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Pressespiegel

Sammlung von Presseartikeln zur Sterbehilfe-Debatte

Pressespiegel September 2006

Anzahl: 77 Artikel, Stand 06.10.06

30. September

Worte für das Schwersagbare
Vom Zweifel zur Gewissheit Gottes – Robert Gernhardts Gedichte über das Sterben und den Tod
DIE TAGESPOST vom 30.09.06


29. September

Deutscher Juristentag: Patientenverfügungen als verbindlich anerkennen
Arens, Christoph; KNA
Ärzte sollen beim Suizid eines Schwerkranken helfen dürfen, wenn dessen Leiden nicht ausreichend gelindert werden kann und er sich freiverantwortlich dafür entscheidet.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 39 vom 29.09.2006, Seite A-2518

Ärztlich assistierter Suizid - auch in Ausnahmefällen keine Option!
Bundesärztekammer setzt weiter auf einen Ausbau der Palliativmedizin
NEU-ISENBURG (fuh). Die Diskussion um Sterbehilfe hat sich weiter verschärft, nachdem der Deutsche Juristentag mit großer Mehrheit Straffreiheit für Ärzte gefordert hatte, die Schwerstkranken beim Suizid helfen.
Ärzte Zeitung, 29.09.06

Sollte ärztlich assistierter Suizid in Ausnahmefällen erlaubt werden - darüber streiten Ärzte und Juristen
Von Christoph Fuhr
Aktive Sterbehilfe: nein! Ärztlich assistierter Suizid: ja! Das sind Empfehlungen, die der Deutsche Juristentag in Stuttgart in der vergangenen Woche gemacht hat. Die Stellungnahme zum Suizid ist nicht nur beim Präsidenten der Bundesärztekammer Professor Jörg-Dietrich Hoppe auf massiven Widerspruch gestoßen.
Ärzte Zeitung, 29.09.06

Ich will selbstbestimmt und in Würde sterben
Plädoyer: Jutta Redmann hat Brustkrebs. Sie weiß, dass ihr Leben bald zu Ende sein wird. Sie ist 49 Jahre alt. Vor sechs Jahren kam die Diagnose, dass keine Heilung mehr möglich ist. Sie fordert klare Regeln für den letzten Weg.
Von Jutta Redmann
HAMBURGER ABENDBLATT 29.09.06

In Italien ist eine neue Debatte um Sterbehilfe entbrannt
Rom - Die italienische Nation diskutiert über ein geplantes Gesetz über Patientenverfügungen. Inhalt und Umfang des Gesetzes sind bislang offen.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 29.10.06

Pflegebegutachtung: Neue Richtlinien für den Medizinischen Dienst
Zum 1. September sind die überarbeiteten Begutachtungsrichtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen in Kraft getreten.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 39 vom 29.09.2006, Seite A-2504

Heimträger drohen Land mit Klage
Streit in Mecklenburg-Vorpommern / Heimförderung durch Landespflegegesetz ist strittig
SCHWERIN (di). Heimbetreiber im Nordosten drohen der nächsten Landesregierung schon jetzt mit einer Klagewelle. Sie sehen ihre Einrichtungen durch das Landespflegegesetz im Wettbewerbsnachteil.
Ärzte Zeitung, 29.09.06


28. September

Heister-Neumann optimistisch bei Sterbehilfe-Verbot
Osnabrück - Niedersachsens Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) ist optimistisch, dass kommerzielle Sterbehilfe in Deutschland rasch verboten wird.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 28.09.06

"Todespfleger" soll lebenslänglich hinter Gitter
Plädoyer des Staatsanwaltes
KEMPTEN (dpa). Im sogenannten "Todespfleger"-Prozeß in Bayern hat der Staatsanwalt vor dem Landgericht Kempten lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert.
Ärzte Zeitung, 28.09.2006

Demonstration zum Gedenktag der Psychiatrietoten
Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hat den 2. Oktober zum Gedenktag der Psychiatrie-Toten erklärt. Gedacht wird der durch oder in Folge psychiatrische(r) Behandlung verstorbenen Menschen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) 28.09.2006

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Kues: "Senioren möchten so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld leben - der DRK-Hausnotruf hilft dabei"
Bundesfamilienministerium würdigt 25 Jahre DRK-Hausnotruf
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 28.09.06

Unfall im Pflegeheim: Patient bekommt tödliches Putzmittel statt Tee
In einem Pflegeheim in Niedersachsen ist ein Patient ums Leben gekommen, weil er Entkalkungsmittel zu trinken bekam. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der 54-Jährige. Vier Patienten kamen mit Verätzungen davon.
DIE WELT 28.09.06

Auch in NRW immer mehr Pflegebedürftige
DÜSSELDORF (iss). Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich in Nordrhein-Westfalen bis 2050 mehr als verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW in einer Modellrechnung.
Ärzte Zeitung, 28.09.2006

Elf neue Thesen zu Patientenverfügungen
HANNOVER/GÖTTINGEN (cben). Die Arbeitsgruppe "Sterben und Tod" der Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin e.V (AEM) hat in Hannover elf Thesen zur gesetzlichen Regelung von Patientenverfügungen aufgestellt. Mit der Stellungnahme grenzt sich die AG von dem Zwischenbericht der Bundestags-Enquete "Ethik und Recht der modernen Medizin" ab, der im September 2004 erschienen war.
Ärzte Zeitung, 28.09.2006


27. September

Sterben macht frei
Auf dem Deutschen Juristentag wurde über Sterbehilfe diskutiert. Doch sie wird in Deutschland bereits praktiziert.
von tjark kunstreich
JUNGLE WORLD Nr. 39 vom 27.09.06

Kolumbien: Euthanasiegesetz soll kommen
Bogota - In Kolumbien wird derzeit über die Verabschiedung eines Euthanasiegesetzes diskutiert.
DEUTSCHESS ÄRZTEBLATT 27.09.06

Ambulante Pflegekräfte arbeiten hart - und viele sind zufrieden
BERLIN (HL). Trotz überdurchschnittlicher Gesundheits- und Unfallrisiken sind Mitarbeiter in der ambulanten Pflege mit ihrer Arbeit deutlich zufriedener als ihre Kolleginnen und Kollegen in Heimen und Krankenhäusern.
Ärzte Zeitung, 27.09.2006


26. September

Staatsanwalt wirft „Todespfleger von Sonthofen“ dreizehn Morde vor
Kempten - Im spektakulärsten Prozess um Patiententötungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte sieht die Staatsanwaltschaft den Angeklagten als Mörder überführt.
DEUTSCHESS ÄRZTEBLATT 26.09.06

Menschenwürdig leben - bis zuletzt
Soll ärztlich Hilfe zum Suizid freigegeben werden? Unser Autor meint nein. In den Niederlanden zeige sich, dass sich damit die Tür zur Euthanasie ohne Einwilligung öffnet.
Von Michael Wunder
FRANKFURTER RUNDSCHAU 26.09.06

Gesetze allein helfen nicht weiter
Abtreibung und Liberalisierung der Sterbehilfe – In Mainz tagten Mediziner über die Grenzen ihrer Wissenschaft
Von Johannes Seibel
DIE TAGESPOST vom 26.09.06

Aussichten auf die Gerontokratie
Neue Hüften für 90-Jährige? Wenn im Gesundheitswesen das Geld knapp wird, muss der Begriff des Humanen neu definiert werden.
Von Ansgar Graw
Die alten Ägypter nahmen den Tod wichtiger als das Leben. Rund 40 Prozent des Bruttoinlandsproduk-tes investierten sie in den Totenkult.
DIE WELT 26.09.2006


25. September

Lehmann lehnt Zulassung ärztlicher Beihilfe zum Suizid ab
Mainz - Gegen eine Zulassung ärztlicher Beihilfe zum Suizid von Schwerstkranken hat sich Kardinal Karl Lehmann gewandt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 25.09.06

In der Palliativmedizin sind Fortschritte erkennbar
HAMBURG (di). Mehr Kooperation, bedarfsdeckende Angebote und Unterstützung von Politikern haben Ärzte und Pflegekräfte auf dem sechsten Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gefordert. Dennoch bewerteten Verantwortliche die Entwicklung in den vergangenen Jahren in Deutschland insgesamt positiv.
Ärzte Zeitung, 25.09.2006

Tipps für Lebensqualität im Alter
Zehn Thesen zur alternden Gesellschaft vom Zukunftsforscher. Ein Zwischenruf von Matthias Horx
DIE WELT 25.09.06


24. September

Muskeldystrophie: Debatte um Sterbehilfe in Italien entfacht
Rom. AP/baz. Mit einem Appell an Staatspräsident Giorgio Napolitano hat ein 60-jähriger Patient in Italien die Debatte um Sterbehilfe neu entfacht.
BASLER ZEITUNG 24.09.2006


23. September

Der Tod soll näher rücken
Der 66. Deutsche Juristentag in Stuttgart fordert eine strafrechtliche Normierung der Sterbehilfe
Die medienwirksamen Aktionen des Krebsmediziners Julius Hackethal, der selbst die Durchführung von Suiziden begleitet hatte, sorgte erstmals in den sechziger Jahren bundesweit für Aufregung.
DIE TAGESPOST vom 23.09.06

"Die aktive Sterbehilfe wäre der nächste Schritt"
Der Würzburger Medizinrechtsexperte Rainer Beckmann zu den Beschlüssen des Deutschen Juristentages
DIE TAGESPOST vom 23.09.06

Lebenshilfe fordert Lebensabend in Würde
Marburg/Lahn (kobinet) Die Lebenshilfe fordert auch für geistig behinderte Menschen einen Lebensabend in Würde.
KOBINET NACHRICHTEN 23.09.2006

Italiens Parlament streitet über Sterbehilfe
Der italienische Staatschef Napolitano hat das Parlament aufgefordert, über Sterbehilfe zu beraten. Damit löste er eine heftige politische Kontroverse aus.
NETZEITUNG.DE 23.09.2006

Serbien: Skandal um Todes-Ärzte weitet sich aus
Belgrad - Der Skandal um Notärzte in Serbien, die Patienten für Provisionen von Bestattern sterben ließen, weitet sich aus.
DIE WELT 23.09.2006


22. September

Juristen fordern Klarstellungen zur Sterbehilfe
STUTTGART/HAMBURG (dpa). Der 66. Deutsche Juristentag in Stuttgart hat gesetzliche Klarstellungen für die Sterbehilfe gefordert.
Ärzte Zeitung, 22.09.2006

ZdK-Sprecher kritisiert Beschlüsse des Juristentages
Mit Skepsis hat der Vorsitzende der der Arbeitsgruppe "Patientenverfügung" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, auf die Beschlüsse der Abteilung Strafrecht des 66. Deutschen Juristentages am 21. September 2006 reagiert.
PRESSEMITTEILUNG Zentralkomitee der deutschen Katholiken 22.09.06

Ärzte ließen Patienten sterben - für Honorar vom Bestatter
Notärzte in der serbischen Hauptstadt Belgrad sollen durch unterlassene Hilfeleistung den Tod Dutzender Patienten verschuldet haben, um von Beerdigungsunternehmen Provisionen zu erhalten.
DIE WELT 22.09.06


21. September

Juristentag will Patientenverfügungen verbindlich machen
Stuttgart - Der Deutsche Juristentag (DJT) sieht in Deutschland erheblichen Reformbedarf in der Gesetzgebung über Sterbebegleitung und Sterbehilfe.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 21.09.06

Juristentag debattiert über Sterbehilfe
STUTTGARt (dpa). Die Vorschläge beim 66. Deutschen Juristentag zur strafrechtlichen Regelung der Sterbehilfe stoßen zunehmend auf Widerstand.
Ärzte Zeitung, 21.09.2006

Juristentag: Forderung nach Rechtsgrundlage für Sterbehilfe
Ärzte und Anwälte hoffen auf eine Neuregelung, die Patientenverfügungen auf eine sichere rechtliche Basis stellt. In der Justizministerin haben sie dabei eine entschiedene Gegnerin.
DIE WELT 21.09.06

Streit um Sterbehilfe - Was darf der Mensch?
Kann ein Patient über seinen Tod verfügen? Das hat der Deutsche Juristentag in dieser Woche diskutiert. Dabei stand die Patientenverfügung im Mittelpunkt. Hier debattieren Justizministerin Brigitte Zypries und Paul Kirchhof über die Kernfragen der Ethik.
Rheinischer Merkur Nr. 38, 21.09.2006

Sterbehilfe - Einschüchterung am Lebensende
In dieser Woche befasst sich der Deutsche Juristentag in Stuttgart mit Fragen der Sterbehilfe und Sterbebegleitung und berät damit zum dritten Mal innerhalb von 20 Jahren darüber, ob auf diesem Gebiet gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.
Von Torsten Verrel
DIE WELT 21.09.06

Deutsche Hospiz Stiftung: Juristentag entscheidet an Bedürfnissen Schwerstkranker und Sterbender vorbei
Stuttgart. Der Gesetzgeber sollte sich die am heutigen Donnerstag gefassten Beschlüsse des 66. Deutschen Juristentages zur Änderung des Strafrechts nicht zu Eigen machen.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Hopsiz Stiftung 21.09.06

Aktionen und Vorträge am Alzheimer-Tag
Am heutigen Welt-Alzheimer-Tag wird auf das Schicksal der weltweit etwa 18 Millionen Alzheimer-Kranken aufmerksam gemacht.
Ärzte Zeitung, 21.09.2006


20. September

Sterbehilfe - Justizministerin Zypries will Strafrecht nicht ändern
Ministerin und BÄK-Präsident Hoppe lehnen Vorstoß des Deutschen Juristentages ab
OSNABRÜCK (ddp). Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe lehnen eine von Experten geforderte Reform des Strafrechts für bestimmte Fälle von Sterbehilfe ab.
Ärzte Zeitung, 20.09.2006

Sterbehilfe: Zypries lehnt Reform des Strafrechts ab
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die Reform des Strafrechts für Fälle von Sterbehilfe strikt abgelehnt. "Ich sehe hier keinen Klarstellungsbedarf", sagte sie vor dem Hintergrund des 66. Deutschen Juristentags in Stuttgart.
DIE WELT 20.09.2006

Zypries zur Patientenverfügung: Mehr Rechte für Sterbende
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will den Wunsch sterbender Patienten nach einem schmerzfreien und würdigen Tod rechtlich stärken und deshalb Regelungen zur Patientenverfügung ins Gesetz aufnehmen.
TAGESSCHAU.DE 20.09.2006

Ethiker Mieth gegen „Automatismus“ durch Patientenverfügung
Tübingen - Vor einem „Automatismus“ bei der Anwendung von Patientenverfügungen hat der Tübinger Moraltheologe Dietmar Mieth gewarnt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.09.06

Medizinrechtler beklagen Leistungsverweigerung durch Kassen
Bei Reha- und Vorsorgeleistungen nimmt die Ablehnungsquote seit Jahren zu / Krankenkassen hoffen, daß Patienten sich nicht wehren
BERLIN (HL). Offenbar zur Schonung ihrer eigenen knappen Budgets verweigern Krankenkassen ihren Versicherten immer häufiger genehmigungspflichtige Leistungen. Die besten Chancen haben Patienten mit starken Ellenbogen; hingegen können sich sozial schwache Kranke oft nicht durchsetzen und haben auch kein Geld für einen Rechtsanwalt.
Ärzte Zeitung, 20.09.2006

Welt-Alzheimertag: von der Leyen würdigt Leistung pflegender Angehöriger Demenzerkrankter
"Demenzerkrankungen gehören in Deutschland noch zu den Krankheiten, die von der Gesellschaft oftmals verdrängt werden. Und das, obwohl in Deutschland etwa 1,2 Millionen Menschen an einer Demenz leiden. Die meisten Betroffenen werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie Senioren, Frauen und Jugend 20.09.06

Zahl der Alzheimer-Patienten wächst - Kein Durchbruch bei Forschung
Berlin - Die Zahl der Alzheimer-Erkrankungen in Deutschland wächst mit der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft kontinuierlich an.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 20.09.06


19. September

"Sterbehilfe endlich rechtlich regeln"
Juristentag debattiert Gesetzesvorschlag
ZDF heute 19.09.2006

Zypries und Hoppe lehnen Strafrechtsreform zu Sterbehilfe ab
Osnabrück - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Ärztepräsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe lehnen eine von Experten geforderte Reform des Strafrechts für bestimmte Fälle von Sterbehilfe ab.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 19.09.06

Hoppe: Strafrecht bei Sterbehilfe nicht liberalisieren
(PdÄ) Gegen eine Liberalisierung des Strafrechts bei der Sterbehilfe hat sich Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe gewandt.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 19.09.2006

Todesnähe im Sinne des Gesetzes
Oliver Tolmein
Anhaltspunkte: Wie wird der Deutsche Juristentag zur Sterbehilfe entscheiden?
Der 66. Deutsche Juristentag hat zum dritten Mal das Thema "Sterbehilfe" auf die Tagesordnung gesetzt. Statt um einen Rechtsanspruch auf palliativmedizinische Versorgung, geht es aber um den Rückzug des Strafrechts.
F.A.Z., 19.09.2006, Nr. 219 / Seite 37

Der letzte Kampf des Noel Martin
Von Roman Heflik, Birmingham
Noch 307 Tage, dann will sich Noel Martin das Leben nehmen - weil ihn Brandenburger Neonazis vor zehn Jahren zum Krüppel gemacht haben. Er hält das Leben nicht mehr aus, aber er kämpft immer noch gegen die rechte Szene an. Die wünscht ihm den Tod. Ein Hausbesuch.
SPIEGEL ONLINE 19.09.06

Wo Ärzte und Seelsorger letzte Fragen klären
Krankenhäuser sollen Ethikkomitees einrichten
Deutschlands Krankenhäuser sollen "klinische Ethikkomitees" einrichten. Das fordert die Ärztekammer mit dem Ziel, zur "besseren Versorgung" der Patienten beizutragen. In der Praxis wird diskutiert, wann es legitim sein soll, medizinische Therapien zu unterlassen.
BIETIGHEIMER ZEITUNG 19.09.06

Mehr Geld für Hospizdienste in Brandenburg
POTSDAM / TELTOW (ami). Die ambulanten Hospizdienste in Brandenburg erhalten in diesem Jahr insgesamt knapp 510 000 Euro Förderung von den Krankenkassen.
Ärzte Zeitung, 19.09.2006


18. September

Zypries gegen Strafrechts-Reform bei Sterbehilfe
Bundesjustizministerin Zypries hat einen neuen Vorstoß zur Sterbehilfe abgelehnt. Die beim Juristentag geforderte Änderung des Strafrechts sei unnötig.
NETZEITUNG.DE 18.09.2006

Juristentag: Zypries setzt sich für Sterbehilfe ein
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) will den Wunsch sterbender Patienten nach einem schmerzfreien und würdigen Tod rechtlich stärken. Dafür sollen Regelungen zur Patientenverfügung ins Gesetz aufgenommen werden.
TAGESSPIEGEL 18.09.2006
Anm.: Widersprüchliche Überschrift gegenüber dem Text

Appell an Juristentag: Keine Liberalisierung der Sterbehilfe
Stuttgart – Ab Dienstag beraten mehr als 3.000 Juristen in Stuttgart beim 66. Deutschen Juristentag (DJT) auch über konkrete rechtliche Regelungen zu Sterbehilfe und medizinischen Entscheidungen am Lebensende.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 18.09.06

Kähler: Die "Sterbenden mit wirklicher Hilfe begleiten"
"Keine Lizenz zum Töten"
Vor einer Zulassung der Tötung auf Verlangen und der organisierten Beihilfe zur Selbsttötung hat der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Christoph Kähler, gewarnt.
PRESSEMITTEILUNG EKD 18.18.09.06

Kauch: FDP-Antrag zu Patientenverfügungen vor Juristentag eingebracht
BERLIN. Zur bevorstehenden Diskussion beim Deutschen Juristentag zu Fragen der Sterbehilfe sowie zur Kritik der Deutschen Hospiz Stiftung daran erklärt der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Palliativmedizin Michael Kauch:
Gute Angebote an Palliativmedizin und die Anerkennung von Patientenverfügungen sind untrennbare Voraussetzungen für mehr Selbstbestimmung von Patienten am Lebensende. Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden.
PRESSEMITTEILUNG Michael Kauch, MdB, FDP 18.09.06

Mann verkaufte Tabletten an Suizidkandidaten
WUPPERTAL (ddp.vwd). Weil er über das Internet Tabletten an Suizidkandidaten verkauft hat, muß sich ein 23jähriger demnächst vor Gericht verantworten.
Ärzte Zeitung, 18.09.2006


15. September

Ursula von der Leyen: "Bessere Organisation schafft mehr Zeit für Pflege der alten Menschen"
Forschungsbericht über Bürokratie in der stationären Altenpflege veröffentlicht
Eine Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigt Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten in der stationären Altenpflege auf. Auf Basis der heute veröffentlichten Studie erarbeitet das Bundesfamilienministerium nun ein Konzept für Einrichtungen, die unnötige Bürokratie und Kosten vermeiden wollen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 15.09.06

PDF Identifizierung von Entbürokratisierungspotenzialen in Einrichtungen der stationären Altenpflege in Deutschland
Abschlussbericht des Kompetenzteams im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
535 Seiten, (3,1 MB), veröffentlicht 15.09.06

Pflegeversicherung: Stau in der Reformpipeline
Eigentlich wollte die Bundesregierung in diesem Sommer auch ein Konzept präsentieren, wie sie die Pflegeversicherung reformieren will. Zuvor soll allerdings die Gesundheitsreform vom Tisch – und die wird derzeit hinausgeschoben.
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 37 vom 15.09.2006, Seite A-2346


14. September

Genfer Unispital lässt Sterbehilfe zu
Ärzte der Sterbehilfeorganisation EXIT können nun auch im Genfer Unispital (HUG) tätig werden.
BERNER RUNDSCHAU 14.09.2006

Neue Begutachtungs-Richtlinien für die Pflegeversicherung
Von Eva Richter
Für die Begutachtung von Pflegebedürftigen, die Leistungsansprüche aus der Pflegeversicherung geltend machen, gelten seit dem 1. September neue Richtlinien: Sie sollen den Gutachtern der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) künftig ein noch präziseres Vorgehen ermöglichen.
Ärzte Zeitung, 14.09.2006


13. September

Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers- Merk: Vorrang ambulant vor stationär in der Langzeitpflege
Anlässlich der heute in Brüssel stattfindenden gemeinsamen „Langzeitpflegekonfe-renz“ der Europäischen Kommission und der American Association of Retired Persons (AARP) sprach die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministeri-um für Gesundheit, Marion Caspers-Merk über die aktuelle und künftige Situation der Langzeitpflege in Deutschland:
„Die zukünftige pflegerische Versorgung der Bevölkerung stellt Deutschland, wie auch andere Industriestaaten, vor große Herausforderungen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 13.09.06

Schutz bei grenzüberschreitenden Betreuungsfällen wird verbessert
Das Bundeskabinett hat heute die Entwürfe zweier Gesetze zum Haager Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen (Haager Erwachsenenschutzübereinkommen) beschlossen. Die Gesetze verbessern den Schutz von Menschen bei grenzüberschreitenden Betreuungsverfahren.
PRESSEMITTEILUNG Bundesministerium der Justiz 13.09.06


12. September

Mehr Rechte für Pflegekräfte in NRW und Hessen
NEU-ISENBURG (ric). Ab 2007 können Pflegehilfskräfte in Nordrhein-Westfalen (NRW) und Hessen unter bestimmten Voraussetzungen auch behandlungspflegerisch tätig werden.
Ärzte Zeitung, 12.09.2006

Bernhard: Patientenverfügung muss verbindlich sein - mehr für Alzheimer Krankheit sensibilisieren
Patientenverfügungen müssen verbindlich sein. Dafür hat sich Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard heute bei der Veranstaltung der Bioethik-Kommission "Alzheimer - die Herausforderung für eine alternde Gesellschaft" in München ausgesprochen.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt (StMUGV) 12.09.06


11. September

"Todespfleger" ist voll schuldfähig
Der so genannte "Todespfleger" von Sonthofen ist voll schuldfähig. Das geht aus einem psychiatrischen Gutachten hervor, das nun im Prozess gegen den 27-Jährigen vorgelegt wurde.
BAYERN HEUTE 11.09.06


08. September

Gehirn reagiert im Wachkoma auf Worte
Von Andreas Kohler
Wachkoma-Patienten nehmen nichts mehr von ihrer Umgebung wahr - glaubte man bisher. Doch die Zweifel werden immer größer. Jetzt haben Forscher bei einer Frau im Wachkoma festgestellt, dass ihr Gehirn auf gesprochene Worte genauso reagiert wie das von gesunden Menschen.
SPIEGEL ONLINE 08.09.06

Im Koma Tennis spielen
Von Anne-Catherine Simon
Adrian Owen hat an einer Wachkoma-Patientin "Bewusstsein" entdeckt.
Die Presse 08.09.2006

Wissenschaftler vermuten Kommunikation im Wachkoma mit der Außenwelt
Für neue Diskussionen um Wachkoma-Patienten sorgt der Fall einer 23-jährigen Frau, die nach einem Unfall durch eine schwere traumatische Hirnschädigung in ein Wachkoma gefallen ist.
HEISE online 08.09.06

Reden über das Tabu-Thema
Sonntag ist „Welt-Tag der Suizidprävention"
TAGESSPIEGEL 08.09.06


06. September

Hospizleiter: Wachkoma-Patienten sind keine Sterbefälle
Stuttgart - Vor einer Einstufung von Wachkoma-Patienten als Sterbefälle hat der Stuttgarter Palliativmediziner Christoph Student gewarnt.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 06.09.06


05. September

660 Millionen Euro für Pflegeheime
ERFURT (dür). Thüringen hat das Sonderinvestitionsprogramm für Pflegeheime zwölf Jahre nach dem Start abgeschlossen.
Ärzte Zeitung, 05.09.2006


02. September

Einzigartiger Beleg für NS-'Euthanasie'-Verbrechen
Hadamar (kobinet) Mit dem Wiederaufbau der Busgarage in der Gedenkstätte Hadamar hat die Gedenkstätte einen einzigartigen Beleg für die NS-"Euthanasie"-Verbrechen geschaffen.
KOBINET-NACHRICHTEN 02.09.06


01. September

Niederlande: Neue Kommission zu Sterbehilfe bei Säuglingen
Den Haag – Das niederländische Gesundheitsministerium hat eine Kommission eingesetzt, die über ärztliche Leben beendende Maßnahmen bei Säuglingen sowie in den letzten Schwangerschaftsmonaten wachen soll.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.09.06

US-Ökonom: Medizinischer Fortschritt kostet die Bürger zwischen 20.000 und 85.000 US-Dollar pro zusätzliches Lebensjahr
Boston - Angesichts dramatisch steigender Ausgaben im Gesundheitswesen fragen sich viele Menschen, ob der medizinische Fortschritt sein Geld wohl wert ist. Ein US-Ökonom versucht im New England Journal of Medicine (2006: 355: 920-927) eine Antwort zu geben.
DEUTSCHES ÄRZTEBLATT 01.09.06

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