Sterbehilfe

Sterbehilfe und Suizidbeihilfe in den Niederlanden

Flagge der NiederlandeHier finden Sie alles zur Debatte über die Sterbehilfe in den Niederlanden.

Dazu gehören Informationen zur Gesetzeslage, dem „Gesetz über die Kontrolle der Lebensbeendigung auf Verlangen und der Hilfe bei der Selbsttötung“ und die Praxis der Sterbehilfe und Suizidbeihilfe bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern bzw. schwerbehinderten Neugeborenen.

Des Weiteren finden Sie hier alle Themenspecials aus unserem Archiv zur Debatte chronologisch sortiert von 2004 bis 2017. Sie geben einen guten Einblick in die Entwicklung.

Gesetzeslage zur Sterbehilfe in Holland:

Sterbehilfe Niederlande 2011-2015
 

Ergänzende Informationen zur Sterbehilfe-Regelung in den Niederlande aus erster Hand:

  • Euthanasia and newborn infants
    Children are occasionally born with such serious disorders that termination of life is regarded as the best option.
    Government of the Netherlands 04.10.2016
     
  • Is euthanasia allowed?
    Euthanasia is the termination of life by a physician at the patient’s request. The aim is to end unbearable suffering with no prospect of improvement. Physician-assisted suicide also falls under this definition. Only under certain conditions is euthanasia not considered an offence.
    Government of the Netherlands 24.05.2017
     
  • Euthanasia, assisted suicide and non-resuscitation on request
    Euthanasia is performed by the attending physician administering a fatal dose of a suitable drug to the patient on his or her express request. The relevant Dutch legislation also covers physician-assisted suicide (where the physician supplies the drug but the patient administers it). Palliative sedation is not a form of euthanasia: the patient is simply rendered unconscious with pain reducing drugs and eventually dies from natural causes.
    Government of the Netherlands 06.06.2017
     
  • Government: scope for assisted suicide for people who regard their life as completed
    People who have come to a well-considered decision that their life is completed must be allowed, under strict and carefully identified criteria, to end their life with dignity. In consultation with various care organisations, the government intends to develop new legislation based on this principle.
    Government of the Netherlands 12.10.2016
     
  • Letter of the government position on ‘completed life’
    Letter of 12 October 2016 from the Minister of Health, Welfare and Sport and the Minister of Security and Justice to the House of Representatives on the government position on ‘completed life’.
     
  • Palliative sedation: a normal medical procedure
    Palliative sedation, administering high doses of pain reducing medication, is part of a normal medical procedure. It does not constitute termination of life because the drugs administered are not the cause of death.
    Government of the Netherlands 12.10.2016
     
  • Regional euthanasia review committees
    The Netherlands has five regional euthanasia review committees. These committees assess whether a physician who has performed euthanasia or assisted in suicide has complied with the due care criteria set out in the Termination of Life on Request and Assisted Suicide (Review Procedures) Act.
     
  • Reports der Niederlandischen Euthanasie-Kontrollkommission von 2002 – 2015

Meldungen zur Sterbehilfe in den Niederlanden

Nachfolgend finden Sie unsere Themenspecials zur Sterhilfe in den Niederlande.

2017

Noch keine Meldungen vorhanden.


2016

14.10.16: Die Niederländer wollen den assistierten Suizid für Menschen einführen, die nicht mehr leben wollen

Assistierter Suizid für Menschen, die nicht unheilbar krank sind, wird möglicherweise in den Niederlanden schon bald zur Realität. Niederländische Juristen arbeiten derzeit an einem Recht, das es Menschen, die das Gefühl haben, ihr Leben sei nun vollendet, gestatten würde, den Tod zu wählen.

Wie RT.com am 13.10.16 berichtete, baten am Mittwoch die niederländische Gesundheitsministerin, Edith Schippers, und der Justizminister, Ard van der Steur, in einem Brief an das Parlament darum, die Juristen mit einem Gesetzesentwurf zu beauftragen, der einen Suizid unter diesen Voraussetzungen gestattet.

Mehr zur Ausweitung des assistierten Suizid in den Niederlanden für nicht unheilbar Kranke


12.05.16: Vor Weltkonferenz Euthanasie 2016: Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor Ausbreitung der aktiven Sterbehilfe

Vor der Amsterdamer Weltkonferenz Euthanasie 2016 warnt die Deutsche Stiftung Patientenschutz vor einer weiteren Zunahme aktiver Sterbehilfe in den Beneluxstaaten. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am 12.05.16 sagte Vorstand Eugen Brysch: „Offenkundig ist Töten ansteckend.“

Mehr zu: Vor Weltkonferenz Euthanasie 2016: Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor Ausbreitung der aktiven Sterbehilfe


01.05.16 Niederländisches Gesundheitsministerium finanziert Studie zur Zulassung der Sterbehilfe für Kinder

Flagge NiederlandeDie us-amerikanische Internetseite www.lifesitenews.com meldet, dass die niederländische Gesundheitsministerin Edith Schippers in der vergangenen Woche angekündigt hat, 400.000 Euro für eine wissenschaftliche Untersuchung zur Euthanasie an Kindern bereitzustellen. Damit kommt die Ministerin einer Anfrage der Niederländischen Vereinigung von Kinderärzten (NVK) nach. Der Verband hatte im Juni 2015 die Gesundheitsministerin darum gebeten, den sogenannten „Gnaden-Tod“ („mercy-killing“) auch für Kinder zwischen 1 und 12 Jahren zu legalisieren.

Mehr zur niederländischen Studie zur Zulassung der Sterbehilfe für Kinder


08.01.16: Sterbehilfe in den Niederlanden: Diskussion um Legalisierung von Todespillen

In den Niederlanden ist eine Debatte über die Legalisierung einer sogenannten „Letzter-Wille-Pille“ entbrannt. Die tödliche Tablette soll es Sterbewilligen ermöglichen, sich selbst das Leben zu nehmen.

Ausführliche Informationen gibt es im Artikel „Sterbehilfe: Niederländer erwägen Legalisierung von Todespillen“ auf SPIEGEL Online am 07.01.16.


2013 – 2015

Keine relevanten Meldungen vorhanden. Eventuell folgen Ergänzungen (Stand Juli 2017)


2012

03.03.12: Niederlande: Mobile Sterbehilfe-Teams nehmen Arbeit auf

Von der für Anfang März geplanten Eröffnung einer „Sterbeklinik“ und der Einführung „mobiler Sterbehelfer“ in den Niederlanden dürfe keinerlei Signalwirkung für Deutschland ausgehen. Das mahnte die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V., Dr. med. Claudia Kaminski am 28.02.12 in einer Pressemitteilung an. Die Ärztin appellierte an Politiker und Repräsentanten der Ärzteschaft sich unmissverständlich gegen jede Form aktiver Sterbehilfe und den ärztlich assistierten Suizid auszusprechen.

Konkret wollen Anfang März sechs ambulante Teams der „Niederländischen Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende“ mit jeweils einem Arzt und Pflegemitarbeiter landesweit aktive Sterbehilfe zu Hause bei den Patienten leisten. Zudem soll in Den Haag dieses Jahr eine sogenannte „Lebensende-Klinik“ der Vereinigung eröffnet werden für Patienten, bei denen Ärzte dem Wunsch nach aktiver Sterbehilfe nicht nachkommen wollen

Mehr zur Kritik an den mobilen Sterbehilfe-Teams in den Niederlande


10.02.12: Niederlande – Aufregung um „Lebensende-Klinik“ und ambulante Teams für heimische Sterbehilfe

In den Niederlanden droht eine weitere Ausweitung der Sterbehilfe. Konkret wollen Anfang März sechs ambulante Teams mit jeweils einem Arzt und Pflegemitarbeiter landesweit aktive Sterbehilfe zu Hause bei den Patienten leisten. Dies teilte die „Niederländische Vereinigung für ein freiwilliges Lebensende“ am 07.02.12 mit. Zudem soll in Den Haag dieses Jahr eine sogenannte „Lebensende-Klinik“ der Vereinigung eröffnet werden für Patienten, bei denen Ärzte dem Wunsch nach aktiver Sterbehilfe nicht nachkommen wollen.

Mehr im Themenspecial: Niederlande – Aufregung um „Lebensende-Klinik“ und ambulante Teams für heimische Sterbehilfe


2011

22.01.11: Sterbehilfe: Richtungsweisendes Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshof und geplante Sterbehilfeklinik in den Niederlande

In der vergangenen Woche gab es gleich zwei wichtige Ereignisse in Sachen Sterbehilfe: In einem richtungsweisenden Urteil am 20. Januar 2011 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg klargestellt, dass Staaten nicht verpflichtet sind, ihre Bürger bei der Sterbehilfe zu unterstützen. Und in den Niederlanden ist eine Sterbehilfe-Klinik geplant.

Mehr im Themenspecial zum richtungsweisenden Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshof und zur geplante Sterbehilfeklinik in den Niederlande


2008 – 2010

Keine relevanten Meldungen vorhanden. Eventuell folgen Ergänzungen (Stand Juli 2017)


2007

05.07.07: Neueste Zahlen 2005: 2297 mal aktive Sterbehilfe in den Niederlanden

Das niederländische Ministerium für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport hat zusammen mit dem Statistikamt in Den Haag am 2. Juli neueste Zahlen zur Sterbehilfe in den Niederlanden vorgelegt. Demnach haben niederländische Ärzte im Jahr 2005 in 2.297 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet, d.h. Mittel verabreicht, um das Leben von Patienten gezielt zu beenden. Bezogen auf landesweit insgesamt 136.000 Todesfällen entspricht dies 1,7 Prozent.

Mehr zu den neuesten Zahlen zur aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden


2006

04.01.06: Bundesärztekammerpräsident Hoppe sieht 2005 als Wendepunkt in Sterbehilfediskussion

Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, hat das Jahr 2005 als Wendepunkt in der öffentlichen Sterbehilfe-Diskussion in Deutschland bezeichnet. In einem am 3. Januar 2006 von der Bundesärztekammer veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur AP vom 31. Dezember warnte er vor einer Entwicklung wie in den Niederlanden und Belgien, wo Ärzte leidende Patienten auf Verlangen legal töten dürfen.

Mehr im Beitrag Bundesärztekammerpräsident Hoppe sieht 2005 als Wendepunkt in Sterbehilfediskussion

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