Sterbehilfe

Sterbehilfe in Italien

Sterbehilfe in Italien

Flagge ItalienAuch in Italien gibt es immer wieder Debatten über Sterbehilfe, meist nach spektakulären Einzelfällen über die medial berichtet wird.

Hier finden Sie ausgewählte Meldungen zur Sterbehilfe-Debatte in Italien. Weitere Ergänzungen folgen demnächst.
 

2009

27.03.09: Italien: Senat verabschiedete Gesetz über Patientenverfügung und verbietet Sterbehilfe

In Italien hat der Senat in Rom am 26. März 2009 mehrheitlich einem Gesetz zur Einführung einer Patientenverfügung zugestimmt. Laut Medienberichten verbietet die Vorlage dabei jegliche Form von Sterbehilfe und Beihilfe zum Suizid und untersagt allen Pflegepersonen, lebenserhaltende Maßnahmen wie Nahrung und Flüssigkeitszufuhr abzubrechen. Ein Änderungsantrag der die Einstellung der künstlichen Ernährung unter bestimmten Umständen erlauben wollte, war zuvor verworfen worden.

Mehr zum Gesetz über Patientenverfügung und Verbot der Sterbehilfe und Suizidhilfe


12.02.09: Italien: Sterbehilfe-Debatte nach Tod von Wachkomapatientin Eluana Englaro

Die nach einem Autounfall seit 17 Jahren im Wachkoma gelegene Italienerin Eluana Englaro ist tot. Sie starb am 9. Februar 2009 in einem Pflegeheim in Udine, vier Tage nachdem die künstliche Ernährung auf Verlangen des Vaters eingestellt worden waren. Dieser hatte hierzu mehrere Prozesse geführt und zuletzt per Gerichtsbeschluss die Zustimmung für den Nahrungsentzug erhalten. Zur Begründung führte das Gericht den vermeintlichen Patientenwillen, der sich in ihrem Falle auf mündliche Aussagen des Vaters stützte, und die Feststellung, dass ein Koma irreversibel ist, an.

Mehr im Themenspecial zur Sterbehilfe-Debatte nach Tod von Wachkomapatientin Eluana Englaro in Italien


2006

29.12.06: Beigesetzt: Weltliche Trauerfeier für Sterbehilfeverfechter Piergiorgio Welby

Mehrere hundert Menschen haben am Heiligabend in Rom bei einer zivilen Totenfeier vor der Don-Bosco-Kirche im Stadtteil Tusculano Abschied von dem am 21. Dezember 2006 verstorbenen Sterbehilfe-Verfechter Piergiorgio Welby genommen. Die Diözese Rom hatte zuvor eine kirchliche Bestattung abgelehnt, da Welbys Wunsch zu sterben der katholischen Lehre widerspreche.

Mehr zur Beisetzung von Sterbehilfeverfechter Piergiorgio Welby


23.12.06: Italien: Neue Sterbhilfe-Debatte nach Tod von Piergiorgio Welby

In Italien ist erneut eine hitzige Debatte über Sterbehilfe entbrannt. Hintergrund der Diskussion ist der Tod des an Muskeldystrophie erkrankten, völlig bewegungsunfähigen und die letzten 10 Jahre auf künstliche Beatmung angewiesenen Piergiorgio Welby, der vehement für das Recht auf Sterbehilfe und den Abbruch der lebenserhaltenden Maßnahmen eingetreten war. Er starb in der Nacht auf den 21. Dezember, nachdem der Anästhesist Mario Riccio dem 60-jährigen nach eigenen Angaben ein Beruhigungsmittel verabreicht und anschließend das Beatmungsgerät ausgeschaltet hatte.

Mehr im Themenspecial zur Sterbhilfe-Debatte in Italien nach Tod von Piergiorgio Welby


29.09.06 Italien: Parlamentsstreit über Sterbehilfe

In Italien ist zwischen den Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern ein Streit über Sterbehilfe entbrannt. Auslöser der Kontroverse war die Forderung von Staatspräsident Giorgio Napolitano nach einer parlamentarischen Debatte über das Thema. Dies berichtet die Netzeitung online am 25. September 2006.

Wie die Basler Zeitung vom 24. September berichtete, hatte sich zuvor ein an Muskeldystrophie erkrankter 60-jähriger, Piergiorgio Welby, in Italien mit einem Appell zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe an Staatspräsident Giorgio Napolitano gewandt. Welby ist laut dem Blatt seit fast drei Jahrzehnten auf den Rollstuhl angewiesen und wird seit drei Monaten künstlich beatmet und ernährt.

Mehr zur Sterbehilfe-Debatte in Italien


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