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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel September 2004

Anzahl: Artikel, Stand 12.03.06

30. September

Das Recht zu sterben
Medizin und Politik dürfen Todkranke nicht gegen ihren erklärten Willen zum Weiterleben zwingen
Von Frank Drieschn
DIE ZEIT 30.09.2004 Nr.41

Palliativmedizin - Ärzte engagieren sich für bessere Versorgung
KÖLN (iss). Niedergelassene Ärzte stellen sich der Herausforderung, die palliativmedizinische Versorgung ihrer Patienten zu verbessern. Hausärzte bilden sich in diesem Gebiet weiter, immer mehr suchen die Zusammenarbeit mit Hospizgruppen und engagieren sich ehrenamtlich. Verbesserungen könnten vor allem erreicht werden, wenn in der Palliativmedizin Konzepte der integrierten Versorgung umgesetzt werden und die Kassen dafür die notwendigen Gelder bereitstellen.
Ärzte Zeitung, 30.09.2004

Experten diskutieren Änderungen des Fallpauschalensystems kontrovers
Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung (Anhörung)
Berlin: (hib/HAU) Die Änderung des Fallpauschalensystems für Krankenhäuser wird von Experten und Sachverständigen kontrovers diskutiert. Dies wurde anlässlich einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit und Soziale Sicherung am späten Mittwochnachmittag deutlich. Zur Diskussion standen sowohl der Entwurf der Bundesregierung für ein Zweites Fallpauschalenänderungsgesetz (15/3672) als auch ein Antrag der CDU/CSU-Fraktion zur Schaffung sachgerechter Fallpauschalen (15/3450).
HIB 234/2004 30.09.04
 


28. September

SPD-Politiker skizzieren Eckpunkte für große Pflegereform
Gemeinsames Papier von Gesundheitspolitikern aus Bund und Ländern / Personengebundene Budgets sollen ambulante Pflege flexibler machen
SAARBRÜCKEN (kud). SPD-Gesundheitspolitiker wollen die Pflegeversicherung weiterentwickeln. Zu den Eckpunkten zählen individuelle Hilfepläne, personenbezogene Budgets, eine breite Finanzierungsbasis und die Rückkehr der Behandlungspflege zur Krankenversicherung.
Ärzte Zeitung, 28.09.2004
 


25. September

Angst und Leid sind keine guten Ratgeber
Enquete-Kommission legt Zwischenbericht über Patientenverfügungen vor – Medizinrechtsexperte Rainer Beckmann warnt vor grundsätzlichen Mängeln
Von Stefan Rehder
Die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ hat gestern ihren Zwischenbericht „Patientenverfügungen“ an Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) übergeben.
DIE TAGESPOST vom 25.09.2004
 


24. September

Leben und Selbstbestimmungsrecht von Patienten schützen
Uneingeschränkte Verbindlichkeit von Patientenverfügungen nicht vertretbar
23. September 2004 - Anlässlich der am Freitag stattfindenden Übergabe des Zwischenberichts zur Patientenverfügung erklärt der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin', Thomas Rachel MdB:
Patientenverfügungen sollten gestärkt werden. Sie sind ein Ausdruck der Selbstbestimmung. Daher empfiehlt die Enquete-Kommission in ihrem Bericht eine Klarstellung durch den Gesetzgeber.
PRESSEMITTEILUNG Thomas Rachel MdB CDU 23.09.04

Kauch: Ethik-Enquete-Kommission verkennt Selbstbestimmungsrecht von Patienten
BERLIN. Zur heutigen Übergabe des Zwischenberichtes 'Patientenverfügungen' der Enquete-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin' an den Bundestagspräsidenten erklärt der Obmann der FDP-Bundestagsfraktion in der Kommission, Michael KAUCH:
Die Enquete-Kommission hat mit dem heute übergebenen Zwischenbericht ihren Auftrag verfehlt, Patientenverfügungen zu stärken. Das Selbstbestimmungsrecht von Patienten am Lebensende und bei schwerer Krankheit wird nicht anerkannt.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 24.09.04

Klares Votum für das Leben
Caritas begrüßt Bericht zu Patientenverfügungen
In ihrem heute vorgelegten Zwischenbericht zu Patientenverfügungen stellt die Enquete-Kommission „Ethik und Recht in der modernen Medizin“ klar, dass das Recht jedes Einzelnen, Verfügungen zu seiner medizinischen und pflegerischen Behandlung zu verfassen, grundgesetzlich geschützt ist. Gleichzeitig wollen die Kommissionsmitglieder diese Patientenverfügungen auf Fälle beschränken, bei denen ein irreversibles tödliches Leiden vorliegt. Mit dieser Vorgabe schützt die Enquete-Kommission Wachkoma-Patienten und Demente.
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Caritasverband e.V. 24.09.04

Stellungnahme der Deutschen Hospiz Stiftung zum Zwischenbericht der Enquete-Kommission des Bundestages Ethik und Recht der modernen Medizin zu Patientenverfügungen
6 Seiten, 24.09.04

Klinik-Krankenschwestern versorgen schwerstkranke Kinder zu Hause
Mangel an ambulanten Pflegediensten in Niedersachsen soll kompensiert werden
HANNOVER (cben). Eine bessere Versorgung für schwerstkranke Kinder in Niedersachsen soll ein Vertrag ermöglichen, der rückwirkend zum 1. Juli 2004 zwischen zunächst vier Krankenkassen und zwei Kliniken in Kraft getreten ist. Er ermöglicht es, schwerstkranke Kinder zuhause durch Fachkrankenschwestern der Kliniken versorgen zu lassen.
Ärzte Zeitung, 24.09.2004
 


23. September

Gestärkte Patientenrechte
Frankreichs Bischöfe mit Sterbehilfe-Gesetz einverstanden
Paris (DT/KNA) Frankreichs Bischöfe haben das von der Regierung angekündigte neue Gesetz zur Sterbehilfe im Grundsatz befürwortet.
DIE TAGESPOST vom 23.09.2004

Infos zum Thema Palliativmedizin per Newsletter
ESSEN (apa). Ärzte können aktuelle Informationen rund um das Thema Palliativmedizin schon bald elektronisch erhalten: Das Netzwerk Palliativmedizin Essen wird spätestens ab Anfang November einen kostenlosen Newsletter an Ärzte und andere Interessierte per E-Mail versenden.
Ärzte Zeitung, 23.09.2004
 


22. September

SPD fordert von Kassen Einsatz in Palliativmedizin
BERLIN (hak). Dr. Wolfgang Wodarg, SPD-Sprecher in der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin", hat die Krankenkassen aufgefordert, integrierte Versorgungskonzepte in der Palliativmedizin und mit Hospizdiensten anzuschieben.
Ärzte Zeitung, 22.09.2004

Krankenhaus-Chefs warnen vor Pflegenotstand
Verband der Krankenhausdirektoren fordert mehr Geld / Kritiker werfen Kliniken Unwirtschaftlichkeit vor
LÜBECK (di). Der Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) hält trotz Kritik an seiner Forderung nach einer deutlichen Mittelaufstockung für Kliniken fest. Andernfalls droht nach VKD-Darstellung ein Pflegenotstand und die Abwanderung von Ärzten.
Ärzte Zeitung, 22.09.2004
 


21. September

Problemfeld Palliativmedizin: Viel Engagement für wenig Geld und Ansehen
BERLIN (hak). Schlechtes Image, ungenügende Finanzierung und lückenhafte Angebote von Palliativmedizin und Hospizarbeit haben Experten bei einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" beklagt.
Ärzte Zeitung, 21.09.2004
 


20. September

Tötungen im Krankenhaus
Mindestens zwei Drittel der Deutschen sterben im Krankenhaus. Wie viele von ihnen keines natürlichen Todes sterben, ist ungewiss.
Zwei soziologische Untersuchungen in Krankenhäusern in den 90er-Jahren haben einen ungefähren Maßstab geliefert.
TAZ 20.09.04
 


18. September

Wenn die persönliche Erfahrung zur Norm wird
Ob bei Euthanasie, Abtreibung oder Klonen: Die kulturelle Funktion von Regeln wird immer seltener verstanden
Von Johannes Seibel
DIE TAGESPOST vom 18.09.2004
 


17. September

Palliativmedizin: Lebensqualität für Schwerstkranke
Klinkhammer, Gisela
Patienten, die kurativ nicht mehr therapiert werden können, wird auf Palliativstationen unter anderem durch eine effektive Symptomkontrolle geholfen.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 38 vom 17.09.2004, Seite A-2499
 


16. September

Belgien zählt rund 260 Fälle von aktiver Sterbehilfe
BRÜSSEL. Erstmals seit der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Belgien vor rund zwei Jahren hat eine staatliche Kommission Zahlen vorgelegt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 16.09.04

Deutsche Hospiz Stiftung: Belgische Zahlen über Euthanasie sind erschreckend
Dortmund. Mit Bestürzung reagiert die Deutsche Hospiz Stiftung auf die erstmalige Veröffentlichung einer Euthanasie-Studie aus Belgien.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hospiz Stiftung 16.09.04

Bioethikerin: Niederländische Euthanasie-Praxis erinnert an Nazi-Zeit
Sterbehilfe kann in den Niederlanden auch an Kindern und Neugeborenen geleistet werden. Kritik übt die italienische Professorin Claudia Navarini.
KATH.NET 16.09.04
 


12. September

Pflegefall Altenpflege
Wo bleibt der Mensch im überlasteten System? Die Zahl der Pflegebedürftigen wächst. Doch die Pflegeversicherung gerät durch akuten Geldmangel in die Krise. Eine Reform ist nötig
WELT am SONNTAG 12.09.04
 


10. September

Patientenverfügungen: Enge Grenzen
Richter-Kuhlmann, Eva A.
Als konservativ ist die Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ des Deutschen Bundestages längst bekannt. Sowohl bei den Debatten um die Stammzellforschung als auch um die Präimplantationsdiagnostik hatte sie sich fachlich fundiert gegen Liberalisierungen ausgesprochen. Beim jüngsten Thema „Patientenverfügungen“ erscheinen die Grenzen, die sie setzen will, sehr eng.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 37 vom 10.09.2004, Seite A-2417
 


09. September

Sozialministerin: Höhere Steuern für bessere Pflege
FLENSBURG (di). Schleswig-Holsteins Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht (SPD) fordert mehr Geld für die Pflege - notfalls über höhere Steuern und Beitragserhöhungen.
Ärzte Zeitung, 09.09.2004
 


07. September

Katholische Ärzte kritisieren Sterbehilfe an holländischen Kindern
Euthanasie ohne Einwilligung des Betroffenen: In Situationen, in denen die moderne Paliativmedizin angewendet werden könnte, wird eine „Todeslösung“ bevorzugt.
KATH.NET 07.09.04
 


06. September

Aus für Verfahren zur Bemessung von Pflegezeit
Weil kanadische Lizenzgeber immer neue Forderungen stellen, wird Einführung von Plaisir in Deutschland gekippt
BERLIN/KIEL (di). Das Pflegezeitbemessungsverfahren Plaisir wird nach gescheiterten Verhandlungen mit den kanadischen Lizenzgebern in Deutschland nicht eingeführt. Damit drohen Pflegeanbietern und -kassen nun schwierige Verhandlungen.
Ärzte Zeitung, 06.09.2004

Koalition will diagnoseorientiertes Fallpauschalensystem weiterentwickeln
Gesundheit und Soziale Sicherung/Gesetzentwurf
Berlin: (hib/VOM) SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen das diagnoseorientierte DRG-Fallpauschalensystem (Diagnosis Related Groups) für Krankenhäuser weiterentwickeln. Dazu haben sie den Entwurf eines zweiten Fallpauschalenänderungsgesetzes (15/3672) vorgelegt. Zur Begründung heißt es, die sachgerechte Abbildung der Krankenhausleistungen durch das DRG-Fallpauschalensystem sei in Teilbereichen noch verbesserungsbedürftig, etwa in der Intensivmedizin.
HIB 207/2004 06.09.2004
 


03. September

Sterbehilfe, Euthanasie und Sterbebegleitung: Eine steigende Dunkelziffer
Klinkhammer, Gisela
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2360

Dossier "Deutsches Ärzteblatt" zur Sterbehilfe
In den Niederlanden werden immer weniger Euthanasiefälle gemeldet. Ausgehend von dieser Entwicklung, veröffentlicht das DÄ jetzt zu dieser Thematik erschienene Beiträge sowie zahlreiche Dokumente in einem neuen Dossier.

Ethik der Heilberufe: Brücke zwischen Qualität und Ökonomie
Wehkamp, Karl-Heinz
Ethik-Kodes können Ärzten und Pflegenden helfen, die Balance zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit zu finden.
Deutsches Ärzteblatt 101, Ausgabe 36 vom 03.09.2004, Seite A-2374
 


02. September

Kein Türöffner für Sterbehilfe
Enquete-Kommission verabschiedet Zwischenbericht zu Patientenverfügungen
Von Karl-Georg Michel
Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Im Ernstfall kann das gravierende, sogar tödliche Folgen haben. Beispiel dafür ist die gesetzliche Regelung der so genannten Patientenverfügung.
DIE TAGESPOST vom 02.09.2004

Union und Grüne kritisieren Pflegereform-Plan
Union fordert Kinder-Bonus / Grüne fürchten Gerechtigkeitsdebatte / Pflege-Monitor spricht für umfassende Reform
BERLIN (hak). Union und Grüne haben den Vorschlag von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt zur Pflegereform kritisiert.
Ärzte Zeitung, 02.09.2004
 


01. September

Patientenwille soll nicht immer befolgt werden
BERLIN (hak). Für eine Beschränkung der Gültigkeit von Patientenverfügungen auf tödlich verlaufende Krankheiten hat sich die Mehrheit der Enquete-Kommission "Ethik und Recht der modernen Medizin" ausgesprochen.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

Strenge Maßstäbe für Patientenverfügungen
Enquete-Kommission will Reichweite von Patientenverfügungen auf irreversibel tödliche Krankheitsfälle beschränken
BERLIN (hak). Das Mehrheitsvotum der Enquete, die Gültigkeit von Patientenverfügungen auf Fälle irreversibler und tödlich verlaufender Erkrankungen zu beschränken, fällt weit zurück hinter die Forderungen der Ärzteschaft und der vom Justizministerium eingesetzten Kommission unter Leitung des ehemaligen Bundesrichters Klaus Kutzer.
Ärzte Zeitung, 01.09.2004

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