23.05.26: Umstrittener Sterbehelfer Roger Kusch ist tot
Der umstrittene Sterbehelfer Roger Kusch ist tot. Der ehemalige Hamburger Justizsenator und Gründer eines Sterbehilfe-Vereins wurde am 21.05.26 in Hamburg im Keller seiner Wohnung leblos aufgefunden. Laut Medienberichten deutet vieles auf Suizid hin.
Wenige Tage zuvor hatte er den Vorstandsvorsitz seines Vereins bei der Generalversammlung der Mitglieder verloren. Er wurde mit überwältigender Mehrheit von den anwesenden Mitgliedern abgewählt. Kusch prägte mit teils provokanten Aktionen jahrelang die Debatte um ein Verbot der Suizidbeihilfe, z.B. durch Vorstellung eines Selbsttötungsautomaten in einem Altersheim 2007.
Über den Tod des 71-jährigen und vorangegangene vereinsinterne Streitereien kurz vor seinem Ableben berichteten die „Welt“ sowie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (rnd) am selben Tag. Darin gibt es auch ausführliche Infos zu seinem umstrittenen Wirken in der Sterbehilfedebatte. Ergänzend gibt es einen taz-Artikel vom 18.05.26 zur Abwahl als Vorstandsvorsitzender seines von ihm gegründeten Vereins.
Weitere Informationen:
Früherer Hamburger Justizsenator Roger Kusch ist tot
rnd.de 21.05.21
Artikel zum Tod von Roger Kusch auf welt.de vom 21.05.26
Dr. Tod ist gestürzt
taz.de 18.05.26
Themenrubrik Debatte um Suizidprävention und ein Verbot der Suizidbeihilfe