das Tabu-Thema
Hamburg - Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat mit seiner gestern im Hamburger Abendblatt veröffentlichten "Ansichtssache" eine bundesweite Debatte über die aktive Sterbehilfe ausgelöst.
HAMBURGER ABENDBLATT 12.10.05
Deutscher Richterbund: Sterbehilfe kein Thema für medienwirksame Schlagzeilen
Nach Zeitungsberichten spricht sich der Justizsenator von Hamburg, Roger Kusch, dafür aus, den Straftatbestand der aktiven Sterbehilfe (§ 216 Strafgesetzbuch: "Tötung auf Verlangen") abzuschaffen.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Richterbund 12.10.05
Aktive Sterbehilfe bleibt abzulehnen.
Tötung von Menschen verstößt gegen das christliche Menschenbild und die Menschenwürde
Zu den Forderungen zur Legalisierung aktiver Sterbehilfe erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Die CDU/CSU-Fraktion lehnt eine Zulassung der aktiven Sterbehilfe ab, da die Tötung von Menschen gegen das christliche Menschenbild und die Menschenwürde verstößt. Diese ist auch in der letzten Phase des Lebens zu schützen.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB, CDU 12.10.05
Massive Kritik an Forderungen nach Sterbehilfe
HAMBURG/DORTMUND (ddp). Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) stößt mit seiner Forderung nach Legalisierung der aktiven Sterbehilfe auf Proteste.
Ärzte Zeitung, 12.10.2005
Menschen in Würde pflegen statt Menschenleben mit aktiver Sterbehilfe beenden.
Deutsche Pflege protestiert gegen Eröffnung eines Informationsbüros des Schweizer
Sterbehilfeverein „DIGNITAS“ in Hannover und fordert bessere Pflegebedingungen für
letzte Lebensphase sowie bessere, flächendeckende Schulung in Palliativ Care.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Pflegerat e.V. 12.10.05
11. Oktober
Senator Kusch plädiert für aktive Sterbehilfe
HAMBURG - Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (51, CDU) setzt sich für aktive Sterbehilfe in Deutschland ein. In einem Beitrag für das Hamburger Abendblatt spricht er sich für die Änderung des Paragraphen 216 des Strafgesetzbuchs (StGB) aus.
HAMBURGER ABENDBLATT 11.10.05
Leben und Sterben in Würde
Ansichtssache
Von Roger Kusch
HAMBURGER ABENDBLATT 11.10.05
Hamburgs Justizsenator Kusch plädiert für aktive Sterbehilfe
HAMBURG. Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) setzt sich für aktive Sterbehilfe in Deutschland ein.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.10.05
Deutsche Hospiz Stiftung kritisiert Hamburger Justizsenator: Wir brauchen kein falsches Mitleid, sondern Recht auf Sterbebegleitung
Dortmund. „Wir sind zutiefst entsetzt über die Forderung des Hamburger Justizsenators Roger Kusch (CDU), aktive Sterbehilfe zu legalisieren“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 11.10.05
Kauch: Kusch-Vorstoß zu sachgerechter Debatte über aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid nutzen
BERLIN. Zur Forderung des Hamburger Justizsenators Roger Kusch (CDU) nach Zulassung der aktiven Sterbehilfe erklärt der FDP-Bundestagsabgeordnete, Michael Kauch:
Die Äußerung von Roger Kusch stellt einen Tabubruch innerhalb der CDU dar. Bisher wurde gerade von der Union die Debatte über aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid unterdrückt.
Erforderlich ist es, die Erfahrungen mit aktiver Sterbehilfe in den Niederlanden und in Belgien sowie mit dem assistierten Suizid in der Schweiz und im US-Bundesstaat Oregon sachgerecht, kritisch und ergebnisoffen zu prüfen.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 11.10.2005
Bundespräsident: Sterbenskranke besser versorgen!
Konkrete Regelung gefordert
WÜRZBURG (dpa). Bundespräsident Horst Köhler hat eine klare gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen gefordert.
Ärzte Zeitung, 11.10.2005
Ärztekammer Nordrhein publiziert Hilfe für Patientenverfügungen
DÜSSELDORF. Hilfestellungen und Informationen zu Patientenverfügungen hat die Ärztekammer Nordrhein auf ihrer Internetseite zum Download bereit gestellt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 11.10.05
10. Oktober
"Mir ist wichtig, daß wieder zu Hause gestorben werden kann"
Landesbischöfin Käßmann für Verbot von Dignitas
DIE WELT 10.10.05
08. Oktober
Bundespräsident Köhler lehnt aktive Sterbehilfe in Deutschland ab
Würzburg - Bundespräsident Horst Köhler hat sich entschieden gegen aktive Sterbehilfe ausgesprochen.
DIE WELT 08.10.05
Köhler fordert Gesetz über Patientenverfügung
Bundespräsident Horst Köhler hat zum Auftakt der Fachtagung "Hospiz vernetzt" mehr Anstrengung der Gesellschaft für ein Sterben in Würde gefordert.
TAGESSCHAU.DE 08.10.2005
"Sterben lernen heißt leben lernen"
Rede von Bundespräsident Horst Köhler bei der Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz am 8. Oktober 2005 in Würzburg
07. Oktober
Bilanz der Deutschen Hospiz Stiftung zum Welthospiztag 2005: Herausforderungen der Zukunft annehmen
Dortmund. „Ohne das große Engagement der Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit wären viele Menschen in der letzten Lebensphase mit ihren Sorgen und Ängsten allein“, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung Eugen Brysch.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 07.10.05
Würdig sterben heißt, nicht allein zu sterben
Hospiztag: Bischöfin Maria Jepsen über die Gesellschaft und den Tod. Die Theologin spricht sich im Abendblatt-Interview gegen Sterbehilfe aus - und für einen offenen Umgang mit dem Thema.
Von Holger Dohmen
HAMBURGER ABENDBLATT 07.10.05
Sterbehilfe: Reise in die Schweiz
Klinkhammer, Gisela
Nach eigenen Angaben hat der in der Schweiz vor sieben Jahren gegründete Verein Dignitas bisher 453 Menschen beim Suizid unterstützt. 253 von ihnen kamen aus Deutschland.
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 40 vom 07.10.2005, Seite A-2661
Künstliche Ernährung: Klage gegen Richtlinie
Hibbeler, Birgit
Bundesausschuss: Ersatzvornahme des Ministeriums medizinisch, ethisch und rechtlich problematisch
Deutsches Ärzteblatt 102, Ausgabe 40 vom 07.10.2005, Seite A-2664
06. Oktober
Ministerin Ulla Schmidt ergreift Partei für Schmerztherapeuten
Gesundheitsministerin fordert höhere Honorare für Palliativ-Leistungen
BERLIN (ami). In der Diskussion um aktive Sterbehilfe hat sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) für die individuelle Schmerztherapie und für eine ausgebaute Palliativmedizin ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 06.10.2005
Kein Gesetz gegen das Geschäft mit dem Tod
FDP in Hannover verurteilt CDU-Plan einer rechtlichen Verschärfung beim assistierten Suizid
von Frank Diering
DIE WELT 06.10.05
Italiens berühmtester Koma-Patient nach zwei Jahren erwacht
„Ich lag im Koma, habe aber alles verstanden“, sagt der Sizilianer Salvatore Crisafulli. Seit kurzem kann er wieder sprechen.
KATH.NET 06.10.05
05. Oktober
Palliativzentrum in Kiel
Uniklinikum Schleswig-Holstein eröffnet Einrichtung
KIEL (di). Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat an seinem Kieler Standort ein interdisziplinäres Schmerz- und Palliativzentrum eingeweiht, das auch über eine Tagesambulanz verfügt.
Ärzte Zeitung, 05.10.2005
Senatorin will runden Tisch zur Hospizversorgung
Vorschlag für Berlin
BERLIN (ddp). Berlins Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei.PDS) plädiert für die Gründung eines Runden Tisches zur Hospiz- und Palliativversorgung in Berlin.
Ärzte Zeitung, 05.10.2005
04. Oktober
Sterbehilfe: Bundesärztekammer begrüßt Initiative für Gesetzesänderung
BERLIN. Die Bundesärztekammer hat die Ankündigung des Niedersächsischen Justizministeriums begrüßt, über eine Gesetzesänderung die professionelle Vermittlung von Sterbehilfe in Deutschland unter Strafe stellen zu wollen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 04.10.05
Hoppe: Klare Gesetze gegen Sterbehilfe
Berlin - "Wir müssen alle Mittel ausschöpfen, um die Etablierung dieser Organisation in Deutschland zu verhindern", sagte Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, zu der Ankündigung des Niedersächsischen Justizministeriums, über eine Gesetzesänderung die professionelle Vermittlung von Sterbehilfe, wie sie der Verein Dignitas praktiziert, künftig in Deutschland unter Strafe stellen zu wollen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 04.10.2005
03. Oktober
Sterbehilfe in der Schweiz am häufigsten angewandt
Vergleichsstudie mit EU-Ländern
Die passive Sterbehilfe wird in der Schweiz häufiger praktiziert als in anderen europäischen Ländern.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG NZZ 03.10.05
01. Oktober
Sterbehilfe soll Straftat werden
Hannover - Niedersachsen will über eine Bundesratsinitiative die umstrittene Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" in Deutschland stoppen.
DIE WELT 01.10.05
Sterbehilfe in der Schweiz häufiger angewandt als in EU
Muttenz. AP/baz. Die passive Sterbehilfe wird in der Schweiz häufiger praktiziert als in anderen EU-Ländern. Am seltensten werden lebensverlängernde Behandlungen dagegen in Italien abgebrochen.
BASLER ZEITUNG 01.10.05
„Tötung auf Verlangen widerspricht biblischem Tötungsverbot“
EKD-Vizepräsident Hermann Barth zur Ethik des Helfens und Heilens
Die Forderung, Tötung auf Verlangen oder, im Fall von schwer behinderten Kleinkindern oder schwer Dementen, sogar die Tötung ohne Einwilligung zuzulassen, ist nach Auffassung des Vizepräsidenten des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, unvereinbar mit dem biblischen Gebot „Du sollst nicht töten“.
PRESSEMITTEILUNG EKD 29.09.05
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