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Hospizarbeit und Palliativmedizin – Debatte um Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

Am 05.11.2015 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verabschiedet. Nachfolgend finden Sie einen chronologisch sortierte Zusammenstellung der Debatte bis zur Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetz (HPG). Grundlage sind unsere Themenspecials, die wir bei bestimmten Ereignissen zum Thema erstellt haben.

Ergänzt wird dies durch weitere allgemeine Meldungen zum Thema Hospiz- und Palliativversorgung speziell in Deutschland.

Grundlagentexte und Definitionen:

Erklärfilm: Das kann Hospizarbeit!

Die Diskussionen um Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid zeigen immer wieder, dass es nach wie vor Informations- und Aufklärungsbedarf zum Thema Hospiz- und Palliativarbeit gibt. Der Erklärfilm des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes DHPV gibt einen Überblick über hospizliche und palliative Angebote, stellt die Akteure der Hospizarbeit vor und lädt ein, sich bei Bedarf vertrauensvoll an die Hospiz- und Palliativeinrichtungen in der Nähe zu wenden.

Adressen

Ergänzend zu dieser Rubrik haben wir einige hilfreiche Adressen zur Hospiz- und Palliativversorgung zusammengestellt.

Literatur

In der Literatur-Rubrik finden Sie ergänzend Bücher zum Thema Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit.


Meldungen zum Thema Hospiz- und Palliativversorgung

2017

22.05.17: Neues Forschungsprojekt: Palliativversorgung für Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung

Menschen mit Behinderungen erreichen heute ein hohes Alter. Dadurch leiden sie allerdings auch vermehrt unter Krankheiten wie Demenz, Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bislang fehlen gesicherte Erkenntnisse darüber, wie sie auf ihrem letzten Weg bestmöglich versorgt und begleitet werden können. Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher das Forschungsprojekt „Palliativversorgung für Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung“

Mehr zum Forschungsprojekt: Palliativversorgung für Menschen mit geistiger und schwerer Behinderung


17.05.17: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin warnt: Palliativdienste im Krankenhaus dürfen nicht zu Dumpingpreisen „eingekauft“ werden!

Seit 2017 haben Krankenhäuser die Möglichkeit, mit Kostenträgern krankenhausindividuelle Zusatzentgelte für multiprofessionelle, mobile Palliativdienste im Krankenhaus zu verhandeln. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) warnt vor diesem Hintergrund vor drohenden Dumpingpreisen für Palliativdienste im Krankenhaus.

Mehr zur Kritik an Dumpingpreisen für Palliativdienste im Krankenhaus


08.05.17: DHPV-Broschüre „Spiritualität in der Hospizarbeit“ veröffentlicht

Cover DHPV-Broschüre zu Spiritualität in der HospizarbeitDer Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) hat am 08.05.17 eine lesenswerte Broschüre zur Spiritualität in der Hospizarbeit veröffentlicht. Die 24-seitige Handreichung ist speziell für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospiz- und Palliativarbeit und geht den Fragen nach, was Spiritualität sein kann, ob sie jedem Menschen eigen ist und welche Funktion ihr im menschlichen Leben, gerade auch im Sterbeprozess, zukommt.

Mehr zur DHPV-Broschüre „Spiritualität in der Hospizarbeit“


17.03.17: G-BA stärkt Stellenwert der Palliativversorgung in der häuslichen Krankenpflege und stellt Durchführung der Medikamentengabe klar

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat seine Regelungen für die häusliche Krankenpflege hinsichtlich der besonderen Belange von Palliativpatientinnen und -patienten angepasst. Er hat damit die Vorgaben des im Dezember 2015 in Kraft getretenen Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland umgesetzt. Durch diese am 16. März 2017 in Berlin beschlossene Weiterentwicklung der Häusliche Krankenpflege-Richtlinie wird ergänzend zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) die allgemeine Palliativversorgung im Rahmen der Regelversorgung gestärkt. Das teilte der G-BA in einer Presseaussendung vom selben Tag mit.

Mehr zu G-BA stärkt Stellenwert der Palliativversorgung in der häuslichen Krankenpflege und stellt Durchführung der Medikamentengabe klar


17.02.17: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) unterstreicht: § 217 ist keine Gefahr für die Palliativversorgung!

Vor gut einem Jahr wurde mit dem § 217 StGB ein gesetzliches Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung eingeführt, das insbesondere bei Ärztinnen und Ärzten Verunsicherung ausgelöst hat, inwieweit sie sich in der Begleitung und Behandlung von schwerkranken Patienten, die nicht länger leben wollen, strafbar machen könnten.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) stellt in einer aktuellen Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt klar, dass die neue strafrechtliche Regelung die Palliativversorgung von schwerstkranken Menschen auch dann nicht beeinträchtigt, wenn diese einen Sterbewunsch äußern.

Mehr in der Mitteilung vom 17.02.17: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) unterstreicht: § 217 ist keine Gefahr für die Palliativversorgung!


15.02.17: DGP betont mit Nachdruck: Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen darf kein Wettbewerbsfeld sein!

EU-RechtFür neue Verträge zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) ist seit einem Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 15. Juni 2016 eine EU-weite Ausschreibung erforderlich. Diese Tatsache erschwert derzeit den Abschluss neuer SAPV-Verträge und beeinträchtigt damit die ambulante Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen zuhause oder in Einrichtungen der stationären Alten- und Behindertenhilfe.

Mehr in der Mitteilung vom 15.02.17: DGP betont mit Nachdruck: Die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen darf kein Wettbewerbsfeld sein!


2016

16.07.16: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) fordert: Den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in die Lehrpläne aufnehmen

Banner Belthospiztag 2016Kinder erleben heute kaum noch ein Sterben im familiären Kontext. Trotzdem sind sie mit Verlusterfahrung, Trauer und schwerer Krankheit im eigenen sozialen Umfeld konfrontiert. Anlässlich der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Fachtagung „Bildungs-Gut Hospiz“ fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) daher, es Kindern und Jugendlichen im Rahmen der schulischen Ausbildung zu ermöglichen, den Umgang mit Verlust, Trauer, Tod und Sterben zu erlernen und Wissen über die Möglichkeiten der hospizlichen Betreuung und Begleitung am Lebensende zu erlangen. Dies teilte der Verband am 08.06.16 in einer Presseaussendung mit.

Mehr in der DHPV-Mitteilung: Den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in die Lehrpläne aufnehmen


15.05.16: DHPV zum Tag der Pflege: Palliative und hospizliche Begleitung in Pflegeeinrichtungen sicherstellen und Pflegende unterstützen

Zum „Tag der Pflege“ am 12. Mai 2016 fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) eine bessere palliative und hospizliche Begleitung in Pflegeeinrichtungen und eine entsprechende Unterstützung der Pflegenden.

Mehr zu den Forderungen zum Tag der Pflege 2016


2015

05.11.15: Bundestag billigt das Hospizgesetz

Einen Tag vor der entscheidenden Sterbehilfedebatte hat der Bundestag einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verabschiedet. Die teilweise interfraktionell erarbeitete Vorlage fand am Donnerstag, 5. November 2015, im Parlament eine breite Mehrheit aus Union, SPD und Grünen. Die Linksfraktion enthielt sich der Stimme, sieht das Gesetz aber grundsätzlich auch als sinnvoll an.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 05.11.15
Anm.: Dort gibt es die Drucksachen und das Video zur Debatte


03.05.15: Bundeskabinett beschließt Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

Das Bundeskabinett hat am 29.04.15 in Berlin den Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“ (Hospiz- und Palliativgesetz – HPG) beschlossen. Ziel des neuen Gesetzes ist ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der sozialen Pflegeversicherung und im Krankenhauswesen vor. Er enthält Regelungen zur ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung der Versicherten in der häuslichen Umgebung und zur stationären Versorgung in Pflegeeinrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern. Verbänden geht der Gesetzentwurf jedoch nicht weit genug. Sie fordern Änderungen bzw. Ergänzungen.

Mehr im Themenspecial zum geplanten Hospiz- und Palliativgesetz


2014

16.11.14: Bundestagsdebatte über Sterbehilfe, Assistierten Suizid und Sterbebegleitung

Emotionale Debatte über Sterbehilfe im Bundestag
Geprägt von persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen der Abgeordneten hat das Parlament am Donnerstag, 13. November 2014, über Sterbebegleitung und Sterbehilfe diskutiert.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 13.11.14

Video der Plenardebatte im Deutschen Bundestag am 13.11.14 zur Sterbebegleitung
Länge: 4:47 Std.
49 Redner und 16 schriftlich zu Protokoll gegebene Reden, 4 Std. 47 Min

Deutscher Bundestag 66. Sitzung,Berlin, Donnerstag, den 13. November 2014
Plenarprotokoll 18/66, dort Tagesordnungspunkt 3 „Vereinbarte Debatte: Sterbebegleitung“ (60 Seiten)
Dort 6116-6176 bzw. Seiten 10-70


12.11.14: Eckpunkte zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland vorgelegt

Eckpunkte: Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland
Mit dem Ziel, die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern, haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Annette Widmann-Mauz ein Eckpunktepapier vorgelegt.
MITTEILUNG Bundesministerium für Gesundheit 12.11.14

PDF Eckpunktepapier zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung (PDF)
Bundesminister Hermann Gröhe MdB, Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB und gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Jens Spahn MdB, Mitglied der AG Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion Emmi Zeulner MdB, stv. Vorsitzender der Fraktion der SPD Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hilde Mattheis MdB
10.11.14 (10 Seiten)


20.02.14: Repräsentative Bevölkerungsumfrage: Versorgungslücken am Lebensende

Die Zahl älterer Menschen wird in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten stark steigen. Dies wird auch einhergehen mit einer wachsenden Zahl hochbetagter, schwerstkranker Menschen. Damit rückt vor allem auch die Frage einer bedürfnisorientierten medizinischen und pflegerischen Versorgung am Lebensende in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat daher in einer aktuellen, repräsentativen Forsa-Befragung die Einstellungen der Deutschen zur Versorgung schwerkranker Menschen und zum eigenen Sterben untersucht. Dabei zeigt sich der dringende Handlungsbedarf: Mehr als jeder Fünfte, der bereits einen Sterbenden begleitet hat, stuft die Versorgung als schlecht ein.

Mehr zur ZQP-Studie über Einstellungen der Deutschen zur Versorgung schwerkranker Menschen und zum eigenen Sterben


2013

12.10.13: Welt-Hospiztag 2013: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband fordert für alle Betroffenen direkten Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung

Anlässlich des Welthospiztages am 12. Oktober 2013 fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), allen schwerstkranken und sterbenden Menschen den umfassenden Zugang zu den Angeboten der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland zu ermöglichen.

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. machte ergänzend auf die Kinderpalliativmedizin als ein grundlegendes Menschenrecht aufmerksam.

Mehr im Themenspecial zum Welthospiztag 2013


06.08.13, ergänzt am 27.08.13: Gegen normiertes Sterben: Linksfraktion im Deutschen Bundestag befragt Bundesregierung zu stationärer Palliativmedizin und Fallpauschalen

Ab 2014 soll die stationäre palliativmedizinische Versorgung verpflichtend über ein sogenanntes pauschalierendes Entgeltsystem der diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups – DRG) finanziert werden. An diesem Abrechnungssystem regt sich seit geraumer Zeit in Fachkreisen Widerstand. Vor diesem Hintergrund hat die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag am 23.07.13 eine sogenannte „Kleine Anfrage“ an die Bundesregierung gestellt.

Ergänzt am 27.08.13: Am 14.08.13 hat die Bundesregierung ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der Linken vorgelegt, seit kurzem ist diese online verfügbar. Darin bestreitet die Bundesregierung mögliche Probleme durch das pauschale Abrechnungssystem für Palliativstationen.

Mehr im Themenspecial zur Anfrage der Linksfraktion zu stationärer Palliativmedizin und Fallpauschalen


05.07.13: Neues Forum zur Palliativ- und Hospizversorgung in Deutschland: Plattform zur Erörterung aktueller Themen und Lösungsansätze gestartet

Am 4. Juli 2013 hat sich das Forum „Palliativ- und Hospizversorgung in Deutschland“ im Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Berlin konstituiert. Mit der Einrichtung dieses neuen Forums unterstützt das BMG den Ausbau und die Weiterentwicklung der Palliativ- und Hospizversorgung. Grundlage ist die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“.

Wie das Bundesministerium für Gesundheit in einer Presseaussendung mitteilte, wird das Forum maßgeblichen Akteuren eine Plattform zur Erörterung aktueller Themen aus der Palliativ- und Hospizversorgung und zur Entwicklung konkreter gemeinsamer Lösungsansätze bieten. Das Forum wird vom BMG geleitet und soll in regelmäßigen Abständen – ca. zweimal im Jahr, bei Bedarf auch häufiger – zusammentreffen.

Mehr im Themenspecial zum Start des neuen Forum zur Palliativ- und Hospizversorgung in Deutschland


03.04.13: Zentralrat der Muslime in Deutschland: Handreichung zu Sterbehilfe, Sterbebegleitung und Palliative Care aus islamischer Sicht

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) hat am 26. März 2013 eine lesenswerte Handreichung zum Thema Sterbehilfe bzw. Sterbebegleitung und Palliative Care aus islamischer Sicht veröffentlicht. Darin sieht der ZMD in der Sterbebegleitung und der Schmerztherapie mit Palliative Care „eine gute und menschliche Alternative zur direkten aktiven Sterbehilfe, die in vieler Hinsicht mit dem Sinn und Geist von Leben und Tod im Islam vereinbart werden kann“. Sie sei „eine vernünftige Alternative zur direkten aktiven Sterbehilfe“.

Mehr zur Handreichung des Zentralrat der Muslime in Deutschland zu Sterbehilfe, Sterbebegleitung und Palliative Care aus islamischer Sicht


22.02.13: Deutsche Stiftung Patientenschutz: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung scheitert am Systemversagen

Der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages befasste sich am 20. Februar 2013 mit einem Bericht zur Umsetzung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz (ehemals Deutsche Hospiz Stiftung), Eugen Brysch kritisierte vor diesem Hintergrund die mangelhafte Umsetzung der SAPV.

Mehr zu Deutsche Stiftung Patientenschutz: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung scheitert am Systemversagen


25.01.13: Appell an Europäische Regierungen und EU-Institutionen: Geriatrische Fachgesellschaften fordern hochwertige Palliativversorgung für ältere Menschen

Führende Europäische Geriatervereinigungen haben bei einem Treffen eine hochwertige Palliativversorgung für ältere Menschen gefordert. „Alte Menschen erhalten in ihrem letzten Lebensabschnitt vor dem Tod viel zu oft unnötige Untersuchungen und Behandlungen. Gleichzeitig fehlt es häufig an der effektiven Behandlung von Schmerzen, Luftnot, Depression, Müdigkeit und Schwäche“. Dies erklärte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Prof. Dr. med. Ralf-Joachim Schulz aus Köln, nach einem Treffen der European Union Geriatric Medicine Society (EUGMS) mit der European Association for Palliative Care (EAPC) und der Fondazione Maruzza Lefebvre D’Ovidio Onlus am 23. Januar 2013.

Mehr zum Appell an Europäische Regierungen und EU-Institutionen: Geriatrische Fachgesellschaften fordern hochwertige Palliativversorgung für ältere Menschen


2012

08.11.12: Finanzielle Kürzungen bei Fallpauschalen geplant: Palliativmedizin im Krankenhaus gefährdet

Im kommenden Jahr sollen bestimmte Zusatzentgelte (ZE 60) für die sogenannte Palliativmedizinische Komplexbehandlung im Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) gekürzt werden. Hierauf machte die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) am 06.11.12 in einer Presseaussendung aufmerksam. In einer Stellungnahme äußerte der Verband seine Besorgnis über die Kürzungen. Was diese für den Laien kaum verständlichen und von den Medien bislang nicht aufgegriffenen finanziellen Einschnitte in der Praxis bedeuten, bringt die Stellungnahme auf den Punkt.

Mehr im Themenspecial zu geplanten finanzielle Kürzungen bei Fallpauschalen für Palliativmedizin im Krankenhaus


01.11.12: Verbesserungen für schwerstkranke und sterbende Menschen: Änderungen betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften in Kraft getreten

Von den Medien nahezu unbeachtet traten am 26. Oktober 2012 Änderungen betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften in Kraft, die eine deutliche Verbesserung für schwerstkranke und sterbende Menschen bedeuten. Hierauf wies der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in einer Presseaussendung vom selben Tag hin.

Mehr im Themenspecial zur Änderungen betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften zu Verbesserungen für schwerstkranke und sterbende Menschen


27.10.12: ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“ vom 17. bis 23. November

Die ARD widmet sich vom 17. bis 23. November 2012 bundesweit im Fernsehen, im Radio und im Internet dem Thema „Leben mit dem Tod“. Dies gaben die federführenden Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und Mitteldeutscher Rundfunk (MDR) am 24.10.12 bekannt.

„Wir wollen die Menschen zur Auseinandersetzung mit einem Thema anregen, das wir häufig beiseite schieben. Wir wollen die Menschen im Radio, Fernsehen und in den Telemedien erreichen und damit als ARD einen Impuls setzen, der uns vom Grundrauschen der Mediengesellschaft wahrnehmbar unterscheidet“, erklärte MDR-Intendantin Prof. Karola Wille.

Mehr zur ARD-Themenwoche „Leben mit dem Tod“ 2012


29.08.12: Grundsatzpapier: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordern adäquate Hospiz- und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen

Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) haben am 27. August 2012 ihr Grundsatzpapier „Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen im hohen Lebensalter in Pflegeeinrichtungen“ veröffentlicht. Darin fordern die beiden Organisationen eine adäquate Hospiz- und Palliativversorgung für hochbetagte schwerstkranke und sterbende Menschen in Pflegeeinrichtungen.

Mehr im Themenspecial zum Grundsatzpapier: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin fordern adäquate Hospiz- und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen


23.08.12: Aktuelle Studie zum Sterben in Deutschland: Sterben und Tod kein Tabu mehr

Am 20. August 2012 hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) eine Studie zum Thema „Sterben in Deutschland – Wissen und Einstellungen zum Sterben“ vorgestellt. Darin ging es um Antworten auf Fragen wie: Wo steht unsere Gesellschaft nach dem Beginn der Hospizbewegung und der Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland? Inwieweit setzen sich die Menschen mit Sterben und Tod auseinander? Was wissen sie über Hospiz, was über Palliativ? Inwieweit haben Menschen bereits Erfahrungen mit dem Thema Sterben und was bedeutet das für ihr eigenes Sterben?

Zu den Ergebnissen der Studie zum Sterben in Deutschland


05.05.12: Palliativversorgung in Deutschland weiter ausbauen: Neue Projektphase zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und Palliativverband und die Bundesärztekammer (BÄK) haben mehr Palliativstationen und Hospize für die Versorgung sterbenskranker Menschen gefordert.

„In den vergangenen Jahren hat es in diesem Bereich zwar große Fortschritte gegeben, doch noch immer werden viele der schwerstkranken und sterbenden Menschen von den Angeboten nicht erreicht“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery am 3. Mai 2012 bei einem Treffen der Steuerungsgruppe der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ in Berlin. Die Palliativmedizin könne dazu beitragen, das Vertrauen der Menschen in eine fürsorgliche Medizin am Lebensende zu stärken, so Montgomery laut Pressemitteilung.

Mehr im Themenspecial zur neuen Projektphase zur Umsetzung der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland


03.02.12: Novelle Apothekenbetriebsordnung: Initiative für bessere Behandlung in der Palliativmedizin

Ärztinnen und Ärzten soll künftig erlaubt werden, im Rahmen der ambulanten Betreuung schwer kranker Palliativpatienten mit teils unerträglichen Schmerzen, diesen Patienten die dringend notwendigen Schmerzmittel zu überlassen, um ihnen unverzüglich und verlässlich zu helfen. Dies sieht die Novelle der Apothekenbetriebsordnung von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vor, die das Bundeskabinett am 1. Februar 2012 zur Kenntnis genommen hat. Der Verordnungsentwurf bedarf der Zustimmung des Bundesrates.

Mehr im Themenspecial zur Novelle der Apothekenbetriebsordnung: Initiative für bessere Behandlung in der Palliativmedizin


2011

16.12.11: Bundesverdienstkreuz für DHPV-Vorstandsvorsitzende Dr. Birgit Weihrauch: Herausragendes Engagement für die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland

Auf Vorschlag der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, wurde Dr. Birgit Weihrauch, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands e.V. (DHPV) und Staatsrätin a.D., das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Sie wird damit für ihr außerordentliches Engagement in der Hospizbewegung und Palliativmedizin ausgezeichnet.

Mehr zum Bundesverdienstkreuz für DHPV-Vorstandsvorsitzende Dr. Birgit Weihrauch


15.10.11: Deutscher Hospiztag 2011: Positive Entwicklung in Hospizbewegung und Palliativversorgung

Am 14. Oktober2011 beging die deutsche Hospiz- und Palliativarbeit den Deutschen Hospiztag. Der Hospiztag wurde im Jahr 2000 vom Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verband (DHPV) ins Leben gerufen. Jährlich nutzen zahlreiche Hospiz- und Palliativeinrichtungen bundesweit diesen Aktionstag, um im Rahmen von Veranstaltungen, wie Benefizabenden, Vorträgen oder Tage der offenen Tür, auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.

Mehr im Themenspecial Deutscher Hospiztag 2011


08.07.11: Bericht der Bundesregierung zur spezialisierten Palliative-Care-Versorgung vorgelegt: Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung kritisiert mangelnde ambulante Betreuung von Schwerstkranken

Am 6. Juli 2011 wurde vor dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages der Bericht der Bundesregierung zur spezialisierten Palliative-Care-Versorgung (SAPV) in Deutschland vorgestellt. Hierauf machte die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung in einer Pressemitteilung aufmerksam, verbunden mit scharfer Kritik an dem Bericht.

Mehr zum Bericht der Bundesregierung zur spezialisierten Palliative-Care-Versorgung


04.06.11: Ärztetagbeschlüsse: Ärzte dürfen keine Suizid-Beihilfe leisten – Palliativmedizin nachhaltig und flächendeckend in die medizinische Versorgung integrieren

Am 01.06.11 hat der Deutsche Ärztetag in Kiel eine Neuformulierung der (Muster-)Berufsordnung (MBO) beschlossen, um Ärztinnen und Ärzten mehr Orientierung im Umgang mit sterbenden Menschen zu geben. „Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“, heißt es nun darin. Die (Muster-)Berufsordnung trägt dazu bei, die Berufsordnungen in den einzelnen Ländern möglichst einheitlich zu gestalten.

Mehr im Themenspecial zu den Ärztetag-Beschlüssen: Ärzte dürfen keine Suizid-Beihilfe leisten – Palliativmedizin nachhaltig und flächendeckend in die medizinische Versorgung integrieren.


13.05.11: Ambulante Palliativversorgung kommt bei Hausärzten an

Der Schmerz: Umfrage belegt großes Interesse, aber auch Skepsis
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) 13.05.11


26.03.11: Für ein Sterben in Würde: Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung gegründet

Am 25. März 2011 kam die neu gegründete Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung (DHP-Stiftung) in Berlin zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Die Stiftung will dazu beitragen, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern. Sie wurde vom Deutschen Hospiz- und PalliativVerband, dem Dachverband von nahezu 1000 Hospizvereinen und Palliativeinrichtungen, als selbständige Stiftung gegründet.

Mehr zur Gründung der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung und ihren Zielen


03.03.11: Änderungen im Betäubungsmittelrecht beschlossen: Bundesregierung will bessere Schmerztherapie für Schwerstkranke und Sterbende

Das Bundeskabinett hat am 2. März 2011 eine bessere Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Patienten mit Schmerzmedikamenten beschlossen. Hierzu soll das Betäubungsmittelrecht geändert werden. Der Beschluss geht auf eine Initiative von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zurück. Laut dem Berichterstatter für Palliativmedizin der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kauch, sollen erstmals cannabishaltige Fertigarzneimittel zur Schmerzbehandlung zugelassen werden. Künftig dürfen nicht aufgebrauchte Schmerzmittel für andere Patienten verwendet werden und Hospize einen Notfallvorrat an Betäubungsmitteln parat halten. Bislang ist das nicht zulässig.

Mehr im Themenspecial zu Änderungen im Betäubungsmittelrecht für bessere Schmerztherapie für Schwerstkranke und Sterbende


2010

10.12.10: Forum für Palliativmedizin: Palliativmediziner gegen Sterbehilfe und assistierten Suizid

Experten aus Praxis und Wissenschaft haben das vierte Forum für Palliativmedizin in Berlin zum Anlass genommen, sich erneut für eine qualitativ hochwertige, flächendeckende Versorgung am Lebensende und gegen Sterbehilfe und assistierten Suizid auszusprechen. Der palliativmedizinische Ansatz ist an Lebensqualität, Lebenssinn und Lebenswert orientiert und soll den Schwerstkranken die Möglichkeit geben, selbstbestimmt und in Würde vom Leben Abschied zu nehmen. Die Frage des würdigen Sterbens als medizinische Herausforderung anzunehmen sei ein Grundanliegen der modernen Palliativmedizin. Die Palliativmediziner lehnen Sterbehilfe und assistierten Suizid grundsätzlich ab.

Mehr zum Forum für Palliativmedizin: Palliativmediziner gegen Sterbehilfe und assistierten Suizid


06.12.10: Internationaler Tag des Ehrenamtes: Mitmenschlichkeit und Solidarität für schwerstkranke und sterbende Menschen

Auf die unverzichtbare Arbeit von Ehrenamtlichen hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember 2010 hingewiesen. „Die Arbeit der Ehrenamtlichen ist ein tragendes Element der Hospizarbeit und auch zukünftig unverzichtbar. Ehrenamtliche schaffen ein Klima der Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft, auf das schwerstkranke und sterbende Menschen so dringend angewiesen sind. Und sie vermitteln den Betroffenen und ihren Angehörigen, dass sie in unserer Gesellschaft nicht alleine gelassen werden“, erklärte die DHPV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Birgit Weihrauch, in einer Presseaussendung.

Mehr zum Internationalen Tag des Ehrenamtes: Mitmenschlichkeit und Solidarität für schwerstkranke und sterbende Menschen


10.10.10: Neugründung: Deutsche Hospiz- und Palliativ Stiftung nimmt Arbeit auf

Vor kurzem hat die „Deutsche Hospiz- und Palliativ Stiftung“ ihre Arbeit aufgenommen. Dies teilte der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) am 8. Oktober 2010 mit.

Mehr zur Arbeit der neugegründeten Deutsche Hospiz- und Palliativ Stiftung


08.09.10: Palliativmediziner-Studie zu Entscheidungen am Lebensende: Ärzte nehmen häufig Lebenszeitverkürzung in Kauf

Palliativmediziner führen bei mehr als drei Vierteln ihrer Patienten in der letzten Lebensphase Maßnahmen der Symptomlinderung mit einer möglichen Lebensverkürzung durch. Das hat eine Studie von Medizinethikern der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ergeben.

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin haben die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Jochen Vollmann erstmals ärztliche Mitglieder der Fachgesellschaft zu ihren Therapieentscheidungen befragt und konnten 780 Todesfälle auswerten.

Mehr im Themenspecial zur Palliativmediziner-Studie zu Entscheidungen am Lebensende


04.08.10: Studie: Ambulante Palliativversorgung noch lückenhaft

Viele Menschen haben den Wunsch, dort zu sterben, wo sie zuhause sind. Die ambulante Hospiz- und Palliativarbeit trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Die Palliativversorgung in Deutschland ist jedoch noch nicht flächendeckend in gleich hoher Qualität verfügbar. Gerade in ländlichen Gebieten fehlen entsprechende Angebote. Zudem wissen Betroffene häufig nichts von dieser Möglichkeit der Versorgung in der Endphase des Lebens.

Dies sind die Ergebnisse einer am 29.06.10 vorgestellten Studie zur ambulanten Hospizarbeit. Die Studie wurde von Wissenschaftlern der Universität Augsburg in Kooperation mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) und finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe durchgeführt.

Mehr zur Studie zur lückenhaften ambulanten Palliativversorgung


18.07.10: Ärzte-Umfrage zur Sterbehilfe

Ärzte-Umfrage: Nicht Sterbehilfe soll zum Normalfall werden, sondern der Zugang zu moderner Palliativmedizin
Berlin. „Wir Ärzte wollen den Kranken zu ihrem Recht verhelfen. Wir wollen nicht, dass Kranke, entgegen ihrem eigentlichen Willen, unter gesellschaftlichen Druck geraten, Sterbehilfe meinen einfordern zu müssen.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärzterkammer 17.07.10

Siehe dazu:

PDF Ärztlich begleiteter Suizid und aktive Sterbehilfe aus Sicht der deutschen Ärzteschaft
Ergebnisse einer Repräsentativbefragung von Krankenhaus- und niedergelassenen Ärzten
Studie im Auftrag der Bundesärztekammer, veröffentlicht 17. Juli 2010 (PDF-Format 8,5 Mb)


11.06.10: Bundestags-Petitionsausschuss fordert flächendeckende ambulante Palliativversorgung

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages setzt sich für eine bessere spezialisierte ambulante Palliativversorgung sterbenskranker Menschen in Deutschland ein. Der Ausschuss beschloss am 9. Juni 2010 einstimmig, eine entsprechende Petition dem Bundesgesundheitsministerium „zur Erwägung“ zu überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben. Damit soll sichergestellt werden, dass das Anliegen des Petenten überprüft und nach Möglichkeiten der Abhilfe gesucht wird, heißt es in einer Mitteilung des Bundestagsinformationsdienstes „Heute im Bundestag (HIB)“ zu dem Beschluss.

Der Petent fordert demnach in seiner Petition, dass das Recht der Versicherten auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung umgehend umgesetzt wird. Die öffentliche Petition fand im Internet 2.236 Unterstützer.

Mehr im Themenspecial zu Bundestags-Petitionsausschuss fordert flächendeckende ambulante Palliativversorgung


28.05.10: Vorbildlich: Hamburger Krankenkassen und Palliativ Care Teams schließen Vertrag zur ambulanten Betreuung Todkranker

In Hamburg haben Krankenkassen und so genannte Palliativ Care Teams (PCTs) einen Vertrag geschlossen, der die qualifizierte Betreuung unheilbar kranke Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung in den eigenen vier Wänden sicherstellt. Bislang stand eine solche ambulante Versorgung durch PCTs aufgrund schwieriger Abrechnungsmodalitäten nicht allen Betroffenen zur Verfügung. Hamburg ist damit das erste Bundesland, in dem ein solcher Abschluss gelungen ist, teilte die Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) am 27. Mai 2010 in einer Presseaussendung mit.

Mehr im Themenspecial: Hamburger Krankenkassen und Palliativ Care Teams schließen Vertrag zur ambulanten Betreuung Todkranker


20.03.10: Schmerz- und Palliativkongress: Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie fordert Umsetzung gesetzlicher Ansprüche auf ambulante palliativmedizinische Betreuung

Im Rahmen des 21. Deutschen interdisziplinären Schmerz- und Palliativkongress in Frankfurt/Main hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie flächendeckende Rahmenbedingungen gefordert, endlich die Umsetzung der geltenden gesetzlichen Ansprüche auf eine ambulante palliativmedizinische Betreuung zu ermöglichen.

Mehr zum Schmerz- und Palliativkongress: Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie fordert Umsetzung gesetzlicher Ansprüche auf ambulante palliativmedizinische Betreuung


21.01.10: Studie zu Mitarbeiterbelastung auf Palliativstationen: Wie viel Tod verträgt das Team?

Dass Palliativmedizin für schwerstkranke Menschen eine immens große Hilfe auf dem letzten Lebensweg ist, ist mittlerweile auch außerhalb von Fachkreisen bekannt. Weniger bekannt war dagegen bislang, wie die Mitarbeiter auf Palliativstationen mit der großen Belastung des dort allgegenwärtigen Todes umgehen. Was sie auffängt und was besonders stresst, haben Forscher aus Bonn und Göttingen in einer bundesweiten Befragung untersucht. Die Ergebnisse wurden kürzlich in „Der Schmerz“ (2009, 23:600-608) veröffentlicht, dem offiziellen Organ der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS).

Mehr zur Studie zur Mitarbeiterbelastung auf Palliativstationen


2009

11.07.09: Bundesratsentscheidungen: Weg frei für Regelung von Patientenverfügungen, Assistenzpflegebedarf im Krankenhaus und Palliativmedizin als Pflichtlehrfach im Medizinstudium

Kurz vor der Sommerpause hat der Bundesrat in seiner Sitzung am 10. Juli 2009 den Weg für zahlreiche Gesetze frei gemacht, darunter auch für diverse neue gesundheitlich relevante Regelungen. So ließ die Länderkammer die kürzlich im Bundestag nach langjähriger Debatte beschlossene Neuregelung für Patientenverfügungen (siehe das Themenspecial vom 18.06.09) passieren und verzichtete auf die Anrufung des Vermittlungsausschusses.

Mehr im Themenspecial zu den Bundesratsbeschlüssen zur Regelung von Patientenverfügungen, Assistenzpflegebedarf im Krankenhaus und Palliativmedizin als Pflichtlehrfach im Medizinstudium


18.04.09: Europäischer Tag der Patientenrechte: Deutsche Hospiz Stiftung kritisiert tausendfache Rechteverletzung Schwerstkranker und Sterbender

Anlässlich des Europäischen Tages der Patientenrechte am 18. April 2009 hat die Deutsche Hospiz Stiftung die tausendfachen Verletzungen der Rechte von Schwerstkranken und Sterbenden angeprangert und umfassende Reformen gefordert. „Im vergangenen Jahr sind 393.000 Menschen in Deutschland ohne jegliche hospizliche Begleitung oder palliative Therapie gestorben, obwohl sie diese dringend benötigt hätten. Weder stationäre Hospize noch ambulante Hospizdienste können die bestehende Lücke füllen“, erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch in einer Presseaussendung.

Mehr zur tausendfache Rechteverletzung Schwerstkranker und Sterbender


29.01.09: Parlamentarische Versammlung des Europarates fordert bessere palliativmedizinische Versorgung

In einer am 28. Januar 2009 einstimmig angenommenen Entschließung hat die Versammlung den Mitgliedsstaaten empfohlen, in der Gesundheitspolitik einen einheitlichen und umfassenden Rahmen im Bereich der Palliativmedizin zu schaffen.

Mehr im Themenspecial zur Entschließung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zur besseren palliativmedizinische Versorgung


04.01.09: Guter Vorsatz: CDU in NRW will Hospize zur Sterbebegleitung finanziell entlasten

Die CDU in Nordrhein-Westfalen will die Hospize zur Sterbebegleitung finanziell entlasten. Wie die „Rheinische Post“ am 03. Januar 2009 berichtete, soll der Eigenanteil der Träger stationärer Einrichtungen entfallen. Er beträgt derzeit zehn Prozent der Kosten.

Mehr zum Vorstoß der CDU Nordrhein-Westfalen zur finanziellen Entlastung von Hospizen


2008

12.10.08: Welthospiztag 2008: Deutschland bleibt ein Entwicklungsland

Anlässlich des Welthospiztag 2008 am 11. Oktober und des Deutschen Hospiztages am 14. Oktober 2008 zog der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, eine ernüchternde Bilanz. Es bestehe kein Anlass, an diesem Tag vermeintliche Erfolge aufzuzählen. „Vielmehr gilt es, sich der anstehenden Aufgaben bewusst zu werden. Denn auch nach über 25 Jahren Hospizbewegung in Deutschland ist die Bilanz ernüchternd. Nur 6,2 Prozent der Sterbenden erhalten eine ehrenamtliche hospizliche Begleitung, 6,3 Prozent eine professionelle Palliative-Care-Versorgung. Das ist völlig unzureichend, Deutschland bleibt auf diesem Gebiet ein Entwicklungsland“, erklärte Brysch in einer Pressemitteilung vom 10.10.08.

Mehr im Themenspecial zum Welthospiztag 2008


27.09.08: Expertenkongress zu Palliativmedizin: Palliativmediziner fordern rasche Umsetzung der Gesundheitsreform

Vom 25. bis 27. September 2008 trafen sich rund 1.500 Experten zum 7. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in Wiesbaden. „Unter dem Motto ‚Identität im Wandel‘ geht es nach 25 Jahren Aufbauarbeit nun darum, die in der Palliativmedizin tätigen Ärzte, Pfleger, Psychologen, Seelsorger, Sozialarbeiter und Ehrenamtler enger zu vernetzen“, erklärte der Kongresspräsident Professor Dr. Norbert Frickhofen bei einer Pressekonferenz am 25.09.08. Darüber hinaus forderten die Experten, die 2007 gesetzlich verankerte „spezialisierte ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) zügig in die Praxis umzusetzen.

Mehr zum Expertenkongress zu Palliativmedizin


24.06.08: Bundestagsdebatte über Palliativversorgung

Am 19.06.08 beriet der Deutsche Bundestag über einen Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zum Thema „Leben am Lebensende – Bessere Rahmenbedingungen für Schwerkranke und Sterbende schaffen“ sowie über den Zwischenbericht der ehemaligen Bundestags-Enquete-Kommission Ethik und Recht der modernen Medizin „Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit“. In der gut einstündigen Debatte mit insgesamt acht Rednern aus allen Fraktionen wurde der Antrag kontrovers diskutiert.

Mehr im Themenspecial zur Bundestagsdebatte am 19.06.08 über Palliativversorgung


01.03.08: Neue Studie: Hospizliche und palliative Versorgung in Deutschland noch immer mangelhaft

Die hospizliche und palliative Versorgung in Deutschland ist aus Sicht der Betroffenen noch immer mangelhaft. Das geht aus den Zahlen einer aktuellen Studie hervor, die die Deutsche Hospiz Stiftung am 26. Februar 2008 in Düsseldorf vorgestellt hat.

Mehr zur Studie zur Hospizliche und palliative Versorgung in Deutschland


11.01.08: Statt aktiver Sterbehilfe: Mediziner fordern mehr Palliativversorgung und Hospize

Einen Ausbau der Palliativversorgung statt aktiver Sterbehilfe haben Ärztevertreter auf dem 32. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer in Berlin gefordert. „Die Palliativmedizin muss fester Bestandteil der heutigen Medizin werden“, forderte der Palliativmediziner Prof. Dr. Eberhard Klaschik vom Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg im Hinblick auf die Diskussion der vergangenen Jahre zum Thema aktive Sterbehilfe.

Mehr zur Medizinerforderung nach mehr Palliativversorgung und Hospize statt aktiver Sterbehilfe


2007

16.08.07: Deutsche Krebshilfe: „Leben Sie wohl“ – Hörbuch zur Palliativmedizin

Die Deutsche Krebshilfe ergänzt ihr Aufklärungsmaterial durch ein kostenloses Hörbuch zur Palliativmedizin. Darin wird die Geschichte der Palliativmedizin in Deutschland von den 1980-er Jahren bis heute nachgezeichnet. Patienten und Angehörige, aber auch die Ärzte und Pflegende aus der Klinik für Palliativmedizin der Universität zu Köln kommen zu Wort. Das Hörbuch kann ab sofort bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden.

Mehr zum Hörbuch „Leben Sie wohl“ zur Palliativmedizin von der Deutschen Krebshilfe


2006

07.01.06: Hospizstatistik 2005: Kaum Verbesserungen in der Versorgung Sterbender

Im vergangenen Jahr sind bundesweit rund 35.000 Menschen durch 1 042 ambulante Hospizdienste in ihrer letzten Lebensphase psychosozial begleitet worden. Das geht aus der am 4. Januar 2006 von der Deutschen Hospiz Stiftung veröffentlichten Hospizstatistik für 2005 hervor. Während sich im Vergleich zum Jahr 2004 die Anzahl dieser ehrenamtlich begleiteten Patienten nicht verändert hat, ist die Zahl der ambulanten Hospizdienste um 90 gestiegen. Das bedeutet einen bundesweiten Anstieg in der ehrenamtlich-psychosozialen Versorgung von 4,1 Prozent im Jahr 2004 auf 4,3 Prozent im Jahr 2005.

Mehr zur Hospizstatistik 2005


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