www.Sterbehilfe-Debatte.de
Pressespiegel
Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte
Pressespiegel Oktober 2006
Anzahl: 81 Artikel, Stand 06.11.06
31. Oktober
Ethikrat: Thierse drängt auf Änderungen an Regierungsplänen
Berlin - Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) fordert Änderungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Neuregelung des Ethikrats.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 31.10.06
Bundesregierung bagatellisiert Situation in Pflegeheimen
"Die Situation der Pflegeheime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner gehören auf die Tagesordnung des Bundestages" fordert der seniorenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Jörn Wunderlich.
PRESSEMITTEILUNG Die Linke. im Bundestag 31.10.2006
Gesundheitsökonomen: Kritik an Strategie zur Kosten-Nutzen-Analyse
Duisburg/Essen - Die bisherigen Planungen dazu, wie in Deutschland Kosten-Nutzen-Analysen für das Gesundheitssystem erfolgen sollen, hat eine Gruppe von 20 Gesundheitsökonomen kritisiert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, 31.10.06
30. Oktober
Deutsche Hospiz Stiftung: Gedenktage als Chance begreifen / Sterben, Tod und Trauer in die Mitte des Lebens rücken
Berlin. Für eine Wieder-Annäherung an die Themen Sterben, Tod und Trauer hat sich der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 30.10.2006
Selbstbestimmung am Lebensende: Wunsch und Wirklichkeit liegen weit auseinander
Den möglichen Verlust der Selbstbestimmung am Ende des Lebens sehen viele Menschen als Bedrohung. Etwa 80 Prozent würden daher gern selbst entscheiden, unter welchen Umständen sie sterben.
PRESSEMITTEILUNG Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (idw) 30.10.2006
Medizinstudium: Verlust der Moral
Im Medizin-Hörsaal verkümmert die Moral. Die Studenten verlieren während ihrer Ausbildung ihre Urteilskraft. Schuld seien die verschulten Lernstrukturen, behauptet eine Psychologin.
Von Frank van Bebber
SUEDDEUTSCHE.DE 30.10.06
27. Oktober
Schweizer Kommission warnt vor Missbrauch bei Suizid-Hilfe
Bern - Die Schweizer Ethikkommission hat mehr Sorgfalt und besseren Lebensschutz im Rahmen der gesetzlich erlaubten Beihilfe zum Selbstmord gefordert.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 27.10.06
Schweiz: Schranken für Sterbehilfe
Ethikkommission fordert Sorgfaltskriterien
Die Ethikkommission fordert minimale Sorgfaltskriterien für Sterbehilfeorganisationen wie Exit oder Dignitas. Damit will sie Sterbewillige vor Missbrauch schützen.
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 27.10.06
Schweiz: Sorgfaltskriterien im Umgang mit Suizidbeihilfe
Die Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (NEK-CNE) legt in ihrer Stellungnahme Nr. 13/2006 Sorgfaltskriterien im Umgang mit Suizidbeihilfe vor.
PRESSEMITTEILUNG Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (Schweiz) 27.10.06
Sorgfaltskriterien im Umgang mit Suizidbeihilfe
Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin (Schweiz) Stellungnahme Nr. 13/2006
5 Seiten, Veröffentlicht 27.10.06
Modellprojekt zur besseren Versorgung der Menschen mit Demenz
Heute wurde das Projekt Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) in Nürnberg vorgestellt. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt diskutierte mit den Projektbeteiligten über die Möglichkeiten, die Betreuung der Menschen mit Demenz weiter zu verbessern.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 27.10.2006
Der Tod als Lehrmeister
Wenn die Blätter des Lebens fallen: Erst aus der Perspektive des Todes gewinnen wir den umfassenden Blick auf das Leben. Von Bischof Heinz Josef Algermissen.
KATH.NET 27.10.2006
Umfrage: Die Deutschen möchten nicht uralt werden
Obwohl die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen seit Jahrzehnten kontinuierlich steigt, wünschen sich immer weniger Menschen, alt wie Methusalem zu werden. Das liegt wohl unter anderem daran, dass die Menschen nachdenklicher werden.
DIE WELT 27.10.2006
26. Oktober
Spitzengespräch der Bundesärztekammer, der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Aktuelle Fragen der Gesundheitsreform, Initiativen zur Verringerung der Spätabtreibungen sowie der Umgang mit Patientenverfügungen und der Fürsorge am Lebensende standen im Mittelpunkt eines Gespräches, das am 25. Oktober in Bonn zwischen Vertretern der Bundesärztekammer, der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stattfand.
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG der Bundesärztekammer, der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD 26.10.06
Bundesärztekammer diskutiert mit Kirchen ethische Fragen
Bonn - Für mehr Gesundheitsförderung durch Vorbeugung und Förderung von Eigenverantwortung haben sich die Bundesärztekammer und die beiden großen Kirchen ausgesprochen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.10.06
BMFSFJ: Qualität der stationären Versorgung verbessert - VDAB: Ministeriumsbericht bleibt an entscheidenden Stellen unpräzise
Das Bundesseniorenministerium (BMFSFJ) hat am Montag seinen ersten "Bericht über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohner" veröffentlicht. Die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen hat sich stetig verbessert - so lautet eine Kernaussage.
PRESSEMITTEILUNG Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) 26.10.2006
Häusliche Pflege - Hausärzte könnten Koordinatoren sein
Häufig streiten sich zu viele Träger um Zuständigkeiten
DÜSSELDORF (frk). Damit Pflegebedürftige ihren Wunsch nach Betreuung im häuslichen Umfeld künftig besser realisieren können, fordern Rehabilitationsexperten und Selbsthilfegruppen eine stärkere lokale Kooperation der Beteiligten. Der Hausarzt soll dabei als Koordinator wirken.
Ärzte Zeitung, 26.10.2006
"Wenn ich sehe, daß er sich wohl fühlt, bin ich zufrieden"
Das "Haus Hörn" in Aachen, das bundesweit erste stationäre Hospiz in Deutschland, wird 20 Jahre alt / Die ersten Patienten verweilten Jahre
Von Elke Silberer
Ärzte Zeitung, 26.10.2006
Verteidiger kämpft mit harten Bandagen für „Todespfleger von Sonthofen“
Kempten - Im Prozess gegen den wegen der Tötung von 28 Patienten angeklagten „Todespfleger von Sonthofen“ nutzte Rechtsanwalt Jürgen Fischer in seinem Plädoyer alle Möglichkeiten der verteidigung:
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 26.10.06
Alzheimer - ein Jahrhundert lang
Vor 100 Jahren beschrieb der Außenseiter Alois Alzheimer eine neue Form von Demenz. Interessiert hat das keinen. Berühmt war der Arzt nur für sein Privatleben.
Von Elke Bodderas
DIE WELT 26.10.06
25. Oktober
Mehrheit der Deutschen freut sich auf das Alter
Die Deutschen werden immer älter. Die Lebenserwartung liegt heute im Schnitt um 30 Jahre höher als vor hundert Jahren. Die Allianz Deutschland AG wollte daher wissen, welche Vorstellungen die Deutschen mit dem Alter verbinden und wie sie finanziell für Alter und Pflegefall vorgesorgt haben.
PRESSEMITTEILUNG Allianz Deutschland AG 25.10.2006
24. Oktober
Bioethik nun Thema bei CDU-Programmarbeit
Berlin - Für das künftige CDU-Grundsatzprogramm hat die Arbeitsgruppe zum Thema Bioethik am Montagabend ihre Arbeit aufgenommen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.10.06
Medien berichten fahrlässig über Koma-Patienten
Berichte oft unklar, ungenau und irreführend
PRESSETEXT.AUSTRIA 24.10.06
80-jährige Französin wegen Sterbehilfe verurteilt
Rouen. AP/baz. Ein französisches Gericht hat am Dienstag eine 80 Jahre alte Frau wegen Tötung ihrer behinderten Tochter zu zwei Jahren Haft verurteilt.
BASLER ZEITUNG 24.10.2006
20-jähriges Bestehen: Sterben im Hospiz
Der Mann ist abgemagert. Sein Gesicht ist vom Tod gezeichnet. "Meine letzten Tage sind gezählt", sagt er. Dem 70-Jährigen fallen die Augen zu, er ist schwach.
N-TV.DE 24.10.06
Studie: Burn-Out durch Pflegeknappheit – Auch erhöhte Patienten-Sterblichkeit
London - Ein Mangel an Pflegepersonal führt nicht nur zum “Burn-out” der Mitarbeiter einer Klinik. Er erhöht auch die Sterblichkeit der Patienten, wie eine Studie im International Journal of Nursing Studies (2006; doi:10.1016/j.ijnurstu.2006.07.004) zeigt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 24.10.06
23. Oktober
Bundesseniorenministerium veröffentlicht Bericht über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner
"Selbstbestimmt, sicher und geborgen zu leben - das wünschen sich ältere Menschen auch noch, wenn sie spüren, dass sie immer mehr auf Hilfe angewiesen sind, um den Alltag in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld zu bewältigen", sagt Bundesseniorenministerin Ursula von der Leyen.
PRESSEMITTEILING Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend 23.10.06
Erster Bericht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Situation der Heime und die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner
Stand: 15.08.2006
Der erstmals vom BMFSFJ erstellte und nun veröffentlichte Heimbericht beleuchtet die wichtigsten Aspekte, Entwicklungen und künftigen Herausforderungen stationärer Heimbetreuung und Pflege in Deutschland.
344 Seiten, Veröffentlicht 23.10.2006
Anm: Hier gibt es die Onlinefassung in einzelnen Kapiteln und die komplette PDF-Fassung
Frankreich: 80-Jährige wegen Mordes an behinderter Tochter vor Gericht
Paris - Unter dem Vorwurf des vorsätzlichen Mordes an ihrer schwerbehinderten Tochter ist am Montag im nordfranzösischen Rouen ein Gerichtsverfahren eröffnet worden.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 23.10.06
"Früher sagte man Sterbehaus"
In Aachen wurde vor 20 Jahren das erste Sterbehospiz gegründet. Als erstes Haus dieser Art in Deutschland leistete das Hospiz Pionierarbeit im Umgang mit dem schwierigen Thema Tod.
DIE WELT 23.10.06
20. Oktober
Im Bundestag notiert: "Durchseuchungsgrad mit multiresistenten Keimen"
Gesundheit/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/ANK) Nach Ursachen und aktuellen Zahlen zum "Durchseuchungsgrad mit multiresistenten Keimen" in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen erkundigt sich die Linksfraktion in einer Kleinen Anfrage (16/2942).
HIB 311/2006, 20.10.2006
Frauen werden 5,6 Jahre älter als Männer
Die Deutschen werden der jüngsten Statistik zufolge immer älter. Zusammen uralt werden ist für heterosexuelle Paare allerdings schwer: Immer noch klafft eine riesige Lücke zwischen den Lebenserwartungen der Geschlechter.
DIE WELT 20.10.06
18. Oktober
Vorwurf: Frau gegen Willen weiter gepflegt - Charité ignoriert angeblich Patientenverfügung
Die Charité kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Wie jetzt bekannt wurde, hat der Münchener Medizinrechtler Wolfgang Putz am 11. Oktober Anzeige gegen das Universitätsklinikum erstattet.
TAGESSPIEGEL 18.10.06
Hüppe: Gesundheitsreform verbessert Situation Behinderter
Anlässlich der heutigen aktuellen Stunde zur Gesundheitspolitik erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:
Die Gesundheitsreform bringt eine Reihe von Verbesserungen für behinderte und pflegebedürftige Menschen.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 18.10.06
17. Oktober
Strafanzeige gegen Charité
"Es gibt ein Recht auf Leben, aber keine Pflicht dazu", sagt der Anwalt Wolfgang Putz. Er hat gegen die Charité Strafanzeige erstattet, weil sie die Patientenverfügung einer Schwerstkranken ignorierte
von Waltraud Schwab
TAZ 17.10.06
Über den Umgang mit unheilbar Kranken und Sterbenden
Ein Projekt am Institut für Geschichte der Medizin
Das durch die medizinische Technik künstlich verlängerte Sterben ist gegenwärtig ein sehr präsentes Schreckensbild: Die Öffentlichkeit diskutiert rege über die Rechte und die Autonomie von Patienten. Zunehmend verfassen auch gesunde, junge Menschen Patientenverfügungen, in denen sie vorsorglich das ärztliche Handeln im Falle einer unheilbaren Krankheit begrenzen wollen.
PRESSEMITTEILUNG Julius-Maximilians-Universität Würzburg 17.10.06
16. Oktober
Belgien: Datenbank für Sterbehilfeverfügungen geplant
Brüssel - In Belgien steht offenbar die Einrichtung einer Datenbank für Sterbehilfeverfügungen bevor.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.10.06
15. Oktober
Die Weltsicht der Sterbenden
In der Hauptstadt beginnt die "Hospiz-Woche". Sie soll helfen, das gesellschaftliche Schweigen über den Tod zu überwinden. WELT.de hat einen Sterbebegleiter bei seiner Arbeit beobachtet.
Von Sonja Jüde
DIE WELT 15.10.06
13. Oktober
Mitleid als Motiv
Sterbehilfe: Juristentag fordert Liberalisierung - und in Berlin wurde ein neuer Fall von Patiententötung bekannt
Oliver Tolmein
Der Deutsche Juristentag (DJT), der sich vehement für die Liberalisierung des Strafrechts bei der Behandlung schwerstkranker und sterbender Menschen ausgesprochen hatte, war knapp eine Woche vorbei, als ein erneuter Fall von Patiententötungen durch eine Krankenschwester in der Berliner Charité bekannt wurde. In anderen strafrechtlichen Bereichen führt ein solches Zusammentreffen rasch zum Verstummen der Reformer. Nicht so im Fall von Sterbehilfe:
FREITAG Nr. 41, 13.10.06
Sterbebegleitung in Hessen verbessert
95 ambulante Hospizgruppen und 7 Hospize
Wetzlar. Im Einklang mit einer umfassenden palliativen Versorgung ist eine gute Sterbebegleitung eine große Hilfe für die Betroffenen.
PRESSEMITTEILUNG Hessisches Sozialministerium 13.10.2006
12. Oktober
Wie Medizin zu Massenmord umschlägt
Dresdener Hygienemuseum zeigt Ausstellung über NS-Medizin
Moderation: Christoph Heinemann
Die Ausstellung "Tödliche Medizin" im Dresdener Hygienemuseum zeichnet anhand historischer Dokumente nach, wie Mediziner, Ärzte und Ethiker im Nationalsozialismus eine Gesundheitspolitik entwickelten, die schließlich zum Massenmord führte. Zwar handele es sich zunächst um eine zeitgeschichtliche Ausstellung, sagt Kuratorin Antje Uhlig, sie solle aber auch zum Nachdenken über aktuelle Themen wie Präimplantationsdiagnostik, Stammzellforschung oder Sterbehilfe anregen.
DEUTSCHLANDFUNK 12.10.06
Rassenwahn: "Blond wie Hitler, schlank wie Göring"
Mit der Ausstellung "Rassenwahn im Nationalsozialismus" gastiert Washingtons Holocaust-Museum in Dresden. Die Ausgrenzung vermeintlich minderwertigen Lebens durch die Nazis war die Vorstufe zum millionenfachen Mord an Europas Juden.
Von Sven F. Kellerhoff
DIE WELT 12.10.06
Charité-Chef besucht Klinikschwester
Charité-Direktor Gert Baumann hat mit der wegen des Verdachts des zweifachen Mordes an Patienten inhaftierten Krankenschwester Irene B. gesprochen. Hinweise auf weitere Tötungsdelikte habe es dabei nicht gegeben.
DIE WELT 12.10.06
Irene B. entschuldigt sich bei Charité
Klinikchef besuchte mordverdächtige Krankenschwester in Untersuchungshaft
TAGESSPIEGEL 12.10.06
Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Hermann Kues eröffnet internationalen Demenz-Kongress
Kues: "Betroffene und Angehörige in den Familien brauchen unsere Hilfe und Unterstützung."
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 12.10.06
Aktuelle Forschung und Projekte zum Thema Demenz
In der Bundesrepublik Deutschland leiden heute bereits etwa 1,2 Mio Menschen an einer Demenz. Mit dem demografischen Wandel wird sich diese Herausforderung weiter verschärfen. Trotz aller Fortschritte und Erfolge der Forschung zu Demenz müssen wir schon heute passende Hilfe- und Versorgungsangebote für Betroffene und ihre Familien bereithalten.
Die Bundesregierung hat deshalb in den vergangenen Jahren ihr Augenmerk verstärkt auf die Verbesserung der Situation demenzkranker Menschen und ihrer Angehörigen gerichtet. Aus Forschungs- und Praxisprojekten stehen inzwischen Ergebnisse zur Verfügung, die wertvolle Impulse für eine qualitätsvolle Betreuung demenzkranker Menschen geben.
Einige davon werden in der Broschüre "Aktuelle Forschung und Projekte zum Thema Demenz" vorgestellt, die auch in englischer Sprache zur Verfügung steht.
44 Seiten, Veröffentlicht 12.10.2006
Anm.: Dort gibt es den Download als PDF-Fassung in deutsch und englisch.
Förderpreis für Schmerzforschung: Schmerz bei krebskranken Kindern
Studie: Schmerz bei krebskranken Kindern
Förderpreis für Schmerzforschung am Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 12.10.06
11. Oktober
Tödliche Medizin
Über 200.000 Menschen fielen der NS-“Euthanasie“ zum Opfer: Das Holocaust Memorial Museum eröffnet in Dresden eine Ausstellung zum Rassenwahn im Nationalsozialismus. Diese soll angesichts der aktuellen Wahlerfolge der rechtsextremen NPD in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu mehr Demokratiebewusstsein aufrufen.
DIE WELT 11.10.2006
10. Oktober
Sterbehilfe - auch ohne Selbstbestimmung
von Dr. Oliver Tolmein, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt auf Behinderten- und Medizinrecht, Hamburg
Zum dritten mal hat sich der Deutsche Juristentag in diesem Herbst mit dem Thema „Sterbehilfe“ befasst und wie auch bei den vorangegangenen Tagungen 1986 und 2000 steht im Mittelpunkt des Bemühens der Organisatoren die Veränderung der rechtlichen Lage. Der Gesetzgeber soll, so die Vorstellung, die Möglichkeiten von Menschen erweitern, die nicht mehr leben, sondern sterben wollen.
Auszug aus Rechtsdienst der Lebenshilfe 3/06 www.lebenshilfe.de 10.10.2006
Charité-Morde: Der Fall Irene B.: War Mitleid wirklich das Tatmotiv?
Während die Staatsanwaltschaft die Tatmotive der Krankenschwester Irene B. bezweifelt, überprüft ihr ehemaliger Arbeitgeber jetzt ebenfalls alte Krankenakten.
Von Hans H. Nibbrig und Tanja Kotlorz
DIE WELT 10.10.06
Mit Zeitzeugengesprächen und Lesungen gegen Euthanasie
Sie waren behindert oder unheilbar krank - und mussten deshalb sterben. Von 1933 bis 1945 wurden mehr als 200 000 Menschen ermordet, die die Nazis für "lebensunwert" hielten. Dresden zeigt die Ausstellung "Tödliche Medizin".
DIE WELT 10.10.06
Erster europäischer Lehrstuhl für Kinderpalliativmedizin
München - München erhält den europaweit ersten Lehrstuhl für Kinderpalliativmedizin. Er wird an der Ludwig-Maximilians-Universität eingerichtet,
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 10.10.06
"Tiere öffnen Welten" - für Alte, Kranke und Demenzpatienten
Hundetrainerin besucht mit drei Hunden regelmäßig Altenheim in Heidelberg / Selbst völlig lethargische Patienten reagieren auf die Tiere
Von Marion Lisson
Ärzte Zeitung, 10.10.2006
Ulla Schmidt setzt Beirat zur Überprüfung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit ein
Das Bundesministerium für Gesundheit hat Verbände und Wissenschaftler zur Mitwirkung in dem neuen Beirat zur Überprüfung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Zusammenhang mit einem neuen Begutachtungsverfahren eingeladen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 10.10.06
09. Oktober
Motiv Mitleid: "Ich konnte es nicht ertragen"
Erstmals äußert sich Krankenschwester Irene B. gegenüber der Kripo. Angehörige ehemaliger Patienten bitten die Charité um Hilfe.
Von Hans H. Nibbrig und Tanja Kotlorz
DIE WELT 09.10.06
Töten aus Mitgefühl
Offenbar aus Mitleid hat eine Charité-Krankenschwester zwei schwerstkranke Patienten getötet. Ihr einstiger Chef will sie im Gefängnis besuchen. Staatsanwalt überprüft 13 Todesfälle auf der Station
Von Nina Apin
TAZ 09.10.06
An der Charité werden weitere Todesfälle überprüft
Gegen eine 54jährige Krankenschwester wurde wegen des Verdachts auf zweifachen Mord Haftbefehl erlassen
BERLIN (dpa). Nach dem Mordverdacht an der Berliner Charité wird das Universitätsklinikum die Akten von weiteren 15 Todesfällen aus den vergangenen zwei Jahren an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Ärzte Zeitung, 09.10.2006
Online-Datenbank listet Hilfsangebote für Demenzkranke auf
Neues Internetangebot in Nordrhein-Westfalen / Erleichterung für Angehörige / Bundesweit leiden fast eine Million Menschen an Demenz
Ärzte Zeitung, 09.10.2006
08. Oktober
Der Fall Charité: Neue Debatte über humanes Sterben
Politiker, Ärzte und Hospiz-Mitarbeiter fordern ein Umdenken bei der Begleitung von Todkranken
Von Claudia Keller
TAGESSPIEGEL 08.10.06
07. Oktober
Charité im Ausnahmezustand
Nach den mutmaßlichen Patiententötungen an der Uniklinik untersucht die Staatsanwaltschaft 15 weitere Todesfälle. Die Ermittler durchleuchten das persönliche Umfeld der Krankenschwester
Von F. Lee, K. Litschko und U. Schulte
TAZ 07.10.06
Berliner Charité prüft Patiententötungen
Eines der renommiertesten Krankenhäuser Deutschlands steht vor einem Rätsel: Eine Schwester gab zu, zwei Schwerkranke umgebracht zu haben. Doch ihr Motiv ist völlig unklar. Nun übergab die Klinik Ermittlern die Akten zu 15 weiteren Todesfällen
TAZ 07.10.06
Aus der Grauzone heraus
Noch sind die Beweggründe der Krankenschwester, die in der Charité aktiv in den Sterbeprozess von zwei oder mehr Patienten eingriff, nicht klar.
TAZ 07.10.06
„Wer so töten will, ist schwer zu stoppen“
Klinikexperte: Mehr Sicherheit nicht möglich
Wie lässt sich eine Tragödie wie die an der Charité verhindern? Fragt man in Berliner Kliniken nach Sicherheitskonzepten, fällt auf, dass niemand mit den Fingern auf das Universitätsklinikum zeigen mag.
TAGESSPIEGEL 07.10.06
Auch Sterben will gelernt sein
Oliver Tolmein erklärt, warum die Rede von der Autonomie am Lebensende gegenwärtig leeres Gerede ist
Von Stefan Rehder
Wie stirbt es sich eigentlich in Deutschland? Glaubt man der gegenwärtigen Debatte, die um die Reichweite von Patientenverfügungen sowie um den Ruf nach dem ärztlich assistierten Selbstmord und der Tötung auf Verlangen kreist, dann lässt sich diese Frage scheinbar mühelos beantworten:
DIE TAGESPOST vom 07.10.06
06. Oktober
Charité: Pflegerin unter Mordverdacht
Die 54-Jährige soll mindestens zwei Menschen mit einer Medikamenten-Überdosis getötet haben. In einer ersten Vernehmung zeigte sie sich geständig. Das Krankenhaus prüft nun mehr als 130 Todesfälle der vergangenen Jahre.
DIE WELT 06.10.06
Charité: Schwester tötet Patienten
Die 54-Jährige gesteht, an dem Universitätsklinikum zwei Schwerstkranke getötet zu haben. Weitere Todesfälle werden noch untersucht. Die Taten könnten eine neue Debatte über Sterbehilfe anregen
Von Uwe Rada
TAZ 06.10.06
Todespflegerin: Staatsanwaltschaft prüft 15 weitere Fälle
Noch ist unklar, wie viele Patienten die unter Mordverdacht stehende Berliner Krankenschwester getötet hat. Das Berliner Universitätsklinikum Charité hat nun der Staatsanwaltschaft Akten von 15 Patienten übergeben, die während ihrer Dienstzeit starben.
DIE WELT 06.10.06
Palliativmediziner: Dunkelziffer bei Tötungen im Krankenhaus
Bad Krozingen/Berlin - Der Stuttgarter Palliativmediziner Christoph Student vermutet eine beachtliche Dunkelziffer von Tötungen auf Intensivstationen in deutschen Krankenhäusern.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.06
Zum am Donnerstag (05. Oktober) bekannt gewordenen Fall der Charité-Krankenschwester, die unter Verdacht steht, zwei Patienten getötet zu haben, erklärt der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch
In der Diskussion über Fälle von Patiententötungen wird nahezu reflexartig das Thema der gesetzlichen Regelung der in Deutschland verbotenen aktive Sterbehilfe auf die Tagesordnung gerufen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 06.10.06
Aktive Lebenshilfe statt aktiver Sterbehilfe
Palliativprojekt in Ostercappeln mit Zukunftspreis ausgezeichnet / Vorbild für andere Projekte in Deutschland
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
"Für ein Leben bis zuletzt" – Hospize warnen vor Legalisierung von Patientenverfügungen
Zum Welthospiztag am 7. Oktober startet die Kampagne "Leben bis zuletzt – mit Menschen statt Papieren". Kern ist die Selbstverpflichtung von Hospizen, vorformulierte Patientenverfügungen, die tödliche Therapie- und Versorgungsabbrüche bei einwilligungsunfähigen Menschen einfordern, weder anzuerkennen noch zu verbreiten. Gleichzeitig werden Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, Patientenverfügungen nicht wie geplant rechtsverbindlich zu machen.
PRESSEMITTEILUNG OMEGA – Mit dem Sterben leben e.V. und BioSkop e.V. 06.10.06
Welthospiztag - für menschenwürdiges Leben bis zuletzt
Anlässlich des Welthospiztages am 7. Oktober erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, MdB:
Der Welthospiztag richtet unser Augenmerk auf eine Phase des Lebens, in der menschliche Zuwendung und Solidarität besonders gefordert sind. Die Hospizbewegung leistet hier Pionierarbeit.
PRESSEMITTEILUNG Hubert Hüppe, MdB, CDU 06.10.06
Malteser Hospizkampagne: Bundesweiter Start am Welt-Hospiztag 14. Oktober 2006
Köln - Am 14. Oktober, dem Welt-Hospiztag, starten die Malteser eine bundesweite Informationskampagne zum Thema Hospizarbeit und Palliativmedizin.
PRESSEMITTEILUNG Malteser Hilfsdienst e.V. 06.10.06
Die neue Kampagne der Malteser Hospizarbeit und Palliativmedizin
Menschenwürdig leben und sterben - Antworten auf häufig gestellte Fragen am Lebensende
Kernaussagen und Positionen der Malteser zur Hospizarbeit und Palliativmedizin August 2004
Innovatives Angebot für Demenzkranke
MÜNCHEN (sto). Die Diakonie Neuendettelsau hat in Nürnberg das bundesweit erste Kompetenzzentrum für Demenzkranke eingeweiht.
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Pflegeheimkosten reduziert bei Sondenernährung
NEU-ISENBURG (eb). Wenn Bewohner eines Altenheims die dort angebotene Verpflegung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nutzen können, brauchen sie dafür auch nicht zu bezahlen. Das hat das Oberlandesgericht Bamberg klargestellt.
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
Australien: Ärzte fordern Meldepflicht bei Missbrauch in Pflegeheimen
Sydney - Der australische Ärztebund (Australian Medical Association, AMA) setzt sich dafür ein, den Missbrauch von älteren Patienten durch Mitarbeiter in Pflegeheimen gesetzlich meldepflichtig zu machen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.10.06
Ärzte lehnen Beteiligung an Hinrichtungen ab
In den USA ist eine Debatte über Exekutionen durch die Giftspritze entbrannt / Qualvoll und verfassungswidrig?
Ärzte Zeitung, 06.10.2006
05. Oktober
Krankenschwester gesteht mehrere Morde
Zuerst merkte es ein Pfleger, später auch der Oberarzt: Auf der Station häuften sich unübliche Todesfälle. Eine 54-jährige Krankenschwester zeigte sich in der ersten Vernehmung geständig. Die Charité will nun mehr als 130 Todesfälle der vergangenen Jahre untersuchen.
DIE WELT 05.10.06
Pflegebedürftige Menschen als Opfer krimineller Pfleger
Berlin - Verbrechen an hilfsbedürftigen Menschen in Krankenhäusern und auf Pflegestationen durch Pflegepersonal lösen immer wieder Entsetzen aus. Der spektakulärste Fall ereignete sich in einem Krankenhaus im bayerischen Sonthofen, wo ein ehemaliger Pfleger mehr als zwei Dutzend Menschen getötet haben soll.
DIE WELT 05.10.06
Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Krankenschwester
Charité hat nach erstem Verdachtsmoment umgehend Anzeige erstattet
Berlin, Einer Krankenschwester der kardiologischen Intensivstation der Charité wird vorgeworfen, zwei schwerstkranke Patienten getötet zu haben.
PRESSEMITTEILUNG Charité-Universitätsmedizin Berlin 05.10.06.
04. Oktober
Baden-Württemberg: Stolz spricht sich klar gegen aktive Sterbehilfe aus
Stolz will Angebote der Palliativmedizin und Sterbebegleitung weiter ausbauen: Leitfaden zur Information von Betroffenen, Angehörigen und Ärzten wird veröffentlicht -
Im Vorfeld der heute in Göppingen stattfindenden Podiumsdiskussion zum Thema „Lebenshilfe – Sterbehilfe – Tötungshilfe?" hat sich Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz klar gegen jede Form aktiver Sterbehilfe ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Arbeits- und Sozialministerium Baden-Württemberg 04.10.2006
02. Oktober
Patientenverfügung
Vorrang für Menschenwürde und Selbstbestimmung - die Aktion Gemeinsinn setzt sich mit einer Medienkampagne für klare gesetzliche Regelungen zur Patientenverfügung ein
PRESSEMITTEILUNG Aktion Gemeinsainn e.V. - eine Vereinigung unabhängige Bürger in Deutschland 02.10.06
Anm.: Ab Oktober startet der Verein eine umfangreiche Anzeigenkampagen
zurück zur Pressespiegel-Übersicht
|