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12.10.13: Welt-Hospiztag 2013: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband fordert für alle Betroffenen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung

Anlässlich des Welthospiztages am 12. Oktober 2013 fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), allen schwerstkranken und sterbenden Menschen den umfassenden Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen.

Unter dem diesjährigen Motto "Ein gelungenes Leben heißt auch, in Würde zu sterben." nutzte der DHPV diesen Tag, um gemeinsam mit zahlreichen Hospiz- und Palliativeinrichtungen und -diensten auf die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen. "Ziel muss es sein, allen Betroffenen einen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen. Mit den Aktionen zum Welthospiztag möchten wir hierfür Aufmerksamkeit schaffen und die Hospizidee stärker in die Öffentlichkeit tragen", erklärte die DHPV-Vorsitzende, Marlene Rupprecht, in einer Presseaussendung.

Die Veranstaltungen reichten von der "Aktion Hospizlicht" über Infostände, Fortbildungs- und Fachveranstaltungen, Filmvorführungen, Konzerte, Lesungen, Figurentheater, Märchen, Kabarett, Ausstellungen bis hin zu Tagen der offenen Tür und dem Aufgreifen des Themas Hospiz in Gottesdiensten im Vorfeld. In überregionalen und regionalen Zeitungen wurden zudem Anzeigen geschaltet, die auf die Hospizidee aufmerksam machen und den gesellschaftlichen Umgang mit Krankheit, Sterben und Tod thematisieren.

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. vertritt die Belange schwerstkranker und sterbender Menschen. Er ist die bundesweite Interessensvertretung der Hospizbewegung sowie der zahlreichen Hospiz -und Palliativeinrichtungen in Deutschland. Als Dachverband der überregionalen Verbände und Organisationen der Hospiz- und Palliativarbeit sowie als selbstverständlicher Partner im Gesundheitswesen und in der Politik steht er für über 1000 Hospiz- und Palliativdienste und -einrichtungen, in denen sich nahezu 100.000 Menschen ehrenamtlich, bürgerschaftlich und hauptamtlich engagieren.

Kinderpalliativmedizin: Ein grundlegendes Menschenrecht

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. machte anlässlich des Welthospiztages 2013 auf die Kinderpalliativmedizin als ein grundlegendes Menschenrecht aufmerksam. Handlungsbedarf sieht der Verband, der gegen die Tabuisierung des Themas angeht und für die Interessen der betroffenen Kinder und Familien eintritt, vor allem in der grundlegenden Finanzierung von Kinderhospizarbeit in Deutschland.

"Kinderpalliativversorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht und dies weltweit", betont Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz e.V. Als Vizepräsidentin der ICPCN, International Children´s Paliative Care Network mit Sitz in Südafrika, erklärte sie, dass die Versorgung in den Hospizen nur funktioniere, wenn sie auf viele Schultern verteilt ist. Dies gelte ebenso für so manche falsche Vorstellung, wenn es um Palliativversorgung geht, gerade im Bereich Kinder, so Kraft weiter.

Eindrucksvoll unterstreicht dies die Geschichte von Godfrey, über den der Verband berichtet. "Er zeichnet gerne, vor allem das Sunflower House, das Kinderhospiz, wo er seit einiger Zeit lebt und das ihm wie ein Zuhause geworden ist. In letzter Zeit malt Godfrey vor allem Autos und bunte Busse. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass Godfrey sich auf seine letzte Reise begibt. Kaplan Keith, der Seelsorger des Kinderhospizes, verbringt viel Zeit mit ihm, beantwortet Fragen, hört zu und nimmt ihm in vielen Gesprächen die Angst vor dem Tod. Wenige Tage später stirbt Godfrey. Ein Tod, der so schnell nicht vorhersehbar war und viele im Kinderhospiz überrascht. Godfrey wurde 11 Jahre alt, war an HIV erkrankt und wurde palliativmedizinisch versorgt. So konnte er bis zuletzt für ein paar Stunden, mit unterstützender Sauerstoffversorgung, jeden Tag die Schule besuchen", führt der Bundesverband Kinderhospiz e.V. in der Mitteilung aus.

"Kinder wie Godfrey haben ein Recht auf Palliativversorgung, die ihnen hilft, schmerzfrei leben zu können. Sie haben auch ein Recht auf einen friede- und würdevollen Tod. Einen Tod ohne Schmerzen", so der Verband. Die ICPCN und der Bundesverband Kinderhospiz e.V. unterstützen diese Aktion und wollen falsche Vorstellungen über Kinderpalliativversorgung aus den Köpfen verbannen und mit konkreten Hinweisen aufklären. Dazu gibt es z.B. ein Plakat zu "Mythen und Fakten in der Kinderpalliativversorgung", das auf der Webseite des Verbandes heruntergeladen werden kann und in sechs Sprachen angeboten wird.

Weiterführende Informationen:

Presseschau zum Welthospiztag 2013

Nachfolgend finden Sie einige ausgewählte Meldungen zum Welthospiztag 2013

Heute ist Welt-Hospiztag: „Jeder hat das Recht auf würdiges Sterben“
Patientenschutz-Chef Brysch fordert bessere Begleitung in den Tod
BILD.DE 12.10.13

Welthospiztag: Vertrauen am Anfang und am Ende
Wattenscheid. „Ein gelungenes Leben heißt auch, in Würde zu sterben“, lautet das Motto am heutigen Welthospiztag.
DER WESTEN 11.10.13

Welthospiztag 2013: Kinderpalliativmedizin ist ein grundlegendes Menschenrecht!
Der Welthospiztag am 12. Oktober 2013 bietet für den Bundesverband Kinderhospiz e.V. Anlass, gegen die Tabuisierung des Themas anzugehen und für die Interessen der betroffenen Kinder und Familien einzutreten. Handlungsbedarf sieht der Verband vor allem in der grundlegenden Finanzierung von Kinderhospizarbeit in Deutschland.
PRESSEMITTEILUNG Bundesverband Kinderhospiz 11.10.13

Zum Welthospiztag: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband fordert für alle Betroffenen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung
Zum Welthospiztag fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband, allen schwerstkranken und sterbenden Menschen den umfassenden Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) 09.10.13

Malteser kritisieren Zunahme des künstlichen Dauerschlafs für Sterbende
Würde bedeutet nicht, zu schlafen bis der Tod kommt
Köln. Sterbende werden in deutschen Krankenhäusern nach Ansicht der Malteser zu häufig in einen künstlichen Dauerschlaf versetzt.
PRESSEMITTEILUNG Malteser in Deutschland 09.10.13

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