Archiv

Archiv 2007

Archiv 2007 mit Meldungen zur Debatte um Sterbehilfe, Suizidbeihilfe, Patientenverfügungen, Palliativmedizin und Hospizarbeit.

29.11.07: Sterbehilfe-Debatte: Weiter Wirbel um Dignitas

Auch in dieser Woche ging die Debatte um die Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas und deren deutschem Ableger Dignitate weiter. In der ARD-Talkshow „Anne Will“ zum Thema „Der organisierte Tod: Geschäft oder Gnadenakt?“ am 25.11.07 berichtete die frühere stellvertretende Geschäftsführerin von Dignitas Schweiz, Soraya Wernli über die dubiosen Praktiken ihres früheren Arbeitgebers Ludwig A. Minelli.

Mehr im Themenspecial über Dignitas und deren deutschem Ableger Dignitate


13.11.07: Ärztlich assistierter Suizid als Präzedenzfall: Gegenwind für Dignitas-Vorhaben

Die Sterbehilfeorganisation Dignitate, deutscher Ableger des umstrittenen Schweizer Sterbehilfevereins Dignitas, sorgt weiter für Diskussionsstoff. Wie der Dignitate-Vorsitzende, Uwe-Christian Arnold, gegenüber der Frankfurter Rundschau am 19.11.07 sagte, habe man einen pensionierten Mediziner gefunden, der einem Schwerkranken beim Suizid helfen will. Damit will der Verein in Deutschland einen Präzedenzfall schaffen, um den ärztlich assistierten Suizid mit Hilfe der Gerichte zu legalisieren.

Mehr im Themenspecial zum ärztlich assistierten Suizid als Präzedenzfall


27.10.07: Sterbehilfe-Vorstoß: Dignitas will deutsche Rechtslage mittels Präzedenzfall klären

Durch einen juristischen Präzedenzfall will die umstrittene Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas erreichen, dass Suizidbegleitung in Deutschland künftig straffrei bleibt. Zum durchexerzieren eines Musterprozesses suche man im Großraum Berlin nach einer sterbewilligen Person, die selbst und deren Angehöre bereit seien, eine Strafverfolgung einzugehen, sagte der Dignitas-Vorsitzende Ludwig A. Minelli laut Berliner Zeitung in der Online-Ausgabe vom 22.10.07. Etwaige entstehende Kosten werde Dignitas übernehmen.

Mehr im Themenspecial zum Sterbehilfe-Vorstoß: Dignitas will deutsche Rechtslage mittels Präzedenzfall klären


04.10.07: Streit um Nutzungsrecht für Sterbewohnungen: Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas auf Wanderschaft

In der Schweiz ist ein bizarrer Streit über die Sterbehilfeorganisation Dignitas entbrannt. Nachdem die Organisation Schweizer Medienberichten zufolge zuerst ihr Sterbezimmer in Zürich verloren hat, folgten innerhalb kurzer Zeit mehrere Umzüge in Wohnungen in die umliegenden Gemeinden Stäfa und Maur. Doch niemand wollte dort die Sterbehilfe-Tätigkeiten von Dignitas dulden. Die zwei Gemeinden erließen ein vorsorgliches Nutzungsverbot für die Sterbewohnungen in den Wohngebieten und verlangten eine Baubewilligung wegen Nutzungsänderung.

Mehr im Thmenespecial zum Dignitas-Streit um Nutzungsrecht für Sterbewohnungen


29.09.07: Für ein Sterben in Würde: Bundesstiftung Kinderhospiz in Berlin gegründet

In Berlin wurde am 27. September 2007 die Bundesstiftung Kinderhospiz gegründet. Dies teilte die Stiftung anlässlich des feierlichen Gründungsaktes im Hotel Courtyard by Marriott in einer Presseaussendung am selben Tag mit. Die Bundesstiftung Kinderhospiz geht aus dem Bundesverband Kinderhospiz e.V., der Dachorganisation der Kinderhospize und -dienste in Deutschland, hervor und hat das Ziel, die Kinderhospizarbeit zu fördern und betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Angehörigen zu unterstützen.

Mehr im Themenspecial zur Gründung der Bundesstiftung Kinderhospiz


27.09.07: Hamburg: Ex-Justizsenator Roger Kusch startet Volksinitiative Sterbehilfe

Nachdem Hamburgs Ex-Justizsenator und Vorsitzender der Partei „Rechte Mitte Heimat Hamburg“, Roger Kusch, vor drei Wochen in einem Seniorenheim einen „Sterbehilfe-Automaten“ vorgestellt hat, (siehe das Themenspecial vom 08.09.2007) sorgte er nun erneut mit einem neu gegründeten Verein „Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.“ für Schlagzeilen. Mit einer Auftaktveranstaltung am 25. September startete Kusch eine Volksinitiative, mit der er mittels Volksentscheid ein eigenes Hamburgisches Sterbehilfe-Gesetz erlassen möchte. Hierfür will Kusch in der ersten Phase 10.000 Unterschriften sammeln.

Mehr im Themenspecial zum Start der Volksinitiative Sterbehilfe von Roger Kusch in Hamburg


04.09.07: Hamburg: Ex-Justizsenator Kusch stellt Sterbehilfe-Automat im Seniorenheim vor

Nach längerer Medienpause sorgte der ehemalige Hamburger Justizsenator und Chef der Partei HeimatHamburg, Roger Kusch, erneut für Schlagzeilen zum Thema aktive Sterbehilfe. Wie die Welt in der Online-Ausgabe vom 05.09.07 berichtete, hatte Kusch am 04.09.07 in einem Seniorenheim im Hamburger Stadtteil den Prototypen eines Automaten vorgestellt, mit dem sich Sterbewillige über eine mit dem Gerät verbundene Spritze eine tödliche Injektion Kaliumchlorid verabreichen können. Damit würden seiner Ansicht nach“todkranken Sterbewilligen“ die Möglichkeit eingeräumt, in Würde zu sterben. Dies sei legale Sterbehilfe und mit deutschen Gesetzen vereinbar, so Kusch.

Mehr im Themenspecial vom 04.09.07: Hamburg: Ex-Justizsenator Kusch stellt Sterbehilfe-Automat im Seniorenheim vor.


31.08.07: Neuer Pflegequalitätsbericht: Anhaltender Pflegenotstand in Deutschland

In deutschen Pflegeheimen gibt es nach wie vor erhebliche Missstände. Dies bemängeln der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) und die Spitzenverbände der Pflegekassen in ihrem zweiten Bericht zur „Qualität in der ambulanten und stationären Pflege“ für die Jahre 2004 bis 2006. Der Bericht wurde am 31.08.07 vorgestellt.

Mehr im Themenspecial zum anhaltender Pflegenotstand in Deutschland


20.08.07: 60. Jahrestag des Nürnberger Kodex: Erinnerung an die Grundsätze für Forschung und Medizin

Am 20. August 1947 ging der Nürnberger Ärzteprozess zu Ende. Angeklagt waren 20 Ärzte sowie drei weitere Personen als Organisatoren von Medizinverbrechen. Diese hatten als Vertreter der „staatlichen medizinischen Dienste“ des Dritten Reiches zum Teil mit wissenschaftlicher Methodik oder unter dem Deckmantel der Wissenschaft ohne Rücksicht auf Leben und Gesundheit der unfreiwilligen Probanden grausamste Experimente mit KZ-Gefangenen sowie Euthanasiemorde durchgeführt. Unter dem Eindruck der in 140 Verhandlungstagen nachgewiesenen Medizinverbrechen entstanden vor 60 Jahren die vom US-Militärgerichtshof formulierten zehn Grundsätze für die Forschung am Menschen.

Mehr zum 60. Jahrestag des Nürnberger Kodex


16.08.07: Deutsche Krebshilfe: „Leben Sie wohl“ – Hörbuch zur Palliativmedizin

Die Deutsche Krebshilfe ergänzt ihr Aufklärungsmaterial durch ein kostenloses Hörbuch zur Palliativmedizin. Darin wird die Geschichte der Palliativmedizin in Deutschland von den 1980-er Jahren bis heute nachgezeichnet. Patienten und Angehörige, aber auch die Ärzte und Pflegende aus der Klinik für Palliativmedizin der Universität zu Köln kommen zu Wort. Das Hörbuch kann ab sofort bei der Deutschen Krebshilfe bestellt werden.

Mehr zum Hörbuch „Leben Sie wohl“ zur Palliativmedizin von der Deutschen Krebshilfe


25.07.07: Neonazi-Opfer Noël Martin: Geburtstagsfeier statt Sterbehilfe

Noël Martin, der gebürtige Jamaikaner, der 1996 von zwei jugendlichen Neonazis in Mahlow in Brandenburg zum Pflegefall gemacht wurde, hat seinen geplanten Freitod vorübergehend verschoben und am 23. Juli in Birmingham seinen 48. Geburtstag gefeiert. An diesem Tag wollte der seit dem Übergriff ab dem Hals Querschnittgelähmte mit Hilfe der Sterbehilfe-Organisation Dignitas in der Schweiz sein Leben beenden.

Mehr zu Noël Martin: Geburtstagsfeier statt Sterbehilfe


12.07.07: Patientenverfügungen: Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland fordert Verbesserung der Rechtssicherheit

Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sich für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Patienten, Angehörige und Ärzte bräuchten mehr Rechtssicherheit bei Entscheidungen am Lebensende, heißt es in den „Eckpunkten des Rates der EKD für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen“ vom 22. Juni 2007. Das Papier wurde laut Pressemitteilung vom 11. Juli 2007 in der vergangenen Woche den Abgeordneten des Deutschen Bundestages übersandt.

Mehr zum Eckpunktepapier des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zu Patientenverfügungen


05.07.07: Neueste Zahlen 2005: 2297 mal aktive Sterbehilfe in den Niederlanden

Das niederländische Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport hat zusammen mit dem Statistikamt in Den Haag am 2. Juli neueste Zahlen zur Sterbehilfe in den Niederlanden vorgelegt. Demnach haben niederländische Ärzte im Jahr 2005 in 2.297 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet, d.h. Mittel verabreicht, um das Leben von Patienten gezielt zu beenden. Bezogen auf landesweit insgesamt 136.000 Todesfällen entspricht dies 1,7 Prozent.

Mehr zu den neuesten Zahlen zur aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden


30.06.07: Kein Mitleid: Lebenslang für ehemalige Charité-Krankenschwester Irene B. wegen fünffachen Mordes

Im Prozess gegen die wegen mehrfachen Mordes angeklagte ehemalige Krankenschwester der Berliner Charité, Irene B., hat das Landgericht Berlin am 29. Juni 2007 sein Urteil gefällt. Wegen Mordes in fünf Fällen wurde die Angeklagte zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. In drei weiteren angeklagten Fällen sprach die Schwurgerichtskammer die 55-Jährige mangels Beweisen frei. Dies teilte die Präsidentin des Kammergerichts in einer Presseaussendung vom selben Tag mit.

Mehr im Themenspecial zum Urteil Lebenslang für ehemalige Charité-Krankenschwester wegen fünffachen Mordes


22.06.07: Debatte um Patientenverfügungen: Dritter überfraktioneller Gesetzentwurf vorgelegt

In die Debatte über die Regelung von Patientenverfügungen ist erneut Bewegung gekommen. Am 19. Juni 2007 haben Vertreter der Fraktionen von SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90 / Die Grünen im Bundestag einen fraktionsübergreifenden Gesetzentwurf zur gesetzlichen Verankerung der Patientenverfügung vorgestellt. Damit liegt nun ein Dritter Entwurf zu diesem Themenkomplex vor.

Mehr im Themenspecial zum Dritten überfraktionellen Gesetzentwurf zu Patientenverfügungen


17.05.07: 110. Deutscher Ärztetag gegen weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung

Vom 15. bis 18. Mai fand in Münster der 110. Deutsche Ärztetag statt. Dabei sprachen sich in einem Beschluss die Teilnehmer gegen eine umfangreiche rechtliche Regelung von Patientenverfügungen aus. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Bundesärztekammer vom 16. Mai 2007 hervor.

Mehr im Themenspecial zum Ärztetag-Beschluss gegen ein weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung


20.04.07: Sechs Morde „zum Wohle der schwerkranken Patienten“: Prozessauftakt gegen ehemalige Krankenschwester der Berliner Charité

Im Oktober 2006 gestand eine 54-jährige Krankenschwester der Berliner Charité, zwei Patienten „aus Mitleid“ getötet zu haben und erregte damit bundesweites Aufsehen. Am 18. April 2007 begann nun vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen Irene B.. Mittlerweile werden ihr von der Staatsanwaltschaft insgesamt sechs Morde und zwei Mordversuche an schwer herzkranken Patienten aus „heimtückischen und niederen Beweggründen“ vorgeworfen, die sie in der Zeit von Juni 2005 bis Oktober 2006 verübt haben soll.

Mehr im Themenspecial zum Mord-Prozessauftakt gegen ehemalige Krankenschwester der Berliner Charité


30.03.07, ergänzt am 22.06.07: Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen am 29.03.07

Am 29. März hat der Deutsche Bundestag erstmals ausführlich über mögliche gesetzliche Regelungen für Patientenverfügungen debattiert. In der knapp dreieinhalbstündigen Debatte, bei der zuvor der Fraktionszwang aufgehoben wurde, legten 33 Abgeordnete aller Fraktionen ihre Positionen dar. Weitere neun Abgeordnete gaben ihre Reden schriftlich zu Protokoll. Dabei wurde deutlich, wie schwierig es offenbar werden wird, zu einer gemeinsamen tragbaren Regelung zu finden.

Wir haben ein umfangreiches Themenspecial zur Debatte zusammengestellt mit Pressespiegel, Dokumenten und Stellungnahmen. So kann sich jede(r) einen Überblick über die bisherige Diskussion verschaffen.

Zum Themenspecial zur Bundestagsdebatte über Patientenverfügungen am 29.03.07


15.03.07: Fragwürdiges Verfahren: Entscheidung über Leben und Tod mittels Computerprogramm

Wissenschaftlern des Department of Clinical Bioethics der National Institutes of Health in Bethesda, Maryland, USA, haben ein neues Computerprogramm entwickelt, das den mutmaßlichen Willen schwer kranker Patienten ermitteln soll, die sich über ihre medizinische Behandlung nicht mehr äußern können. Die Ergebnisse einer Studie wurden nun in dem Fachblatt Public Library of Science Medicine (Ausgabe March 2007, Volume 4, Issue 3) veröffentlicht. Mittels dieser Software soll eine bessere Entscheidung ermöglicht werden als bei einer Befragung von Angehörigen. Diese könnte notwendig werden, wenn z.B. keine Patientenverfügung vorliegt.

Mehr zum Fragwürdigen Verfahren von Entscheidung über Leben und Tod mittels Computerprogramm


10.03.07: Frankreich: 2000 Mediziner und Pfleger bekennen sich öffentlich zu aktiver Sterbehilfe

In einem offenen Brief haben sich mehr als 2.000 französische Ärzte und Pflegekräfte dazu bekannt, aktive Sterbehilfe geleistet zu haben. In dem am 8. März 2007 in Paris in der Zeitschrift „Le Nouvel Observateur“ veröffentlichten Aufruf verlangen die Unterzeichner zahlreichen Medienberichten zufolge die juristische Verfolgung von Kollegen einzustellen. Weiters fordern sie eine Reform des Gesetzes zur Sterbehilfe, angelehnt an die Regelungen in der Schweiz, den Niederlanden und Belgien, sowie mehr Geld für die Begleitung von Sterbenden.

Mehr im Bericht zum offenen Brief von 2000 Medizinern und Pflegern zur aktiven Sterbehilfe in Frankreich


28.02.07: Debatte über Patientenverfügungen: Fachtagung mit kontroverser Diskussion über Verbindlichkeit

Als Auftakt für die in den nächsten Wochen im Deutschen Bundestag geplante Debatte über Patientenverfügungen fand am 27. Februar 2007 in Berlin eine gemeinsame Tagung der Humanistischen Union und der Heinrich-Böll-Stiftung statt unter dem Titel „Die Freiheit zu sterben. Selbstbestimmung durch Sterbehilfe und Patientenverfügung.“ An der Veranstaltung, nahmen zahlreiche Abgeordnete als Referenten und Diskussionsteilnehmer teil.

Mehr im Themenspecial zur Fachtagung „Die Freiheit zu sterben. Selbstbestimmung durch Sterbehilfe und Patientenverfügung.“ der Humanistischen Union und der Heinrich-Böll-Stiftung


08.02.07: Debatte über Patientenverfügungen: Deutsche Hospiz Stiftung stellt Checkliste zu Vorsorgedokumenten vor

Vor dem Hintergrund noch ausstehender gesetzlicher Regelungen zu Patientenverfügungen hat die Deutsche Hospiz Stiftung am 07.02.07 in Berlin eine Checkliste zur Prüfung der Praxistauglichkeit von Vorsorgedokumenten vorgestellt.

„Während im Bundestag noch immer erst an Entwürfen für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen gearbeitet wird, fragen immer mehr Menschen, ob es Sinn macht, eine Patientenverfügung zu verfassen“, erklärte der Geschäftsführer der Deutschen Hospiz Stiftung, Eugen Brysch, in einer Presseaussendung vom selben Tag. Unabhängig von inhaltlichen Details eines Patientenverfügungsgesetzes mache es die Checkliste jedem möglich, seine Vorsorgedokumente selbst zu überprüfen.

Mehr im Themenspecial zur Checkliste zu Vorsorgedokumenten


03.02.07: Grundsatzurteil: Schweizer Bundesgericht erlaubt ärztliche Suizidbeihilfe für psychisch Kranke

Nach einem vom Schweizerischen Bundesgericht am 03.11.2006 gefällten Grundsatzurteil sollen Ärzte auch psychisch kranken Menschen Hilfe beim Selbstmord leisten dürfen. Gleichzeitig hielt das Gericht fest, dass Suizidwilligen und Sterbehilfeorganisationen untersagt bleibt, ein bestimmtes tödlich wirkendes Mittel ohne Rezept zu beziehen. Dies berichtete die Neue Zürcher Zeitung online am 02.02.07 Februar.

Mehr im Themenspecial zum Schweizer Urteil zur ärztlichen Suizidbeihilfe für psychisch Kranke


22.01.07: Schweiz sehen und sterben: Sterbehilfe-Organisation Dignitas leistete Suizidhilfe in 195 Fällen

Die Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas hat am 21.01.2007 aktuelle Zahlen zu ihrer Arbeit veröffentlicht. Demnach sind im vergangenen Jahr 195 Menschen mit Hilfe von Dignitas aus dem Leben geschieden, darunter auch 120 Deutsche. Die Zahl der Deutschen sei damit im Vorjahresvergleich um 43 gestiegen.

Mehr im Themenspcial zu den aktuellen Sterbehilfezahlen in der Schweiz


10.01.07: Schmerzen, Schreie und langsames Sterben: Schwere Vorwürfe gegen Sterbehilfeorganisation Dignitas in zwei Fällen

Erschütternde Berichte über die „unsaubere“ Arbeit der Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas sorgen für Furore. Laut einem Bericht der Schweizer Sonntagszeitung vom 06.01.07 starb ein Dignitas-Mitglied beim Selbstmord erst nach 72 Stunden.

In einem zweiten Fall habe eine Frau unter starken Schmerzen gelitten, nachdem sie das Gift getrunken hatte, das ihr Dignitas besorgt hatte, und sei erst nach 38 Minuten gestorben. „Ich verbrenne“, habe die 43-Jährige gemäss Aussage von zwei Augenzeugen immer wieder geschrien. Sie sei erst nach dem fünften Atemstillstand gestorben.

Mehr im Themenspecial zu den Vorwürfen gegen die Sterbehilfeorganisation Dignitas


Archiv 2006 – 2016

Alle Meldungen der Jahre 2006 – 2016 finden Sie im Archiv.

Nach oben